Teilhabe am Arbeitsleben - Familienheimfahrten und Ausbildungsgeld

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    • Teilhabe am Arbeitsleben - Familienheimfahrten und Ausbildungsgeld

      Hallo zusammen,

      ich bin neu hier und hoffe, dass meine Fragen hier beantwortet werden können:

      unser Sohn ist körperbehindert (100% GdB, Merkzeichen G, B, H). Er ist 21 Jahre alt und wird ab September eine Ausbildung in einer Art Berufsbildungswerk (BBW) beginnen, die von der Arbeitsagentur im Rahmen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gemäß §§ 112 ff SGB III finanziert wird. Er wird dabei im Internat wohnen. Die Entfernung zum Wohnort beträgt ca. 200 km. Dazu habe ich folgende Fragen:


      1. Es sollen nur zwei Familienheimfahrten pro Monat berücksichtigt werden. Aber unser Sohn wird voraussichtlich wesentlich häufiger fahren. Gibt es eine Möglichkeit mehr Familienheimfahrten durchzusetzen?
      2. Für die Familienheimfahrten soll die Erstattung der Kosten der Bahnfahrkarten nur unter Berücksichtigung einer BahnCard50 erstattet werden. (Die BahnCard würde auch erstattet.) Kann die Arbeitsagentur jemanden zwingen die „BahnCard“ zu benutzen. Erstattungsfähig sollten doch eigentlich die „normalen“ Fahrkosten sein, oder? Darüber hinaus soll mit der Erstattung für die Reisekosten ja auch die Fahrt von Familienangehörigen zum Azubi finanziert werden können. Wir als Eltern haben aber keine BahnCard, sondern würden mit dem Auto oder der Bahn (ohne BahnCard-Rabat) anreisen.
      3. Obwohl beantragt sollen die Kosten einer Platzreservierung nicht erstattet werden. Eine Begründung dazu gibt es nicht. Ist das rechtens?
      4. Obwohl für die Familienheimfahrten die Kosten für den Gepäcktransport (Hermes) beantragt wurden, wurden diese ohne Begründung nur für die An- und Abreise berücksichtigt. Ist das rechtens?
      5. Ausbildungsgeld: Von der Arbeitsagentur haben wir die Auskunft erhalten, dass das Ausbildungsgeld nur(!) nach Anrechnung des Elterneinkommens erfolgt. Im Internet habe ich nun mehrere Urteile gefunden, nach denen durchaus Ausbildungsgeld auch ohne Anrechnung des Elterneinkommens möglich ist. So trifft z.B. das Urteil S 7 AL 81/11 des SG Lüneburg nach meinem Verständnis ziemlich genau unserer Situation. Habe ich hier etwas übersehen?


      Wenn sich hier jemand mit der Problemstellung auskennt und die Fragen beantworten kann, würde ich mich sehr freuen.

      Schon mal vielen Dank im Voraus.
    • Antwort für wolfowitz

      Antwort für wolfowitz

      Hallo mein Rat wäre im SGB IX nachzuschauen.
      1. Grundsätzlich werden nur zwei Familienheimfahrten pro Monat berücksichtigt.
      2. Es muss die kostengünstigste Verbindung genommen werden unter Ausnutzung aller "Vergünstigungen" wie Bahncard.
      Anreisen mir dem Auto müssen separat abgerechnet werden.
      3. Reservierung zusätzlich beantragen mit Hinweis auf die Körperbehinderung.
      4. Laut SGB IX §53 (1) nicht rechtens.
      5. Weis ich nicht.
      War zwei Jahre in Umschulung durch DRV.

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