AGH trotz teilweiser Erwerbsunfähigkeit möglich ?

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    • AGH trotz teilweiser Erwerbsunfähigkeit möglich ?

      zur Vorgeschichte:

      Seit letztem Jahr leide ich unter psychischen Problemen in Form von einer Angst-/Panikstörung, Agoraphobie, Herzneurose und aufgrund der nervlichen Belastung unter Rücken-und Nackenschmerzen.
      Ich wurde im August 2013 vom MD für 6 Monate teilweise erwerbsunfähig geschrieben.
      Besserung der Lage ist eingetreten, kann wieder vermehrt die Wohnung verlassen, Anspannung und Schmerzen teilweise noch vorhanden.
      Da ich zum Jahresbeginn einen neuen JC-Sachbearbeiter bekommen habe, ist diese Angelegenheit auf dem Amt untergegangen und man hat es versäumt, ein neues Gutachten in Auftrag zu geben.
      Erst im April 2014 hatte ich meinen ersten Termin bei meiner neuen Sachbearbeiterin.
      Ich habe dann mit Ihr vereinbart, eine Arbeitsgelegenheit anzufangen, um auszutesten, in wie weit ich psychisch und physisch wieder in der Lage bin, einer geregelten Arbeit nachzugehen.

      aktuelle Lage:
      Seit Mai befinde ich mich in deiner Arbeitsgelegenheit, die mir auch gut tut, dennoch treten immer wieder meine alten Probleme auf. Auf der Arbeit stellt das insofern kein Problem dar, denn ich kann mir dort, wann immer es mir schlecht gehen sollte, Auszeiten nehmen.
      Das teilte ich meiner JC-SB auch mit, diese hat mich dann wieder zum Medizinischen Dienst geschickt.

      Nun habe ich das Gutachten bekommen, welches im Kern aussagt:

      - noch Symptome einer teilgebesserten psychischen Vorerkrankung
      - Neigung zu schmerzhaften Rückenschmerzen, insbesondere im Stehen
      Durch die genannten Symptome und Beschwerden ist der Betroffene in seiner Leistungsfähigkeit noch eingeschränkt.

      - mind. 3 bis max 6 Std. arbeitsfähig
      - Tagesschicht - auch Früh-und Spät
      - leichte bis mittelschwere Arbeit (ständig)
      - abwechselnd gehend und sitzend (überwiegend)

      folgende Belastungen sind auszuschliessen:
      - Zeitdruck (z.B. Akkord, Fliessband)
      - Lärm
      - Arbeiten unter erhöhter Verletzungsgefahr
      - Zwangshaltungen allgemein
      Sonstiges:
      Kein ständiges schweres Heben, Bücken oder Tragen.
      Arbeiten, die deutlichen persönlichen Druck oder Stress ausüben, sind nicht geeignet.
      Bei der Arbeit können kurze individuelle Pausen mit Rückzugsmöglichkeit erforderlich werden.

      Der Betroffene versucht Massnahmen zur weiteren gesundheitlichen Besserung umzusetzen. Sollte dies nicht gelingen, bzw. sich der Gesundheitszustand wieder verschlechtern, müsste eine Vorstellung beim zuständigen Vertragsarzt hinsichtlich Arbeitsunfähigkeit und spezifischer intensiverer Behandlung erfolgen.

      zu meinem derzeitigen Problem:

      Die AGH im Sozialkaufhaus trägt viel zu einer Besserung meiner Lage bei, da ich mich dort meinen Ängsten stellen muss und im Umgang mit den Kunden und Kollegen wieder Selbstvertrauen tanken kann.
      Da nun bald die 6 Monate vorbei sind und ich nicht wieder den ganzen Tag zu Hause rumhocken möchte, würde ich diese Maßnahme gerne verlängern.
      Heute hatte ich einen Termin bei meiner JC-SB, wo sie mir mitteilte, dass ich einen Antrag auf teilweiser Erwerbsminderungsrente stellen soll, zudem fügte sie hinzu, dass ich dann allerdings auch meine Arbeitsgelgenheit nicht fortführen könnte, sie betonte ebenso, dass es diesbezüglich auch entsprechende Urteile geben würde.

      Was ich nun nicht verstehe, ist folgendes:

      Zum einen ist mir beim Durchstöbern des Webs folgendes ins Auge gestochen:
      rechtslupe.de/sozialrecht/erwe…arbeitsverhaeltnis-344194
      Dort kommt das Sozialgericht zu dem eindeutigen Schluß, dass eine Rente auf Erwerbsminderung dann nicht gewährt wird, wenn einer Person zumindest leichte körperliche Arbeiten von 3 bis 6 Stunden täglich zumutbar sind. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Person tatsächlich eine Arbeit finden bzw. bekommen kann.
      Warum verlangt das Jobcenter von mir etwas, was ohnehin keine Aussicht auf Erfolg haben kann und was ich ohnehin nicht will, da ich ja arbeitsfähig bin, wenn auch eingeschränkt ?

      Selbst wenn ich diese Rente bekommen sollte, gibt es im Bereich teilweiser Erwerbsminderung folgende Aussage vom JC höchstselbst:
      Sind sie gesundheitlich in der Lage, mind. 3 Stunden täglich erwerbstätig zu sein, kommt die Zahlung einer Rente in Betracht.
      Daneben besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II.

      Heisst für mich, dass ich weiterhin unter den Fittichen des Jobcenters stehe, muss weiterhin meinen Mitwirkungspflichten nachkommen, etc..
      Warum dürfte ich dann aber meiner Arbeitsgelgenheit nicht weiter nachkommen ?


      Wie soll ich mich nun verhalten, was kann ich tun, damit ich weiterhin meiner AGH nachgehen darf ?
    • hab mich vielleicht nicht genau genug ausgedrückt:

      die Sachbearbeiterin will die AGH erst beenden, wenn ich mich in teilweiser Erwerbsminderungsrente befinde.
      Sie würde mir gerne weiterhin ermöglichen, dieser Tätigkeit nachzugehen, darf es aber angeblich nicht, weil es entsprechende Urteile dazu geben würde.
      Unter welcher Begründung das so sein soll, würde mich gerne interessieren.
      Was ich dazu gefunden habe, sagt ja eigentlich Gegenteiliges aus.

      Mich interessiert nicht, ob ich keinen Rechtsanspruch darauf habe, mich interessiert vielmehr, wie wir (SB und ich) die Tätigkeit aufrecht erhalten können.

      Reicht das aus als Begründung dafür, die Maßnahme fortsetzen zu können:
      "Selbst wenn ich diese Rente bekommen sollte, gibt es im Bereich teilweiser Erwerbsminderung folgende Aussage vom JC höchstselbst:
      Sind sie gesundheitlich in der Lage, mind. 3 Stunden täglich erwerbstätig zu sein, kommt die Zahlung einer Rente in Betracht.
      Daneben besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II."


    • Aber sonst geht es dir noch gut? Du solltest dir wirklich woanders Hilfe holen, aber wohl ganz anderer Art. Verstehen tust du ja eh nix. Wenn die Vermittlerin meint, dass die AGH mit einer teilweisen Erwerbsminderungsrente nicht weitergeführt werden kann, dann ist das eben so. Ob das richtig oder falsch ist, spielt keine Rolle, weil es nunmal keinen Rechtsanspruch auf einen 1 Euro Job gibt. Aber wozu schreibe ich das? Du kapierst es ja eh nicht. Ist Perlen vor die Säue.
    • Alter Finne, bist Du ein überheblicher und selbstgefälliger Mensch

      wenn Du keine Zeit zum lesen hast, aber trotzdem Antworten gibst, die auf das eigentliche Problem in keinster Weise eingehen, ist das in meinen Augen einfach nur ein trolliges selbstdarstellerisches Verhalten.

      Nochmal wir Begriffsstutzige:
      Das es auf AGH´s keinen Rechtsanspruch gibt, tut rein gar nichts zur Sache.

      Ich suche nach einer Möglichkeit, die es meiner SB und mir ermöglicht, diese Maßnahme fortzusetzen.
      Das scheinst Du einfach nicht begreifen zu wollen.
    • DE80;295563 schrieb:

      Was ich nun nicht verstehe, ist folgendes:

      dass eine Rente auf Erwerbsminderung dann nicht gewährt wird, wenn einer Person zumindest leichte körperliche Arbeiten von 3 bis 6 Stunden täglich zumutbar sind. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Person tatsächlich eine Arbeit finden bzw. bekommen kann.


      Das brauchst du auch nicht zu verstehen, weil es praxisfremd ist. Du bekommst sogar die volle EM-Rente, auch wenn du (trotzdem) arbeitest (bis 450 Euro). Falls mehr wird die Rente gekürzt.

      @Turtle1972 schrieb dir einen Link. Benutze ihn!
    • DE80;295607 schrieb:


      Nochmal wir Begriffsstutzige:
      Das es auf AGH´s keinen Rechtsanspruch gibt, tut rein gar nichts zur Sache.
      Ich suche nach einer Möglichkeit, die es meiner SB und mir ermöglicht, diese Maßnahme fortzusetzen.

      Der Begriffststutzige bist leider du.
      Du scheinst nicht begriffen zu haben /oder nicht begreifen zu wollen, dass Arbeit und AGH nach § 16d SGB II vollkommen unterschiedliche Dinge sind.

      Sind sie gesundheitlich in der Lage, mind. 3 Stunden täglich erwerbstätig zu sein, kommt die Zahlung einer Rente in Betracht.
      Daneben besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II."
      Diese höchstselbst vom JC gemachte Aussage hat mit einer AGH nicht das Geringste zu tun.
      Die Aussage ist trotzdem völlig korrekt.
      Stell einen Rentenantrag, danach siehst du und deine SB, wie es weitergeht.
    • DE80;295607 schrieb:


      Ich suche nach einer Möglichkeit, die es meiner SB und mir ermöglicht, diese Maßnahme fortzusetzen.
      Das scheinst Du einfach nicht begreifen zu wollen.


      Vielleicht über eine Festanstellung. Nur, dann muß der dann ehemalige Maßnahmenträger dir Lohn bzw. Gehalt zahlen. Und entsprechende Beiträge an die SV abführen. Als Maßnahme läuft das dann nicht mehr und du hast eine Arbeit.

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