Ewerbsminderung durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben - Behandlungsfehler

  • Liebe Forumsgemeinschaft,
    nach einer 2-jährigen Umschulung (ohne Abschluss) beziehe ich nun EU-Rente. Während dieser Zeit wurde ich in der Rehaeinrichtung fachärztlich betreut ohne dass der behandelnde Mediziner die entsprechende Qualifikation für diesen Fachbereich besaß, dementsprechend waren seine Verordnungen für mich schmerzlich Körperverletzend - mit multiplen Schäden. Die Maßnahme lief über die DRV. Das zuständige Ministerium, Staatsanwaltschaft, Sozialgericht und DRV unternehmen nichts oder sagen: nicht zuständig. Beim Versuch den passenden Anwalt zu finden habe ich zwei Beratungsscheine verbraucht und kriege keinen neuen mehr. (Anwälte u.a. Medizinrecht, erklärten sie wüssten da nicht Bescheid)
    Nun bin ich echt ratlos.
    Falls Ihr noch was wisst Danke.[INDENT=2] Wenn nicht Danke, dass Ihr bis hierhin
    Kenntnis von mir genommen habt.:cool:


    Verbleibend euer Tilidin[/INDENT]

  • Hallo gustl,
    ja ich kann bestätigen, dass das schwierig ist. Hat mir am Montag auch der Richter am Sozialgericht erklärt. In etwa so, dass ich Fachanwälte brauche: Medizinrecht, Strafrecht,Zivilrecht und Sozialrecht. Dann muss das Ganze vor den entsprechenden Gerichten verhandelt werden......
    Da die Verletzungen unumkehrbar sind und damit auch meine Erwerbsminderung fortbesteht zunächst eine Entschädigung für entgangenes Arbeitsentgelt sodann Schmerzensgeld. Weil meine Krankenkasse auch schon mal eine Klinikbehandlung abgelehnt hat, die Kosten für eine Übernahme der weiteren Therapien (Schmerzlinderung) sowie Fahrtkosten, da ich mir die Behandlung im Grönemeyer-Institut nicht leisten kann. Sodann Hilfen zur Bewältigung des Alltags.
    Wichtig wäre auch die Praxis in der Rehaeinrichtung zu unterbinden eine fachärztliche Betreuung anzubieten ohne dass der behandelnde Mediziner die entsprechende Qualifikation für diesen Fachbereich besitzt und diese dann auch noch gegenüber dem Leistungsträger abzurechnen.
    Vielen Dank für Deine Nachfrage!
    Dein Tilidin

  • Warum hast Du den Benutzernamen 'tilidin' gewählt, hat das einen Bezug zu Deinem Anliegen?


    Zitat von Tilidin;294964

    ...waren seine Verordnungen für mich schmerzlich Körperverletzend - mit multiplen Schäden.


    Auf wessen med. Feststellung beruht Deine Einschätzung?


    Zitat von Tilidin;294964

    Das zuständige Ministerium, Staatsanwaltschaft, Sozialgericht und DRV unternehmen nichts ...


    Achso...

  • Hallo pAp,
    ja mein Benutzername reflektiert die Einnahme von Tilidin. Und mir fiel nichts passenderes ein als ich mich hier in dem Forum registrierte.
    Meine Einschätzung beruht auf folgenden med. Feststellungen:


    Vor der Umschulung:

    Med.Reha I und II :
    Zwangshaltungen sind zu vermeiden wegen Degeneration, Diskopathie und ISG-Sklerose HWS/LWS; Bandscheibenprotusion HWS bisheriger Beruf Kraft für Lagerlogistik (Lagerarbeiter) kann nicht mehr ausgeübt werden.


    Während der Umschulung:
    Atteste von Hausarzt und Orthopäden bezüglich der leidensgerechten Ausstattung meines Umschulungsplatzes


    MRT I Aufgrund von Rückenschmerzen zu Beginn der Umschulung nach ca 1/4 Jahr ohne Bandscheibenvorfall


    Verordnung von statischen Hilfsmitteln durch den Arzt in der berufl. Reha und Gabe von Schmerzmitteln


    Behandlung durch Orthopäden außerhalb der Maßnahme


    Stellungnahme des Arztes der berufl. Reha zu bisher getroffenen Maßnahmen


    MRT II nach ca. 1 1/2 Jahren Umschulung mit Bandscheibenvorfall und Protrusionen


    (Stellungnahme des Ministeriums für Arbeit: statische Hilfsmittel sind ungeeignet)


    Krankenhausaufenthalt mit konservativer Behandlung nach Einweisung durch Notarzt nach Lähmung der Beine


    Stellungnahme der Reha Einrichtung ich habe ständig unter Schmerzen gelitten, Schlafstörungen und die Beschäftigung mit meinem Körper hätte meine Umschulung negativ beeinflusst und ich bräuchte eine psychologische med. Reha


    Nach dem Abbruch der Umschulung:


    psychologische med. Reha posttraumatisches Belastungssyndrom, schwere depressive Episode, Somatisierungsstörung, Schmerzen HWS/LWS
    (Grundlage für meine EU-Rente z.Z bis 2015)


    Mehrere CT´s und MRT`s die Bandscheibenvorfall und Vorwölbungen zeigen


    Orthopäde betätigt "das tut wirklich weh"


    40 GDB festgestellt: Dauernde Einschränkung der körperl. Beweglichkeit mit psych. und psychosomatischen Störungen, Funktionseinschränkung der Wirbelsäule mit Wurzelreizsyndrom


    Diese med. Unterlagen habe ich bei mir zu Hause und ich hoffe, dass ich nichts vergessen habe.


    Dir noch ein schönes Wochenende


    Dein Tilidin