Ü 25, wohnhaft bei Vater

  • Liebe Helferinnen und Helfer,


    ich bin Ü25, habe mein Studium abgeschlossen und leider eine Übergangszeit von knapp 3 Monaten zum Berufseinstieg. Für diese Zeit bin ich nun in den Zweitwohnsitz meines Vaters gezogen, mit Untermietvertrag. Meine Unterlagen zur Antragstellung habe ich ebenso alle eingereicht. Das Jobcenter forderte nun noch die Gehaltsabrechnung meines Vaters. Daraufhin habe ich mitgeteilt, dass ich nicht befugt bin, die Daten Dritter weiterzugeben und wir haben eine Erklärung aufgesetzt und unterschrieben, dass wir getrennt wirtschaften und ich keinerlei Leistungen erhalte.
    Das wurde nicht akzeptiert und weiterhin eine Gehaltsabrechnung gefordert. Nach der Mitteilung, dass ich nicht befugt bin, die Daten Dritter weiterzugeben, kam direkt der Ablehnungsbescheid. Gegen diesen habe ich Widerspruch eingelegt und mitgeteilt, dass mein Vater seine Gehaltsabrechnung innerhalb der nächsten Tage einreichen wird. Diese "nächsten Tage" wurden nicht abgewartet:mad:, sondern sofort ein Widerspruchsbescheid an mich verschickt, in dem mein Widerspruch "als unzulässig verworfen" wird.


    Mit welcher Begründung darf das Jobcenter Gehaltsabrechnungen meines Vaters einfordern? Und welche Chancen hätte ich denn gehabt, wenn er sich nun mal geweigert hat? Er ist nicht mehr unterhaltspflichtig, da ich ü25 und mit abgeschlossenem Studium bin.
    Kann ich die Daten meines Vaters evtl. trotzdem noch nachreichen? Oder muss ich direkt Klage beim Sozialgericht einreichen?


    Das ist einfach unglaublich alles...und das wegen nicht einmal 3 Monaten!
    Ich hoffe, mir kann irgendjemand weiterhelfen und mir ggf. erklären, was ich falsch gemacht habe und welche Möglichkeiten ich jetzt noch habe!


    Vielen lieben Dank an alle Helfenden!

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  • Quote from Homunkoloss;300848


    Kann ich die Daten meines Vaters evtl. trotzdem noch nachreichen? Oder muss ich direkt Klage beim Sozialgericht einreichen?


    Man müßte erst mal lesen, was genau geschrieben wurde.
    Vom JC, von dir, von der Widerspruchsstelle.


    Du wohnst aber im Zweitwohnsitz deines Vaters mit diesem zusammen in einer Wohnung, oder?


    Widerspruch unzulässig oder unbegründet---und warum----das ist schon relevant, um evtl. zu raten, ob und was noch geht.


    Ganz unabhängig davon: Wegen wirklich knapp 3 Monaten bis zum Berufseinstieg würde ich mir keinesfalls das mit dem Hartz 4 antun.
    Da würde ich mir einen Kurzzeitjob suchen. Fertig.

  • Quote from Homunkoloss;300848

    ich bin Ü25, habe mein Studium abgeschlossen und leider eine Übergangszeit von knapp 3 Monaten zum Berufseinstieg.


    Die Gerichte geben in der Regel beim Unterhaltsanspruch einen Zeitraum von oft 3 Monaten zum Unterhaltsanspruch dazu, wenn mit gehöriger Intensität nach Ende der Ausbildung eine Berufstätigkeit gesucht wird.
    Du solltest also zunächst bei Deinem Vater um Unterhalt "ersuchen".


    Quote from Homunkoloss;300848

    ...in den Zweitwohnsitz meines Vaters gezogen


    Das bedeutet was?
    Wohnt der Vater im gleichen Haushalt oder woanders?


    Quote from Homunkoloss;300848

    ...sondern sofort ein Widerspruchsbescheid an mich verschickt, in dem mein Widerspruch "als unzulässig verworfen" wird.


    Ob der Bescheid nun richtig ist oder falsch:
    Es bleibt Dir die Klage, die Rechtsbehelfsbelehrung sollte unter dem Bescheid stehen.
    Wenn nicht, dann melde Dich noch mal, wir sagen Dir dann, was zu tun ist.


    Quote from Homunkoloss;300848

    Das ist einfach unglaublich alles...und das wegen nicht einmal 3 Monaten!


    Das finde ich auch. Die paar Wochen hättest Du auch mit Minijob und Unterstützung Deines Vater hinkriegen können, oder?

  • Ja, ich wohne mit meinem Vater zusammen, der berufsbedingt hier eine Zweitwohnung hat. Es besteht jedoch ein genau aufgeschlüsselter Untermietvertrag und ich zahle auch tatsächlich alle vereinbarten Kosten.


    Begründung für die "Unzulässigkeit des Widerspruchs" ist (kurz formuliert): "die gesetzliche Unterhaltsvermutung und die deshalb benötigten Unterlagen wurden Ihnen erläutert." In der weiteren Ausführung steht dann noch, dass ein einfacher Widerspruch gegen diese Vermutung nicht ausreicht und ich "den erforderlichen Nachweis für die Widerlegung der gesetzlichen Unterhaltsvermutung" nicht erbracht habe.


    Was soll ein solcher erforderlicher Nachweis sein? Wie kann ich etwas beweisen, was es nicht gibt?


    Ich habe in einer anderen Stadt gelebt und tatsächlich nicht so schnell einen Kurzzeitjob gefunden. Zumal ja auch der Umzug noch gemacht werden musste und ich für meinen Berufseinstieg auch gleich wieder eine neue Wohnung suchen musste, da dieser auch in einer anderen Stadt erfolgt... aber ja, hätte ich das alles im Vorfeld gewusst, hätte ich es mir erspart.

  • Zum Thema "Unterhalt" hast Du jetzt nichts gesagt.


    Quote from Homunkoloss;300852

    In der weiteren Ausführung steht dann noch, dass ein einfacher Widerspruch gegen diese Vermutung nicht ausreicht und ich "den erforderlichen Nachweis für die Widerlegung der gesetzlichen Unterhaltsvermutung" nicht erbracht habe.


    Wie gesagt, ob der Bescheid richtig oder falsch ist, Dir bleibt nur der Weg zum Sozialgericht.

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  • Zu meiner Wohnsituation: Wir wohnen von Montag-Freitag gemeinsam in der Wohnung, am Wochenende ist mein Vater dann in seinem Hauptwohnsitz.


    Bedeutet die Aussage, dass die Gerichte oft 3 Monate nach Ausbildungsende zum Unterhaltsanspruch dazugeben, dass mein Vater effektiv gesehen dann 25 Jahre und 3 Monate zum Unterhalt verpflichtet ist? (Beendigung des konsekutiven Masterstudiengangs und 25. Geburtstag fielen fast exakt zusammen).

  • Ich musste aus meiner alten Wohnung ausziehen, da ich in einem Studentenwohnheim gelebt habe und mit Beendigung des Studiums hierfür die Berechtigung erlischt. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich den Ort meines Berufseinstieges nicht, da die Referendariatsplätze im Lehramt zugeteilt werden. Daher der Umzug in eine Wohnung meines Vaters.


    Inzwischen ist nur noch knapp über einen Monat bis zum Berufseinstieg vorhanden, da sich die Angelegenheiten mit dem Jobcenter so lange hingezogen haben.
    Ich brauche zumindest irgendeine Grundsicherung, um diese Zeiten zu kompensieren... und dafür ist ALG II ja da

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  • Hallo,


    Quote from Homunkoloss;300856

    dass mein Vater effektiv gesehen dann 25 Jahre und 3 Monate zum Unterhalt verpflichtet ist? (Beendigung des konsekutiven Masterstudiengangs und 25. Geburtstag fielen fast exakt zusammen).


    Im Unterhaltsrecht gibt es keine Altersgrenze.


    Ab 18. sind beide Eltern ( Vater + Mutter) dem Grunde nach zu Unterhalt verpflichtet.


    lg
    edy

    Eine freundliche Begrüßung und Verabschiedung , bei jedem Beitrag, ist immer angebracht.

  • Guten Tag edy und danke, dass du dich einmischst ;)


    Es muss aber doch irgendeine Begrenzung für die Unterhaltspflicht geben.
    Im ALG II-Antrag muss man ja unter anderem angeben, ob man u25 oder ü25 ist und Eltern sind nur so lange zum Unterhalt verpflichtet, bis die erste Ausbildung abgeschlossen ist, oder? Meine Eltern haben ja die Teile meines Studiums, die sie finanzieren mussten, auch finanziert. Aber darüber hinausgehend?


    Lg

  • Quote from Homunkoloss;300871

    Es muss aber doch irgendeine Begrenzung für die Unterhaltspflicht geben.


    Ja.
    Das ist der Zeitpunkt, an dem Du Dich nach erfolgreicher Ausbildung selbst ernähren kannst oder können musst. Vereinfacht ausgedrückt also dann, wenn Deine Eltern Dir "dann geh doch arbeiten" sagen können.


    Quote from Homunkoloss;300871

    Aber darüber hinausgehend?


    Sag ich doch, ja, eine Übergangsphase von 3 Monaten wird von vielen Familiengerichten als durchaus angemessen angesehen.


    PS:
    Hast Du mal versucht, mit ein paar Nachhilfestunden Geld und Berufserfahrung zu sammeln?

  • Darüber hinausgehend gibt es eben Rechtsprechung, dass eine Unterhaltspflicht für eine Übergangszeit bis 6 Monaten zwischen Abschluss der Ausbildung und Arbeitsbeginn eben für die Zeit der Arbeitssuche gibt.


    Angesichts dessen, dass dein Vater die Kosten für den Zweitwohnsitz sicherlich bis dato allein getragen hat, finde ich da zumindest das Verlangen nach Untermiete ziemlich unverschämt. Deine Eltern sollte doch wohl bewusst sein, dass du dich auf Arbeitssuche befindest und nichts hast.


    Ansonsten: wenn du bereits einen ablehnenden Widerspruchsbescheid hast, musst du dich jetzt entscheiden, ob du klagen willst oder nicht. Ist ja sicherlich der Rechtsmittelbelehrung des Widerspruchsbescheides auch so zu entnehmen. Etwas anderes gibt es da nicht. Klage oder klage nicht. Deine Entscheidung.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Vielen Dank!
    Meine Verwirrung kam vor allem daher, dass das Jobcenter mir trotz Nachfragen nichts davon gesagt hat, dass es eine Übergangsfrist gibt. Aber vielen Dank für eure Informationen! Dann wird das ja genau der Punkt sein, warum das Jobcenter mich ablehnt und mir sagt, dass mein Vater Unterhalt bezahlen muss, sofern es ihm zuzumuten ist.


    pAp : Selbst wenn mein Vater mich mietfrei hier wohnen lassen würde, weil er die Kosten ja eh tragen müsste, erhöhen sich ja die Nebenkosten mit 2 Personen (gerade im Winter) um einiges, zumal er ja tatsächlich nur abends nach der Arbeit hier ist und auswertig iss, etc.
    Nachhilfestunden sind für einen so begrenzten Zeitraum nicht zu bekommen. Während meines Studiums habe ich bereits in einer Nachhilfeagentur gearbeitet. Da die Kinder sich aber immer erst an die Nachhilfelehrkraft gewöhnen müssen und man sich auch an sie, werden keine Verträge über Zeiten unter einem halben Jahr geschlossen.


    Turtle1972 : ja, Rechtshelfsbelehrung ist dabei. Aber wenn die Regelung so besteht, dann ist eine Klage ja auch eher aussichtslos, da ich auch dann kein ALG II bekommen würde, sondern mein Vater eintreten müsste.

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  • Quote from Homunkoloss;300871


    Es muss aber doch irgendeine Begrenzung für die Unterhaltspflicht geben.
    Im ALG II-Antrag muss man ja unter anderem angeben, ob man u25 oder ü25 ist und Eltern sind nur so lange zum Unterhalt verpflichtet, bis die erste Ausbildung abgeschlossen ist, oder? Meine Eltern haben ja die Teile meines Studiums, die sie finanzieren mussten, auch finanziert. Aber darüber hinausgehend?


    Du wirst doch wohl jetzt nicht wegen des einen Monats oder 3 noch ein unterhaltsrechtliches Problem klären wollen, welches dann auch erst von einem Gericht entschieden werden müßte?


    Was den Nachweis zur Unterhaltsvermutung angeht:
    Das JC hat vermutet, daß ihr beide in einer HG lebt und/oder deine Eltern noch unterhaltspflichtig wären.
    Du hast dieser Vermutung nur aus Datenschutzgründen widersprochen und keine Nachweise erbracht.
    (Danach hast du heute gefragt, es betrifft den Gehaltsnachweis deines Vaters).
    Deswegen war dein Widerspruch wahrscheinlich zulässig, aber unbegründet.


    Es ist jetzt so, daß du nur dagegen klagen könntest. Punkt.
    Bis aber da etwas entschieden wird, bist du längst in deinem Job.


    Vorschlag A: Mach einen Job im Weihnachtsgeschäft. Dort brummts!!
    Vorschlag B: Borg dir was von deinem Vater und gibs ihm später zurück!

  • Hallo,


    ich bin sehr erstaunt über die so häufig vorherrschende Meinung, "wegen sowas so ein Aufwand, das macht man doch nicht". Es gibt Gesetze und Rechte und wenn mir das Geld rechtlich zusteht, dann möchte ich es auch haben. Ich habe studiert, also auch nur geringe Ersparnisse und für den Umzug kommen auch mich nun noch erhebliche Kosten zu, da ich ja in großen Teilen auch eine Wohnungsausstattung benötige und alles dafür tun werde, so etwas nicht gleich auf Kredit zu kaufen oder ähnliches und mit Schulden in mein Berufsleben zu starten. Ähnliches gilt für Versicherungen, die bereits einen erheblichen Teil der Ersparnisse auffressen.


    Einige meiner Kommilitonen sind genau so verfahren wie ich und haben problemlos ALG II für eine genau gleiche Übergangszeit bekommen. Da war das Pech eines genauen Sachbearbeiters dann wohl auf meiner Seite...


    Hätte ich vorher gewusst, dass ich kein ALG II bekommen werde, dann wäre ich ganz anders verfahren und wäre als Studentin eingeschrieben geblieben (Fahrkarte in ganz Niedersachsen (knapp 300€ Ersparnis gegenüber den Monatskarten die ich jetzt für die 3 Monate benötige), deutlich günstigere Krankenversicherung, günstigere Haftpflichtversicherung, günstigerer Handyvertrag, günstigerer DSL-Vertrag, günstigere Eintritte,...).


    Aber nun ist da ja auch nichts mehr zu machen.


    norstone89 : in meinem Bescheid steht ausdrücklich drin: "Der Widerspruch wird als unzulässig verworfen." (Zitat) und nicht, dass er "unbegründet" gewesen sein soll. Weißt du zufällig, was mit "unzulässig" hier gemeint sein könnte?


    Vielen Dank!

  • Quote from Homunkoloss;300887

    Es gibt Gesetze und Rechte und wenn mir das Geld rechtlich zusteht, dann möchte ich es auch haben. !


    Dann nimm doch einfach das Geld dass dir nach Recht und Gesetz zusteht, nämlich den Unterhalt.


    Unzulässig könnte bedeuten, dass du den Widerspruch zum Beispiel zu spät also, verfristet erhoben hast. Auch könntest du Widerspruch gegen einen Bescheid erhoben haben, der nicht an dich gerichtet war. Und, und und.....


    Ausführungen zur Unzulässigkeit müssen in dem Bescheid aber gemacht worden sein. Dann lies ihn bitte nochmal genau durch.

  • Quote from Homunkoloss;300887


    ich bin sehr erstaunt über die so häufig vorherrschende Meinung, "wegen sowas so ein Aufwand, das macht man doch nicht". Es gibt Gesetze und Rechte und wenn mir das Geld rechtlich zusteht, dann möchte ich es auch haben.

    Dann geh den Rechtsweg. Nach abgelehntem Widerspruch geht Klage am SG.

    Quote from Homunkoloss;300887

    Ich habe studiert, also auch nur geringe Ersparnisse und für den Umzug kommen auch mich nun noch erhebliche Kosten zu, da ich ja in großen Teilen auch eine Wohnungsausstattung benötige und alles dafür tun werde, so etwas nicht gleich auf Kredit zu kaufen oder ähnliches und mit Schulden in mein Berufsleben zu starten. Ähnliches gilt für Versicherungen, die bereits einen erheblichen Teil der Ersparnisse auffressen.


    Achso. Weiter gehts. Umzugskosten, Erstausstattung... Berufsanfänger, aber nicht mit Schulden starten, sondern den Sozialstaat anzapfen?
    Na, ich weiß ja nicht...

    Quote from Homunkoloss;300887

    Einige meiner Kommilitonen sind genau so verfahren wie ich und haben problemlos ALG II für eine genau gleiche Übergangszeit bekommen. Da war das Pech eines genauen Sachbearbeiters dann wohl auf meiner Seite...

    Oder es waren doch etwas andere Voraussetzungen als bei dir?

    Quote from Homunkoloss;300887

    Hätte ich vorher gewusst, dass ich kein ALG II bekommen werde, dann wäre ich ganz anders verfahren und wäre als Studentin eingeschrieben geblieben (Fahrkarte in ganz Niedersachsen (knapp 300€ Ersparnis gegenüber den Monatskarten die ich jetzt für die 3 Monate benötige), deutlich günstigere Krankenversicherung, günstigere Haftpflichtversicherung, günstigerer Handyvertrag, günstigerer DSL-Vertrag, günstigere Eintritte,...).

    Hätte-Hätte-
    Der Rechtsweg bleibt dir doch.
    [QUOTE=Homunkoloss;300887] norstone89 : in meinem Bescheid steht ausdrücklich drin: "Der Widerspruch wird als unzulässig verworfen." (Zitat) und nicht, dass er "unbegründet" gewesen sein soll. Weißt du zufällig, was mit "unzulässig" hier gemeint sein könnte?
    http://www.ash-berlin.eu/hsl/d…ahren+Endstand+7-6-10.pdf


    Bin juristischer Laie, kenne aber als unzulässige Widersprüche nur welche, die nicht in der Frist von 1 Monat erhoben wurden.
    Verworfen ?? Das kenne ich bei Widerspruchsbescheiden gar nicht.


    Nicht umsonst schrieb ich ganz oben, es wäre wichtig, mal genau zu lesen, wer was genau schrieb.
    Diese Teilchen ohne Zusammenhang helfen dir nicht und ich verstehe sie nicht.
    Sorry.

  • "unzulässig verworfen" ist schon geläufig. Allerdings wundert mich das hier auch, denn Unzulässigkeit hat man z. B. bei Verfristung oder wenn Widerspruch gegen etwas erhoben wurde, was kein Verwaltungsakt darstellt.


    Vorliegend hätte der Widerspruch als unbegründet zurückgewiesen werden müssen.


    Ist schon komisch. Ich würde auch nicht sagen, dass bei einer Klage keine Erfolgschancen bestünden, denn -ungeachtet der noch bestehenden Unterhaltspflicht nach BGB- geht dieser nach § 33 SGB II ja ans JC über, wenn kein Unterhalt geleistet wird. Und eigentlich geht er auch nur über, wenn man sich noch in Ausbildung befindet. Also nicht jeder nach BGB bestehende Unterhaltsanspruch geht über und so kann das JC sich auch nicht auf jeden berufen.


    Bleibt noch die Unterhaltsvermutung. Hier hätte das JC gem. § 60 SGB II die Unterlagen vom Vater direkt fordern müssen, das Nichtbeibringen kann nicht zu Lasten des TE gehen.


    Wie ich schon schrieb: er/sie muss sich jetzt entscheiden, ob geklagt wird oder nicht.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

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