Piraten veröffentlichen Telefonlisten

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Piraten veröffentlichen Telefonlisten

      Artikel auf Spiegel Online:
      "Forderung nach mehr Transparenz:
      Piraten veröffentlichen Telefonliste von Jobcenter-Mitarbeitern"

      Piratenpartei veröffentlicht Telefonliste von Jobcenter-Mitarbeitern - SPIEGEL ONLINE

      Die Forderung nach mehr Transparenz verstehe ich; aber dass die Veröffentlichung interner Telefonnummern uns Kunden sehr viel weiterhilft, bezweifle ich gleichermaßen.

      Schon allein deshalb, weil es unterschiedliche Arbeitszeiten gibt, Urlaube, Krankheiten, was auch immer... und Vertretungen kennen auch nicht jeden Fall auf Anhieb...
      Mal ganz abgesehen davon, dass man die zuständigen SBs manchmal/oft überhaupt nicht kennt (Leistungsabteilung, Arbeitsvermittlung unterschiedliche SBs). Ich rufe (wenn überhaupt) weiter die Zentrale an.
    • Ich glaub, denen geht es weniger um die Transparenz an sich ;)

      Mit ihrer Aktion setzt die Piratenpartei das Projekt von Harald Thomé fort. Der unabhängige Berater zum Arbeitslosen- und Sozialrecht hatte das Durchwahlprojekt initiiert. "Alle Informationen, die Harald Thomé jemals veröffentlicht hat, haben ihm die Jobcenter aufgrund des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) aushändigen müssen", sagte Thorsten Wirth, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland.
      Thomé habe jedoch das Kostenrisiko für Rechtsverfahren nicht mehr tragen können, die ihm von mehreren Jobcentern angedroht worden seien, sagte Wirth. "Das sind freie Informationen, und es ist ein Unding, dass hier noch eine rechtliche Grauzone konstruiert wird. Deswegen übernehmen wir diese Veröffentlichung, denn als Partei können wir den Einschüchterungsversuchen von Jobcentern gelassener entgegentreten als Herr Thomé als Einzelperson."
    • Wird wohl dazu führen, dass die Mitarbeiter während der Sprechzeiten das Telefon leiser stellen und nur rangehen, wenn interne Anrufe kommen. Zum Glück gibt es ja Displays, die die Nummer des Anrufers anzeigen.

      Das die Callcenter hier durchaus ihren Sinn haben und die Sachbearbeitung vor Ort entlasten und ihr Zeit für die eigentliche Tätigkeit geben bemerkt scheinbar die Partei nicht.
    • gustl;278719 schrieb:

      [...]
      Natürlich sollte es möglich sein, jemand in der Behörde zu erreichen [...]

      Ist eben nur die Frage, auf welchem Weg man jemanden erreicht.
      Ich kenne aus eigener Erfahrung nur ein einziges Jobcenter (ein sehr großes in Berlin), und da funktioniert die nicht-telefonische Erreichbarkeit gut.
      Jedenfalls dann, wenn ich per Mail oder Fax anfrage (das geht ja auch direkt ins Jobcenter und läuft nicht über das Callcenter).

      Wenn ich von meinem PAP etwas will, schicke ich eine Mail. Z.B. wenn es um spontane Ortsabwesenheiten geht. Er (bzw. ggf. die Vertretung) reagiert immer 1/2 bis 1 Stunde später mit Rückruf oder Antwortmail.
      Oder bei spontanen Erkrankungen, die mich daran hindern, einen Termin wahrzunehmen. Da ist der PAP wenigstens informiert.
      Er hat mir seine Durchwahl schon vor langer Zeit gegeben; aber Mail geht schneller (nach meiner Erfahrung).
      Wenn er im Kundengespräch ist, geht er bei externen Anrufen sowieso nicht ran (finde ich auch sinnvoll); aber mich würde es auch stören, wenn ich im Gespräch mit ihm bin und das Telefon ständig schellt.

      Wenn ich etwas mit der Leistungsabteilung zu besprechen habe (aus der Abt. bekomme ich jetzt Briefe von 5 unterschiedl. Leuten), schicke ich ein Fax (da habe ich auch gleich einen Nachweis).
      Telefonisch würde man da überhaupt nichts erreichen.

      Was überhaupt nicht funktioniert (Jedenfalls nicht in meinem Fall), sind Anrufe im Callcenter mit Bitte um Rückruf eines bestimmten Ansprechpartners aus meinem Jobcenter. Da heißt es immer: "... ruft Sie innerhalb der nächsten 3 Tage zurück...".
      Es hat aber noch nie jemand zurückgerufen.

      Für allgemeine Anfragen ist das Callcenter gut und auch dann, wenn man wissen möchte, ob ein bestimmter Vorgang schon bearbeitet ist. Das kann nämlich auch jemand im Callcenter sehen. (Die Warteschleife... na ja. Da muss man hartnäckig sein :) .)

      Meistens gehe ich sowieso persönlich zum JC und nehme ein Buch mit (mache ich ja auch, wenn ich zum Arzt gehe).
      Nach div. Umstrukturierungen muss man selbst in der Eingangszone nicht mehr lange warten.

      Die Jobcenter sind unterschiedlich strukturiert und arbeiten unterschiedlich schnell/langsam. Aber dass die Veröffentlichung einer Telefonliste da weiterhilft, bezweifle ich.
    • HAllo,

      nun viele Dinge die die Piraten Partei fordert verstehe ich nicht, und sie ergeben auch keinen Sinn für mich.


      Ich habe nie, weder beim Jobcenter noch bei der Agentur für Arbeit eine solche Liste benötigt.

      Wenn ich was wollte, dann habe ich mir eine Termin geben lassen.
      Wenn es schnell gehen musste, dann war die Durchwahl der für mich zuständigen Person auf den Bescheiden.
      Ansonsten hat mir das Call-Center immer weiterhelfen können bzw. das was ich zu sagen / mitzuteilen hatte aufgenommen.

      Gruß
    • annaschreiberla;281064 schrieb:

      HAllo,
      nun viele Dinge die die Piraten Partei fordert verstehe ich nicht, und sie ergeben auch keinen Sinn für mich.


      Na ja - die Ursprungsidee stammt von Harald Thomé; die Piraten haben sein Projekt nur weitergeführt :)
      Das und mehr ist nachzulesen im Spiegelartikel, den ich im Eingangsposting verlinkt habe.

      annaschreiberla;281064 schrieb:


      Wenn es schnell gehen musste, dann war die Durchwahl der für mich zuständigen Person auf den Bescheiden.

      Schön für dich. Das Problem für viele andere ist aber, dass es auf deren Bescheiden/Briefen etc. eben keine Durchwahl gibt für Gelegenheiten, wo es mal schnell gehen muss... :rolleyes:
    • Du bräuchtest mich ja auch nicht anrufen ;)

      Wir haben nur die Anweisung bei Krankenkassen oder anderen Behörden ans Telefon zu gehen (die Nummern erkennt man). Alles andere wäre "freiwillig".

      Ich muss aber dazu sagen, dass ich derzeit keinen festen Kundenbestand habe und deshalb auch kein Kunde was von mir wollen würde. ;)

    Impressum

    Datenschutz

    Ein Angebot des Vereins "Für soziales Leben e.V."