ALG I, Aufstockung ALG II, Wohngeld??

  • Hallo zusammen,


    ich hab folgendes Problem:


    Ich wohne seit etwas mehr als 3 Jahren mit meinem noch 9-jährigen Sohn in einer nun doch recht teuren Wohnung (474,00 € + 180,00 Nebenkostenvorauszahlung + Strom 76,00 €), die ich mir bislang aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit allerdings auch leisten konnte. Nachdem ich aber nun Ende Dezember 2013 die Nebenkostenabrechnung für 2012 in Höhe von 826,00 € (fast das Doppelte vom Vorjahr) erhalten habe, habe ich die Wohnung zum 30.04. fristgerecht gekündigt. Bzgl. der Nebenkostenforderung habe ich bereits einen Anwalt zwecks Prüfung eingeschaltet).


    Gestern flatterte dann zu allem Übel auch noch eine fristgerechte Kündigung meiner Teilzeitstelle, die ich seit 4 Jahren bei meinem Arbeitgeber ausübe, zu Ende Februar 2014 ins Haus :-( Ich war natürlich direkt heute morgen bei der Agentur für Arbeit, um mich arbeitsuchend zu melden und die erforderlichen Unterlagen für den ALG-Bezug zu bekommen. Das Formular für meinen Arbeitgeber habe ich diesem ebenfalls heute übergeben. Nach dem ALG I-Rechner stehen mir ca. 800,00 bis 812,00 € ALG I zu. Davon kann ich natürlich weder die Miete noch die übrigen Lebenshaltungskosten finanzieren. Die Agentur für Arbeit habe ich informiert, dass ich zum 01.05. umziehen werde. Die dortige Dame riet mir, einen Wohngeldantrag zu stellen, da dieser vorrangig (vor ALG II/Hartz IV) sei. Daraufhin habe ich bei der Wohngeldstelle angerufen und mal etwas genauer nachgefragt und den Sachverhalt mit dem anstehenden Umzug geschildert. Die Dame vom Wohngeldamt ließ sich von mir die Zahlen geben (also ALG I ca. 800,00 / 812,00 €, Mietkosten, Kindergeld und Kindesunterhalt von 272,00 €) geben und erklärte dann, dass ich voraussichtlich nicht einmal 100,00 € als Mietzuschuss bekommen würde.


    Nach meiner derzeitigen Rechnung hätte ich monatlich folgende Beträge zur Verfügung:


    ALG I 800,00 €
    Kindesunterhalt 272,00 €
    Kindergeld 184,00 €


    insgesamt 1.257,00 €
    + evtl. Mietzuschuss max.100,00 €



    Klar, das wäre natürlich nicht wenig und einige müssen mit weit weniger zurechtkommen, aber bisher hatten wir dann doch etwas mehr monatlich zur Verfügung. Und für mich ist es selbstverständlich, sofort weitere Bewerbungen - auch branchenfremd - zu schreiben, in der Hoffnung, schnellstmöglich eine neue Stelle zu finden.



    Für die Offene Ganztagsschule meines Sohnes zahle ich 27,00 € an die Stadt und 65,00 € für die Mittagsverpflegung. Gibt es hier eine Möglichkeit, eine Befreiung zu erhalten?


    Kann ich evtl. bei Bewilligung von Wohngeld/Mietzuschuss auch einen Antrag auf Bildung und Teilhabe für meinen Sohn stellen und mich von den (ehemals) GEZ-Gebühren befreien lassen?


    Besteht die Möglichkeit, finanzielle Hilfe bzgl. der Nebenkostenabrechnung seitens eines Amtes (wenn ja, welches?) zu erhalten, so sie denn tatsächlich gerechtfertigt sein sollte?


    Ich weiss, dass ich jetzt natürlich Einsparungen an gewissen Stellen in Kauf nehmen muss, aber ich möchte nur ungern mein Kind unter diesem Engpass leiden lassen. Und für mich ist diese ganze Situation nur schwer zu ertragen, da ich das zum allerersten Mal durchmache und mir das schreckliche Angst macht :-(

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  • ach so, das hatte ich vergessen: Wenn ich jetzt meinen Lohnsteuerjahresausgleich für das Jahr 2013 mache, würde eine evtl. Erstattung seitens des Finanzamtes dann auf irgendeinen Anspruch, sei es ALG I, ALGII-Aufstockung oder Wohngeld/Mietzuschuss angerechnet?

  • ALG 2 wäre mit der alten Miete ca. 120 Euro. Mit der neuen also weniger, stellt sich daher auch die Frage, was mit den dir genannten 100 Euro Wohngeld wäre, ob das gleich bleibt. Soweit du damit wirklich Wohngeld nach dem WoGG meinst.


    Eine Lohnsteuererstattung wird beim ALG 2 angerechnet. Bei ALG 1 und Wohngeld nicht. Hier ist jedoch kein Wohngeldforum.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • @ Turtle1972 Entschuldige, wenn ich jetzt nachfrage, aber was genau meinst Du mit "alte Miete" und "neue Miete"? Die maximal 100,00 €, die mir die Dame vom Wohngeldamt genannt hat, war wohl die überschlägige Berechnung meines Anspruchs auf Wohngeld/Mietzuschuss im Hinblick auf die genannten Beträge, die ich ab März 2014 erhalte.


    Meine Wohnung ist ja zum 30.04. gekündigt und ich werde dann ab 01.05. mit meinen fast 40 Jahren (als irgendwie gescheiterte Existenz - so sehe ich mich momentan, weil ich noch völlig unter Schock stehe angesichts der Kündigung des Arbeitsverhältnisses) und meinem Sohn im elterlichen Haus leben - zumindest bis sich die finanzielle Lage etwas entspannt und ich wieder in Lohn & Brot stehe. Meinen Eltern werde ich natürlich Kost & Logis bezahlen.


    Mir ging es jetzt auch gar nicht um das Wohngeld/Mietzuschuss an sich; ich weiss, dass es hier für diese Fragen einen Extra-Bereich gibt ;)


    Mein hauptsächliches Anliegen sind die Fragen, die unter der Sachverhaltsschilderung stehen

  • Für Wohngeld gibt's hier keinen Bereich, wir beschäftigen uns nicht mit dem WoGG. Ich ging davon aus, dass du in eine billigere Wohnung ziehen würdest.


    Also geht es ja nur um 2 Monate? Ich glaube nicht, dass da viel mit Leistungen aus dem Teilhabepaket ist.

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  • Ganz genau, nur 2 Monate Wohngeld/Mietzuschuss, bis ich ins Elternhaus zurückkehre ... mehr möchte gar nicht haben. Es geht mir nur drum, dass ich jetzt keine Mietschulden machen muss, denn das ist einfach nicht mein Stil.


    Auf das Bildungspaket kann ich auch gut und gern verzichten, wenn ich nur zumindest bei den OGS-Beiträgen und Mittagsverpflegung für meinen Sohn irgendwie - wenn vielleicht auch nur teilweise - entlastet werden könnte, denn das sind auch 91,00 € monatlich, die uns jetzt ziemlich wehtun.

  • Verpflegung ist Teil des Bildungspaketes, das kann man auch als Wohngeldbezieher beantragen. Wegen OGS solltest du den Schulträger fragen, ob es da was fürs Einkommensschwache gibt.


    Mit Einzug bei den Eltern dürfte sich das aber erledigt haben, denn die Kostenbeteiligung wird ja sicher weit unterhalb der Miete liegen. Vielleicht findest du ja auch schnell einen Job. Ist die Kündigung überhaupt korrekt? Sozialauswahl usw.?

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • super, mit dieser Auskunft hast Du mir schon sehr geholfen! Vielen Dank! :) Denn auch diese Kosten würden mit Beginn der Sommerferien in NRW entfallen, da dann der Wechsel zur weiterführenden Schule ansteht. Und da wir dann ja bei meinen Eltern wohnen, würden diese dann auch die Betreuung meines Sohnes nach Schulschluss übernehmen, damit ich dann auch wieder in Vollzeit arbeiten könnte.

  • ach so, mein Arbeitgeber ist ein Kleinbetrieb (Anwaltskanzlei) mit weniger als 10 Arbeitnehmern, so dass das KSchG keine Anwendung findet. Ein Betriebsrat existiert blöderweise auch nicht. Zudem erfolgte die Kündigung auch fristgerecht, so dass es nicht einmal da Ansatzpunkte für eine erfolgreiche Gegenwehr bestehen.