Die 5 grössten Irrtümer über Harz-IV Empfänger !?!

  • Das ist mal an diejenigen gerichtet...


    Danke für den Link. Endlich mal eine Argumentationshilfe. Und das ist mal an diejenigen gerichtet, die meinen, dass die Hartzies z.B. Säufer, Drogies, Asoziale etc. sind. ...

    Schwarze Schafe gibt es. Sicher. Aber heute geht es nicht wenigen Menschen so: Man geht arbeiten UND zum Amt (aufstocken).

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

  • Na ja, wenn man in einschlägigen Foren (auch hier) so mitliest, könnte man schon das glauben, was die meisten Bundesbürger glauben.

    Es ist auch sicher so, dass es viele H4-Empfänger gibt, wo das Umfeld, Nachbarn usw. gar nicht wissen, dass derjenige noch H4 erhält, entweder weil er arbeitet oder eine Rente/mehrere Renten erhält usw. Und diese H4-Empfänger auch nicht ständig an die Medien geht und immer nach mehr "schreit".

    Ich finde nämlich schon, dass das Anspruchsdenken in Deutschland ganz schön gewachsen ist - allerdings nicht nur bei den Grundsicherungsleistungsempfängern, dies ist schon so eine Art Volkssport geworden - meiner Meinung nach.

    Und wenn alle H4-Empfänger so "willig" wären, dann frage ich mich schon, warum die Mitarbeiter in den JC's so häufig wechseln, d. h. fast jeder Mitarbeiter, der irgendwie die Gelegenheit erhält, diesen Job gegen einen anderen zu wechseln, dieses Angebot sehr gerne annimmt.

    LG

  • Zitat von neu76;234667


    Und wenn alle H4-Empfänger so "willig" wären


    'Alle' ganz bestimmt nicht. Die jüngste BA Statistik sagt, daß gegen Empfänger von Hartz IV 2011 mehr Sanktionen verhängt worden sind als im Jahr zuvor.


    Wenn die BA dies 'mit der guten konjunkturellen Entwicklung' erklärt, kann ich dies nur so interpretieren, daß trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung immer mehr Drückeberger an einer Erwerbstätigkeit nicht interessiert sind.

  • Hä, wo siehst du den Aufschwung??


    Zitat von mpumpe;234969


    ...Wenn die BA dies 'mit der guten konjunkturellen Entwicklung' erklärt, kann ich dies nur so interpretieren, daß trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung immer mehr Drückeberger an einer Erwerbstätigkeit nicht interessiert sind.



    Hä, wo siehst du den Aufschwung??

    Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:

  • Jobcenter Köln organisiert Berwerbertreffen im Rhein-Energie-Stadion. 50 Unternehmen bieten Jobs im Gastronomiegewerbe oder als Metzger, Bäcker oder Hilfskraft an. Geladen hat das JC 800 Bewerber.


    Ehrgeiziges Ziel des JC: Mindestens 200 Bewerber sollen vermittelt werden. In Sozialamtsdeutschland müssen Bewerber zum Jagen getragen werden.


    [url=http://www.express.de/koeln/im-stadion-hier-suchen-800-bewerber-einen-job,2856,20696180.html]Im Stadion: Hier suchen 800 Bewerber einen Job | Köln| EXPRESS[/url]

  • Und ist es bekannt, ob 200 Bewerber vermittelt werden konnten?

    Ich denke, dass es schon Gebiete gibt, in welcher die Arbeitslosigkeit sehr hoch ist und dass es da nicht so einfach ist, einen Job zu ergattern.

    Aber es gibt immer noch Gebiete, mit einer eher niedrigen Arbeitslosenquote und wer da einen Job möchte, der bekommt in der Regel auch einen - aber es ist eben nicht immer oder eher weniger der sogenannte Traumjob.

    LG

  • Ein Vermittlungsergebnis der 'Stadion'-Vermittlung habe ich noch nicht gelesen. Außerdem sind dann die Angaben auch mit Vorsicht zu genießen, spätestens nach einem Monat gibt es dann gelegentlich 1000 Gründe, warum der vermittelte Job doch nicht der richtige ist. Zur Not erstmal etwas AU, und welcher kleine Unternehmer der Gastronomie kann das überbrücken. Er muß kündigen und der Hilfsbedürftige meldet sich wieder sanktionsfrei beim Amt.


    In Berlin gibt es alljährlich von JC und IHK organisierte Nachfaßaktionen für junge Leute, die zuhause rumsitzen und noch keinen Ausbildungsplatz haben. Da kommen von 1400 Angeschriebenen nur 400, von denen die Hälfte nicht ausbildungsfähig ist.

  • Von 1400 angeschriebenen kommen 400 - dass ist heftig! Die "restlichen" 1000 werden aber dann schon sanktioniert oder?

    Sicher hat -jedes Land vermutlich- einen gewissen Bodensatz, welcher nicht vermittelbar und auch nicht wirklich arbeitsfähig ist, da sich kein einziger Arbeitgeber finden lässt, welche solche Leute beschäftigt.

    Ich hätte sowieso den Vorschlag, dass jeder (bei Kindern nach Alter gestaffelt) einen gewissen Betrag für die Unterkunft erhält, wer dann eine günstigere Wohnung erhält hat eben mehr für andere Sachen übrig. Wer unbedingt eine teure Wohnung braucht .....

    Mietdirektüberweisungen - warum, wenn der LE nicht in der Lage ist, dies selbst zu machen, dann soll er eben unter der Brücke schlafen. Genauso mit Stromüberweisungen usw.

    Bei manchen H4-Empfängern hat man ja wirklich der Eindruck, dass sie ein Kindermädchen benötigen, welche die Fremdüberweisungen u. ä. für sie tätigen.

    Und Personen, welche eben keine entsprechenden Veranstaltungen besuchen oder eine zumutbare Arbeit nicht aufnehmen, bekommen eben keinerlei Leistungen mehr vom Staat.

    Aber ich schweife vom Thema ab - was ist mit den Jugendlichen, welche keinen Ausbildungsplatz erhalten bzw. bei einer entsprechenden Veranstaltung nicht anwesend sind. Diese können doch bundesweit vermittelt werden, wird dies auch gemacht?

    LG

  • Zitat von neu76;235246

    Von 1400 angeschriebenen kommen 400 - dass ist heftig! Die "restlichen" 1000 werden aber dann schon sanktioniert oder?


    Da wird nichts sanktioniert. Für die entsprechenden Problemgegenden kann man das in den Worten des Herrn Buschkowsky ausdrücken:


    Er sei immer wieder überrascht, sagt Buschkowsky bei Maischberger, "mit welcher Selbstverständlichkeit Menschen davon ausgehen, dass es die natürliche Aufgabe der Gemeinschaft sei, sie zu alimentieren".


    Bei ihm in Neukölln gäbe es ganze Straßenzüge, wo morgens nur noch die schulpflichtigen Kinder aufstehen. Dies allerdings auch mit abnehmender Tendenz. Die Zahl der notorischen Schulschwänzer steigt kontinuierlich.

  • Zitat von mpumpe;235278


    Bei ihm in Neukölln gäbe es ganze Straßenzüge, wo morgens nur noch die schulpflichtigen Kinder aufstehen.



    Polemik pur seitens des Herrn B., aber dafür ist er ja bekannt:rolleyes:

    Anscheinend marschiert er fröhlich morgens um 7.00 Uhr durch seinen Bezirk und schaut nach, wer noch so alles im Bett liegt...

    Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)


    Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: [URL=http://www.sozialhilfe24.de/forum/thread/231-nutzung-des-forums-hinweise/]

  • Zitat von gfr;235279

    Polemik pur seitens des Herrn B., aber dafür ist er ja bekannt:rolleyes:

    Anscheinend marschiert er fröhlich morgens um 7.00 Uhr durch seinen Bezirk und schaut nach, wer noch so alles im Bett liegt...


    Nein, ich habe lediglich aus dem Gedächtnis wiedergegeben, was gestern Buschkowsky in der Will-Talkshow sagte.


    In einer anderen Talkschow sagte Buschkowsky, an einigen Schulen gebe es Klassen "mit einem Hartz-IV-Anteil von 94 Prozent".


    Buschkowsky als Debattenthema bei Maischberger: Auch Reiche sind asozial - SPIEGEL ONLINE


    Bei den Schulschwänzern sieht es so aus:


    http://www.tagesspiegel.de/ber…n-schwaenzer/7302652.html


    Wenn du meinst, das ist alles "Polemik pur" solltest du dich in der Sache äußern, sollten die Fakten nicht stimmen.



  • Den Ball bezgl. von Fakten gebe ich gerne zurück.
    Ich habe weder den Anteil der Schüler bezweifelt, die von ALG II leben, noch die steigenden Zahl von Schulschwänzern, weil so etwas natürlich durch Zahlen belegbar ist.

    Aber ich glaube nach wie vor nicht, dass Herr B. morgens durch durch Neukölln spaziert um die Feststellung zu treffen, dass alle, außer den Schulkindern, noch in den Betten liegen.

    So etwas kannst auch Du nicht mit Fakten unterlegen...

    Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)


    Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: [URL=http://www.sozialhilfe24.de/forum/thread/231-nutzung-des-forums-hinweise/]

  • Wenn soviele Kinder die Schule schwänzen, haben aber diese Schüler eine "gewisse" Erziehung und man müsste meiner Meinung nach den Eltern solcher Schüler mal in den Arsch treten oder nicht?

  • Zitat von neu76;235287

    Wenn soviele Kinder die Schule schwänzen, haben aber diese Schüler eine "gewisse" Erziehung und man müsste meiner Meinung nach den Eltern solcher Schüler mal in den Arsch treten oder nicht?


    Wie aus dem Link hervorgeht, wird die notorische Schulschwänzerei in den Berliner Bezirken unterschiedlich und mit wenig Erfolg behandelt.


    In in einer Sendung zu seinem Buch beklagt Buschkowsky


    Zitat

    Es kann nicht sein, dass 75 Prozent der Kinder in Neukölln-Nord im Sozialsystem leben, in Hartz IV leben. Wir haben Schulen, in denen geht kein Elternteil arbeiten. Die Kinder wachsen in ihrer Sozialisation auf, ohne dass sie das Gefühl überhaupt erleben, dass Mama und Papa morgens mit aufstehen und zur Arbeit gehen.

    Schonungsloser Bericht über Problemviertel - Bürgermeister von Berlin-Neukölln legt Buch | Interview | Deutschlandfunk


    und zu Maischbergers Talk gibt es eine interessante Leserzuschrift von einem 'Team Sozialarbeiter/Innen'


    Zitat

    alles ist noch viel schlimmer....


    Wir, ein Team von Sozialarbeiter/innen diskutierten während unserer Dienstbesprechung über den Maischberger-Talk. Wir bestätigen was Herr Buschkowsky anspricht. Dies erleben wir an der Basis täglich und das schon seit mehr als 10 Jahren. Es erstaunt uns dass er zu 100% Recht hat, denn er arbeitet ja nicht als Sozialarbeiter. Wir als Sozialarbeiter tauschen uns seit vielen Jahren in Deutschland untereinander aus, arbeiten mit Hartz4 Empfängern, mit Ausländern, in der Bewärungshilfe, in sozialen Brennpunkten, in Jugenämtern und Jugendzentren und können alles genauso bestätigen. Mitarbeiter von uns arbeiten in der Nähe von: Hauptschule in Neukölln, Moschee auf St. Georg oder Kulturverein in Ehrenfeld. Wir dürfen das Thema nicht öffentlich machen, denn wir sind in der Regel städtische Angestellte und bekommen keine Aussagegenehmigung. Nur die Landesjugendämter sind zum Teil informiert und das wars dann. Anstatt in einer Talkshow sollte man die sogenannten „Gutmenschen“ (die wir auch mal waren, aber wir haben dazugelernt), an die Hand nehmen und mit Herrn Buschkowsky oder mit Sozialarbeiter/Innen in diese Stadtteile gehen und sie werden sehen, alles ist noch viel schlimmer....,denn es sind k e i n e Einzelfälle.

    Maischberger-Talk: Rühren in der Ursuppe - Seite 8

  • Nachdem ich die gesamten Links jetzt gelesen habe, bin ich fast sprachlos, obwohl ja ab und zu so ähnliche Themen durch die Medien "geistern".

    Ich denke aber, dass die Nachkommenschaft solcher Viertel Deutschland in Zukunft so richtig viel Geld kosten werden. So eine Familie hat ja Zeit, sich zu vermehren und eine Erziehung dieses Nachwuchses durch die Eltern findet ja meistens anscheinend nicht statt.

    Wäre es nicht besser - und für die Zukunft evtl. auch "günstiger", diese Nachkommenschaft aus den jeweiligen Familien raus zu nehmen, so dass diese Kinder zumindest eine Chance erhalten, sich zu integrieren bzw. zukünftig ein "besseres" Leben zu führen?

    Zum Thema Autos: Wenn jemand, welcher von der Sozialfürsorge lebt, einen z. B. 20 Jahre alten 7er BMW fährt, dann war die Anschaffung dieses Autos wahrscheinlich günstig - aber der Unterhalt (Steuer, Versicherung, Benzinverbrauch, Reparaturkosten) ist sehr wahrscheinlich etwa teurer, also aus welchen Mitteln zahlt sowas ein Sozialleistungsempfänger? - außer diese LE besch....?

    LG

  • Hi,diese Diskussion ist schon schräg. Da wird zunächst ein Betrag zitiert, in dem es heißt, die Annahme, SGB II Empfänger seien faul und wollten nicht arbeiten, sei ein Irrtum. Die Frage, woher denn überhaupt eine solche Annahme kommen soll, wird nicht gestellt und natürlich auch nicht beantwortet.Dabei ist m.E. völlig klar, dass es faule SGB II Empfänger ebenso gibt wie solche die schnellstmöglich wieder raus der Hilfebedürftigkeit.Nun kommt mpumpe und pflegt seine Vorliebe für Vorurteile, indem er auf Neukölln hinweist, aber geflissentlich davon absieht, mal zu hinterfragen, inwieweit die dortige Situation repräsentativ ist.Ergo: Aussagen, in denen generalisierende Aussagen über SGB II Empfänger getroffen werden, müssten schon durch umfangreiche Untersuchungen abgesicheert werden. Ein paar Plattitüden, sei es in die eine, sei es in die andere Richtung, sind unergiebig.Und aus der Zunahme der Sanktionen lässt sich keine Zunahme der Zahl an Faulenzern folgern, die betreffenden Personen können einfach bei mehr Stellen besser mit Arbeitsangeboten versorgt werden und tappen so in die Sanktionsfalle.

  • Hallo gustl,

    irgendwie hast Du ja recht und wahrscheinlich ist auch die Mehrheit der H4-Empfänger arbeitswillig.

    Andererseits dürfte es aber schon bekannt sein, dass jede Stadt - auch Kleinstädte - ihre Problemviertel haben (in großen Städten werden diese Stadtviertel auch größer sein) und um diese Problemviertel ging es bei den letzten Beiträgen.

    Und ich denke eben, wenn man gegen diese Problemviertel nichts "unternimmt", werden diese Problemviertel immer größer. Einerseits ist es ja auch so, dass sich die deutsche Politik die Auslänger rein holt und dann nichts mehr macht, um diese zu integrieren usw. - so sehe ich es.

    Und bzgl. der Schulschwänzerei usw. - ist hier nicht das Kindeswohl gefährdet. Natürlich ist dies eine "schwere" Anschuldigung aber irgendwo "muss" man doch ansetzen bzw. Lösungen suchen oder bist Du anderer Meinung?

    LG

  • Zitat von mpumpe;234969

    'Alle' ganz bestimmt nicht. Die jüngste BA Statistik sagt, daß gegen Empfänger von Hartz IV 2011 mehr Sanktionen verhängt worden sind als im Jahr zuvor.


    Wenn die BA dies 'mit der guten konjunkturellen Entwicklung' erklärt, kann ich dies nur so interpretieren, daß trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung immer mehr Drückeberger an einer Erwerbstätigkeit nicht interessiert sind.



    Bei einer guten wirtschaftlichen Entwicklung gibt es mehr Arbeitsstellen, die man Langzeitarbeitslosen anbieten kann. Dann zeigt es sich eben verstärkt, dass es auch Arbeitsunwillige gibt. Die Drückeberger fallen dann verstärkt auf.