Verhinderungspflege und Zufluss??

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    • Verhinderungspflege und Zufluss??

      Hallo,

      mir wurde heute im JobCenter gesagt, dass die Verhinderungspflege wie Einkommen anzusehen ist und dementsprechend nach dem Zuflussprinzip berechnet wird.
      Doofe Frage vielleicht, aber warum? (paragraph soundso?)
      Fuehrt das nicht den Sinn der Verhinderungspflege ad absurdum?

      ratloser Gruss

      Valerie June
    • Valerie June;209924 schrieb:

      Hallo,

      mir wurde heute im JobCenter gesagt, dass die Verhinderungspflege wie Einkommen anzusehen ist und dementsprechend nach dem Zuflussprinzip berechnet wird.
      Doofe Frage vielleicht, aber warum? (paragraph soundso?)
      Fuehrt das nicht den Sinn der Verhinderungspflege ad absurdum?

      ratloser Gruss

      Valerie June


      Warum ad absurdum?
      Du pflegst eine pflegebedürftige Person, weil der normalerweise Pflegende verhindert ist. Die Vegütung, die Du dafür erhälst, ist Dein Einkommen.
    • So, jetzt habe ich ein bisschen mehr Zeit, war vorhin immer mit einem Ohr am Telefon, weil ich meine Ansprechpartnerin bei der Pflegekasse zu erreichen versuchte und habe gleichzeitig wild gegoogelt.

      an Turtle:
      Ich pflege seit anderthalb Jahren meinen Ehemann - Pflegestufe II.
      Das Pflegegeld - die Verguetung, wenn man so will - wurde nie angerechnet, ist dem Jobcenter aber bekannt (Bescheid und Kontoauszuege). Nach meinen letzen Informationen (Pflegekasse) ist das Pflegegeld auch nicht anzurechnen.
      Mein Mann erhaelt die Grundsicherung bei GdB 100, für Rente reichen seine Vorversicherungszeiten (? sorry, ich weiss jetzt gerade nicht, ob das auf deutsch der richtige Ausdruck ist) nicht aus. Dazu haben wir Kindergeld für zwei Teenager und mein Einkommen von 600,- bis 750,-/mtl. Der Rest wird eben aufgestockt.
      Das Pflegegeld geht extra, geht auch durchweg für Extras drauf: einmal pro Woche mehr Krankengymnastik, als die Kasse bezahlt, weil es einfach gut tut und auch hilft, Medikamente und Pflegemittel, die nicht uebernommen werden, uswusf.

      Im Mai habe ich Moeglichkeit, für eine Woche mit meiner Freundin wegzufahren.
      Mitnehmen kann ich meinen Mann nicht, alleine lassen mit den Kindern aber auch nicht.
      In ein Pflegeheim will er nicht, da ist er stur.
      Mithilfe der Pflegekasse habe ich jetzt Ersatz organisiert und dafuer Verhinderungspflege beantragt. Nach den ortsueblichen Tarifen kaeme diese Woche auf 390,-.

      Heute hatte ich im JobCenter einen Termin zur Eingliederungsvereinbarung und gleichzeitig auch die Ortsabwesenheit geklaert. Die Oa ist kein Problem - aber die Verhinderungspflege. Die wuerde mir als Einkommen gerechnet.
      Und das empfinde ich als absurd. Pi mal Daumen gerechnet wuerden mir von den 390,- nur etwa 80,- nachbleiben, den Rest muesste ich aus eigener Tasche zahlen.
      Dann macht doch aber die Verhinderungspflege gar keinen Sinn mehr. Sie ist ja zweckgebunden. Ich kann ja schlecht sagen: "sorry, ich kann nur 3,- pro Stunde zahlen, den Rest hat mir das JobCenter weggerupft." Dafuer finde ich keine private Pflegekraft.
      Ca. 300,- draufzulegen ist auch keine Alternative für mich, das ist teurer als der gesamte Urlaub und kann ich mir nicht leisten.
      Eine weitere Moeglichkeit waere, fuer den Mai "Vollpflege" zu beantragen, d.h. waehrend des gesamtes Monats wuerde der Pflegedienst kommen. Nachteil: das Pflegegeld faellt fuer den Monat weg, die Extras bleiben aber.
      Die Moeglichkeit Pflegeheim lehnt mein Mann ab, da will er nicht hin.

      Die Pflegekasse konnte mir leider vorhin auch nicht weiterhelfen, es waere ihnen zwar neu, dass das als Einkommen angerechnet wird, ausschliessen konnten sie es aber nicht.

      Lt. Auskunft des JobCenters heute morgen ist es Einkommen.
      Meine Hoffnung war jetzt, irgendeinen Paragraphen zu finden, der besagt, dass Verhinderungspflege mit Pflegegeld gleichgestellt ist und damit nicht anzurechnen ist. Ich hab nichts gefunden und hoffte auf die hellen Koepfe hier im Forum.
      Von der Pflegekasse erfahre ich erst Dienstag fruehestens Neues, meine Sachbearbeiterin dort muss sich auch erst schlau machen.

      Wenn Ihr irgendetwas wisst - und Ihr wisst doch fast alles! Ich lese seit Ewigkeiten in diesem Forum und finde Antworten auf meine Fragen immer ueber die Suchfunktion - lasst es mich bitte wissen, ja?

      Gruss
      Valerie June
    • Hallo Valerie June,

      die Verhinderungspflege ist doch zweckbestimmt für die pflegende Person, die während deiner Abwesenheit die Pflege übernimmt. Die Pflegekasse kann direkt an die pflegende Person überweisen. Weshalb wird das Pflegegeld dann bei dir als Einkommen angerechnet?:confused:

      Hier kann nur ein Missverständnis vorliegen. Wende dich doch an die Einrichtung, welche bei euch die Pflegebesuche durchführt und bitte dort um Hilfe.

      Gruß anabell
    • @ valerie June

      Hättest Du Dich mal in Deinem ET schon vernünftig ausgedrückt.

      Für mich klang das so, als würdest Du ALG II empfangen und zusätzlich Leistungen für eine Fremdpflegetätigkeit erhalten.

      Wenn es sich so verhält, wie Du es schilderst, sind die 390 €/Woche Einkommen desjenigen, der die Pflege bei Deinem Mann während des Urlaubs ausführt und nicht Deines.
    • anabell;209953 schrieb:



      Die Pflegekasse kann direkt an die pflegende Person überweisen. Weshalb wird das Pflegegeld dann bei dir als Einkommen angerechnet?:confused:


      Joah.... das war so auch mein erster Gedanke. Aber hier haue ich mich an der Buerokratie der Pflegekasse. An Dritte wird prinzipiell nichts ueberwiesen.
      Die Amtswege der Verhinderungspflege durchschaue ich eh nicht: Das Pflegegeld laeuft auf den Namen meines Mannes *logisch!*, den Antrag auf die Verhinderungspflege aber stelle ich fuer meinen Mann. So war es auf dem Formular vorab ausgedruckt.
      Wenn das denn so sein soll....... es landet sowieso auf dem gleichen Konto, da wir ein gemeinsames haben.

      anabell;209953 schrieb:

      Hier kann nur ein Missverständnis vorliegen.

      Hoffentlich!!

      anabell;209953 schrieb:

      Wenn die pflegende Person ALG2-Empfänger/-in ist, dann ist die Verhinderungspflege bei ihr natürlich als Einkommen anzugeben.


      Da sagst du was........
      *schwer nachdenk*
      Ich war nicht mehr bei der Eingliederungsstelle, sondern in der Leistungsabteilung........
      Den Sachbearbeiter kannte ich nicht und er kannte auch unsere Akte nicht.....
      Was ist aber an dem Satz misszuverstehen: "Ich habe Verhinderungspflege beantragt." ??
      *noch mehr nachdenk*
      Kann man den tatsaechlich so verstehen: "Ich pflege jemanden in Vertretung." ??

      Ich hasse Amtsdeutsch!


      anabell;209953 schrieb:

      Wende dich doch an die Einrichtung, welche bei euch die Pflegebesuche durchführt und bitte dort um Hilfe.


      Hab ich heute Mittag auch schon, parallel mit der Pflegekasse. Da die Antwort aber die gleiche wie die von der Kasse war (Keine Ahnung! Wir machen uns schlau!), habe ich sie in meinem ellenlangen Sermon oben nicht extra erwaehnt.

      Danke dir fuer diesen Denkanstoss. Der werde ich am Montag mal nachhaken.

      Valerie June
    • gfr;209959 schrieb:

      @ valerie June

      Hättest Du Dich mal in Deinem ET schon vernünftig ausgedrückt.

      Für mich klang das so, als würdest Du ALG II empfangen und zusätzlich Leistungen für eine Fremdpflegetätigkeit erhalten.

      Wenn es sich so verhält, wie Du es schilderst, sind die 390 €/Woche Einkommen desjenigen, der die Pflege bei Deinem Mann während des Urlaubs ausführt und nicht Deines.


      Sorry, hast ja irgendwie schon recht. Ich gelobe Besserung.:rolleyes:
      Ich habe heute Mittag versucht, mindestens sieben Dinge gleichzeitig zu erledigen....
      ausserdem dachte ich, dieses Wortkonstrukt "Verhinderungspflege" wuerde schon genug aussagen.

      Diese 390,- *ichhabekeineurozeichen* muss ich auf drei verschieden Personen aufteilen und jeden Vorgang (Tag und Stunde) nachweisen und quittieren lassen und anschliessend der Pflegekasse vorlegen.
      Das Geld bekomme ich schon vorher, weil ich es
      a) rechtzeitig beantragt habe
      b) weil angenommen wird, dass ich als ALG II Aufstocker nicht soviel zur Verfuegung habe, dass ich in Vorleistung treten kann.
      Ueblicherweise wird es erst nach Vorlage der Quittungen ausgezahlt.

      Danke fuer deine Einschaetzung, das macht mir Hoffnung!

      Valerie June

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