Todesfall Onkel Ich Neffe

  • Der Onkel von meiner mir und Bruder meiner Mutter ist verstorben.


    Ich bin sein Neffe.


    Meine Mutter hat eine Witwenrente von 1100 Euro ca. und zahlt 350 Euro Miete warm.


    Jetzt weiß ich ja, dass Erbe und Beerdigungskosten unterschiedlich behandelt werden.


    So weit ich weiß sind Schulden da ca. 27000 Euro, dazu ein Riestervertrag Einzahlungslänge unbekannt infolge auch das Vermögen, Sparbrief von ca. 3000 Euro.


    Der Onkel war in der Gewerkschaft und oft ist es so, dass sie einen Teil der Beerdigungskosten bezahlen.


    Was ist wenn meine Mutter zum Sozialamt geht und mit der Witwenrente von 1100 Euro nicht zahlen muss für die Beerdigungskosten?


    Geht das dann auf den Neffen über?


    Meine Schwester verdient ca. 2500 Euro Netto und hat das meiste Vermögen von meinem verstorbenen Vater geerbt läuft auf ihren Namen.


    Ich habe nur 1000 Euro momentan und 8000 Vermögen auf meinen Namen und bin Verheiratet.


    Muss ich wenn es hart auf hart kommt auch zahlen oder zahlt meine Schwester alles komplett?


    MfG


    Christian

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  • Hallo Christian,

    anzuwenden ist § 8 BestG Niedersachen:


    Abs. 3 Für die Bestattung der verstorbenen Person haben in folgender Rangfolge zu sorgen:

    • die Ehegattin oder der Ehegatte oder die eingetragene Lebenspartnerin oder der eingetragene Lebenspartner,
    • die Kinder,
    • die Enkelkinder,
    • die Eltern,
    • die Großeltern und
    • die Geschwister.

    Bestattungsgesetz

    Dabei geht man die Personen von oben nach unter durch. Wenn man fündig geworden ist, endet die Prüfung. Deine Mutter ist also nur dran, wenn es keinen vorrangig Verpflichteten gibt. Du aber auf gar keinen Fall. Dich kann nur eine Kostentragungspflicht als Erbe treffen, denn der zahlt gem. § 1968 BGB die Kosten der Bestattung. Dem kannst Du aber ausweichen, wenn Du das Erbe ausschlägst.

    Soweit Deine Mutter Verpflichtete sein sollte, so kann sie einen Antrag gem. § 74 SGB XII beim Sozialamt stellen. Zuständig ist das Sozialamt, das Deinem Onkel Sozialhilfe gezahlt hat, wenn er keine SH bezogen hat, das SA in dem der Sterbeort liegt.

    Ich hoffe, ich konnte Dir behilflich sein.

    Gruß

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  • Hallo Christian,

    dann ist es genauso.
    Die Reihenfolge ist zwar etwas anders, aber Neffen kommen in der Aufzählung nicht vor. D.h., wenn Du das Erbe ausschlägst, bist Du raus!

    § 8 BestG NRW(Gesetz) - Landesrecht Nordrhein-WestfalenBestattungspflicht
    (1) Zur Bestattung verpflichtet sind in der nachstehenden Rangfolge Ehegatten, Lebenspartner, volljährige Kinder, Eltern, volljährige Geschwister, Großeltern und volljährige Enkelkinder (Hinterbliebene). Soweit diese ihrer Verpflichtung nicht oder nicht rechtzeitig nachkommen, hat die örtliche Ordnungsbehörde der Gemeinde, auf deren Gebiet der Tod eingetreten oder die oder der Tote gefunden worden ist, die Bestattung zu veranlassen.

    [URL="http://www.lexsoft.de/lexisnexis/justizportal_nrw.cgi?t=130952092274301038&sessionID=939131729951780320&source=link&highlighting=off&templateID=document&chosenIndex=Dummy_nv_68&xid=214593,9"]§ 8 BestG NRW, Bestattungspflicht - Gesetze des Bundes und der Länder[/URL]

    Gruß

  • Die Bestattungskosten sind als Nachlassverbindlichkeiten zunächst mal aus dem Erbe zu bestreiten. Soweit das vorhandene Guthaben (Sparbrief und Riestervertrag) nicht an den Gläubiger abgetreten wurde, könnten die Bestattungskosten eventuell daraus bestritten werden (wenn ich hier falsch liege, korrigiere mich bitte jemand, der sich besser auskennt).

    Die Bestattungsgesetze der Länder regeln eigentlich erstmal nur die (ordnungsrechtliche) Verpflichtung zur Bestattung, um sicherzustellen, dass niemand unbestattet bleibt.

    Antragsberechtigt beim Sozialamt ist der zur Bestattung Verpflichtete- das sind zunächst die Erben. Wenn es keine gibt, kommen die Unterhaltspflichtigen und erst dann landet man beim BestattungsG.

    Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.

    Loriot

  • Ja, natürlich hast Du Recht. Wir arbeiten auch so.

    Aber hier ging es doch um die Frage, ob der TE zur Tragung der Bestattungskosten herangezogen werden kann, wenn seine Mutter nicht leistungsfähig ist. Und das ist doch klar mit nein zu beantworten.

    Aus der Erbnummer kommt er schnell raus und unterhaltspflichtig dürfte er kaum sein. Also könnte er nur als öffentlich rechtlich Bestattungspflichtiger kostentragungspflichtig und damit anspruchsberechtigt nach § 74 SGB XII sein. Und das ist doch vorliegend nicht der Fall.

    Die anderen Schritte habe ich ausgelassen, um die Sache nicht unnötig zu verkomplizieren.

    Gruß

  • Weiß einer Bescheid über die Ablehnung des Erbes?


    Wenn meine Mutter und ihr Bruder das Erbe abgelehnt haben krieg ich dann Bescheid vom Amtsgericht als Neffe?


    MfG

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  • Es wird dann immer der nächste Verwandte herangezogen.

    Aber: wir sind hier in einem Forum für ALG II/ Sozialhilfe und nicht Erbrecht!

    Grüsse,

    Mandy

    [SIZE=1]Ich beantworte ab sofort KEINE PN mehr, weshalb Threads geschlossen und/ oder bearbeitet bzw. entfernt wurden oder man eine Verwarnung erhielt. Wenn dies der Fall ist, dann hat das seinen Grund -> [SIZE=2]Forumsregeln [/SIZE] ->LESEN!!!!!)![SIZE=2]. [/SIZE][/SIZE]

  • Meine Frage war krieg ich Bescheid vom Amtsgericht nachdem das Erbe bei der Ablehnung durch meinen Onkel und meiner Mutter auf die Nichten und Neffen also ich übergegangen ist oder muss ich mich selbst melden?


    MfG

  • Man wird natürlich angeschrieben. Das Amtsgericht sucht automatisch nach dem nächsten Verwandten in der Erbfolge.

    Aber wie gesagt, wir sind hier kein Erbrechtsforum und deshalb ist hier jetzt auch closed!

    Grüsse,

    Mandy

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