Elterngeld, Hartz4 - Partner in schulischer Ausbildung ohne finanzielle Unterstützung

  • Hallihallo,


    ich hoffe es gibt jemand, der mir ein klein wenig Mut zusprechen kann.
    Zu meiner Lage:
    Ich befinde mich noch bis zum 31.Januar 2015 in Elternzeit und beginne dann mein Referendariat (Beamtenanwärter). Da ich diese Stelle mit Beginn meienr Schwangerschaft habe, bin ich und meine Tochter seitdem (es ist Pflicht) privat versichert.
    Mein Partner hat im September eine 2-jährige schulische Ausbildung begonnen, wo er weder Gehalt noch Bafög noch Hartz4, bekommt. Zusätzlich musste er sich ebenfalls eigenständig versichern, da ja kein Arbeitgeber vorhanden ist und er über 25 Jahre ist.
    Ich stehe nun mit meinem Elterngeld und aufstockendem Hartz4, für mich und meine Tochter (mein Partner hat aufgrund der schulischen Ausbildung, welche eigentlich Bafäg gefördert ist, er aber nicht bekommt aufgrund des Alters, keinen Anpruch auf Hartz4), alleine da.
    Mein Partner hat noch einen SOhn, welcher mindestens alle 2Wochen bei uns ist, von uns bei der Kindesmutter geholt werden muss und gebracht werden muss (pro Wochenende 180km).


    Hat jemand irgendwelche Ideen bzw. Vorschläge was ich noch versuchen kann, damit wir noch ein wenig Unterstützung bekommen? Familie ist raus - die haben selber zu kämpfen.


    Ich kann einfach nicht verstehen warum wir, die wirklich dafür kämpfen das es uns gut geht und wir nicht vom Staat abhängig sind (neue Aubildung meines Partners) einfach hinten runter fallen und diejenigen die pünktlich 1oUhr am Kaufland stehen und ihr erstes Bier öffnen vollkommen Untertstützung erhalten. :/


    Ich musste das jetzt alles los werden. Sorry

  • Ich sehe da schwarz.
    Evtl. kann allein der Partner für seinen Anteil etwas Wohngeld beantragen, aber das dürften die Experten hier besser wissen.
    Wie entstehen, denn diese immens hohen Fahrtkosten für den Schulbesuch?


    Die die 'pünktlich am Kaufland' stehen, haben sich dafür entschieden mit Grundsicherung zu leben.
    Die würden aber genauso wenig Unterstützung bekommen, wenn sie Ü30 ein Studium oder eine 2te Ausbildung anfangen.
    Wenn man diesen Weg gehen will, sollte man immer vorher genau planen und sich der Finanzierung sicher sein.

  • ja. Ich weis das wir uns gemeinsam für diesen Weg entschieden haben - trotzdem denke ich immernoch das es einen Funken Hoffnung gibt.


    Die Fahrtkosten sind so hoch, da dich Schule nicht am Ort ist - das heißt, tägliches Hin- und Herfahren ist angesagt.
    Ich gehe gleich mal zum Bürgerservice und frage nach was es für Möglichkeiten gibt - sie wissen vielleicht auch in Sachen Wohngeld bescheid.

  • Hallo,


    Zitat von tanzmarichenLCC;300226

    Mein Freund bekommt 300Euro Kfw-Kredit - damit sind lediglich die Fahrtkosten zur Schule und zurück abgedeckt!


    kaum zu glauben.


    Welches teure Auto fährt er denn?


    Wie weit ist die Entfernung?


    lg
    edy

    Eine freundliche Begrüßung und Verabschiedung , bei jedem Beitrag, ist immer angebracht.

  • Zitat von tanzmarichenLCC;300225


    Ich kann einfach nicht verstehen warum wir, die wirklich dafür kämpfen das es uns gut geht und wir nicht vom Staat abhängig sind (neue Aubildung meines Partners) einfach hinten runter fallen und diejenigen die pünktlich 1oUhr am Kaufland stehen und ihr erstes Bier öffnen vollkommen Untertstützung erhalten. :/


    Ich musste das jetzt alles los werden. Sorry


    Das endlose Herumschulen, vor paar Monaten eine neue Ausbildung begonnen, wo es kein Bafog und kein Kindergeld mehr gibt, da dem Schüleralter entwachsen, schon unversorgten Nachwuchs 'im Bestand' und jetzt noch mal in aller Ruhe den Azubi machen, ist auch nicht die edelste Variante der Familienplanung. Ich musste das jetzt mal los werden. Sorry.

  • Ein Wunder, dass die Kindesmutter des ersten Kindes da mitspielt. Die bekommt ja mangels der selbst herbeigeführten Leistungsunfähigkeit des Kindesvaters auch keinen Unterhalt für ihr Kind. Käme das vors Familiengericht, würde der Familienrichter dem über 30jährigen wahrscheinlich was husten, wenn er mit "Aber ich mach doch ne Ausbildung.". Mag sein, dass es die Erstausbildung ist, dann wäre es noch halbwegs verständlich. Befreit ihn aber nicht von der Pflicht, sich notfalls noch einen Nebenjob zu suchen, damit er Unterhalt für sein Kind zahlen kann.


    Genausogut kann er mit einem Nebenjob dann auch zum Familieneinkommen beitragen. Mit Ü30 eine bafögförderfähige Ausbildung anzufangen, das sollte man sich vorher überlegen, insbesondere, wenn man 2 Kinder zu versorgen hat. Was hat er denn bis dato gemacht?

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • MOMENT! Ich habe hie lediglich um Rat gebeten und nicht um jegliche Anschuldigen!


    1. Wir haben uns wohl sehr gut überlegt diesen Schritt zu gehen!
    2. Es war meinem Partner nicht möglich früher eine Zweitausbildung zu starten, da die Kindesmutter seines 1. Kindes nicht in der Lage war einen geordneten Schulabschluss geschweige denn eine Ausbildung abzuschließen! Daher war er für das Kind zuständig während dessen sie der Meinung war jegliche Ausbildungen zu beginnen und abzubrechen.
    3. Er war in einem Job tätig, welcher ab kommenden Januar einen Mindestlohn von 8,50 die Stunde bekommt. Das heißt er war trotz Vollzeitjob auf staatliche Zuschüsse angeweisen und somit auch nicht in der Lage Unterhalt zahlen zu können! Um genau diese Probleme (Aufstockendes Hartz4, Unterhaltsvorschuss etc.) los zu werden haben wir uns dafür entschieden, ein Jahr in den sauren Apfel zu beißen um dann ein etwas ruhigeres Leben führen zu können.


    Aber ist schon klar welche Einstellungen hier so durch die Gegend schwirren, uneheliches Kind, noch ein zweites, keine Ausbildung und so weiter! Applaus für diese Intelligenz mancher Leute!

  • Erstens ist eine schulische Zweitausbildung, insbesondere mit 30, wie hier schon angeklungen ist, nicht der große Reißer und zweitens kann man der Kindesmutter Nr. 1 nur empfehlen, dem Kindesvater, der nun sein zweites Kind dem Steuerzahler auf die Füße stellt und derweil nochmal zur Schule geht, Beine zu machen.


    Und zwar über die gesteigerte Unterhaltspflicht:


    Zitat

    Der BGH stellte in seinem Urteil zunächst in Anwendung des § 1603 BGB fest, dass auch Eltern, die finanziell nicht in der Lage sind, für den Unterhalt ihrer Kinder aufzukommen, verpflichtet seien, alle verfügbaren Mittel gleichmäßig für ihren eigenen Unterhalt und den ihrer minderjährigen Kinder zu verwenden (sog. „gesteigerte Unterhaltspflicht"). Ein gesteigert unterhaltspflichtiger Elternteil müsse alle ihm möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeiten nutzen. Verfüge er bereits über eine Berufsausbildung, die ihm eine ausreichende Lebensgrundlage biete, dürfe er eine bestehende Arbeit nicht einfach aufgeben, um eine Aus- oder Weiterbildung aufzunehmen. Der Unterhalt der Kinder gehe grundsätzlich vor. Verletzte ein Unterhaltspflichtiger diese Pflicht leichtfertig, könne ein fiktives Einkommen bei der Unterhaltsberechnung herangezogen werden.


    http://www.oberlandesgericht-b…icle_id=98887&_psmand=101

  • Zitat von tanzmarichenLCC;300394


    1. Wir haben uns wohl sehr gut überlegt diesen Schritt zu gehen!


    Und dabei das Rechnen vergessen, oder wie?

    Meine hier eingestellten Beiträge stellen nur meine persönliche Meinung und KEINE Rechtsberatung dar. Ich erhebe nicht den Anspruch allwissend zu sein und lasse mich gerne korrigieren. Wer mich nicht mag, darf mich gerne ignorieren, persönliche Angriffe bitte ich zu unterlassen. Vielen Dank.

  • Zitat

    1. Wir haben uns wohl sehr gut überlegt diesen Schritt zu gehen!


    Merkt man.


    Zitat

    2. Es war meinem Partner nicht möglich früher eine Zweitausbildung zu starten, da die Kindesmutter seines 1. Kindes nicht in der Lage war einen geordneten Schulabschluss geschweige denn eine Ausbildung abzuschließen! Daher war er für das Kind zuständig während dessen sie der Meinung war jegliche Ausbildungen zu beginnen und abzubrechen.


    Ach, mit dir ist er erst seit Beginn der Ausbildung zusammen? Da hat er endlich "den Absprung" geschafft? Wie geht das, wenn der Ausbildungsbeginn im September war, euer Kind aber bereits 10 Monate alt und die Dauer bis zum Schlüpfen auch 9 Monate sind? Demnach seit ihr schon fast 2 Jahre zusammen. In der Zeit hat er WAS gemacht? Seiner EX den Rücken für Dauerausbildungsabbrüche freigehalten?


    Welche Ausbildung hast du? Referendariat verbindet man ja im Allgemeinen mit Lehrer oder Jurist. Gegen beides spricht aber deine mangelhafte Beherrschung der Grundlagen der Deutschen Grammatik und Rechtschreibung.


    Zitat

    3. Er war in einem Job tätig, welcher ab kommenden Januar einen Mindestlohn von 8,50 die Stunde bekommt. Das heißt er war trotz Vollzeitjob auf staatliche Zuschüsse angeweisen und somit auch nicht in der Lage Unterhalt zahlen zu können! Um genau diese Probleme (Aufstockendes Hartz4, Unterhaltsvorschuss etc.) los zu werden haben wir uns dafür entschieden, ein Jahr in den sauren Apfel zu beißen um dann ein etwas ruhigeres Leben führen zu können.


    Es gibt inzwischen sogar Hilfsarbeiterjobs (Bau), wo man mehr bezahlt bekommt. Man müsste halt wollen und sich kümmern. Was hat er denn so schlimmes gelernt? Und was lernt er jetzt, dass er im Anschluss an eine 2jährige SCHULISCHE Ausbildung mit 50 Euro Stundenlohn nach Hause gegen kann?


    Zitat

    Aber ist schon klar welche Einstellungen hier so durch die Gegend schwirren, uneheliches Kind, noch ein zweites, keine Ausbildung und so weiter! Applaus für diese Intelligenz mancher Leute!


    Wenn die Kinder ehelich wären, wären die Antworten dieselben. Glaubs mir. Schon allein deine erste Behauptung "Wir haben uns wohl sehr gut überlegt..." ist angesichts deines Eingangsgejammers, dass das Geld hinten und vorn nicht reicht, einfach nur lächerlich.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Hallo


    wo fallt ihr denn hinten runter?


    Ihr !!! habt eine Entscheidung getroffen, Kind - Elternzeit von dir -KV beginnt eine Ausbildung.


    Bei dem dir zu vermuteten Bildungsstand kann man wohl eine gewisse Überlegung der Lebensfinanzierung im Vorfeld erwarten, gerade in Anbetracht der weiteren Verpflichtungen des KV, oder?


    Was erwartest du denn für Antworten?


    Lilli-Fee