Behinderung Kindergeld 30 Jahre alt

  • Guten Morgen


    Ich bin 30 Jahre alt, zu 60% Schwerbehindert und lebe in meiner eigenen Wohnung.
    Meine Mutter erhält Kindergeld für mich, welches Sie mir in vollem Umfang überweist.
    Dieses Kindergeld, wird mir zu 100% wieder von dem Sozialhilfesatz abgezogen.
    Also habe ich trotz meiner Behinderung und einem signifikanten Mehrbedarf, genau so viel Geld wie jeder andere Sozialhilfe Empfänger auch.


    Meine Frage lautet ob ich dahingehend einen Mehrbedarf geltend machen kann welcher von dem Kindergeld bezahlt wird, oder ob meine Mutter es einfach behalten kann und es mir dann nicht als Einkommen angerechnet wird.



    Vielen Dank im Voraus.

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  • Welchen Mehrbedarf (für was) hast du und hast du irgendwelche Merkzeichen?

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  • Mehrbedarf


    Hallo,


    ich habe eine psychische Behinderung und kein Zeichen im Schwerbehindertenausweis.


    Es wäre für mich sehr interessant, was als Mehrbedarf zählt.


    Monatlich gebe ich für meine Medikamente ca 40€ aus.


    Ich frage mich ebenso, ob ich Selbsthilfebücher und die Fahrtkosten zu einem Psychologen geltend machen kann.


    Ich bräuchte ebenso, dringend eine neue Brille.


    Zu guter letzt habe ich einen Haufen Schulden, der sich aus BAföG und Studentenkredit zusammensetzt.
    Das Studium musste ich aus gesundheitlichen Gründen abbrechen.


    Selbst wenn ich nur 1 oder 2 Sachen davon geltend machen könnte, wäre dies eine große Hilfe.



    Danke im voraus




    Robinson

  • Mehrbedarf


    Ich weiß nicht was alles unter Mehrbedarf angerechnet werden kann.


    Ich würde gerne einen bestimmten Psychiater aufsuchen. Ich habe mit ihm früher zusammengearbeitet und da stimmt die Chemie einfach.
    Leider ist er mit seiner Praxis ein ganzes Stück weit weg gezogen und ich kann es mir nicht leisten, die Bustickets zu kaufen.


    Ich würde gerne Selbsthilfebücher und generell Bücher über meine Krankheit kaufen um zu lernen besser mit ihr umzugehen.


    Ich habe auch Monatlich ausgaben in Höhe von ca 40€ für Medikamente.


    Meine Frage ist jetzt wie es sich mit dem Kindergeld verhält.
    Kann meine Mutter es einbehalten und für mich, für solche Sachen aufwenden?


    Oder kann ich einen Anspruch direkt beim Sozialamt gültig machen?


    Ich hänge da total in der Luft.


    Meine Mutter hat auf den Rat eines Juristen, das Kindergeld für Juni einbehalten aber eine klare Antwort ob dies rechtens ist oder nicht haben wir bisher nicht erhalten.


    Ich weiß da jetzt nicht mehr weiter.
    Das Soz Amt ist sauer, wir haben keine valide Information, und ich wünsche mir langsam wir hätten das gar nicht erst angezettelt.



    Robinson

  • Für Medikamente kann man sich von der Zuzahlung befreien lassen, wenn man den Maximalsatz überschritten hat. Bei chronisch Kranken sind das 1% vom Jahreseinkommen. Wenn du also zusätzlich noch 40 Euro/Monat für Medikamente ausgibst, sind das wohl eher frei verkäufliche Medikamente, deren Notwendigkeit die Krankenkasse nicht anerkennt. Das Sozialamt ist jedenfalls dafür nicht zuständig, nur die Krankenkasse.


    Gleiches gilt für Selbsthilfebücher (Höm?!) und Fahrten zum Arzt/Psychologen.


    Auf eine Brille musst du aus dem Regelsatz sparen, so, wie das jeder andere Bedürftige auch muss.


    Deine Schulden interessieren auch niemanden.


    Wenn deine Mutter das Kindergeld einbehält und dir dafür Sachleistungen erbringt, ist es trotzdem Einkommen.


    Du musst wohl eher dein Ausgabeverhalten überdenken.

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  • Hallo Robinson,

    Fahrtkosten (auch zur ambulanten Behandlung) können unter bestimmten Vorraussetzungen von der Krankenkasse erstattet werden.

    Der Antrag muss jedoch vor der Behandlung bei der Krankenkasse gestellt werden.

    Du hast den Wunsch bei deinem (dich schon früher behandelnden) Psychiater die Behandlung fortzusetzten. Für die Mehrkosten des Fahrtweges muss die KK jedoch nicht aufkommen, denn hier heißt es ganz deutlich "die nächstgelegende geeignete Behandlungsstätte".

    Quote

    ...Meine Mutter hat auf den Rat eines Juristen, das Kindergeld für Juni einbehalten...



    Dann hat dieser Jurist sie bestimmt auch über die Konsequenzen aufgeklärt!

    Gruß anabell

  • ok


    Das mit der Brille hatte ich woanders gelesen, deshalb kam ich da drauf.


    Nun sollte es doch aber in dem Interesse des Sozialamtes liegen, das ich mich darum bemühe, wieder gesünder zu werden.(über Bücher z.B)
    Psychoeducation ist nicht zu unterschätzen und bei mir in der Stadt gibt es keine Angebote mehr.
    Evtl frag ich da einfach mal direkt nach ob die kulant sind.


    Es stimmt, das ein paar dieser Medikamente frei verkäuflich sind,
    jedoch sind dies Medikamente gegen die Nebenwirkungen meiner Psychopharmaka.
    Ich hätte erwartet, das dies unter besondere Belastungen fällt.



    Es ist ja auch ok wenn es nicht so ist. Bin eh froh deutscher Staatsbürger zu sein, anstatt zb in den USA in einer Seitengasse in einer Papphütte zu wohnen und ohne Medikamente leben zu müssen.

  • Quote

    Wenn deine Mutter das Kindergeld einbehält und dir dafür Sachleistungen erbringt, ist es trotzdem Einkommen.


    Außerdem ist Kindergeld fürs "Kind" gedacht und nicht für die Mutter.

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  • Danke


    Danke dann ist mir schon genug geholfen.


    War einfach an der Falschen Adresse für den Mehrbedarf und die Regelung mit dem Kindergeld ist ja auch nachvollziehbar.



    Thx for the support




    Robinson

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  • Auszahlung des Kindergeldes an das behinderte Kind
    In der Regel wird das Kindergeld direkt auf das Konto der Eltern gezahlt. Hier ist Vorsicht geboten, wenn die Eltern das Kindergeld anschließend auf das Konto des Kindes überweisen und dieses im Bezug von Grundsicherungsleistungen steht.


    Anrechnung auf Grundsicherungsleistungen
    In einem solchen Fall würde das Kindergeld nämlich auf die Leistungen zur Grundsicherung des behinderten Kindes angerechnet werden und diese Sozialleistungen kürzen. Daher sollten Eltern das Kindergeld auf ihrem Konto belassen, wenn sie tatsächlich Aufwendungen haben. Auch wenn das Sozialamt von den Eltern verlangt, das Kindergeld an ein behindertes Kind weiterzuleiten, sollten die Eltern dies nicht tun, da sie dazu nicht verpflichtet sind.



    Kindergeld bei Behinderung – Kindergeldanspruch behindertes Kind



    Hier wird jedoch genau so Argumentiert wie von unserem Juristen.

  • Ja, das ist auch in Ordnung.


    ABER, das geht doch weiter: Wenn die Mutter das Geld für dich ausgibt, also dir Leistungen dafür erbringt, sind diese SACHLEISTUNGEN wieder als Einkommen anzurechnen. Also im Endeffekt gehuppt wie gesprungen, nur, dass du, weil du das Geld nicht als Geld bekommst, noch nichtmal selbst bestimmst, wofür du die 184 Euro ausgibst!


    Außerdem kann das Sozialamt einen Abzweigungsantrag stellen, weil du gar nicht bei den Eltern wohnst.

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