Antrag auf GruSi

  • Hallo ihr Lieben,


    möchte mich anbei kurz ein wenig beschreiben.


    Ich, 31 alleinerziehend. Chronisch krank und seit 2011 voll erwerbsgemindert.


    Wohne seit 1,5 Jahren mit meinen Eltern und meinen Kindern in einem 2 Familienhaus. Sprich, in der Einliegerwohnung lebe ich mit meinen Kindern.


    Dies aber, weil ich neben meiner Haupterkrankung auch noch eine andere bekommen habe, die es mir verbietet alleine die medizinische Behandlung (4 stunden tägl) alleine durchzuführen. Hatte also die Wahl, entweder in ein Gesundheitszentrum gehen, allerdings nicht täglich, dafür aber 3x die Woche ~5-6 Stunden, oder eben unter Aufsicht, dafür zu Hause.


    Da die Kinderbetreuung hinten und vorne nicht funktioniert hätte, wenn ich ins Zentrum gegangen wäre, haben wir uns dafür entschieden, zusammenzuziehen. So viel dazu erstmal :-)


    Nun ist es so, das ich beim Einzug ganz anders Finanziell versorgt war. Jetzt stehe ich da und man sagte mir, ich solle einen Antrag auf GruSi stellen.


    Ich weiß das meine Wohnung zu groß ist. Nun hat mir die Dame gesagt, ich bekäme dann einen Ablehnungsbescheid. Wohlmöglich würden sie aber 6 Monate die teure Wohnung zahlen. Danach bekäme ich die Aufforderung zur Mietsenkung. Wenn ich die Miete nicht senken kann, würde ich den "mir zustehenden (bei passenden Mietk. etc) Betrag bekommen.


    Nun frage ich mich, ist das richtig das man dann den günstigsten Betrag bekommt? Ich hatte gedacht, man bekäme dann gar nichts?!


    Lieben Gruß und besten Dank für eure Hilfe!

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  • Das ist so korrekt.
    Man setzt Dir eine Frist, die Unterkunftskosten zu reduzieren, sei es durch Umzug oder Absprache mit dem Vermieter. Nach Ablauf der Frist gewährt man Dir nur noch die Kosten einer angemessenen Wohnung.

    Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)


    Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: [URL=http://www.sozialhilfe24.de/forum/thread/231-nutzung-des-forums-hinweise/]

  • Hallo gfr,


    lieben Dank für deine megaschnelleturbo-Antwort :eek:


    Das find ich hmm ja voll nett, wenn ich ehrlich bin. Hätte gedacht man sagt dann, entweder Mietkostensenkung oder keinen Cent.


    Habe den Antrag hier liegen und bringe ihn Morgen zum Amt. Is mir schon sehr unangenehm, aber habe es nach besten Wissen und Gewissen ausgefüllt und alles beigefügt, was sie haben wollten :confused:


    Die Dame hatte dann versucht mir zu erklären, wie das berechnet wird. Aber irgendwie tue ich mich damit sehr schwer.


    Bin ich verpflichtet (wenn der Bescheid da ist) auf Fehler zu "prüfen"?


    Habe davon nämlich keine Ahnung!

  • Die Berechnung ist nicht sonderlich schwer.

    Zunächst rechnet man deinen sozialhilferechtlichen Bedarf aus. Das ist das, was du laut Gesetz zum Leben brauchst: Normalerweise Regelsatz + Kosten der Unterkunft und Heizung.

    Mal angenommen man ist alleinstehend und erwachsen, dann beträgt die Regelbedarfsstufe 1 aktuell 382,00 EUR. Zusätzlich Unterkunftskosten von (nur als Beispiel) 250,00 EUR und Heizkosten von 50,00 EUR. Was man dann nach dem Gesetz zum Leben braucht (Bedarf) sind also 682,00 EUR.
    Von diesem Betrag wird das abgezogen, was man selbst schon dafür aufbringen kann. Also das Einkommen, z. B. die Rente. Angenommen es gibt 400 EUR Rente, dann rechnet man 682-400 und kommt so auf einen monatlichen Auszahlungsbetrag von 282,00 EUR, also eben die Differenz. Das ist jetzt natürlich stark vereinfacht ausgedrückt, aber im Grunde rechnet man so.

    Findest du im Bescheid offensichtliche Fehler (z.B. trotz Rente kein Einkommen angerechnet o.ä.), dann musst dich schon rühren. Aber man kann nicht verlangen, dass du das Gesetz in allen Details kennst.

  • Guten Morgen Dude,


    vielen Dank für deine frühe Antwort.


    Ich wurde gebeten, ein Attest von meinem Arzt beizulegen.


    Für:
    erhöhter Wohnraumbedarf :confused:
    konstenintensive Ernährung:confused:
    höherer Wärmebedarf:confused:


    Habe ich gemacht. Die Dame vom Amt sagte mir, das diese Ausnahmen evtl. auf mich zutreffen.


    Habe jetzt gegoogelt nach all diesen Dingen oben. Gefunden unter Mehrbedarf. Jetzt verstehe ich das alles ein wenig besser. Bin hier auf einen Rechner gestoßen und habe meine Angaben mal dort eingegeben.


    Ich frage mich, ist so ein Onlinerechner ernst zu nehmen?


    Da kommt ein Gesamtbedarf raus. Darunter steht aber direkt:


    Achtung: Die Werte sind nicht in der Berechnung enthalten.


    255,- Euro für Kinder in den Lebensjahren, von 7. bis zum abgeschlossenen 13.
    Mehrbedarf für kostenintensive Ernährung. Anspruch haben kranke oder behinderte Personen, die eine spezielle Ernährung benötigen, z.B. bei einer Glutenunverträglichkeit. Die Höhe des Mehrbedarfs richtet sich nach der Art der Erkrankung.


    Heisst das, das 255Euro pro Kind auf diesen Gesamtbedarf hinzugerechnet wird? Und die unbek. Höhe der Ernährung?


    Und dann habe ich nicht gefunden ob eine Aufwandspauschale für medizinische Anwendungen auch als Einkommen gilt.


    Habe sie aber mit zum sonstigen Einkommen gerechnet. Sprich, Kindergeld, UVG und diese Aufwandspauschale.


    Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag habe ich nicht angegeben, weiß nicht wie hoch dieser ist. Hatte aber auch nicht auf meinen Bescheid geschaut. Muss der aber auch angegeben werden?


    Ok, gut zu wissen, werde dann mal "genauer":o drüberschauen, wenn ich einen Bescheid bekomme.


    Herzlichen Dank für eure Hilfe


    :o Elaina

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  • Quote from Elaina;270858

    Ich frage mich, ist so ein Onlinerechner ernst zu nehmen?



    Durchaus, wenn man ihn richtig bedient :)

    Wieviele Kinder hast du denn und wie alt sind die?

  • Sorry, dass ich nochmal nachfrage, aber ich dachte die Infos wären schon gegeben:
    - wieviel Erwerbsminderungsrente bekommst du?
    - sonstige Einkünfte (Kindergeld, Unterhalt, etc.)? Von was hast du vorher gelebt?
    - wie hoch sind die Unterkunfts- und Heizkosten?
    - existiert ein Mietvertrag oder eine andere vertragliche Vereinbarung bezüglich der zu tragendenen Kosten (Kaltmiete, Betriebskosten, Heizkosten)?

    Ich nehme an, dass die Wohnung einen vollkommen eigenen Haushalt möglich macht, also eigene Küche, eigenes Bad, usw.?

  • Quote from Elaina;270858


    Und dann habe ich nicht gefunden ob eine Aufwandspauschale für medizinische Anwendungen auch als Einkommen gilt.


    Habe sie aber mit zum sonstigen Einkommen gerechnet. Sprich, Kindergeld, UVG und diese Aufwandspauschale.


    Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag habe ich nicht angegeben, weiß nicht wie hoch dieser ist. Hatte aber auch nicht auf meinen Bescheid geschaut. Muss der aber auch angegeben werden?


    Zu dieser Aufwandspauschale:
    Wer zahlt sie dir? Die Krankenkasse? Wie hoch ist sie? Hast du darüber einen Bescheid, in dem genauer bezeichnet wird, wofür das Geld ist (ev. unter Angabe von Paragrafen)?


    Zum Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag:
    Ist das eine freiwillige Versicherung, für die du die Beiträge selbst jeden Monat an die Kasse überweist? Dann müsstest du doch genau wissen, wie hoch die Beiträge sind!? Falls die Beiträge direkt von deiner Rente abgezogen werden, kannst du das vernachlässigen, weil das Sozialamt nur die Nettorente anrechnen wird - also das, was dir überwiesen wird.

  • Guten Abend ihr Lieben,


    herzlichen Dank für eure Antworten. Konnte mich leider nicht vorher melden, da ich im Krankenhaus war.


    Gerne möchte ich auf deine Fragen antworten.


    Meine Rente beträgt 658 Euro
    UVG beträgt 368 Euro (noch bis Dez)
    Kindergeld beträgt 360 Euro


    Vorher habe ich wesentlich mehr Unterhalt für die Kinder gehabt. Der Vater hat die Gelder eingestellt, Anwalt kümmert sich darum :-/


    Ich lebte bis vor ein paar Wochen mit meinem Lebensgefährten zusammen, dieser war berufstätig.


    Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, der recht umfangreich ist. Ich versuche ihn zu erklären.


    Ich wohne mit meinen Eltern und meinen Kindern in einem 2 Familienhaus - Gesamtfläche sind 274qm².Meine Kinder und ich wohnen in der Einliegerwohnung - diese wurde irgendwann nachträglich angebaut. Sie besteht aus:


    Schlafzimmer
    Kinderzimmer
    Badezimmer
    Küche
    Wohnzimmer
    Insgesamt sind das 61,5qm²


    Soooo. Die Treppe von meinen Eltern oben abgehend, führt durch einen großen Flur, zu 2 Zimmern, sowie 2 Waschräumen. Diese Räume gehören Stromtechnisch zur obigen Wohnung.


    In einem der beiden Räume hinten, habe ich mein medizinisches Zimmer mit Bett und allem Zubehör, was ich brauche.


    Das andere sehr kleine Zimmer ist zum spielen für die Kinder. Da das Schlafzimmer (in der Einliegerwohnung) mit 10qm² und den Hochbetten zu klein ist.


    In dem großen Flur (von der Treppe abgehend) steht unser Esstisch.


    Also benutze ich die 2 Räume und den Flur meiner Eltern mit. da wird natürlich die benutzte Wohnfläche wesentlich größer, als 61,5qm²


    Sprich, ich nutze/bewohne genauso viel Fläche wie meine Eltern oben. Also 274qm² geteilt durch 2 Familien. Also 137qm².


    Dadurch zahle ich natürlich viel mehr, als für eine 61qm² Wohnung.


    Kosten sind:


    800Euro Kaltmiete
    Heizkosten/Betriebskosten 300 Euro
    Warmendmiete 1100 Euro


    Einen Mietvertrag über meine Wohnung habe ich nicht. Es gibt nur einen Mietvertrag über die gesamte Fläche. Dieser Vertrag läuft auf meine Eltern.


    Ich habe der Dame von der Grundsicherungsstelle dies genauso gesagt und auch schriftlich niedergelegt. Da ich weder irgendwelche Falschangaben machen, noch Gelder erhalten möchte, die mir nicht zustehen.


    Die Dame hat mir gesagt, ich soll einen Antrag für die 137qm² Fläche stellen. Da sie ohne zu rechnen weiß, das dies viel zu groß und auch zu teuer ist, werde ich einen Ablehnungsbescheid erhalten. Danach bekäme ich aber einen Bescheid, über die angemessenen Wohnkosten, die an mich ausgezahlt werden.


    Ich hatte mich telefonisch vor einiger Zeit dort gemeldet, da bekam ich ganz andere Auskünfte. Aber die Dame heute, sagte mir genau das wie oben beschrieben.


    Wegen den Informationen die ich per Telefon erhielt, habe ich auch hier nachgefragt.


    Ich hoffe man kann die Wohnsituation nachvollziehen? :o


    Quote

    Zu dieser Aufwandspauschale:
    Wer zahlt sie dir? Die Krankenkasse? Wie hoch ist sie? Hast du darüber einen Bescheid, in dem genauer bezeichnet wird, wofür das Geld ist (ev. unter Angabe von Paragrafen)?

    Diese Aufwandspauschale wird von dem Träger (der die medizinische Versorgung zu Hause möglich macht) getragen.


    Ich habe ein Schreiben von meinem Arzt bekommen, woraus hervorgeht, wofür diese Aufwandspauschale ist.


    Quote

    Zum Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag:
    Ist das eine freiwillige Versicherung, für die du die Beiträge selbst jeden Monat an die Kasse überweist? Dann müsstest du doch genau wissen, wie hoch die Beiträge sind!? Falls die Beiträge direkt von deiner Rente abgezogen werden, kannst du das vernachlässigen, weil das Sozialamt nur die Nettorente anrechnen wird - also das, was dir überwiesen wird.

    Nein nein, ist keine freiwillige Versicherung, die Beiträge werden von der Rente abgezogen.


    Sooo, nun hoffe ich, das ich eure Fragen beantworten konnte und ihr das ziemliche Wirrwarr nachvollziehen konntet.


    Ich bedanke mich bei euch und wünsche euch einen schönen Abend,


    elaina

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  • Kann das sein, dass deine Eltern 1.600 EUR Kaltmiete und 600 EUR Heizkosten, also 2.200 EUR Warmmiete/Monat zahlen? Oder sind die von dir angegebenen Kosten die Gesamtkosten?

    Interessant wäre natürlich auch, welche Unterkunftskosten an deinem Wohnort noch als angemessen gelten. 800 zwar sicher nicht, jedoch bin ich der Meinung, in deinem Fall die unangemessene volle Miete bis zu sechs Monatre lang übernommen werden könnte - soweit du dich um eine wesentlich günstigere/angemessene Wohnung bemühst. Andernfalls kann im besten Fall die nur angemessene Miete berücksichtigt werden.

    Hast du Nachweise darüber, dass die Miete regelmäßig von dir gezahlt wurde?

  • Hallo Dude,


    600Euro Heizkosten sind es nicht. Aber Betriebskosten und Heizkosten. Wir verbrauchen 6500l Öl im Jahr. Das ist horrend.:(


    Die Gesamtkosten für das ganze Haus sind 2200Euro


    Die angemessenen Wohnkosten in meinem Gebiet sind:


    (immer bis zu Angaben)


    80qm² oder 3 Zimmer
    6,40 pro qm²
    Grundmiete 512 Euro
    angem. Betriebskosten 184,30 Euro
    Ergibt eine Kaltmiete von 768,55 Euro
    zzgl. angemessene Heizkosten


    Umziehen kann ich leider nicht, da ich auf die Hilfe meiner Eltern angewiesen bin. Und meine Eltern dann auch ausziehen müssten, da sie die komplette Miete allein nicht gestemmt bekämen, davon ab, hätten sie dann so viel Wohnfläche, die sie mit 2 Personen nicht brauchen. Und wenn dann jeder wieder in eine andere Wohnung zieht, kann mir nicht geholfen werden und die Betreuung der Kinder, während meiner Behandlung wäre nicht gesichert.


    Einen Nachweis über die monatlichen Mietzahlungen habe ich, also per Kontoauszug dann. Den habe ich jetzt nicht mit eingereicht :eek: Sollte ich den noch nachreichen?



  • Das ist für wieviele Personen gedacht?

    Quote from Elaina;270965


    Umziehen kann ich leider nicht, da ich auf die Hilfe meiner Eltern angewiesen bin.



    Deine Kinder gehen doch beide zur Schule, gibt es da keine Ganztagsklassen oder ähnliches? Darauf wird man eventuell im Hinblick auf die enormen Unterkunftskosten hinweisen.

    Quote from Elaina;270965


    Und meine Eltern dann auch ausziehen müssten, da sie die komplette Miete allein nicht gestemmt bekämen, davon ab, hätten sie dann so viel Wohnfläche, die sie mit 2 Personen nicht brauchen.



    Ihr und deine Eltern habt also das Haus gemeinsam gemietet? Sprich deine Eltern haben nicht schon vorher darin gewohnt?

    Wenn du nicht vor hast, in eine angemessene Wohnung umzuziehen, dann wird man auch nicht zeitweise die volle Miete berücksichtigen, sondern von vornherein nur die angemessenen Unterkunftskosten.

    Quote from Elaina;270965


    Einen Nachweis über die monatlichen Mietzahlungen habe ich, also per Kontoauszug dann. Den habe ich jetzt nicht mit eingereicht :eek: Sollte ich den noch nachreichen?



    Sollte das notwendig sein, wird man dir das mitteilen denke ich. Es ist jedenfalls ein Beleg dafür, dass es sich bei den Unterkunftskosten um tatsächliche Aufwendungen für dich handelt. Da du nicht im Mietvertrag stehst und auch keinen schriftlichen Untermietvertrag hast, wirst du eventuell nachweisen müssen, dass du verpflichtet bist dich überhaupt an irgendwelchen Kosten zu beteiligen. Da ihr sozusagen einen mündlichen Untermietvertrag geschlossen habt, sind die regelmäßigen Mietzahlungen ein guter Beleg dafür.

  • Hallo Dude,


    Quote

    Das ist für wieviele Personen gedacht?

    Oh Verzeihung. Für 3 Personen sind diese Angaben.


    Quote

    Deine Kinder gehen doch beide zur Schule, gibt es da keine Ganztagsklassen oder ähnliches? Darauf wird man eventuell im Hinblick auf die enormen Unterkunftskosten hinweisen.

    Da gibt es eine OGS, das Problem ist, das von dort kein Schulbus nach Hause fährt. Der Schulbus fährt sie dann nur Heim, wenn sie direkt nach dem Unterricht fahren. Beide besitzen noch nicht die Reife, eigenständig mit dem Bus zu fahren und finanziell kann ich es mir nicht leisten, sie mit dem Bus abzuholen. (Habe keinen Führerschein, dürfte jetzt auf Grund von Krankheit, nicht mehr fahren ) :-/


    Für einen OGS-Platz an der Grundschule hier im Ort habe ich mich erkundigt, aber dort bekommen sie erst einen Platz, wenn sie auch diese Schule besuchen. Wann das ist (Wechsel von Förder auf Grundschule) kann ich leider nicht beurteilen.


    Quote

    Ihr und deine Eltern habt also das Haus gemeinsam gemietet? Sprich deine Eltern haben nicht schon vorher darin gewohnt?

    Wenn du nicht vor hast, in eine angemessene Wohnung umzuziehen, dann wird man auch nicht zeitweise die volle Miete berücksichtigen, sondern von vornherein nur die angemessenen Unterkunftskosten.

    Richtig, wir zogen zu 6. gemeinsam hier ein. Damit eben Betreuung der Kinder und meiner Person, so wie Hilfe im Haushalt etc. gegeben ist. Sonst hätte ich nicht mehr zu Hause die Behandlung durchführen können.


    Ich habe der Dame vom Amt direkt gesagt, das ich nicht ausziehen kann. Sie sagte, sie schaut, was man da machen kann. Die Kollegin meinte dann, das mir da nix zustünde, worauf die Dame mit der ich sprach sagte, das es wieder eine Ermessenssache wäre.


    Quote

    Sollte das notwendig sein, wird man dir das mitteilen denke ich. Es ist jedenfalls ein Beleg dafür, dass es sich bei den Unterkunftskosten um tatsächliche Aufwendungen für dich handelt. Da du nicht im Mietvertrag stehst und auch keinen schriftlichen Untermietvertrag hast, wirst du eventuell nachweisen müssen, dass du verpflichtet bist dich überhaupt an irgendwelchen Kosten zu beteiligen. Da ihr sozusagen einen mündlichen Untermietvertrag geschlossen habt, sind die regelmäßigen Mietzahlungen ein guter Beleg dafür.

    Okay gut das ich das weiß, das hatte ich jetzt totaaaal vergessen. Habe den Mietvertrag kopiert und eben neben dem Antrag, schriftl. Stellung zur Wohnsituation genommen. Aber den Nachweis über die Zahlung, ja den hab ich verduselt :eek:


    Grüße Ela

  • Hi,

    Quote from Elaina;270969


    Oh Verzeihung. Für 3 Personen sind diese Angaben.



    Kein Problem. Jetzt kommt es darauf an, wie eure Wohnsituation bewertet wird. Da wäre ein Hausbesuch des Sozialamts sicherlich keine schlechte Variante. Ist die Einliegerwohnung auch von außen zu erreichen und kann man diese komplett absperren? Oder ist es mehr sowas wie ein "ausgebauter Dachboden"?

    Quote from Elaina;270969


    Da gibt es eine OGS, das Problem ist, das von dort kein Schulbus nach Hause fährt. Der Schulbus fährt sie dann nur Heim, wenn sie direkt nach dem Unterricht fahren. Beide besitzen noch nicht die Reife, eigenständig mit dem Bus zu fahren und finanziell kann ich es mir nicht leisten, sie mit dem Bus abzuholen. (Habe keinen Führerschein, dürfte jetzt auf Grund von Krankheit, nicht mehr fahren ) :-/

    Für einen OGS-Platz an der Grundschule hier im Ort habe ich mich erkundigt, aber dort bekommen sie erst einen Platz, wenn sie auch diese Schule besuchen. Wann das ist (Wechsel von Förder auf Grundschule) kann ich leider nicht beurteilen.



    Die Situation musst du halt nötigenfalls entsprechend vortragen. Ich glaube aber nicht, dass das reicht um die unangemessenen Unterkunftskosten für notwendig zu erklären. Es gäbe ja auch noch die Möglichkeit, dass deine Eltern in deiner Nähe wohnen und "rüberkommen", wenn es nötig ist.

    Quote from Elaina;270969


    Ich habe der Dame vom Amt direkt gesagt, das ich nicht ausziehen kann. Sie sagte, sie schaut, was man da machen kann. Die Kollegin meinte dann, das mir da nix zustünde, worauf die Dame mit der ich sprach sagte, das es wieder eine Ermessenssache wäre.



    Nun, die angemessenen Unterkunftskosten sollten auf jeden Fall berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird es, wie oben erwähnt, sehr schwer werden.

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  • Hallo Dude,


    vorab möchte ich mich für deine stets freundlichen und sachlich-informativen Antworten und deiner Audauer danken :)


    Quote


    Kein Problem. Jetzt kommt es darauf an, wie eure Wohnsituation bewertet wird. Da wäre ein Hausbesuch des Sozialamts sicherlich keine schlechte Variante. Ist die Einliegerwohnung auch von außen zu erreichen und kann man diese komplett absperren? Oder ist es mehr sowas wie ein "ausgebauter Dachboden"?

    Die Einliegerwohnung hat einen eigenen Eingangsbereich. Es gibt eine Türe zwischen der Einliegerwohnung und dem hinteren Bereich (Behandlungszimmer, Kinderzimmer, Flur mit Essbereich)
    Die ist immer auf, würde aber bei Fremdvermietung aber zugeschlossen.


    Quote

    Die Situation musst du halt nötigenfalls entsprechend vortragen. Ich glaube aber nicht, dass das reicht um die unangemessenen Unterkunftskosten für notwendig zu erklären. Es gäbe ja auch noch die Möglichkeit, dass deine Eltern in deiner Nähe wohnen und "rüberkommen", wenn es nötig ist.

    Das stimmt, die Möglichkeit gäbe es. Aber ich weiß, das meine Eltern nicht mehr umziehen wollen :( Der qm² Preis hier im Ort (wo dann die Grundschule ist) beträgt zwischen 11 und 13Euro :eek: wir bezahlen um die 6 Euro. Der Vermieter ist also um die Hälfte mit der Mieter runtergegangen. Unabhängig von den Heizkosten, die wie eben geschrieben, so horrend sind, kostet mich diese Wohnung kalt - 70Euro weniger, als meine alte in Richtung Köln, frür 70qm². Ohne die (ja ich weiss, NK gehören selbstverst. dazu) kostet uns beide dieses Haus kalt weniger, als 2 einzelne Wohnungen :-/

    Quote

    Nun, die angemessenen Unterkunftskosten sollten auf jeden Fall berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird es, wie oben erwähnt, sehr schwer werden.

    Das denke ich auch, ist aber auch vollkommen in Ordnung. Es muss niemand für diesen "Luxus" aufkommen. :o


    Vielleicht habe ich etwas "Glück" und erhalte Wohnkosten in angemessener Höhe. Damit wäre mir auch sehr geholfen. Bin mir nat. bewusst, das unterm Strich durch die Wohnung nur minimal was übrig bleibt, habe auch alle Kosten drumherum schon gesenkt.


    Aber ich kann hier nicht raus :( Seufz

  • Hallo,

    deine letzten beiden Absätze zeigen, dass du die Situation verstanden hast. Das ist sehr wichtig um von Sozialhilfe leben zu können. Leider meinen viele, Sozialhilfe wäre dazu da um in Notzeiten den aktuellen oder vorherigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Das ist mitnichten der Fall und ich habe den Eindruck, dass dir das absolut bewusst ist.

    Ansonstigen gibt es nicht mehr viel zu sagen, den Rest musst du mit der Sachbearbeiterin ausmachen. Und natürlich wäre es schön, wenn du uns hier auf dem Laufenden halten würdest.

  • Quote

    Hallo,

    deine letzten beiden Absätze zeigen, dass du die Situation verstanden hast. Das ist sehr wichtig um von Sozialhilfe leben zu können. Leider meinen viele, Sozialhilfe wäre dazu da um in Notzeiten den aktuellen oder vorherigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Das ist mitnichten der Fall und ich habe den Eindruck, dass dir das absolut bewusst ist.


    Hallo Dude,


    ohja das ist mir bewusst und es schwingt auch ein arges Unwohlsein mit. Ich finde es schon schlimm genug, sein Leben nur durch öffentl. Gelder bestreiten zu können. Sprich Rente (vorz. Rentenanspruch), UVG und Kigeld.


    Da sitze ich jetzt sehr zwischen 2 Stühlen. Zum einen kann ich meine Eltern nicht auf den Kosten sitzen lassen, zum anderen nutze ich Wohnraum und muss dafür entsprechend bezahlen. Auf der anderen Seite, muss ich wieder was beantragen um die andere Seite (nicht negativ meinen Eltern gegenüber gewertet) finanziell, und mich sozial und emotional (Abhängigkeit etc) zu befriedigen.


    Ich hatte mit einem Sozialarbeiter gesprochen, vor der Antragsstellung. Nun, es ist ja lieb gemeint, wenn sie Ratschläge geben, dafür sind sie ja da.


    Aber er rasselte mir dann runter, was ich noch alles versuchen könnte zu beantragen. Ich solle nach Ablauf von UVG Kinderzuschuss beantragen. Für mich solle ich versuchen eine Pflegestufe zu bekommen.


    Das möchte ich aber nicht, und mit dem Satz "Du verschenkst Geld" ist das keine Argumentationsgrundlage.


    Ich bin schwer krank, ja. Und meine Mutter betreut mich 3-4 Stunden am Tag (zzgl Haushalt) deswegen bin ich aber ja kein Pflegefall der eine Pflegestufe braucht.


    Nein, ich konzentriere mich auf die Grundsicherung. Wenn ich ein kleinwenig bekomme, dann freue ich mich sehr. Wenn nicht, muss ich sehen, wie es klappt.


    Ich werde euch selbstverständlich gerne über das weitere Vorangehen auf dem Laufenden halten :-)

  • Hallo!


    Bez. der Pflegestufe solltest du dir vielleicht noch einmal Gedanken machen.


    Du könntest, im Falle einer Einstufung, das Geld deiner Mutter geben, als Gegenleistung für ihre Pflege. Oder z.B. einen Einkaufsdienst ordern oder oder oder.


    Es geht dabei nicht darum, alle möglichen Gelder "abzugreifen", sondern den Mehraufwand, den man als Schwerkranker nunmal hat, etwas abzufedern. Kein Almosen, sondern SOLIDAR-GEMEINSCHAFTLICHE Unterstützung.


    Oder würdest du im Gegenzug von anderen Menschen, in einer dir vergleichbaren Situation erwarten, dass sie auf die Hilfen verzichten?


    Gruss,
    little

  • Hallo little,



    hmm.. diese Seite der Medaille habe ich so noch gar nicht betrachtet, im Bezug auf mich. Auf der anderen Seite bin ich erst 31, Andere die auch so erkrankt sind, sind meist älter und noch schlechter dran.:(


    Hm, ich habe mal gegoogelt. Ich kann viele Dinge nicht mehr so wie ein gesunder Mensch, aber ich muss weder gefüttert, noch gewaschen werden, noch muss mir ein Urinbeutel etc. gewechselt werden.


    Meine Mutter ist 3-4Std lang an meiner Seite, macht mir Frühstück.


    Wenn ich Dusche bzw Bade ist sie anwesend, nicht um mich zu waschen, sondern damit jemand da ist, im Falle eines epileptischen Anfalls.


    Aber sie hilft mir beim Haushalt und meistens kocht sie.

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