Würden mir Leistungen zustehen?

  • Guten Abend,
    ich habe zurzeit einige Probleme. Bin 20 Jahre alt, davon habe ich knapp 8 Jahre in einer Wohngruppe verbracht (2000-2008).
    Mit 16 bin ich "wieder" bei meine Mutter eingezogen, eine abgeschlossene Berufsausbildung habe ich nicht.


    Gelebt haben wir, inkl. Schwester in einer Bedarfsgemeinschaft.
    Im August 2011 bin ich dort aus verschiedenen Gründen wieder ausgezogen, zb um mir Arbeit zu suchen, familiäre Probleme, Depressionen.
    Eine Genehmigung vom Jobcenter habe ich nicht bekommen und ehrlich gesagt war es mir zu diesem Zeitpunkt auch egal.


    Gewohnt habe ich bei einem Bekannten meiner Eltern (Haus=kostenlose-Wohnung bzw Zimmer).
    Nach zahlreichen Bewerbungen ist es mir erst im Oktober letzten Jahres gelungen, einen Job zu bekommen, vorher habe ich durch die Unterstützung von Freunden und Verwandten gelebt.
    Zwischenzeitlich war ich beim Amt, um Leistungen zu beantragen, wurde umgehend abserviert. Begründung= U25 Eltern sind verantwortlich (können aber nicht's bezahlen, weil selber kein Geld).


    Ich konnte, aufgrund meiner psychischen Belastungen, meiner Arbeit als Lager- Helfer nicht mehr nachgehen. Deswegen habe ich mit meinem ehemaligem Arbeitergeber einen Aufhebungsvertrag abgeschlossen, zum 31.12.2012.


    Mittlerweile steht fest, dass ich hier nicht mehr allzu lange wohnen kann.
    D.h ich bin mittellos und lebe derzeit noch von den Auszahlungen meines Zeitkontos, das Geld ist aber bald aufgebraucht.


    Stehen mir Leistungen zu?
    Ich habe bereits vor dem 17.02.2006 in der Wohngruppe gewohnt, falle ich dennoch unter die U 25 Regelung?
    Ich habe Angst, dass ich schon wieder weggeschickt werde und ich nicht ernst genommen werde, wenn ich erneut zum Amt gehe.
    Eine Wohnung brauche ich auch, bin wie gesagt mittellos.


    Über hilfreiche Antworten wäre ich sehr dankbar. Vielen Dank im voraus.

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  • Hallo U 25

    warum bist Du mit 16 aus der Wohngruppe ausgezogen? Da Du zum damaligen Zeitpunkt noch minderjährig warst, hättest Du diesen Auszug nicht selbst entscheiden können - also stimmt dieser Punkt schon mal nicht so, wie Du ihn ausführst.

    Warum sind Deine Eltern (VATER und Mutter) nicht unterhaltsfähig - leben diese selbst von ALG II?

    Und warum genau ziehst Du nicht wieder zu Deiner Mutter (und zu Deiner Schwester)?

    LG


  • Ich bin mit 16 dort ausgezogen, weil ich viele Jahre darauf gewartet habe wieder zu meiner Mutter ziehen zu können. Ich war dort nicht freiwillig.
    Das Jugendamt hat einer Rückführung zu meiner Mutter zugestimmt.


    Mein Vater ist verstorben, meine Mutter hat einen 400€ Job.


    Zu meiner Mutter ziehe ich nicht, weil da kein Platz ist, ich kein Verhältnis zu ihr habe, ich mich nicht mit ihr verstehe und es ständig zu Streitereien kommt.

  • Warum hast Du Bedenken?
    Du beziehst seit mehreren Monaten oder Jahren kein ALG II, Du lebst in keiner Bedarfsgemeinschaft. Dann wird das kein "umziehen" im Sinne des Gesetzes.
    Die besondere Regelung des § 22 Abs. 2a SGB II gilt für Dich sowieso nicht, wenn Du am Stichtag nicht in der elterlichen Wohnung gewohnt hast.

    Selbst wenn: Eine langjährige familienferne Unterbringung durch das Jugendamt zeigt meist sehr deutlich die schwerwiegenden sozialen Gründe für eine eigene Wohnung.

    Quote from U_25;253479

    Eine Genehmigung vom Jobcenter habe ich nicht bekommen ...


    Warum nicht?
    Schreibe bitte mal die Gründe aus dem damaligen Bescheid ab.

    Quote from U_25;253479

    Stehen mir Leistungen zu?


    Das kann man so nicht sagen. Kommt auf Dein Vermögen, Deinen Restlohn, einen evtl. ALG I-Anspruch, Halbwaisenrente und sonst was an.
    Krankengeldanspruch hast Du keinen mehr? Wäre ja möglich, Du schriebst, dass Du wegen Krankheit nicht mehr arbeitest.


    PS:
    Die Fragen von 'neu76' musst Du nicht weiter beachten, die sind neben der Sache.

  • Quote from pAp;253488

    Warum hast Du Bedenken?
    Du beziehst seit mehreren Monaten oder Jahren kein ALG II, Du lebst in keiner Bedarfsgemeinschaft. Dann wird das kein "umziehen" im Sinne des Gesetzes.
    Die besondere Regelung des § 22 Abs. 2a SGB II gilt für Dich sowieso nicht, wenn Du am Stichtag nicht in der elterlichen Wohnung gewohnt hast.


    Danke für deine Antwort. Dass ist genau das, was ich nicht verstehe.
    Ich war bei dem Einzug in die Wohngruppe ja noch ein Kind, bin vor meiner Volljährigkeit aber wieder zu meiner Mutter gezogen.


    Quote from pAp;253488

    Warum nicht?
    Schreibe bitte mal die Gründe aus dem damaligen Bescheid ab.


    Einen Bescheid habe ich nicht erhalten und es aus Unwissenheit auch nicht für nötig befunden, einen zu verlangen.


    Quote from pAp;253488

    Das kann man so nicht sagen. Kommt auf Dein Vermögen, Deinen Restlohn, einen evtl. ALG I-Anspruch, Halbwaisenrente und sonst was an.
    Krankengeldanspruch hast Du keinen mehr? Wäre ja möglich, Du schriebst, dass Du wegen Krankheit nicht mehr arbeitest.


    Ein ALG1- Anspruch besteht nicht. Vom meinem Rest-lohn ist nicht mehr viel übrig. Das Geld was ich jetzt noch habe, reicht lediglich um gerade so über die Runden zu kommen.
    Auch einen Krankengeldanspruch habe ich nicht.


    Quote from pAp;253488

    PS:
    Die Fragen von 'neu76' musst Du nicht weiter beachten, die sind neben der Sache.


    :D Ok

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  • Hat doch pAp bereits beantwortet.

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Hallo ,
    ok, ich habe es auch so noch einmal im Netz gefunden:
    § 22 Absatz 2a Satz 1 gilt nicht für Personen, die am 17. Februar 2006 nicht mehr zum Haushalt der Eltern oder eines Elternteils gehören.


    Sonst muss immer alles genau sein. Dieser § wird einfach so plump formuliert in das Gesetz aufgenommen. Das sagt dann wohl auch aus, dass es kein bestimmtes Alter gibt welches bis Dato erreicht sein "muss".


    Falls die netten Sachbearbeiter des zuständigen Jobcenters wieder versuchen, mich wegzuschicken, habe ich jetzt also ein Gegenargument?! (mal ganz abgesehen, dass ich sowieso eins habe, z.B Obdachlosigkeit usw).



    Vielen Dank pAp, für deine Hilfe :)