Meister Vollzeit mit Kind und Freundin

  • Guten Abend,
    habe da eine wichtige Frage...
    möchte gerne die Meisterschule in Vollzeit besuchen (1 Jahr). Wohne mit meiner Freundin zusammen. Sie hat 1 Kind in die Beziehung mitgebracht(5 Jahre) und ist nun Schwanger. D.H. zu beginn der Schule haben wir ein gemeinsamen Kind und ihr Kind.
    Ist dass finanziell machbar? Zahle 640€ Miete. Habe fixkosten von ca. 250€. Möchte nicht 1 Jahr am Rande des Ruins leben. Welche möglichkeiten gibt es dagegen? Meine Freundin bekommt Arbeitslosengeld, Kindergeld und Unterhalt ~ 650€.
    Danke für eure Tipps. Ist eine schwierige Situation für mich, da ich gerne den Meister machen würde.:confused::confused:

  • Bitte auch beachten, die Meisterausbildung ist eine Modularausbildung. Das heißt es kann innerhalb eines Jahres an einem Ort klappen, muss aber nicht.


    Alternativ und sogar bei einer Vollzeitbeschäftigung kann man das Ganze auch neben der Arbeitszeit stemmen.

  • In Teilzeit darf ich es nicht machen, so der Arbeitnehmer, da ich Freitags ab 13Uhr zur Schule müsste.
    Hätte es gerne in Vollzeit hinter mich gebracht. Ist auch vom lernen her der leichteste Weg, denke ich. Wenn man es aber nicht finanziell stemmen kann, ist es ja schier unmöglich.
    BAföG wären ja auch nur ca. 700€im Monat...

  • Du sollst ja nicht in Teilzeit gehen, kannst du deinen AG nicht von den Vorteilen einer Weiterbildung überzeugen oder einen Deal machen das du die Zeit rausarbeitest?


    Ob du den Meister über die Abendschule oder direkt machst, ist eigentlich relativ. Für viele ist berufsbegleitend die bessere Variante, da sie in der Zeit vieles im Betrieb anwenden können bzw. in der Praxis umsetzen.


    Ist nicht so unmöglich wie es für dich gerade aussieht. Du hast die 3 Module fachübergreifend, fachspezifisch und AEVO. Ich habe keine Ahnung mehr ob eine bestimmte Reinfolge notwendig ist. Oft wird von der Meisterschule eine Ratenzahlung angeboten, so dass du unter Umständen auch ohne Bafög auskommst.


    Ist sicher kein Spaziergang, aber das sollte es auch nicht sein.

  • AG davon überzeugen... Der hauptsächliche Grunde, dass ich zu dieser Firma gewechselt habe, war, dass ich die Meisterschule besuchen sollte/kann. Da aber eine Kraft krankheitsbedingt ausgefallen ist bin ich nun eine wichtige Fachkraft. Wollte den Meister in Teilzeit machen... durft nicht. Wenn ich ihn in Vollzeit machen würde, müsste ich doch kündigen?!
    An welches Amt muss ich mich melden, um dieses Problem zu lösen?

  • Wenn Du kündigst, bekommst Du eine Sperre von der Bundesagentur für Arbeit bzw. wirst sanktioniert vom Jobcenter.
    Die Meisterschule ist kein Grund, einen Job zu kündigen!

    Grüsse,

    Mandy

    [SIZE=1]Ich beantworte ab sofort KEINE PN mehr, weshalb Threads geschlossen und/ oder bearbeitet bzw. entfernt wurden oder man eine Verwarnung erhielt. Wenn dies der Fall ist, dann hat das seinen Grund -> [SIZE=2]Forumsregeln [/SIZE] ->LESEN!!!!!)![SIZE=2]. [/SIZE][/SIZE]

  • Vielleicht solltest du dich zuerst einmal ernsthaft mit der Meisterausbildung beschäftigen.


    Hunderte vor dir und garantiert Hunderte nach dir machen den Meister neben einem Vollzeitjob. So gut wie jede Ausbildungsstätte ist darauf ausgerichtet. Warum, ganz einfach weil der Meister schon immer eine berufsbegleitende Ausbildung war. Sofern du es dir leisten kannst geht das Ganze auch in Vollzeit, sofern die Module optimal liegen sogar in 6 Monaten. Das kann man sicher aber nicht als Familienvater leisten, daher die andere Variante. Natürlich ist es anstrengend 2 Jahre Donnerstagabend und Samstags in die Schule zu wackeln und den Stoff eingepaukt zu bekommen, aber he umsonst ist nichts.


    Dafür den Job zu schmeissen ist mehr als dumm, da sich sehr oft Beruf und Ausbildung ergänzen. Was du dir vielleicht auch aus dem Kopf hämmern solltest, Meisterabschluss heißt nicht gleich Meisterstelle.


    Bringe erst einmal in Erfahrung ob es für deine Fachrichtung eine bestimmte Abfolge der Module gibt und ob du die Mindestzeit als Fachkraft erfühlst.

  • Es gibt kein Amt, welches deinen Unterhalt übernimmt, wenn du die Meisterschule in Vollzeit besuchst. Wie schon beschrieben, ist dies auch möglich, wenn man Vollzeit arbeitet. Ist mit Familie sicherlich nicht einfach. Aber wenn du unbedingt deinen Meister machen willst, dann muss auch deine Familie Opfer bringen. Sie profitiert ja auch anschließend davon. Es gibt auch viele Familien, in denen ein Elternteil abends noch ein Studium macht.

  • Wieso nicht? Es gibt doch Meisterbafög. Und so wenig ist das nun auch nicht. Hier ein Berechnungsbeispiel: BMBF: Sabine F., verheiratet, Kinder, Vollzeitmaßnahme

    Sollte das Familieneinkommen nicht reichen, ist durchaus noch Wohngeld, KIZ oder ALG 2 möglich. Bei letzterem würde natürlich eine Sanktion und ggf. späterer Kostenersatz geprüft werden. Wobei es durchaus Rechtsmeinungen gibt, dass eine Arbeitsaufgabe mit dem Ziel eines höherwertigen Berufsabschlusses eben kein unwirtschaftliches Verhalten darstellt.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Schon, aber das war dem TE ja zu wenig. Hat er irgendwo geschrieben, dass es ja "nur" ca. 700 Euro Bafög gibt. Von daher gehe ich davon aus, dass er ein Amt sucht, welches ihm ein Vollzeitgehalt bezahlt, wenn er seinen Job aufgibt, um dann seinen Meister ganz in Ruhe in Vollzeit zu machen.

  • Zitat von Turtle1972;260518

    Wieso nicht? Es gibt doch Meisterbafög. Und so wenig ist das nun auch nicht. Hier ein Berechnungsbeispiel: BMBF: Sabine F., verheiratet, Kinder, Vollzeitmaßnahme


    Tja, da ist aber der Großteil Darlehen.
    Und Bafög oder anderes Amt das ohne Darlehen rein Zuschuss gewährt wäre wohl schöner.


    Zuschuss gabs bei uns damals noch garnicht.
    Das Meisterbafög mußten wir zu 100% zurückzahlen, es war halt Zinsfrei.
    Zuschläge bzw. Extra Geld gab es nur für die Fahrten zur Schule.
    Da gibts heute eh schon viel mehr und es wäre noch nicht genug.

    Das Vergleichen ist das Ende des Glücks
    und der Anfang der Unzufriedenheit.