Arbeitgeber versucht nach EGZ Förderdauer mich loszuwerden!

  • Ich möchte mich, bevor ich mich ggf. an das zuständige Jobcenter wende hier um Rat fragen, da ich unsicher bin wie ich mich weiterhin verhalten soll:


    Ich bin seit September 2012 bei einer Firma beschäftigt, die mich eingestellt hat und daraufhin eine 6-Monatige Förderung von 50% der Bruttolohnkosten erhielt (Voraussetzung ist eine 12 Monatige Beschäftigung).


    Vorab möchte ich erwähnen, dass in dieser Firma nur Mitarbeiter über den EGZ Zuschuss eingestellt werden und wurden. Nach Ablauf der Förderdauer bzw. 12 Monatigen Haltefrist, werden dann die Mitarbeiter entweder subtill herausgemobbt oder ständig eingeschüchert und so eine Kündigung provoziert bzw. ein Stellenwechsel.


    Bis zum Mai 2013 habe ich mich in der Firma und in der Tätigkeit als Kauf. Mitarbeiter recht wohl gefühlt. Der Firmenchef hat mir dies auch immer wieder zu erkennen gegeben, dass er mit meiner Arbeit zufrieden ist und nur ungern auf mich verzichten will. Doch seit einigen Wochen ist plötzlich alles anders:


    - mir wird mir nun vorgeworfen, ich Arbeite nicht schnell genug.
    - es wird behauptet (im Beisein anderer Mitarbeiter) alle würden sich den
    "Arsch" aufreisen, nur ich würde "Däumschen drehen".
    - obwohl ich bislang keinen Fehltag bzw. Krankheitstag habe wird mir
    Unzuverlässigkeit unterstellt bzw. sog. "Formtiefs". (andere Mitarbeiter fehlten mehrere Wochen)
    - ich soll plötzlich über Dinge Informiert sein, die selbst zuständige Mitarbeiter nicht Wissen.
    - Ich bin neuerdings der Blitzableiter für die schlechte Laune des Chefs
    - es wird subtill versucht mich loszuwerden.
    - etc.



    Es hat sich bei mir inzwischen ein erheblicher physischer und psychischer Stress aufgebaut, der nur eines zur Folge haben kann bzw. wird:


    - ich muss kündigen und mir kurzfristig eine neue Stelle suchen (--> Sperrzeit wegen Kündigung)
    - Ich teile dem Arbeitsgeber mit, dass ich kündigen werde und er mich für künftige Vorstellungsgespräche freistellt.
    - Ich schließe nach Ablauf der 12 Monate einen Aufhebungsvertrag
    - Ich provoziere eine Kündigung (was das schlechteste für die künftige Arbeitsplatzsuche wäre.



    Ich wäre froh, wenn mir jemand Wertvolle Tipps geben könnte, da ich meine Familie aus bestimmten Gründen nicht noch mit so etwas belasten kann bzw. will. Danke.
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  • Es gibt Unternehmen, die lassen sich fördern und wenn die Förderung ausgelaufen ist, wird der entsprechende Mitarbeiter "entsorgt" und durch den nächsten geförderten Mitarbeiter ersetzt.


    Wie man Mitarbeiter entsorgt, erlebst du gerade, das darf man dann nicht persönlich nehmen, sondern ist Bestandteil der Entsorgungsprozedur.


    Du solltest auch davon ausgehen, dass der Personalentscheider ein entsprechendes Seminar besucht hat, in dem den Entscheidungsträgern beigebracht wird, wie man die unliebsamen Mitarbeiter psychisch und physisch zur S.a.u. macht und diese zur Flucht verleitet.


    Du solltest umgehend ein persönliches Gespräch mit der Agentur für Arbeit /Jobcenter führen und die Situation darlegen und hören, was man dort dazu sagt.


    Die Erlaubnis zu einer sperrfreien Eigenkündigung wird dabei wohl nicht herauskommen, aber möglicherweise gibt es Informationen, die dir dabei helfen, die Situation nicht persönlich zu nehmen.


    Im übrigen wird dir wohl nichts anderes übrig bleiben, als dich leistungslos arbeitsuchend zu melden und dich intensiv um einen anderen Arbeitsplatz zu bemühen.


    Du solltest auch umgehend in eine Gewerkschaft eintreten, solche Arbeitsverhältnisse haben eine gewisse Brisanz und sehr wahrscheinlich brauchst du noch rechtlichen Schutz, spätestens bei einem vernichtend ausgestellten Arbeitszeugnis mit negativen Folgen für den weiteren Bewerbungsvorgang.


    Gewerkschaftsmitgliedschaften kosten Geld, aber bei brisanten Arbeitsverhältnissen kann man es sich nicht mehr leisten, nicht organisiert zu sein.


    Bitte beachten:


    Man wird einen Grund suchen, dich rechtmässig zu entlassen, das heisst, man wird das bestehende Arbeitsrecht sehr eng und unfreundich anwenden.


    Du solltest also deinen Arbeitsvertrag sehr genau durchlesen und dich millimetergenau daran halten, das betrifft dann das gesamte Arbeitsrecht.


    Für dich ist auch nicht mehr massgeblich, was in dem Unternehmen "üblich" ist, sondern für dich ist das massgeblich, was das Arbeitsrecht aussagt.

  • Mobbing am Arbeitsplatz: Da hilft nur die Karte "Uncle Doc".





    Und deshallb gehört der betreffende Arbeitgeber angezeigt. Weil, hier handelt es sich um Mobbing. Da hilft nur die Karte "Uncle Doc". In so eeinem Fall geht man praktischer Weise zum Arzt und lasst sich krankschreiben. Dann ist der Arbeitgeber im Zugzwang. Dann ist man dort erst einmal raus. Alles weitere kann dann in Ruhe angegangen werden.

    Ja, es stimmt leider, es gibt Arbeitgeberseminare, wo solches behandelt wird. Habe selber so ein Script schon mal in der Hand gehabt.

    Es mag sein, dass jener Arbeitgeber im Trend der Zeit liegt, wo der Mensch nur noch als Ware behandelt wird. Bringt der Arbeitnehmer weniger ein, bzw. wird, aus welchem Grunden auch immer, zu einem Kostenfaktor, wird der Mitarbeiter "entsorgt". - Drastisch ausgedrückt, aber real beschrieben.




    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:


  • Vermutlich wird mir nichts anderes übrig bleiben. Fraglich ist, ob ein Gewerkschaftbeitritt in der jetzigen Situation noch was bringt. Künftig werde ich wohl einen Berufsrechtsschutz abschließen. In der jetzigen Situation habe ich leider keinen.


    Ich werde nächste Woche ein Gespräch bei der Arbeitsagentur suchen.