2 Jahre mit Freundin in einer Wohnung - jetzt Hartz4?!

  • Mahlzeit alle mitreinander :)


    ich habe ein etwas größeres Problem und bin absolut unwissend auf dem Gebiet Hartz4 etc da ich es bisher noch nicht in Anspruch nehmen mußte.


    Kurz zu mir: Ich bin 31 Jahre alt, seit 3 Monaten mit dem Studium fertig und auf Jobsuche. Leider hat sich bisher noch nichts gefunden und so langsam wirds eng mit dem Geld. Das Studium wurde größtenteils durch meine Eltern finanziert aber damit ist nun Schluß.


    Ich lebe seit gut 2 Jahren mit meiner Freundin in einer gemeinsamen Wohnung (74m², 500€ warm + 160€ Stadtwerke). Sie ist ebenfalls seit 3 Monaten mit dem Studium fertig und schreibt nun an ihrer Dissertation. Verdienen tut sie knapp 500€ / Monat und bekommt noch eine geringe Halbwaisenrente dazu.


    Nun wollte ich diese Woche noch zum Arbeitsamt um mich arbeitslos zu melden und um Hartz4 zu beantragen. BEvor ich das tue, würde ich aber gerne noch ein wenig Hintergrundinformation bekommen. Ich habe zum Beispiel schon oft gelesen, daß das Amt einem eine "eheähnliche Lebensgemeinschaft" unterstellt wenn man >1 Jahr zusammen wohnt und damit wäre meine Freundin wohl "unterhaltspflichtig" für mich.


    Nun ist ihr Einkommen ja auch sehr gering und ich frage mich, bis zu welchem Einkommen man nicht für den Lebenspartner aufkommen muß. Desweiteren hat sie aus einer Erbschaft eine hübsche Summe auf dem Konto liegen die ansich für die Existenzgründung verplant ist wenn sie mit der Dissertation fertig ist. Zählt dieses Geld mit als "Einkommen" oder was weiß ich und sie müßte dann trotz des sehr geringen Einkommens jeden Monat für mich aufkommen?!


    Wir könnten natürlich auch eine WG hier bei uns "einrichten". Rein von der Zimmeraufteilung wäre das kein Problem aber keiner von uns beiden hat auf das Umgeräume Lust und zudem finde ich es auch nicht richtig sich auf diese Art und Weise beim Staat durch zu schnorren. Schließlich will ich nicht ewig arbeitslos sein und muß dann ja auch meine Abgaben zahlen und würde Leute, die sowas machen, mit finanzieren. Und das finde ich einfach nicht i.O.


    Also wie ihr seht ist mein Problem jetzt nicht übermäßig groß aberr ich würde sehr gerne ein paar Statements dazu von euch Wissenden bekommen um ein wenig mehr Licht in das Dunkel bei mir zu bringen :) ...


    Was kann ich generell vom Amt bekommen / beantragen? Was muß ich denen nachweisen / beweisen um meinen Anspruch geltend zu machen?! Habe ich überhaupt einen Anspruch?! Und wenn ja worauf?! Wie sieht das mit meiner Freundin aus und ihrem Geld?! Wird das angerechnet oder zählt das nicht?!


    Ich könnte noch etliche ragen aufschreiben aber ich denke mal, wenn mir der Ein oder Andere auf die Fragen da oben schon mal eine kurze Antwort geben könnte wäre mir sehr geholfen. Falls noch irgendwelche Angaben fehlen um eine vernünftige Aussage treffen zu können dann fragt bitte.


    Ich sag schon mal vielen vielen Dank im Voraus :)

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  • Entsprechend der Schilderung eurer Situation bildet ihr eine Bedarfsgemeinschaft. D.h., euer gesamtes Einkommen wird eurem Gesámtbedarf gegenübergestellt. Dazu kannst du den Alg II-Rechner auf dieser Seite benutzen.

    Dann spielt noch das Vermögen eine Rolle: Die Grenze ist pro Person 150 € pro Lebensjahr plus 750 €. Auch hier werdet ihr zusammengerechnet.

    "Nehmt die Menschen wie sie sind. Andere gibt es nicht." (K. Adenauer)

  • Lieber Schladde,


    Wie wäre es wenn Du es mal bei einer Zeitarbeitsfirma versuchst?


    Hast Du Dich da mal beworben bis Du in Deinem studierten Beruf etwas in Aussicht hast?


    Somit müsste Deine Freundin Ihre Erbschaft nicht einsetzen und könnte sich auf die Selbständigkeit konzentrieren.


    Ich arbeitet auch bis zum Anerkennungsjahr im August bei einer Zeitarbeitsfirma für 7,79 die Stunde als Hilfsarbeiter. Macht bei 151,67 Stunden die sie bei Vollzeit mindestens auszahlen müssen 1181 Euro Brutto. Lohnsteuerklasse I 870 Euro plus Zuschläge z.B. bei Nacht von 25 % die Stunde also 1,95 Zuschlag. Info unter DGB Zeitarbeitstarif BZA.


    MfG