Kostenübernahme Vorstl.gespräch/Ärztl. Gutachten

  • Nabend zusamm,


    gerade hab ich mit einer Dame aus der Leistungsabteilung telefoniert, die mir mitteilte das meine Anträge bezüglich der Fahrtkosten für ein Vorstellungsgespräch (180km hin-und zurück) und für Unterlagen für meine Arbeitsaufnahme (Führungszeugnis+ evtl. Gesundheitsbelehrung) nicht übernommen werden können.


    Naja, erstmal geschluckt und so hingenommen. Begründung: Im ärtzlichen Gutachten steht, das ich diese Art von Tätigkeiten nicht mehr ausüben darf. Zur Erklärung, hab seit nunmehr 12 Jahren schon mit meinen Knie´n zu kämpfen (Ops,Unfall) und nun ist eine beginnende Arthrose diagnostiziert wurden. Ich persönlich fühle mich aber nicht in diesem Ausmaß eingeschränkt wie mir jeder Arzt erzählt, dass ich es bin (bin auch erst 27)und sehe mich auch in der Lage das durchzuziehen.


    Es handelt sich um eine Tätigkeit (22,5 h/Woche ) im Verkauf (nicht Kasse, wobei mir das erlaubt wird).


    Die Ablehnung der Fördermittel ist wahrscheinlich rechtens oder gibt es da doch eine Möglichkeit noch Geld erstattet zu bekommen?


    Und ganz wichtig, sollte es jetzt tatsächlich passieren, dass ich es nicht schaffe diese Tätigkeit auszuüben, kann ich dann bei erneuter Beantragung vom Alg 1 gesperrt werden aufgrund des Gutachtens?


    Entschuldigt den langen Text, wäre super wenn ihr mir da helfen könntet :)


    Ein schönen Abend

  • Na ja, wenn eine Arbeit nicht leidensgerecht wäre, also prognostisch deinen Gesundheitszustand verschlechtern könnte, wieso sollte die Agentur für Arbeit das noch unterstützen?


    Wenn du die Arbeit trotzdem aufnimmst und merkst, dass es gesundheitlich nicht geht, solltest du dir das dann akutell von einem Arzt bestätigen lassen, dann dürfte es keine Sperre geben.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Zitat von Sissel;278451

    Die Ablehnung der Fördermittel ist wahrscheinlich rechtens oder gibt es da doch eine Möglichkeit noch Geld erstattet zu bekommen?


    Wichtig wäre, was dazu in Deiner Eingliederungsvereinbarung nach § 37 SGB III steht. Da müssen u. a. die Ziele festgelegt werden.
    http://dejure.org/gesetze/SGB_III/37.html

    Wenn das von Dir fast erreichte Ziel drinsteht, dann gilt § 44 SGB III:
    § 44 SGB III Förderung aus dem Vermittlungsbudget - dejure.org
    Da steht zwar "sollen" und nicht müssen, aber einen Versuch wäre es wert, das Ganze noch mal schriftlich zu beantragen. Und dann die Begründung der Ablehnung abzuwarten um evtl. dagegen vorzugehen.

    Wobei mir der weite Weg auch merkwürdig vorkommt. Gibt es auch entsprechende Stellen in der Nähe? Was sagt die Eingliederungsvereinbarung dazu?

    Zitat von Sissel;278451

    ...sollte es jetzt tatsächlich passieren, dass ich es nicht schaffe diese Tätigkeit auszuüben, kann ich dann bei erneuter Beantragung vom Alg 1 gesperrt werden aufgrund des Gutachtens?


    Das sehe ich nicht. Die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit und damit die Vermeidung von ALG I-Bezug kann ja nicht versicherungsschädlich sein.
    Der Kündigungsgrund "Krankheit/gesundheitliche Gründe" muss dann allerdings von Dir beweisbar sein.

  • Zitat

    Wobei mir der weite Weg auch merkwürdig vorkommt. Gibt es auch entsprechende Stellen in der Nähe?


    Der Weg zum Vorstellungsgespräch ist so weit gewesen, weil das Geschäft bei uns im DOW erst noch im Bau befand und der Gebietsleiter in eine andere Filliale geladen hatte.


    Meine Egv muss ich erst nochmal raussuchen. Aber hilft mir schonmal weiter.


    Ansonsten hab ich halt einfach Pech gehabt, kann ich auch nichts mehr dran ändern.


    Zitat

    Na ja, wenn eine Arbeit nicht leidensgerecht wäre, also prognostisch deinen Gesundheitszustand verschlechtern könnte, wieso sollte die Agentur für Arbeit das noch unterstützen?


    Magst du mit recht haben aber wenn ich zuhause sitze, verbessert sich mein Zustand auch nicht oder hört auf sich zu verschlimmern..


    Das ich mir das von einem Arzt dann bestätigen lassen müsste, ist klar, ich hoffe das das auf lange sicht erstmal nicht passiert.


    Danke euch beiden, beruhigt mich doch schonmal wieder..