EU-Bürger ALG II / Sozialhilfe

  • Hallo zusammen,


    bitte helft mir in dieser Angelegenheit weiter:


    Es geht um zwei Griechen (18 und 26) und einen Bulgaren (26), die nach Deutschland zur Arbeitssuche kommen möchten. Sie haben keine Verwandtschaft in Deutschland oder sonst etwas zu tun, sie sind nur wegen der Arbeitssuche hier. Falls diese länger dauert, wären sie auf finanzielle Unterstützung angewiesen.




    Es geht hier nicht darum, Leistungen abzugreifen. Diese Personen sind in einer sehr schwierigen Situation und zu jeder Arbeit bereit. Aber ich bin sicher, die allermeisten von Euch vermuten dass auch nicht.




    Die Frage ist, inwiefern ein Anspruch auf Sozialhilfe oder ALG II (der Unterschied ist mir nicht ganz klar) besteht.





    1)In einem anderen Thread hier habe ich gelesen, dass ALG II frühestens


    nach drei Monaten Arbeit (unverschuldetes Ende des


    Arbeitsverhältnisses) für maximal ein halbes Jahr gewährt wird, man


    aber von Anfang an aufstocken kann. Ist das richtig? Reicht dafür


    jeweils auch ein 450€-Job oder eine selbständige gewerbliche Tätigkeit


    als Kleinuntehmer aus?



    2)Sobald man ein Jahr gearbeitet hat, bekommt man unbegrenzt ALG II.
    Ist das richtig? Gilt auch das für einen 450€-Job oder eine selbständige


    gewerbliche Tätigkeit als Kleinuntehmer aus?



    3)Wenn ja, hat auch der Bulgare jeweils einen Anspruch, obwohl Bulgarien das Europäische Fürsorgeabkommen nicht unterzeichnet hat?


    4)Gelten für die Sozialhilfe die gleichen Regeln? Oder bestehen da bessere Chancen?







    Ich bin für jede Hilfe dankbar!



    Beste Grüße
    Michael

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  • Quote from Michael.M;273343

    Es geht um zwei Griechen (18 und 26) und einen Bulgaren (26), die nach Deutschland zur Arbeitssuche kommen möchten. Sie haben keine Verwandtschaft in Deutschland oder sonst etwas zu tun, sie sind nur wegen der Arbeitssuche hier.


    Eine erste gute Adresse ist diese hier:
    Beschäftigung in Deutschland - Die ZAV berät Sie! - www.arbeitsagentur.de

    Einen Leitfaden in griechischer Sprache für die Jobbörse mit weiteren Angeboten findest Du hier:
    http://www.arbeitsagentur.de/z…itfaden-AN-griechisch.pdf

    Wichtig ist auch die Wahl des Wohnsitzes. Helfe ihnen dabei, indem Du ihnen die Gegenden in Deutschland mit hohem Fachkräftebedarf und geringer Arbeitslosigkeit wie Bayern oder Baden-Württemberg nennst.

    Quote from Michael.M;273343

    Falls diese länger dauert, wären sie auf finanzielle Unterstützung angewiesen.


    Das wird nicht länger dauern.
    Die drei werden bestimmt entsprechende Qualifikationen und Berufserfahrungen haben. Wie käme man sonst auf die Idee, im Ausland zu arbeiten?

    Quote from Michael.M;273343

    Es geht hier nicht darum, Leistungen abzugreifen.


    Nein, natürlich nicht.
    Bei manch anderen kann man das schon mal fürchten, aber bei den dreien natürlich nicht. Die Frage nach öffentlichen Sozialleistungen war bestimmt nur zur Sicherheit, oder?

    Quote from Michael.M;273343

    In einem anderen Thread hier habe ich gelesen, dass ALG II frühestens nach drei Monaten Arbeit (unverschuldetes Ende des Arbeitsverhältnisses)...


    Na ja, ein ganz klein wenig wahres ist da schon dran, aber das sollte jetzt nicht vorrangig sein.
    Wenn die drei von Dir genannten nach drei Monaten hier keine Arbeit haben, dann werden sie so vernünftig sein, in einem anderen Land der EU nach Arbeit zu suchen. Die wollen keine Sozialleistungen, sondern sich mit eigener Kraft aus einer schwierigen Situation befreien.

  • Quote

    Es geht um zwei Griechen (18 und 26) und einen Bulgaren (26), die nach Deutschland zur Arbeitssuche kommen möchten. Sie haben keine Verwandtschaft in Deutschland oder sonst etwas zu tun, sie sind nur wegen der Arbeitssuche hier. Falls diese länger dauert, wären sie auf finanzielle Unterstützung angewiesen.


    Das bedeutet, sie müssten sich von Anfang an selber finanzieren und könnten sich im Ernstfall auch nicht mit öffentlicher Unterstützung finanzieren, weil derzeit die Rechtslage strittig ist, Unterstützung eingeklagt werden müsste.


    Dem steht gegenüber, dass es in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht mit der Pflicht zur Zahlung von Krankenkassenbeiträgen gibt, mit anderen Worten: wer nicht zahlt, sammelt Schulden an, die von den Krankenkassen auch eingetrieben werden (Zoll, Gerichtsvollzieher).


    Derzeit bildet sich eine neue Regierung, ich rechne nicht damit, dass eine Regierung - egal unter welchen politischen Vorzeichen - weiterhin tatenlos zuschauen wird, dass ausländische Regierungen Armut nach Deutschland verschieben und sich ihren Verpflichtungen den eigenen Staatsbürgern gegenüber entledigen und soziale Unterstützung versagen, die aber dann das deutsche Sozialsystem voll aufbringen soll.


    Bisher wurde Deutschland als sicherer Hafen dargestellt, das war wohl eher Propaganda, inzwische mehren sich in den Tagesnachrichten die Meldungen von Personalabbau und Werksschliessungen, es kann keiner sagen, wo das endet.


    Der vielbeschworene Fachkräftemangel ist wohl auch nur ein gut erzähltes Märchen, natürlich wird man immer den gut ausgebildeten Ingenieur und Atomphysiker, nicht älter als 30, 50 Jahre Berufserfahrung, 6 Fremdsprachen in Wort und Schrift, Hilfsarbeitervergütung, befristeter Arbeitsvertrag, suchen, das dürfte aber nicht auf einen durchschnittlichen Arbeitsuchenden zutreffen.


    Ich würde derzeit nicht nach Deutschland kommen, weil


    - die gesetzliche Lage hinsichtlich der sozialen Versorgung unklar ist
    - die Arbeitslosenzahlen steigen werden
    - im Ausland ein falsches Bild von Deutschland generiert wird
    - in Deutschland sofort Zahlungsverpflichtungen (KV) bestehen
    - kein ausreichender Lohn erwirtschaftet werden könnte
    - Lohnbetrug droht
    - es schwierig werden dürfte, eine bezahlbare Wohnung zu finden
    - es in Deutschland arbeitsrechtlich eine Probezeit von 6 Monaten gibt, damit eine Deadline für ein bestehendes Arbeitsverhältnis
    - man selbst von Diakonie oder Caritas keine Hilfe mehr erwarten kann, weil bereits jetzt deren Leistungsgrenze im Hinblick auf Arbeitsmigranten erreicht ist



    Wer in Deutschland leben bzw. arbeiten möchte und keine Landsleute hat, die ihn über Wasser halten - und zwar legal - sollte besser in der Heimat bleiben.

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  • Hallo Michael.M,


    hast du mal bei deinem "Arbeitgeber" nachgefragt?


    Ich nehme an, das nun bevorzugt Leute aus Südosteuropa nach D einwandern.


    Leute deren Namen man nicht mehr nennen soll, ........-Schnitzel,


    ........-Baron, .


    und die "wollen alle eine feste Arbeit".


    lg
    edy

    Eine freundliche Begrüßung und Verabschiedung , bei jedem Beitrag, ist immer angebracht.