Zweitjob wird verlangt

  • Ich hoffe mir kann hier Auskunft gegeben werden.


    Ich befinde mich in der Ausbildung und meine Frau ist schwanger. Während ich mit einer geringfügigen Beschäftigung versuche neben der Ausbildung Geld für die Familie einzubringen geht meine Frau einer geregelten Arbeit nach.
    Sie befindet sich in einem unbefristeten Vertragsverhältnis und pflegt eine gute Arbeitgeber-Arbeitnehmer Beziehung.
    Wir haben bereits ein Kind und ein zweites Kind ist unterwegs.
    Nun haben wir im Jobcenter einen Antrag auf ALG2 gestellt, weil wir mit dem Geld kaum zurecht kommen.
    Nun verlangt das Jobcenter von meiner schwangeren Frau die Aufnahme eines Zweitjobs, da sie ja Zeit hat...
    Meiner Frau wurde vom Arbeitgeber ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen (und natürlich auch schriftlich erteilt).
    Das Jobcenter sieht das so: Die junge Frau hat ja nun tatsächlich Zeit und kann diese zum jobben nutzen.


    Meine Frau ist davon sehr gestresst, da sie a) die Beziehung zum Arbeitgeber gefährdet sieht b) sich nicht vorstellen kann eine beliebige Aushilfstätigkeit anzunehmen c) nun zum Spielball des Jobcenters zu werden.


    Ich sehe das so: Im Arbeitsvertrag ist eine Klausel enthalten die einen Nebenjob versagt.


    Bevor ich meine Frau schwanger Regale einräumen lasse, würde ich eher meine Ausbildung abbrechen und selbst die Regale einräumen!


    Wie sieht die Rechtslage hier aus?

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  • Wieviel Stunden arbeitet Deine Frau und wie hoch ist ihr Verdienst?
    Welche Tätigkeit übt sie aus? Einen Nebenjob generell zu verbieten ist rechtswidrig.

    Kann Dein Chef Dir den Nebenjob verbieten? | Rechtsanwalt Arbeitsrecht Berlin Blog

    Ein Beschäftigungsverbot erteilt nicht der Arbeitgeber, sondern ein Arzt.

    Und dann frage ich Dich: was macht die schwangere Verkäuferin denn? Keine Regale einräumen? Ist doch Unfug! Schwanger heisst nicht, dass man krank ist. Man darf oder sollte diese und jene Sachen nicht machen, schwer heben zum Beispiel.

    Ausserdem kann man auch andere Nebenjobs suchen, wenn einem Regale einräumen zu anstrengend ist.

    Grüsse,

    Mandy

    [SIZE=1]Ich beantworte ab sofort KEINE PN mehr, weshalb Threads geschlossen und/ oder bearbeitet bzw. entfernt wurden oder man eine Verwarnung erhielt. Wenn dies der Fall ist, dann hat das seinen Grund -> [SIZE=2]Forumsregeln [/SIZE] ->LESEN!!!!!)![SIZE=2]. [/SIZE][/SIZE]

  • Quote from mainzerin;262379

    es wird Gründe für das Beschäftigungsverbot geben,
    die mit der Schwangerschaft zusammenhängen.
    Und eine schwangere Verkäuferin bekommt auch
    Beschäftigungsverbot, wenn das Kind
    gefährdet ist.



    Selbstverständlich. Es ist aber nicht generell so und es kommt darauf an, um was für einen Job es geht.
    Das heißt auch nicht, dass es für alle Jobs ein Beschäftigungsverbot gäbe, sondern nur für DIESEN.

    Von daher warten wir auf die Antworten des TE.

    Grüsse,

    Mandy

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  • Fakt ist, dass das Beschäftigungsverbot, dass der Arbeitgeber ausspricht auch nur für diesen gilt. Grundsätzlich ist man erstmal nur schwanger und nicht krank, d. h.: man kann arbeiten gehen. Nur eben nicht in Berufen oder Tätigkeiten, die das Mutterschutzgesetz untersagt.

    Was die Frau des TE möchte, spielt also in Bezug auf § 10 SGB II keine Rolle. Auch als Schwangere hat sie nicht nur Rechte (Geldleistungen kassieren), sondern auch Pflichten (Arbeit suchen).

    Benjamin, mal zur Güte: Glaubst du, dass sie wirklich Arbeit findet? Wollt ihr euch wirklich rumzanken, ggf. noch Sanktionen provozieren? Soll sie doch die geforderte Anzahl an Bewerbungen im Monat erbringen und gut. Wieviel Arbeitgeber wirds denn geben, die eine Schwangere einstellen?

    Spielt das Spiel mit oder lasst es bleiben, eure Entscheidung.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

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  • Mandy , doch auch der AG kann ein Beschäftigungsverbot erteilen. Dann wenn die Schwangere Frau einen Arbeitsplatz hat welchen nicht mit den Mutterschutzgesetzen überein stimmt.
    Er kann dann entweder einen anderen Arbeitsplatz anbieten (Schonarbeitsplatz) und wenn das nicht geht das Beschäftigungsverbot aussprechen.
    Selbst wenn ein Schonarbeitsplatz vorhanden wäre dürfte der AG ein BV aussprechen, dann wenn der Schwangeren auch diese Arbeit nicht zugemutet werden kann.
    Der Arzt darf nur dann das BV aussprechen wenn durch die Arbeit das Baby oder die Mutter gefährdet wären.
    _benjamin_


    wäre das BV vom Arzt würde es für alle Jobs gelten, da es aber vom AG ist zählt es nur für diesen AG.
    Deine Frau darf durchaus einen Nebenjob annehmen. Nur muss sie vorher bei ihren Arbeitgeber hierfür um Erlaubnis bitten. Und sie darf dann keinen Job annehmen der den Verbotenen Job gleich zu stellen ist oder der ihre SS gefährden könnte.


    Davon abgesehen wird es kaum einen AG geben der eine Schwangere Frau anstellt, erst recht nicht wenn diese vom Hauptarbeitgeber schon ein BV erhalten hat ^^


    Ergo, Bewerbung schreiben, wird eh nichts dabei raus kommen.



    Deine Frau erhält ja auch weiterhin ihr Gehalt vom Arbeitgeber bis zum Mutterschutz 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt. Für diesen Zeitraum erhält sie dann Mutterschaftsgeld. Nen Teil von der Krankenkasse und den anderen vom Arbeitgeber. Mutterschaftsgeld ist insgesammt so hoch wie der Durchschnitt der letzten 3 Monate. Das Gehalt welches sie bis dahin bezieht entspricht auch dem Durchschnitt der letzen 3 Monate.


    Daher frage ich mich gerade, wenn ihr erst jetzt aufgrund der SS ALG2 beantragen müsst, käme dann nicht auch Wohngeld für euch in Betracht? Habt ihr euch das schon mal ausgerechnet?


    Denn das Einkommen bleibt erst einmal das gleiche wie es auch die letzten Monate war.