Mann ersticht Mitarbeiterin in Neusser Jobcenter

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    • pAp;231989 schrieb:

      Kannst Du das bitte noch mal lesen und ggfs. überarbeiten?
      Dieses Verständnis könnte man als "Der Vorsatzmörder aus Neuss konnte ja gar nichts dafür." auffassen. Ich weiß aus dem Kontext, dass Du das nicht so meinst, aber hier lesen auch andere.



      Jo, aber auch andere, die das lesen, dürften feststellen, dass das eine Stellungnahme zu Spejbls Aussage war, dass der Staat seine Bediensteten schützen muss.

      Und vorrangig sollte es doch so sein, dass es gar nicht erst zu Situationen kommt, wo ein SB Schutz benötigt.
    • gfr;231980 schrieb:

      Wie stellst Du Dir das vor?

      Einlasskontrollen mit Scannern und Schleusen?
      .


      Wieso nicht ? Geht bei den Gerichten doch auch, da müssen auch alle Besucher durch entsprechende Metalldetektoren und Ihr "Gepäck" wird von den Wachtmeistern durchsucht. Dort passierte dies aber auch erst flächendeckend nachdem es einige gewaltsame und tödliche Vorfälle an Gerichten gab.
    • yamato;232005 schrieb:

      Wieso nicht ? Geht bei den Gerichten doch auch, da müssen auch alle Besucher durch entsprechende Metalldetektoren und Ihr "Gepäck" wird von den Wachtmeistern durchsucht. Dort passierte dies aber auch erst flächendeckend nachdem es einige gewaltsame und tödliche Vorfälle an Gerichten gab.


      Hhmm, die Waffenmitnahme unterbinde ich damit vielleicht, aber das er Dir dann mit dem Besucherstuhl den Schädel einschlägt, verhindert es auch nicht...
    • Geht bei den Gerichten doch auch, da müssen auch alle Besucher durch entsprechende Metalldetektoren und Ihr "Gepäck" wird von den Wachtmeistern durchsucht.


      Das dürfte für eine ausgesuchte Minderheit von Gerichten zutreffen. Ich kann mich noch erinnern, dass entweder dieses Frühjahr oder letztes Jahr in einem Gericht rumgeballert und auch jemand getötet wurde.

      Habs gefunden:

      Dachau: Staatsanwalt erschossen: Angeklagter hatte keine Waffenerlaubnis - Nachrichten Bayern - Augsburger Allgemeine

      Von daher gehe ich ja noch mit Hrn. Alt konform, dass man sich nicht abschotten kann (dann wird man eben auf dem Parkplatz niedergestochen, gabs auch alles schon). Allerdings finde ich, dass eben nicht nur auf (m. E. n. unsinnige) Deeskalationsschulungen gesetzt werden sollte, sondern auch mal Schulungen in Selbstverteidigungspraktiken laufen müssten. Es kann eben nunmal nicht alles "deeskaliert" werden.
    • Turtle1972;232049 schrieb:

      Allerdings finde ich, dass eben nicht nur auf (m. E. n. unsinnige) Deeskalationsschulungen gesetzt werden sollte, sondern auch mal Schulungen in Selbstverteidigungspraktiken laufen müssten. Es kann eben nunmal nicht alles "deeskaliert" werden.


      Kurse in Selbstverteidigung halte ich im Bezug auf die Abwehr eines bewaffneten Angriffs ebenfalls für sinnlos. Einen Messerangriff wehrt man nicht mal eben mit ein paar Kniffen ab, die man an zwei Vormittagsveranstaltungen lernt. Wenn überhaupt nur mit jahrelangem Training einer Kampfsport-/Kampfkunstart.

      Die Kolleginnen und Kollegen der Polizei haben sich ebenfalls schon mit der Thematik befasst:

      Thema anzeigen - Messerangriff überleben | Die CopZone
      Thema anzeigen - Vorsicht Messer!!!! (fotos nicht f. jeden geeignet) | Die CopZone (Vorsicht - deutliche Fotos!)

      Ich zitiere mal:

      ich für meine wenigkeit sehe für mich in einem solchen fall, sollte ich noch die möglichkeit der gegenwehr haben, nur ein mittel:

      body-body-head-


      Und:


      "norway" hat geschrieben:
      Die Schusswaffe ist DAS Mittel der Wahl, wenn das Gegenüber ein Messer hat!



      Wenn der Gegenüber mit dem Messer umgehen kann und nicht weiter als 5 Meter von Dir entfernt ist, hast Du mit der Waffe keine Chance (sofern sie Du nicht schon gezogen hast)!


      Vorsicht also vor der trügerischen Sicherheit mit Selbstverteidigung so etwas wie gestern verhindern zu können!
    • Idiotenwiese;232055 schrieb:

      Kurse in Selbstverteidigung halte ich im Bezug auf die Abwehr eines bewaffneten Angriffs ebenfalls für sinnlos. Einen Messerangriff wehrt man nicht mal eben mit ein paar Kniffen ab, die man an zwei Vormittagsveranstaltungen lernt.


      Stimmt. Ich habe mal ein paar Jahre Judo betrieben und nur durch ständiges Training erreicht man, dass die Abwehrreaktionen reflexartig verlaufen.
    • Bericht über die heutige Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft:


      Wie der Leiter der Mordkommission, Guido Adler, berichtete, hatte der Mann offenbar einen TV-Bericht gesehen, in dem es hieß, dass Ämter Daten weiterverkauften. Daraufhin habe er nach eigener Aussage nächtelang nicht schlafen können. Wie die zuständige Staatsanwältin Britta Zur ergänzte, habe der Mann sich insbesondere Sorgen gemacht, dass sein Foto zweckentfremdet werden könnte. "Er hatte Angst, dass man mit seinem Bild Millionen verdienen könnte."

      Bei der Tat am Mittwoch habe der Mann zwei Messer dabei gehabt, berichtet Adler. Beim ersten Messer brach die Klinge ab, ohne die Frau zu verletzen. Das zweite Messer mit einer 20 Zentimeter langen Klinge drang dann mit voller Wucht in den Körper der Frau ein. Die Frau erlitt drei tiefe Stichverletzungen. Der arbeitslose Mann habe schon "vor Wut gekocht", als er das Büro betrat, sagte Zur.

      Der 52-Jährige stammt aus Marokko und arbeitete dort nach eigenen Angaben als Landwirt. Eine Berufsausbildung hat er nach bisherigem Erkenntnisstand der Ermittler nicht. Er war mit einer deutschen Frau verheiratet, ist aber inzwischen wieder geschieden. Er hat fünf Kinder. Der Polizei war er bisher noch nie aufgefallen.

      Die 32-jährige Mutter war offenbar ein Zufallsopfer. Der 52-Jährige habe eigentlich einen anderen Sachbearbeiter aufsuchen wollen, doch der war nicht da. Daraufhin klopfte er an der Bürotür des Opfers. Weil er keinen Termin hatte, verwies die Frau ihn in den Wartebereich. Doch der Mann ließ sich nicht abweisen und zückte sofort ein Messer.

      Wartende vor dem Büro wurden durch Schreie auf den Angriff aufmerksam. Sie hielten den Mann zunächst fest. Doch als sie feststellten, dass er ein Messer hatte, ließen sie ihn wieder los. Der Mann konnte flüchten, doch kurze Zeit später konnte die Polizei ihn in der Nähe des Tatortes festnehmen. Die Ermittler werten die Tat als Mord.


      Tödlicher Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin: Tatmotiv angeblich Angst um persönliche Daten

      Worte kann man dafür nicht mehr finden.
    • gfr;231980 schrieb:

      Statt dessen sollten die Personaldecken so weit aufgestockt werden, dass die Kollegen mal wieder ihre Tätigkeit als Sachbearbeiter ausüben können und nicht mehr nur Verwalter von Arbeitslosen sind.

      Auch das würde nicht helfen, die Gründe liegen woanders. Steigende Gewaltbereitschaft o.ä.:
      Mitarbeiter von Sozialamt bei Hausbesuch krankenhausreif geprügelt
      [URL="http://www.westline.de/lokales/Mitarbeiter-von-Sozialamt-bei-Hausbesuch-krankenhausreif-gepruegelt;art255,1116130"]westline | Mitarbeiter von Sozialamt bei Hausbesuch krankenhausreif geprügelt[/URL]
    • Penny83;232115 schrieb:

      Wobei sich das - ohne damit irgendwas entschuldigen wollen - psychisch nicht ganz so auf der Höhe (paranoid?) anhört. Mit dem Bild "Millionen verdienen" ist an Absurdität ja kaum zu übertreffen. Ändert aber nichts an den schrecklichen Tatsachen.


      Ich würde sagen, dass kommt auf seinen Bildungsstand an.
      Wenn er tatsächlich ein "dummer Bauer" ist, glaubt er vll wirklich, dass man mit seinem Foto Millionen verdienen kann.

      Ironischerweise sind es jetzt zwar keinen Millionen, aber der ein oder andere Euro dürfte jetzt wohl für Privatfotos von ihm und seiner Familie rausspringen.
    • Floeckchen;232201 schrieb:

      [...] aber der ein oder andere Euro dürfte jetzt wohl für Privatfotos von ihm und seiner Familie rausspringen.


      Am Mittwoch, dem Tag dieser Irrsinnstat, wurde in den Abendnachrichten der großen TV-Sender ausführlich berichtet. "heute" und die Tagesschau taten dies in sachlicher Art und Weise. Dagegen hatte "RTL Aktuell" neben einem Handy-Video vom Abtransport der Schwerverletzten Kollegin in den RTW (wo ist hier eigentlich der Nachrichtenwert?) auch Fotos des Opfers und des Täters, die nur leicht verfremdet wurden, parat. Ich möchte nicht wissen, wen RTL dafür bedrängt hat... :mad:
    • Seit wann intressiert sich denn ein TV-Sender für den Nachrichtenwert, besonders wenn es sich um RTL und Co. handelt?

      Ich war selber geschockt nach der Tat, besonders nach dem das Motiv dann auch in der Pressekonferenz rauskam.

      Aber was mich jetzt persönlicham meisten aufregt, sind diese Aasgeier, die das ganze noch so extrem ausschlachten müssen, nur damit die Quote stimmt.

      Ich würde es einigen Leuten durchaus zutrauen, das die am liebsten noch direkt daneben gestanden hätten zum filmen nur um die Sensationsgeilheit der Massen zu befriedigen.

      Das sieht man ja leider immer wieder, da wird keine Rücksicht auf die Opfer genommen, egal welche Tragödie sich abgespielt hat.
    • Einfach ohne Worte...

      Einfach ohne Worte...

      Laut Mitteilung der Geschäftsführung "meines" Jobcenters ist gestern schon ein anonymer Anruf bei uns eingegangen: "Neuss ist überall". Das soll wohl auch in anderen Jobcentern passiert sein.

      Ich kann nicht nachvollziehen, dass einige diese sinnlose Tat tatsächlich noch mit Genugtuung betrachten können... Da wird mir einfach nur übel. Es ist ja auch nicht gerade sinnvoll, jetzt Angst zu verbreiten. Eine Beratung unter Angst kann ja nur negativ beeinflusst werden...

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