Arbeit um jeden Preis!?

    • Bei dem Beispiel Musiker auf dem Bau ist zu sagen, dass dies ggf. tatsächlich nicht zumutbar wäre. Denn ein Musiker, der Fingerspitzengefühl braucht, z. B. für ein Klavier, könnte seine Finger durch die Arbeit auf dem Bau ruinieren. Aber sicherlich ist hier zu prüfen, ob der Musiker überhaupt bzw. in absehbarer Zeit eine Stelle im Musikbereich oder anderen, nicht körperlich anstrengenden Berufen finden wird. Sonst wird man ihn wohl oder übel auch auf Stellen im Baugewerbe vermitteln müssen. Die Gemeinschaft der Steuerzahler kann ja nicht ewig warten, bis der Musiker einen tollen Job in einem Orchester oder so findet.
    • Als ob ein Arbeitgeber im Baugewerbe einen zart besaiteten Musiker einstellen würde, der liegt doch eh nach 2 Zementsäcken krank zu Hause. Ist ja nicht so, dass jeder Bewerber den das JC schickt auch sofort genommen wird.
      Das Gleiche gilt beim Altenpfleger, erkennt der AG die körperliche oder psychische Ungeeignetheit, wird er den Bewerber wohl nicht einstellen.
    • Pikachu schrieb:

      Ganz ehrlich? Ich finde nicht das man jede Arbeit zu jedem Lohn annehmen soll. Solch eine Denkweise unterstützt nur die Dumpinglöhne. Wenn sich dagegen keiner wehrt und manche sogar "stolz" drauf sind für 5€ Brutto zu arbeiten dann gibt´s hier nie eine Besserung! Ich hab auch schon das ein oder andere "Arbeitsangebot" lachend abgelehnt. Mir wurde zum Beispiel mal ernsthaft angeboten ich solle Pizza ausfahren (damit an sich hab ich kein Problem) für 3,50€ Brutto(damit hab ich ein Problem) und natürlich mit dem eigenen PKW(damit hab ich das noch größere Problem...ich rassel doch nicht mein eigenes Auto für sowas runter, der verschleiß steigt, der Versicherungbeitrag usw). Der Typ hat tatsächlich Leute die zu den Bedingungen bei ihm Arbeiten. Sowas ist für mich definitiv keine zumutbare Arbeit. Das ist einfach nur Ausbeute. Ich hab auch schon ein Angebot bei einer Zeitarbeitsfirma dankend abgelehnt. Man wollte mir in meinem Beruf 7,50€ Brutto anbieten. Wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40/42 Stunden von denen aber nur 35bezahlt werden, rest geht auf ein Zeitkonto. Gearbeitet wird natürlich auch Wochenende, Sonn-und Feiertags und Nachts (damit hab ich auch überhaupt keine Probleme...schließlich gehören solche Arbeitszeiten zu meinem Beruf.) Man hätte mich mit gut 800€ Netto heimgeschickt. Demgegenüber hätten allerdings Kosten von mind. 200€ gestanden um überhaupt zur Arbeit zu kommen. Hier sage ich ganz laut: NEIN DANKE! Ich muss hier allerdings auch dazu sagen das mein Beruf viel zu viel Verantwortung und sowohl psychisch als auch physisch viel zu schwer ist um sich so ausbeuten zu lassen. In meinem Beruf leidet automatisch die eigene Gesundheit, dafür will ich wenigstens ne annehmbare Bezahlung. Die lag bei meinem letzen Arbeitgeber übrigens bei 1500€ Netto Einstiegs-Grundvergütung und es wurde jede Überstunde mit 25% Zuschlag vergütet ebenso wie Nacht,Sonn-und Feiertagszuschläge.

      Wenn es allerdings darum geht das jemand der Meinung ist sich für´s Putzen zu fein zu sein, dann hab ich kein Verständnis wenn man den Job ablehnt.


      ja könnte ich so direkt unterschreiben !!!! Seh ich auch so !!!.. Habe auch schon vierl erlebt..also klar zu Fein darf man sich für nichts sein, aber das ist ja eigentlihc Ausbeutung würd ich meinen...
    • OliciaP schrieb:

      Früher habe ich auch gesagt, Hauptsache Arbeit....doch ich sehe das nun mit anderen Augen. Denn die meisten AG warten nur auf AN mit einer solchen Einstellung. Mit denen kann man alles machen.
      Was machst du heute, doch wohl nicht in der sozialen Hängematte liegen und andere für dich arbeiten lassen.

      Nicht gegen das System sein, aber sich vom System versorgen lassen. Das ist unlogisch.

      Gibt es eigentlich einen Grund warum du uralte Beiträge hier wieder hochkramst oder willst du nur ein bisschen Dampf ablassen.
    • Die tatsächliche Bedeutung von angemessener Arbeit ist eine angemessene Anpassung ist jede Änderung in der Arbeitsumgebung oder in der Art und Weise, wie eine Arbeit durchgeführt wird, die eine Person mit einer Behinderung ermöglicht, gleiche Beschäftigungsmöglichkeiten zu genießen. ... Änderungen, die es einem Arbeitnehmer mit einer Behinderung ermöglichen, gleiche Vergünstigungen und Beschäftigungsprivilegien zu genießen (z. B. Zugang zu Schulungen). "