Mittellos und ohne Bleibe

  • Ein herzliches Hallo erstmal !Bin hier der Frischling und benötige Eure Hilfe bzw. Euren Rat :Es geht um meinen Bruder, Anfang Fünfzig, verheiratet, kinderlos.Nach gescheiterter Selbständigkeit in 2003 nicht arbeitslosgemeldet, da eh´kein Anspruch. Ausser ein paar kurzfristigenMinijobs keine Einnahmen - lebt nur von seiner Frau !Krankenversichert über Familienvers. bei Ehefrau.Seit 2 Jahren durch Krankheit 80 % schwerbehindert, keinenAnspruch auf Frührente, da Pflichtbeiträge fehlen.Nun will seine Frau ihn endgültig rauswerfen, er soll im Laufder nächsten Woche verschwunden sein !Notfalls könnte er 2-3 Tage bei uns auf dem Sofa übernachten,da er nicht weiss, wohin (meine Frau ist restlos begeistert -fürchtet nun "Einnistung" bei uns…):eek::eek::eek:Daher meine Fragen an Euch :1. Darf seine Frau ihn rauswerfen, wo doch beide seinerzeit den Mietvertrag unterschrieben haben ?2. Bei welcher Behörde müsste er sich melden, Arge oder Sozialamt ? (Unterhalt von Ehefrau fällt wohl aus, die hat nur ca. 850,- € Netto)3. Haben die Ämter evt. "Notfall-Unterkünfte" wie z.B. möbl. Zimmer zur Verfügung/Vermittlung ?Ein Anruf beim Landkreis/Sozialstelle scheiterte amDauerbesetzzeichen !!!Ich bin leider - siehe mein Nutzername - in diesen Dingenvöllig ahnungslos und wäre Euch sehr dankbar für Hinweise !:confused:Vielen Dank im Voraus !

  • Besuchen Sie auch unsere Ratgeber zu Hartz 4:

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  • Solange er sich benimmt (er also nicht z. B. wegen häuslicher Gewalt ein Betretungsverbot hat), kann sie ihn nicht einfach vor die Tür setzen, sofern beide Mieter/ Eigentümer der Wohnung sind. Im Rahmen einer Ehescheidung würde dann auch hinsichtlich der Wohnung eine Entscheidung getroffen, sollte man sich nicht einvernehmlich einigen können. Üblicherweise zieht einer aus, sobald er eine neue Wohnung gefunden hat. Bis dahin teilt man die Ehewohnung auf.

    Bei tatsächlich eintretender Obdachlosigkeit kann man sich an die Gemeinde wenden (Ordnungsamt oder Sozialamt halten i. d. R. Obdachlosenunterkünfte vor oder weisen den Obdachlosen in die bisherige Wohnung wieder ein). Unter der Brücke muss in Deutschland niemand schlafen.

    Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.

    Loriot

  • edit:
    Hinsichtlich der Frage, ob er nach dem SGB II (Jobcenter) oder SGB XII (Sozialamt) zu verarzten ist, gehe ich davon aus, dass bislang noch nicht amtlich (z. B. durch den Rententräger) eine dauerhafte Erwerbsunfähigkeit festgestellt worden ist und er unter 65 Jahre alt ist. Er sollte daher zunächst mal zum Jobcenter gehen.

    Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.

    Loriot

  • Puh, nun sind wir erstmal alle wieder beruhigt (ausser meiner
    Schwägerin vermutlich:mad:). Wird also mal wieder alles nicht so
    heiß gegessen, wie´s gekocht wird !
    Nochmals v i e l e n D A N K !!! von jetztschlauerbernd !:D