HzL wurde abgelehnt, was kann man tun?

  • Hallo, ich habe folgendes Riesenproblem bez. meiner Mutter und stelle mal einige Fakten dar: Sie ist 60 Jahre alt, war bis 30.03. HarzIV-Empfängerin. Seit 01.04.12 bezieht sie eine Mindererwerbsrente (für 3 Jahre). Infolgedessen steht ihr kein HarzIV mehr zu und laut Mitarbeiter der Arge nur Hilfe zum Lebensunterhalt. Dies wurde von ihr im März diesen Jahres schriftlich beantragt. Sie bewohnt seit 01.11.11 eine neue Wohnung, die laut Arge viel zu teuer ist. Daraufhin hat man ihr im Februar und März die Leistungen (HarzIV) einbehalten. Damit sie nicht in Zahlungsverzug bei der Miete kommt, haben ihr Bruder und ich ihr mit Geld (Überweisungen) ausgeholfen (Leihe). Das haben wir dem Amt auch bestätigt, woraufhin ihr das gekürzte Geld nachgezahlt wurde. Nun aber wurde ihr mit Post am Samstag der Antrag auf Hilfe zum Lebensunterhalt abgelehnt mit Begründung das sie auf den Auszügen durchschnittl. 500 Euro Einnahmen im Monat hätte und sie aufgrund der teuren Wohnung ja tatsächlich Leben konnte (bis heute). Die neue Wohnung kostet im übrigen 560 Euro für 45 quadratmeter warm. Dies sind 90 Euro mehr als ihre alte Wohnung, die im übrigen stets gezahlt wurde. Ich bin nun wirklich am Ende und weiß einfach nicht mehr wie ich ihr Helfen kann. Habe selbst 3 Kinder und muß sehen wie ich mein Leben finanziell aufrecht erhalten kann. Ich wohne 550 km entfernt von ihr und kann nicht mal eben zum Amt rennen und fragen was so arg schief läuft das sie kein Geld bekommt. Ihr ist es mega peinlich beim Amt so aufzutreten und dazu zu stehen, dass sie kein Geld mehr hat. Sie hat seit Monaten kaum zu Essen. Mir ist es ein Rätsel das sie überhaupt noch leben kann von dem was sie zu sich nimmt. Vom Amt wird ihr möglicherweise unterstellt, das sie schwarz arbeitet um über die Runden zu kommen. Tatsächlich jedoch ist sie nur noch ein Häufchen Elend. Nicht einmal das nötigste zum Überleben hat sie noch. Ich kann ihr das Geld nicht verwehren und sie verhungern lassen. Andererseits sieht das Amt mit meiner geringen Leistung an sie das sie Geld bekommt und lehnt alles weitere ab. Das kann ich auf Dauer nicht mehr mitmachen. Sie geht zugrunde, und ich mache meine Familie auch damit irgendwann kaputt. Wer kann mir Tipps geben, an wen kann ich mich wenden oder wer kann uns Helfen? Wie gesagt, sie wohnt in Schleswig-Holstein, ich in NRW. Es ist als liegen Welten zwischen uns.
    Sry für diesen langen Text und vielleicht etwas wirres Durcheinander. Aber ich weiß nicht wo man hier noch anfangen und aufhören kann.
    Ich würde mich sehr über baldige Antworten freuen!
    Bitte helft mir!
    LG Sandy

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  • Wieviel Rente bekommt sie und warum zieht sie von einer für eine Person doch recht teuren Miete (für mein Dafürhalten) in eine noch teurere? 90 Euro sind ja nun wirklich kein Pappenstiel!!


    Turtle

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Also sie bekommt leider nur 280 Euro Rente. Das sind ihre einzigsten Einnahmen. Sie wohnte zuvor 18 Jahre in einer Wohnung, wo sie zuletzt von einem Mitbewohner gemobbt/belästigt wurde. Nach längerem Suchen ist sie dann in die jetzige eingezogen. Der hohe Mietpreis kommt m.E. zustande, da sie in Grömitz wohnt, was an der Ostsee liegt und somit eine recht teure Wohngegend ist. Leider kann ich sie nicht überzeugen zu uns nach Köln zu ziehen.

  • Hallo pampersgirl,


    was sind denn das für 500,-€, die da monatlich als Einkommen auf den Auszügen stehen?


    Ist das vielleicht das Geld, welches Ihr ihr überweist?
    Wenn ja, dann müsste aus dem Text eindeutig hervorgehen, dass es nur als Überbrückungsdarlehn gedacht ist.


    Ansonsten kann selbstverständlich das Amt davon ausgehen, dass Deine Mutter nicht hilfebedürftig ist, da sie genügend Einkommen hat (egal woher), und dass Ihr sie unterstützt (auch auf Dauer), das ist ja nicht ganz von der Hand zu weisen, denn irgend muss ja die Differenz zur unangemessenen Miete herkommen.


    PS. Setze ab und an einen Absatz, bitte.

  • Du schreibst zwar von Leihe, aber ich denke mal, dass zwischen euch kein Darlehensvertrag besteht. So sind die 500 Euro monatl. von dir und deinem Bruder Einnahmen und die werden verrechnet. Allerdings ist der Begriff „Leihe“ auch ziemlich unglaubhaft, wie sollte deine Mutter das jemals zurückzahlen?

    Quote

    Wer kann mir Tipps geben, an wen kann ich mich wenden oder wer kann uns Helfen?


    Helfen kann euch nur deine Mutter selber.
    Sie hat ein beschränktes Budget und muss sich danach richten, sprich, sie muss sich erstmal eine angemessene Wohnung suchen. Wenn sie da nicht einsichtig und zu Kompromissen bereit ist, muss sie eben hungern.


    Du bist verzweifelt, aber du kannst ihr nicht helfen, es sei denn, du bist bereit und in der Lage ein Fass ohne Boden permant nachzufüllen.
    Ja, ich weiss, das sagt sich so leicht und immerhin geht es um deine Mutter. Aber du hilfst ihr nicht weiter, sondern hilfst nur, die Zeit bis zum Kollaps zu überbrücken.

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  • Hallo Walter,
    ja die 500,- Euro waren von uns das Geld für die Miete. Und ja natürlich müßte sie erst eine andere Wohnung suchen. Ich sehe das alles genauso. Aber das Problem ist, wovon den Umzug bezahlen? Sie hat ein keinen Cent mehr. Die Miete ist bezahlt und das wars. Nix zum Leben mehr da. Wie soll man dann umziehen? Langfristig gesehen muß da doch Geld irgendwoher kommen. Das macht mich fertig, nicht zu wissen wie es weiter gehen soll. Ich habe große Bedenken dass sie das nicht mehr lange durchhält. Sie isst schon kaum noch etwas und ist klapper dürr. Trotzdem danke ich Dir für Deine netten Worte.

  • oh sry ich hab wohl an falscher Stelle geantwortet. Ich kenne mich mit Foren nicht aus. Ich antworte nochmal kurz für Euch beide: Also auf der Überweisung hab ich nur als Verwendungszweck Leihe/Miete geschrieben. Na ja und klar das ich das Geld womöglich niemals zurück bekommen werde. Aber etwas Hoffnung war schon dabei. Zumindest einen Teil. Also sollte ich es zukünftig lassen, etwas zu überweisen. Na ja ich kann es auch im Prinzip nicht mehr. Aber ich fühle mich dabei als würde ich ihr sagen, Du bekommst kein Geld von mir also sieh zu wie Du klar kommst und wenn Du dabei drauf gehst. So fühlt es sich an wenn ich nicht mehr helfen kann und darf. Mit solch einem Elend hätte ich noch vor wenigen Monaten nicht gerechnet. Bevor sie umzog und noch HarzIV bekam lief alles prima. Da hatte sie viel mehr Geld. Aber ohne diese Leistungen kann kein Mensch leben. Sry das ich mich hier auslasse.

  • Quote from pampersgirl;217248

    ...als würde ich ihr sagen, Du bekommst kein Geld von mir also sieh zu wie Du klar kommst...


    Vielleicht muss sie das mal hören?
    Sie hat mit dem Umzug in eine viel zu teure Wohnung bewiesen, dass sie denkt, da wird schon jemand kommen und alles richten. Ämter, Töchter, alle haben sich gefälligst den Arsch aufzureissen, man selbst kann ohne irgendwelche Rücksicht und ohne grosses Nachdenken einfach alles machen. Wir schon werden.
    Jetzt ist sie an dem Punkt, dass sie die Konsequenzen ihrer Dummheit ausbaden muss. Ja, sie selbst.
    Ich weiß, es tut weh, der eigenen Mutter zu sagen, dass sie sich mal in der Nähe umhören soll, wo eine "Tafel" oder andere caritative Einrichtung kostenlose Lebensmittel abgibt. Aber Deine Mutter ist an dem Punkt, wo sie das muss. Das kann ihr niemand abnehmen.

  • Du sagst aber doch gar nicht, von mir gibt's nix mehr, also sieh zu. Du kannst ihr nichts mehr geben. Ich kann es als Mutter doch nicht hinnehmen, dass sich meine Kinder über ihre Grenzen für mich reinhängen, während ich selbst nichts dazu beitrage, irgendetwas an dieser Situation zu ändern.
    Anders als pAp glaube ich aber nicht, dass deine Mutter denkt, sollen sich mal andere um mich kümmern. Sie scheint in einem tiefen Loch mit Decke über dem Kopf zu sitzen. Sie muss versuchen, da wieder rauszukrabbeln und ihr könnt ihr nur helfen, indem ihr eine Leiter reinstellt, aber nicht, indem ihr sie von oben versorgt.
    Hat sie denn Freunde da oben?

    Quote

    Aber das Problem ist, wovon den Umzug bezahlen?

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Umzug einer 45qm Wohnung, evtl. mit deiner Hilfe und der deines Bruders, nicht zu wuppen wäre.

  • ja sie hat eine Freundin, der sie sich teilweise anvertraut hat. Gestern habe ich mit dieser telefoniert und die Karten auf den Tisch gelegt. Meine Mom denkt tatsächlich nicht das ihr ALLE helfen. Im Gegenteil, sie hatte das vorher nie nötig und schämt sich in Grund und Boden dafür. Deshalb ist es schwer an sie heranzukommen. Sie währt fast jede Hilfe ab und tut nach aussen als sei alles prima. Nur ich bzw. mein Onkel wissen wie es tatsächlich um sie steht. Und ja, sie sitzt im tiefen Loch. Antidepressiva nimmt sie auch schon. Habe gestern auch mit ihrem Arzt telefoniert. Ich bat ihn ein Auge mehr auf sie zu werfen, da ich denke sie ist suizid gefährdet -.-.

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  • Na ja habe schon ein schlechtes Gewissen dabei. Aber ich denke auch besser wird es schon sein. Aber wenn sie es wüßte, wäre sie mega enttäuscht und wütend. Viell. bin wenigstens ich schonmal auf dem richtigen Weg. Ich hoffe es wird alles bald. Die Nachbarin/Freundin wird mit ihr gemeinsam nochmal zur Arge fahren. Der Sachbearbeiter ist wie ich eben hörte für 4 Wochen in Urlaub und ans Telefon von ihm geht niemand. Ich hoffe dass sich deswegen nicht alles noch um weitere lange Zeit verzögert. Ich danke Dir aber trotzdem, dass Schreiben hier läßt mich Hoffen.
    LG Sandy

  • Meine Einschätzung war wohl nicht ganz richtig, sie hat also nicht bewusst so gehandelt, sondern aus einer gewissen Hilflosigkeit heraus.
    Dennoch: Sie muss sich der Situation nun stellen. Und sie muss vielleicht zur Tafel gehen. Das wird schwer, aber manches muss halt sein.

    Quote from pampersgirl;217261

    Gestern habe ich mit dieser telefoniert und die Karten auf den Tisch gelegt.


    Gut. Du hast nun den ersten Schritt gemacht. Da muss Deine Mutter nun durch und wenn sie sauer auf Dich ist, dann ist es so. Da musst Du nun durch, aber sei Dir gewiss, dass Du richtig gehandelt hast.
    Diese Freundin ist natürlich keine fachkundige Hilfe. Sie kann begleiten und zu Gesprächen mit dem Amt beitragen, aber eine Lösung wird sie nicht haben.
    Und die Lösung kann weiterhin nur ein Umzug sein.

  • Und genau das ist wie schon zuvor geschrieben auch ein Problem. Ohne Kohle kein Umzug, keine Kohle für Mietkaution etc.
    Ich werde es ihr aber immer wieder versuchen klar zu machen. Per Telefon ist es gewiß schwierig, ihr die richtige Hilfe zu schenken.

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  • Die Kaution der jetzigen Wohnung hat ihr mein Onkel vorgestreckt, wobei wir mittlerweile ja denken das Geld ist futsch -.- Und ja, der Umzug da haben wohl die Freundin und der Lebensgefährte der Freundin geholfen. Aber das war für sie mental und körperlich die Hölle. Sie ist stark depressiv mittlerweile. Ich kann mir vorstellen das sie dass nicht schafft es nochmal durchzustehen in der jetzigen Verfassung. Alles zum verzweifelnl. . .

  • Inwiefern futsch?
    Für deine Mutter alleine wäre es vielleicht heftig. Aber warum können nicht du und dein Bruder und eure Familien helfen? Aus einem solchen Umzug, einem Neustart, kann man auch ein Event machen.

  • Ganz einfach, ich habe 3 Kinder allesamt schulpflichtig und kann wenn überhaupt nur in den Ferien zu ihr. Es liegen ja immerhin 550 km zwischen uns. Genauso ihr Bruder (mein Onkel). Er wohnt auch hier im Kölner Raum sprich in meiner Nähe. Er ist auch aufgrund seiner Selbstständigkeit nicht mal eben so bei ihr an der Ostsee. Wäre zwar zu lösen, aber Grunde nicht so einfach.