Bafög-Amt - Was ist bekannt? Zins, Vermögen, Kontobewegungen, ect.

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    • Bafög-Amt - Was ist bekannt? Zins, Vermögen, Kontobewegungen, ect.

      Hallo,
      zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich bei euch im Forum zum einen manuell und über die Suchfunktion gesucht habe, allerdings kein passendes Thema gefunden habe.
      Desweiteren möchte ich hier keine Anleitung erfragen, wie ich den möglichst einfach "bescheissen" kann.

      Nun zum eigentlichen Thema:
      Wie im Titel schon beschrieben bin ich auf der Suche nach Informationen darüber, was das Bafög-Amt im Endeffekt über mich weiss.
      Ich bin Student und beziehe seit meinem 3. Semester (bis zum 6. Bachelor + 2 Semester im Master) Bafög. Da ich zu Beginn meines Studiums noch etwas Erspartes (etwa 10.000 -15.000 € ) hatte, habe ich das im 1. und 2. Semester verbraucht (d.h. Computer, Möbel, Miete, Kleidung, Lebensmittel, Studiengebühren, Bücher, Fahrtgeld ... also nicht sinnlos verpresst) und dann erst ab dem 3. Semester Fördergeld beantragt.
      Soweit sogut.
      Das Problem ist, dass ich dieses Geld angelegt hatte (es war also nicht sofort kündbar) und deshalb diese Anlage auf meine Mutter überschrieben habe.
      Jetzt, nach über 3 Jahren habe ich ein Schreiben bekommen, indem steht, dass dem Bafög-Amt vom Finanzamt ein Zins gemeldet wurde, der auf ein höheres Vermögen als angegeben ( im 3. Semester ca 1000-2000 € ) hinweisst und dass ich eben nocheinmal bestätigen soll, dass ich kein Vermögen hatte.

      Jetzt habe ich gerade etwas Angst, da ich hier sehr leicht eine Falschaussage machen kann, da es ja nicht nur um das offensichtliche Vermögen auf meinem Kontoauszug dreht, sondern auch das Geld, dass ich meiner Mutter überschrieben habe.

      Jetzt zu den Fragen die ich habe:
      Weiss das Bafög-Amt nur von dem Zins den es vom Finanzamt bekommen hat oder sind auch sämtliche Umsätze auf meinen Konten einsehbar?
      Was muss ich alles vorlegen um zu beweisen, dass ich tatsächlich kein Vermögen hatte?

      Danke :)
    • Maxxxi;286963 schrieb:


      Das Problem ist, dass ich dieses Geld angelegt hatte (es war also nicht sofort kündbar) und deshalb diese Anlage auf meine Mutter überschrieben habe.


      Die dir dafür im Gegenzug die 10-15.000€ gegeben hat, von denen du dann 1 Jahr lang gelebt hast?

      Das sollte doch nachzuweisen sein.

      Was ich jedoch nicht verstehe: Wenn das Festgeld deiner Mutter übertragen wurde, sollte sie doch die Zinseinkünfte gehabt haben.
    • Sie hat mir (leider) nicht die entsprechende Summe in einem mal überwiesen. Das lief dann mehr so, dass ich das nach und nach bekommen hab (teilweise bar, teilweise nicht). Zum Nachweis sind eben Abbuchungen für Studiengebühren, Kassenzettel usw noch da...

      Mit den Zinseinkünften gebe ich dir recht. Die sollten eigentlich nichtmehr auf mein Konto gehen. Allerdings hat mein Berater der Bank leider meine KontoNr. eingetragen. Damals haben wir eben dem Berater vertraut, dass er das schon richtig macht. Es rechnet ja auch keiner mit soetwas der da nicht voll in der Materie eingearbeitet ist.
    • D.h. das Amt weiss garnicht ob das eine Anlage war und kann das auch nicht bei der Bank anfragen? Sie wissen nicht an wen ich die Anlage überschrieben habe, Sie wissen also nur DAS mal mehr da war?

      Meinst du man würde mir glauben? Weil ich denke man kann das natürlich auch so sehen, dass ich das Geld weggeschaft hab um Bafög zu bekommen...

      Ich weiss echt nicht was ich machen soll... ich will nicht wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis oder sowas...
    • Maxxxi;286992 schrieb:

      Meinst du man würde mir glauben?

      Spätestens in einem Strafverfahren geht es nicht mehr um "glauben", sondern um Fakten und da musst Du dann alles vorlegen.
      Also:
      Mach jetzt schon reinen Tisch und lege alle Nachweise vor, die Du hast und schildere den Rest glaubwürdig. Hoffe nicht darauf, dass "die das nicht merken"...
    • Ok, also das mit dem beweisen wird sowas werden.
      Ich kann beweisen, dass die Anlage überschreiben wurde.
      Ich kann beweisen, dass ich einige Sachen damit bezahlt habe (Studiengebühren und alles was sonst noch mit Karte bezahlt wurde).
      Ich hab allerdings nicht für alles eine Quittung, d.h. ich komm nicht auf den vollen Betrag den ich nachweisen sollte. Wird denn tatsächlich verlangt, dass man sich bei Antragsstellung schon schuldig fühlt und alle Quittungen sammelt die man findet?

      Mal anders gefragt, wie überbring ich denn meine "Infos" an das Amt?
      Ich habe von denen wie gesagt einen Brief bekommen, dass eben Zins aufgetaucht sind und noch weitere 3 Blätter (je eins für einen Bafög Antrag), in dem ich all mein Vermögen einzeln aufdröseln soll. D.h. Wertpapiere, Schulden, Bargeld usw...

      Das Ding ist, wenn ich jetzt da eintrage, dass ich nichts habe (wie oben beschrieben), das Bafög-Amt mir das aber nicht abnimmt (oder soll ich einen Text dazu schreien wo ich das alles erkläre?) hab ich eine Falschaussage gemacht. Und zwar gleich in 3 Fällen! Denn die Zinsen sind ja da.

      Sag ich, dass ich diese Anlagen damals hatte reite ich mich ja selbst rein und gestehe quasi. Dann wartet direkt ein Strafverfahren auf mich.

      Oder sollte ich (kann man das überhaupt) am Telefon erklären? Oder gar persönlich?
      Ist meine Bafög-Beraterin dafür zuständig oder ist sie auch nur der Mittelsmann?

      @ edy:
      Hab mir bei Studisonline mal einige Beträge durchgelesen. Allerdings helfen die mir leider nicht weiter, da ja wie gesagt der handfeste Beweis nicht so ganz handfest ist.


      Weiss jemand von euch wie sich das mit den Strafen verhält? Was man für was bekommt? Wird man da gleich abgeführt (Staatsbetrug soll ja schlimmer als Kindermisshandlung bestraft werden). (Noch bin ich nicht vorbestraft :/ )

      Morgen ruf ich vllt mal da an :)
    • Hallo,

      @edy:
      Das kann ich bestätigen :D

      Ich hab jetzt mal alle meine Kontobewegungen usw. zusammen gefasst und mir jetzt mal einen Überblick verschaft. Ich weiss jetzt auch von welchem Geld die Zinsen kommen und bin etwas sicherer.
      Das Problem das weiterhin besteht ist, dass ich zwar erklären kann was ich mit dem Geld getrieben hab, aber die Belege dafür trotzdem fehlen.

      Umzug in die Studienstadt:
      Bett mit Nachtkästchen (gebraucht vom Vormieter) 500 €
      Schrank (gebraucht vom Vormieter) 450 €
      Schreibtisch (g.v.V.) 200 €
      Sonstiges (Lampen, Teppich, Klobürste...) 150€
      Fahrrad (gebraucht): 150 €
      Laptop (gebraucht): 800 €
      PC (gebraucht): 1500 €
      Kleidung: 500€
      Miete: 2640 €
      Bücher: 500 €
      Fahrtgeld: 700 € (ca alle 3 Wochen á 20€/Fahrt)
      Studiengebühren: 1200 € (2 Semester)
      Versicherung: 222,60 €
      Handy: 120 €
      Lebensmittel: 4800 € (12x 400€)
      Ausflug/Urlaub: 800 €
      Neue Brille: 200 €
      Couch: 200 €
      Küchenschrank: 200 €
      TV: 50 €
      Kommode: 150 €

      Würde 16000 € machen. Manche Sachen wie Handyrechnung, ADAC, Versicherung, Studiengebühren, Fahrtgeld (DB) oder die Miete sind natürlich auf den Kontoauszügen. Andere wie die ganzen Möbel z.B. habe ich quasi einfach von den Vormieter oder so gekauft.
      Sollte aber so passen.

      Ich hab jetzt mal einen Termin für Montag mit nem Rechtsanwalt gemacht, der sich da mit den Dingen besser auskennt und denk ich auch besser weiss wie man sich da ausdrückt.
      Ich denk das war eine gute Entscheidung :) (Danke für den Tipp)

      Lg Maxxxi
    • Hi,

      also ich wollte dem Anwanlt das am Mo alles mal zeigen. Alle Unterlagen usw. und auch gleich meine Zusammenfassung, dass er möglichst schnell einen Überblick bekommt.
      Seine Sekretärin und Frau meinte ich soll 100 € mitbringen für das 1. Gespräch.
      Ich hab dann noch bei nem anderen Anwalt angerufen bei dem sie mir ein Beratungshilfeschein empfohlen haben, den man zum Amtsgericht bringen muss und dann mit der jeweiligen Unterschrift nurnoch 15 € Selbstbeteiligung zur 1. Beratung hat. Wurde mir aber von der ersten Kanzlei nicht grade empfohlen weil das sehr aufwändig sein kann (der jeweilige Beamte/Richter? muss da auch alles anschauen und entscheiden dass es einem zusteht).

      Jedenfalls will ich dem das alles beschreiben und dann soll er mal seine Meinung dazu sagen ob sich da was machen lässt, wie die Chancen sind und vorallem was im schlimmsten Fall passiert.

      Was sind diese VKH? Das muss ich dann selbst beantragen schätz ich mal.

      Habt ihr einen groben Rahmen was der Anwalt verlangen wird? Ich hab irgendwas mit 2,37% der Streisumme im Kopf.

      Lg
      Maxxxi :)
    • Hi,
      also die News des Tages:
      Der Rechtsanwalt meint, dass ich am Arsch bin.
      Geld von der Mutter bekommen entspricht einer Unterhaltszahlung. Damit ist das Zurückzahlen eine Schenkung und damit immernoch mein Geld.
      Mir bleibt laut ihm nicht anderes übrig, als alles zu "gestehen" um den Schaden zu mindern. So wird man also zum Verbrecher...

      Jetzt bin ich erstmal fertig...
    • Nach einer Nacht drüber schafen:

      Kann es sein, dass ein Rechtsanwalt einen Termin mit mir macht, mich kommen lässt, 100€ Gebühr kassiert und mich dann im ersten Satz schon so hinstellt, wie wenn überhaupt nichts zu machen ist?
      Ich meine klar, er muss nicht unbedingt immer alles ausfechten wenn er sieht, dass das auf nichts rausläuft, aber sollte er nicht vllt irgendwelche Unterlagen anschauen und dann erst seine Meinung bilden? Dass die offensichtliche Lösung nicht vorhanden war das wusste ich ja vorher auch schon, aber wozu ist ein Anwalt denn da?

      Kann da jemand was dazu sagen?

      Lg
    • Maxxxi;287121 schrieb:

      ...aber sollte er nicht vllt irgendwelche Unterlagen anschauen und dann erst seine Meinung bilden?

      Allerdings.
      Bei dem von Dir geschilderten Sachverhalt bestehen durchaus Möglichkeiten einer kreativen Auslegung. War die Übertragung Deines Vermögens ein Geschenk an Deine Mutter? Dann war es eine Unterhaltszahlung, die beim Bafög möglicherweise Einfluss hatte, aber dann war es kein Vermögen mehr. Oder waren diese Zahlungen Deiner Mutter sowieso alle im ersten und zweiten Semester? Dann wäre es sogar ganz egal.
      Ich glaube, der Anwalt hat den Fall nicht richtig verstanden und wird sich erst kümmern, wenn es ernst wird. Oder er hat keine Lust, das kann auch sein, aber wir kennen den Mann nicht.

      Noch mal:
      Du solltest den Sachverhalt wie hier geschildert und dazu Deine Unterlagen beim Amt vorlegen. Und dann abwarten, was passiert.
      Und Du bist nicht am Arsch, noch lange nicht! Steh das jetzt gefälligst durch.
    • Hallo maxxxi,

      Ich hoffe du warst bei einem Anwalt, der auf Bafög usw. spezialisiert ist (Fachanwalt).

      Du hast eine Einschätzung von ihm ( das versteht er unter Beratung).

      Einsicht in die Unterlagen, versteht er bestimmt als Mandat .

      Ich würde es nochmals mit den Erfahrungen der USER bei Studisonline versuchen.

      google auch mal nach Bafög-Betrug.

      lg
      edy

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