Unterhalt für (Noch) ehemann und seine Kinder

  • Mein Mann und ich sind seit 18 Jahren verheiratet.
    Es stellte sich vor 2 Jahren heraus, dass er zwei uneheliche Kinder ( 15 + 17 Jahre alt) mit einer anderen Frau hat. Diese Kinder sind jetzt aus einem Nicht EU Land nach Deutschland gezogen und verlangen Unterhalt


    Da mein Mann nicht arbeitet - bekommt auch keinerlei Unterstützung vom Staat - also leben wir nur von meinem erarbeiteten Geld. Vorm Gericht ist angeordnet worden, dass monatlich € 100,00 an beide Kinder zusammen gezahlt werden soll. Auch das bezahle ich!


    Jetzt kann ich einfach nicht mehr, und will das alles beenden, auch unsere Ehe.
    Ich habe jedoch Angst, dass ich dann nicht nur für meinen Mann, sondern auch für seine Kinder aufkommen muß. Ist das richtig??


    Ich habe doch schon unsere ganze Ehe über 'geblutet'!


    Mein Mann hat nichts gelernt, kann nicht richtig lesen/verstehen und auch nicht schreiben.
    Er ist bereits 46 Jahre alt - ohne Berufsausbildung, ohne irgendwas. Er besitzt auch kein Vermögen



    Danke für Hilfe

  • Hallo clautsch ,


    Du hast mit den Kindern deines Mannes nichts zu tun.


    Da er aber während der Ehe einen gewissen Tachsengeldanspruch an dich


    hat, muss er diesen für den Kindesunterhalt verwenden.


    Bei einer Trennung/Scheidung hast du auch nichts mit seinen Kindern zu tun,


    aber ihm steht Trennungsunterhalt und evtl. nachehelicher Unterhalt zu.


    lg
    edy

    Eine freundliche Begrüßung und Verabschiedung , bei jedem Beitrag, ist immer angebracht.

  • Hallo clautsch,


    Also für die Kinder bist du nicht zuständig.


    Wenn der Ehevertrag vor 18 Jahren geschlossen wurde, bestehen gute


    Chancen dass der Unterhaltsverzicht wirksam ist.


    Man kann zwar nicht rechtswirksam zu Lasten Dritter ( Mann wird ALGII beantragen) auf Unterhalt verzichten,


    aber es gibt durchaus Aussnahmen.


    Da man zur Scheidung sowieso einen Fachanwalt für Familienrecht braucht,


    sollte man sich schon im Vorfeld beraten lassen.


    lg
    edy

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  • Hallo,


    Zitat

    Ehelichen unterhalt kann man nicht ausschliessen und der ist vermutlich höher als 100 eur .

    Ich denke hier geht es um nachehelichen Unterhalt.


    Nachehelicher Unterhalt - Anwaltskanzlei Schmidt Regensburg


    Auszug:


    Zitat

    Bei Vereinbarung des Unterhaltsverzichts war objektiv klar, dass derjenige, der eigentlich einen Unterhaltsanspruch haben würde, in keinem Fall für sich selbst sorgen kann und daher im Falle eines Unterhaltsverzichts auf Sozialhilfe angewiesen ist. In diesem Fall wurde der Vertrag zu Lasten des Sozialhilfeträgers geschlossen und ist daher nichtig und unwirksam. Zahlt das Sozialamt dennoch, so kann es sich das Geld wieder vom Unterhaltsschuldner holen und den Sozialhilfeempfänger für die Zukunft an diesen verweisen. Dies gilt jedoch nur, wenn zum Zeitpunkt des Unterhaltsverzicht die Sozialhilfebedürftigkeit absehbar war. War das nicht der Fall, so ist der Verzicht wirksam und das Sozialamt muss zahlen.


    lg
    edy

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