Berechnung/Festlegung Trennungsunterhalt im Zuge ALG II Beantragung

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    • Berechnung/Festlegung Trennungsunterhalt im Zuge ALG II Beantragung

      Hallo Leute.


      Entschuldigt bitte die Störung. Ich habe jetzt schon etwas im Forum gelesen und finde manche Infos echt nützlich hier. Danke dafür.


      Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich hier, im Unterhaltsforum, richtig bin oder eher im ALG II Bereich besser aufgehoben wäre - Aber naja.


      Nun erstmal zu mir:


      Ich bin, m, 29 Jahre alt. Seit 2011 bin ich mit meiner Frau verheiratet. Ende 2012 kam unser gemeinsamer Sohn zur Welt. Im Mai 2014 haben wir uns getrennt. Mein Sohn lebt bei meiner Frau. Diese beendet ihre zweijährige Elternzeit (Elterngeld auf zwei Jahre gesplittet) im Dezember. Sie hat seit diesen Jahres auch einen neuen Partner. Dieser lebt allerdings rund 400km von unserem aktuellen Wohnsitz entfernt. Sie plant bis Ende des Jahres zu ihm zu ziehen bzw in seine Nähe. Im Zuge dessen hob sie auch ihren bestehenden Arbeitsvertrag auf. Sie hat also offiziell ab Januar kein Einkommen mehr.
      Wir hatten uns bisher auf eine Unterhaltszahlung in Höhe von 750€ bzw ab Oktober 600€ von mir geeinigt. Ohne Anwalt ohne Titel o.Ä.
      Da diese Summe auch an meine Substanz geht (öffentlicher Dienst - Trennungsbedingte Nachteile usw)
      war ich bei einem Fachanwalt für Familienrecht. Wir berechneten aufgrund meiner Unterlagen das anrechenbare Nettoeinkommen und er kam zum Ergebniss das bereits nach Abzug des Kindesunterhaltes, aller nichtprägenden Einkommen/Abzüge mein Selbstbehalt unterstritten ist und ich deswegen nur verpflichtet wäre den Kindesunterhalt zu zahlen. 257€ nach Düsseldorfer Tabelle (Hochstufung, Kindergeld bekommt sie in vollen Umfang).


      Ich bin bereit ihr etwas mehr zu zahlen, jedoch ab Januar keine 600€ mehr.
      Ich bin der Meinung das sie in erster Instanz erstmal Hartz IV/ALG II beantragen muss. Im Zuge dessen muss Sie sich ja sicher auch als dauerhaft getrennt lebend melden ohne Absicht wieder zusammenzuleben bzw sich zeitnah scheiden zu lassen.


      Jetzt meine Fragen:


      1. Sollte Sie paralell bzw so schnell wie möglich einen Kindesunterhalt von mir beantragen bzw einen Unterhaltstitel "fordern"?


      2. Muss Sie vor dem Hartz IV/ALG II-Antrag per Anwalt Trennungsunterhalt von mir fordern und/oder diesen berechnen lassen oder würde dies dann über das Jobcenter oder einer anderen Behörde im
      Rahmen des ALG II-Antrages geschehen? Falls Ersteres - würde Sie eine Beihilfe für den Anwalt und den anzunehmenden Gerichtskoten bekommen?


      Ich möchte nicht das es ihr und/oder meinem Kind schlecht geht. Jedoch muss ich auch Arbeiten, habe hohe Fahrtkosten, Kredite und muss sehen, dass ich über die Runden komme. Da Unterhalt auf ihr ALG II angerechnet werden würde ist es nach meinem Dafürhalten am Ende sowieso gehüpft wie gesprungen ob sie, wenn ich Leistungsfähig wäre, 200€ Trennungsunterhalt von mir bekommen würde oder nicht. Ihr Budget würde sich nicht verändern. Vorsicht, meine Meinung - Ausserdem wird mein Einkommen ja sowieso schon vom Steuerzahler "bezahlt" (Achtung Sarkasmus)


      Danke schonmal für eure Hilfe.


      MfG Ben
    • 1. Ein Titel ist im eigenen Interesse immer besser.

      2. Klar kann sie Trennungsunterhalt bereits jetzt geltend machen. Ab ALG 2 Bezug geht der Anspruch dann Kraft Gesetzes an das JC über, d. h., dass das Jobcenter den Unterhalt in eigenem Namen durchsetzen kann, deine Frau ist dazu gar nicht mehr aktivlegitimiert. Die Einschaltung eines Rechtsanwaltes ist dann nur notwendig, wenn das JC (z. B. mangels eigenem Unterhaltssachbearbeiter) den Anspruch rücküberträgt.

      Da Unterhalt auf ihr ALG II angerechnet werden würde ist es nach meinem Dafürhalten am Ende sowieso gehüpft wie gesprungen ob sie, wenn ich Leistungsfähig wäre, 200€ Trennungsunterhalt von mir bekommen würde oder nicht.


      Ach ja?! Wieso sollen wir Steuerzahler bitte diese 200 Euro von unseren Steuergeldern aufbringen? Hatten wir das jahrelange Vergnügen mit ihr? Hat sie uns ein Kind geschenkt?! Du bist im ÖD? Als was? Bei der Einstellung...

      Vorsicht, meine Meinung - Ausserdem wird mein Einkommen ja sowieso schon vom Steuerzahler "bezahlt"


      Aber sonst stimmts noch bei dir im Oberstübchen?
    • Danke für die fundierte Einschätzung.

      Alles weitere geht Sie beim Besten Willen nicht das geringste an.
      Abgesehen davon bitte ich Sie, Admin hin oder her und bei aller Kompetenz hier, persönliche Bemerkungen zu unterlassen.
      Ich beantworte keine Fragen zu meinem "Oberstübchen" solange Sie den Sarkasmus nicht verstanden haben.

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