Frage zur Unterhaltshöhe

  • Hallo!



    Ich hoffe, dass ich hier richtig bin.


    Es geht um meinen Partner. Er ist seit dem 05.01.2014 von seiner Frau getrennt. 2 Kinder. 13 und 10 Jahre alt.


    Es wurde Unterhalt berechnet. Er soll monatlich 444,- Euro Kindesunterhalt zahlen.


    Sein Verdienst schwankt leider immer etwas. Liegt mal bei 1300,- und manchmal mit Zuschüssen bei 1450,- ca.


    Er bewohnt eine 2 Zimmer Wohnung. Die Warmmiete beträgt 380,-
    Ich bin mit meinem Sohn Anfang März zu ihm gezogen. (falls es relevant ist)
    Neben seinem Job macht er eine Meisterschule.
    Dafür muss er 2 Mal wöchentlich Fahrten mit seinem KFZ in Kauf nehmen. 1 einfache Strecke sind ca. 50km. Was natürlich auch Kosten verursacht.


    Ein Anwalt meinte, er solle glücklich sein, dass er "nur" so wenig zahlen muss....


    Wir sind uns sehr unsicher. Denn es sind eher sehr wenige Monate, wo der Lohn mal etwas höher ist..


    In den restlichen Monaten bleiben ihm nach Unterhaltsabzug noch ca. 860,-.. :eek:
    Das kann es doch nicht sein oder? :confused:



    Ich hoffe man kann mir hier helfen.
    Kann man Unterhalt auch monatlich Centgenau berechnen lassen?



    LG Anja

  • Zitat von OlYa;286534

    Sein Verdienst schwankt leider immer etwas. Liegt mal bei 1300,- und manchmal mit Zuschüssen bei 1450,- ca.


    Bitte denke dabei daran, dass auch einmalige Zahlungen (Weihnachtsgeld?) und auch die Einkommensteuererstattung Einkommen sind, rechne das bitte dazu.

    Zitat von OlYa;286534

    Neben seinem Job macht er eine Meisterschule.


    Die kann er von der Steuer absetzen, inkl. der Fahrtkosten etc.

    Zitat von OlYa;286534

    Ein Anwalt meinte, er solle glücklich sein, dass er "nur" so wenig zahlen muss....


    War das "ein" Anwalt, "sein" Anwalt oder der Anwalt der Kinder?

    Zitat von OlYa;286534

    In den restlichen Monaten bleiben ihm nach Unterhaltsabzug noch ca. 860,-..


    Er lebt mit Dir zusammen, die durch Eure gemeinsame Haushaltsführung eintretende Ersparnis/ersparte Aufwendungen können den Selbstbehalt mindern.

    Im Zweifelsfall kann er es natürlich auf ein Klageverfahren ankommen lassen. Das Gericht berechnet dann centgenau, möglicherweise kommt es allerdings auf 444 oder noch mehr Euro. Das hängt sehr viel von den persönlichen Verhältnissen und vor allem von der korrekten Berechnung des Einkommens ab.

  • Auch ein Gericht berechnet nach dem Durchschnittseinkommen der letzten 12 Monate zzgl. Steuererstattung, der Mindestunterhalt für die Kinder läge bei 606 € (272 + 334), daher fährt er vermutlich ganz gut mit dem genannten 444 €.


    Die Meisterschule ist sein Privatvergnügen und darf nicht zu Lasten der Kinder gehen.

  • Zitat von yamato;286838

    Die Meisterschule ist sein Privatvergnügen und darf nicht zu Lasten der Kinder gehen.


    Das würde ich so strikt nicht stehen lassen. Generell ist das sicher richtig, vor allem wenn der Mindestunterhalt nicht gesichert ist.
    Beruflich bedingte Aufwendungen sind aber absetzbar, dazu müsste man den Hintergrund und die Notwendigkeit dieser Fortbildung kennen. Auch müsste man wissen, ob der Unterhalt der Kinder schon während des Zusammenlebens von geringen Einkünften geprägt war, weil die Meisterschule Geld gekostet hat. Je nach Dauer der bereits absolvierten Meisterschule würde ich davon ausgehen, dass da möglicherweise Luft ist für eine begrenzte Anerkennung.

  • Zitat von OlYa;286534


    In den restlichen Monaten bleiben ihm nach Unterhaltsabzug noch ca. 860,-.. :eek:
    Das kann es doch nicht sein oder? :confused:


    Aber da du dich doch jetzt sicherlich (für dich und deinen Sohn) an den Mietkosten beteiligst, hat er ja wieder etwas mehr übrig ;)