Arbeit um jeden Preis!?

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    • Arbeit um jeden Preis!?

      Abgesehen,von den Leuten denen jede Ausreden recht sind um nicht arbeiten zu müssen,frage ich mich *Muß man Arbeit um jeden Preis* annehmen?

      Ich weiß nicht was man sich den Jobcentern so vorstellt,das man sich keine Erkundigungen über etwaige Firmen einholt!?

      Das man sich bei Firmen mit einem *schlechten Ruf* halt nicht bewerben möchte.
      Als nicht gemeldeter Arbeitssuchender würde ich mich doch dort auch nicht bewerben.
      Warum soll ich das dann als gemeldeter tun müssen?

      Was bedeutet *zumutbare Arbeit*?
      Für wen zumutbar?Aus dem Gesichtspunkt des Vermittlers/Fallmanager?
      Oder dem Arbeitssuchenden?

      Sollte es nicht Ziel sein,das der Arbeitsuchende langfristig Arbeit hat?
      Was bringt es ihn in eine Arbeit zu *drücken*,und ich meine drücken,wenn er nach wenigen Wochen/Monaten wieder arbeitslos ist?

      Geht es dabei wirklich nur um Statistiken?
    • Was heißt zumutbare Arbeit? Ist es dem Steuerzahler zuzumuten, dem Hartz IV-Empfänger sein zu Hause rumsitzen zu bezahlen, nur weil ihm der Job nicht zuzumuten ist? Mein Mann und ich haben auch harte Zeiten hinter uns. Wir haben es aber immer aus eigener Kraft geschafft. Mein Mann hat jede zumutbare Arbeit angenommen. Auch wenn sie schlecht bezahlt war. Man hätte ihn hier im Forum wahrscheinlich ausgelacht, dass er für den Lohn morgens überhaupt aufgestanden ist. Immer noch besser als zum Amt zu müssen. Wir haben bei Wind und Wetter Kataloge, Branchenbücher, Prospekte ausgetragen, nur um nicht zum Amt zu müssen. Jetzt muss ich hier im Forum laufend lesen, dass dieses und jedes nicht zumutbar ist. Da kommt einem wirklich die Galle hoch. Für mich zählt als unzumutbar einzig und allein die Gesundheit. Das ist der einzigste Grund, warum man einen Job nicht annehmen kann.
    • Abgesehen,von den Leuten denen jede Ausreden recht sind um nicht arbeiten zu müssen,frage ich mich *Muß man Arbeit um jeden Preis* annehmen?
      Was ist für dich die Alternative? Ach ja: auf anderer Leute Kosten zu leben... Incl. des Sprößlings...

      Was bringt es ihn in eine Arbeit zu *drücken*,und ich meine drücken,wenn er nach wenigen Wochen/Monaten wieder arbeitslos ist?


      ...spricht die Frau, die kein Bock auf ungeliebte Arbeit hat...
    • Wenn es danach ginge, was einem Arbeitslosen aus seiner Sicht zumutbar ist- prost Mahlzeit! Da käme bei Vielen wohl nur das eigene Sofa als Antwort raus- keinesfalls Arbeit!

      Übrigens: auch mit kurzfristiger Arbeit verdient man SELBER Geld und lebt nicht auf Staatskosten- und genauso sehen es die Leute im JC, die Menschen in Arbeit vermitteln.

      Machst Du morgens Dein Bett auch nicht, weil Du Dich ja abends wieder reinlegst?
    • KleineMaus;268909 schrieb:

      Abgesehen,von den Leuten denen jede Ausreden recht sind um nicht arbeiten zu müssen,frage ich mich *Muß man Arbeit um jeden Preis* annehmen?


      Jeder darf sich auch gerne selber Arbeit suchen, die ganz nach Wunsch ist.
      Falls man aber, warum auch immer, auf die Leistungen der Gesellschaft angewiesen ist, hat man halt zu nehmen, was man vorgelegt kriegt.

      Ich weiß nicht was man sich den Jobcentern so vorstellt,das man sich keine Erkundigungen über etwaige Firmen einholt!?


      siehe oben

      Das man sich bei Firmen mit einem *schlechten Ruf* halt nicht bewerben möchte.
      Als nicht gemeldeter Arbeitssuchender würde ich mich doch dort auch nicht bewerben.
      Warum soll ich das dann als gemeldeter tun müssen?


      Wer bestimmt den "schlechten Ruf"? Über Elos kreisen auch Gerüchte^^



      Was bedeutet *zumutbare Arbeit*?
      Für wen zumutbar?Aus dem Gesichtspunkt des Vermittlers/Fallmanager?
      Oder dem Arbeitssuchenden?


      Für einen Schulabbrecher ohne Ausbildung, der den IQ einer Klobürste hat, keinen geraden Satz rausbringt, keinerlei Manieren hat, von Disziplin ganz zu schweigen ist natürlich nur ein Vorstandsposten zumutbar.
      Mit Dienstmaserati, Penthouse mit Cityrundumblick, Putzfrau, ohne Zeitdruck, mit drei Monaten Jahresurlaub und einem Gehalt von mindestens 5000,- Euro.

      Sollte es nicht Ziel sein,das der Arbeitsuchende langfristig Arbeit hat?
      Was bringt es ihn in eine Arbeit zu *drücken*,und ich meine drücken,wenn er nach wenigen Wochen/Monaten wieder arbeitslos ist?



      Sicher ist das das Ziel, aber wenn jemand zu blöde ist, um aus dem Bus zu gucken, dazu vielleicht noch faul und frech, ist er halt bald wieder raus.






      Was soll dieser Thread?
      Jammerforum down?
    • Naja, wenn der Lohn nicht reicht, kann aufgestockt werden.

      Naja, wenn der Lohn nicht reicht, kann aufgestockt werden.

      Im ALG II ist jede Arbeit zumutbar, soweit die Ausübung diese nicht gegen geltendes Recht, Sittlichkeit etc. verstösst.

      Es greift ausschliesslich das hier:

      § 10 SGB II Zumutbarkeit

      Naja, wenn der Lohn nicht reicht, kann aufgestockt werden.

      Am Sonsten lohnt keine Diskussion. Weil fruchtlos.

      [IMG:http://www.smileygarden.de/smilie/Wetter/37.gif] [IMG:http://www.smileygarden.de/smilie/Wetter/37.gif]
    • Deine Frage zielt ein bisschen auf die Meinung ab.
      Ja, am Anfang einer Arbeitslosigkeit würde ich dir zustimmen. Man muss erst mal schauen welche Optionen man hat und vernünftiges, überregionales Bewerben mit individuellen Anschreiben kostet auch viel Zeit.

      Aber nach etwa 2 bis 3 Monaten erfolgloser Arbeitssuche sollte man realisiert haben, dass der gewünschte Beruf nicht kurzfristig erreichbar ist und man dann jede andere Arbeit machen sollte, bis es langfristig vielleicht mit dem Traumberuf klappt.

      Woher nimmt man nach einigen Monaten Arbeitslosigkeit und nach vielleicht 100 Absagen immernoch den Glauben daran, dass alles gut wird? Die Realität und wie schlecht/ungefragt man selbst ist sollte man dann schon langsam mal begriffen haben. Wenn 100 Firmen absagen werden auch wahrscheinlich 500 oder 1.000 Firmen absagen.
    • Ganz ehrlich? Ich finde nicht das man jede Arbeit zu jedem Lohn annehmen soll. Solch eine Denkweise unterstützt nur die Dumpinglöhne. Wenn sich dagegen keiner wehrt und manche sogar "stolz" drauf sind für 5€ Brutto zu arbeiten dann gibt´s hier nie eine Besserung! Ich hab auch schon das ein oder andere "Arbeitsangebot" lachend abgelehnt. Mir wurde zum Beispiel mal ernsthaft angeboten ich solle Pizza ausfahren (damit an sich hab ich kein Problem) für 3,50€ Brutto(damit hab ich ein Problem) und natürlich mit dem eigenen PKW(damit hab ich das noch größere Problem...ich rassel doch nicht mein eigenes Auto für sowas runter, der verschleiß steigt, der Versicherungbeitrag usw). Der Typ hat tatsächlich Leute die zu den Bedingungen bei ihm Arbeiten. Sowas ist für mich definitiv keine zumutbare Arbeit. Das ist einfach nur Ausbeute. Ich hab auch schon ein Angebot bei einer Zeitarbeitsfirma dankend abgelehnt. Man wollte mir in meinem Beruf 7,50€ Brutto anbieten. Wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40/42 Stunden von denen aber nur 35bezahlt werden, rest geht auf ein Zeitkonto. Gearbeitet wird natürlich auch Wochenende, Sonn-und Feiertags und Nachts (damit hab ich auch überhaupt keine Probleme...schließlich gehören solche Arbeitszeiten zu meinem Beruf.) Man hätte mich mit gut 800€ Netto heimgeschickt. Demgegenüber hätten allerdings Kosten von mind. 200€ gestanden um überhaupt zur Arbeit zu kommen. Hier sage ich ganz laut: NEIN DANKE! Ich muss hier allerdings auch dazu sagen das mein Beruf viel zu viel Verantwortung und sowohl psychisch als auch physisch viel zu schwer ist um sich so ausbeuten zu lassen. In meinem Beruf leidet automatisch die eigene Gesundheit, dafür will ich wenigstens ne annehmbare Bezahlung. Die lag bei meinem letzen Arbeitgeber übrigens bei 1500€ Netto Einstiegs-Grundvergütung und es wurde jede Überstunde mit 25% Zuschlag vergütet ebenso wie Nacht,Sonn-und Feiertagszuschläge.

      Wenn es allerdings darum geht das jemand der Meinung ist sich für´s Putzen zu fein zu sein, dann hab ich kein Verständnis wenn man den Job ablehnt.
    • Die Menschen, die sich vom Staat aushalten lassen wollen, weil sie nicht den Wunschlohn bekommen, kotzen mich ehrlich gesagt an.

      Meine Freund hatte mal für 6 Monate einen Job bei der Müllabfuhr und hatte bei VZ nur 600 € Netto. Er hat es gemacht um eben nicht vom Staat abhängig zu sein. Und letztlich hat er sich dann einen anderen Job gesucht und bei der Müllabfuhr gekündigt.

      Aber als Zwischenlösung wär es auch in Ordnung und eine Erfahrung.
    • pAp zu deiner Beruhigung ich war schon Putze.
      Nachdem ich meine erste Ausbildung verloren hatte (Unfall in der Freizeit und anschließend 1Jahr krank, also nix mit Faul und nicht wollen) war ich das Jahr darauf putzen um einen Teil unseres Lebensunterhaltes selbst zu verdienen. Also nein ich bin mir nicht zu fein zum Putzen.;)

      Derzeit bin ich leider nicht arbeitsfähig...ich bin Krank und zwar nicht faulkrank sondern Krank. Ich habe von Kindheit an schweres Rheuma welches jetzt nach 6Jahren ruhe wieder extrem ausgebrochen ist. Ich kann zur Zeit an manchen Tagen nichtmal Auto fahren, weil ich meine Arme nicht zum Lenkrad bekomme. Dafür gibt´s starke Schmerzmittel, welche blöderweise die Nebenwirkung haben das man sich den ganzen Tag schlapp und Müde fühlt. Ich könnte mir mit 23 auch besseres vorstellen als sich zu fühlen als würde man im Körper eines 100jährigen stecken (mal übertrieben gesagt) Ich wäre zum Beispiel viel lieber auf Arbeit als jetzt zuhause vor´m PC. Selbst putzen wäre viel besser als die jetzige Situation.

      jette es geht nicht um den Wunschlohn sondern darum das es immer mehr Dumpinglöhne gibt weil die Leute dazu einfach ja und Amen sagen. Findest du es etwa normal das ein Facharbeiter mit 700-800€ bei einer 40h Woche abgespeist werden soll? Also ich nicht. Ungelernte Hilfsarbeiter sind da was anderes...eine Fachkraft sollte grundsätzlich besser bezahlt werden. Natürlich kommt das auch auf den Beruf an, als Frisör weiß ich das ich nicht reich werde, da brauch ich also auch nicht heulen wenn ich mit 800€ heimgehe. Das war schon immer so. Okay find ich das allerdings auch nicht.

      gfr ich bin kein Stuntman ich bin Rettungsdienstler...und nein das ist nicht einfach nur mit Spaß bei rot über die Ampel düsen weil der Kaffee leer ist. Das ist körperlich und psychisch schwere Arbeit. Fahr mal ne Woche Krankentransport und du wunderst dich nicht mehr wieso der Rücken kaputt ist.;)
    • Jeder ist seines Glückes Schmied und kann seine Persönlichkeit frei entfalten und grundsätzlich tun und lassen was er möchte.

      Etwas anderes ist es, wenn er verlangt, dass die Allgemeinheit seinen Lebensunterhalt finanziert. Dann muß er sich darauf verweisen lassen, dass die Annahme von zumutbarer Arbeit vorrangig vor der Leistungsgewährung ist. Das ergibt sich aus den einschlägigen gesetzlichen Regelungen und das will auch die Mehrheit der Bevölkerung so.
    • Bleibt aber immer noch die Frage: was genau ist denn nun zumutbar?
      Zumutbar aus wessen Sicht? Aus der Sicht des Sachbearbeiters? Aus der Sicht dessen der die Arbeit machen soll? Oder doch aus der Sicht von völlig Aussenstehenden, die der Meinung sind dass Arbeitslosen grundsätzliche jede Arbeit zuzumuten sei?
      Ist Arbeitslosen eine Arbeit auch dann zuzumuten wenn man diese selbst im Leben nicht machen würde? Allerdings ist man ja gerade nicht arbeitslos, und meint dann man hätte das Recht über andere zu urteilen diese Arbeit gefälligst zu machen. Man bedenke mal so nebenbei, wir leben in einer Zeit wo Arbeitslosigkeit (fast) jeden treffen kann. Jetzt mal überspitzt gesagt: Sachbearbeiter im Arbeitsamt haben u.A. Arbeit weil Andere keine haben.;) Bitte nicht als Angriff sehen...ich kann und wöllte nicht auf der anderen Seite vom Schreibtisch sitzen. Ich und Büroarbeit? Keine gute Vorstellung. Ich brauch was zum anpacken...nach der Schule hab ich ein halbes Jahr bis zum Lehrstellenbeginn damit verbracht im Pferdestall auszumisten. Dazu noch: Pferde waren nie mein großes Hobby, und ich habe vorher auch noch nie einen Stall ausgemistet.

      Mal ein Beispiel: Eine 25jährige Person welche keinerlei gesundheitliche Einschränkungen hat, könnte doch eigentlich auch im Pflegeheim arbeiten. Dort werden schließlich immer Leute gesucht, es gibt immer Arbeit, also ist das einem Arbeitslosen jawohl zuzumuten. Was aber wenn diese Person gar nichts mit alten Menschen anfangen kann? Was wenn die Person einfach nicht fähig ist die vollgemachte Windel zu wechseln, ohne mit dem Brechreiz zu kämpfen? Ist es dann auch noch zumutbar? Ich gehe noch einen Schritt weiter: Ist es dann den Menschen wo er oder sie arbeiten soll zuzumuten? Man sollte immer bedenken dass nicht jeder für jede Arbeit geeignet ist. Das kann für Andere gar kein Problem sein, aber man kann nicht verlangen das der Nächste damit auch einfach umgehen kann.

      Ich hab zuerst eine Ausbildung zur Köchin angefangen...wir hatten in der Berufsschule einen, der hatte sich in den Finger geschnitten...ganz normaler Küchenunfall halt, aber der Typ hatte eine Synkope weil er sein eigenes Blut nicht sehen konnte. Da hab ich damals schon gesagt: Junge du solltest dir dringend Gedanken darüber machen was du hier für einen Beruf lernst. Du wirst dich wohl noch öfter in die Finger schneiden.

      Die Beispiele sollen wirklich nur mal verdeutlichen dass zumutbar eben nicht gleich zumutbar ist. Es muss dabei wirklich immer die einzelne Person gesehen werden.

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