Wer arbeitet, ist der Depp

  • Zumindest kommt es einem so vor.


    Nehmen wir als Beispiel einmal den §24 SGB II( Härtefallparagraph): In dem steht geschrieben, daß ein Bedürftiger, dessen Bezug von ALG endet und in den Bezug von ALG II rutscht, für längstens 2 Jahre einen Zuschuß bekommt( die Berechnung dieses Zuschusses laß ich jetzt mal außen vor). Der Grund für das Ende des Bezuges ist im Gesetz wohlgemerkt nicht definiert!


    Was aber ist mit Jemandem, der eine Arbeit aufnimmt, durch die er( abzüglich Werbungskosten etc) weniger hat als zuvor und somit ALG II Aufstocker wird? Der bekommt hier NULL.
    Es ist scheinbar noch nicht bis in die Ämter durchgedrungen, daß die Gehälter in Deutschland schon lange nicht mehr sozial und der Inflation/ Wirtschaftslage angepasst sind... Werfen wir doch nur einen Blick auf die Zeitarbeit: Die Zeitarbeitsfirmen waren ursprünglich dafür gedacht, Langzeitarbeitslosen und jungen Menschen einen Einstieg in die Arbeitswelt ohne großes Risiko für die Arbeitgeber zu ermöglichen. Und was ist jetzt? Bei keiner großen Firma gibt es noch ausgeschriebene Stellen, alles läuft über Zeitarbeit, und wenn man die Stundensätze der Zeitarbeitsfirmen kennt( Tarifvertrag hin oder her) ist das für einen Familienvater schon gar nicht mehr tragbar.


    Wie dem auch sei: Scheinbar ist es den Ämtern lieber, daß man erst einmal auf das Auslaufen des Arbeitslosengeldes wartet, als daß man eigenverantwortlich versucht, eine Arbeit zu finden und diese dann auch annimmt, im Bewußtsein dessen, dass das ALG durchaus höher wäre. Die Bereitschaft, unter "allen Umständen" zu arbeiten( wie sie ja sozusagen vom Staat hier gefordert wird: jede zumutbare Arbeit anzunehmen...) wird dann also noch bestraft.


    Genauso verhält es sich, wenn ein befristeter Vertrag ausläuft, und sich der Arbeitnehmer eigenverantwortlich darum kümmert, weiterhin in Beschäftigung zu bleiben, dieses zwar durch einen Vertrag bei einem anderen Unternehmen, und durch eine besondere Art der Gehaltszahlung ( jetzt Mitte des Monats für den laufenden Monat, danach zum 20. des Folgemonats) plötzlich einen Monat ohne Gehalt dasteht. Hilfe? Nirgendwo zu erwarten: Das Arbeitsamt sagt:" Für was zahlen, Sie haben doch Arbeit", die ARGE sagt:" Schauen Sie, daß sie diese 8 Wochen zwischen den Gehaltseingängen selbst überbrücken."
    Soll ich wirklich erst arbeitslos werden, bevor der Staat bereit ist, hier einfach kurzfristig und kurzzeitig zu helfen?


    Was soll das denn? Mir war bisher noch kein Zeitalter bekannt, in dem Strebsamkeit und Ehrlichkeit vom Staat bestraft werden( auf die Eine oder andere Art und Weise)...

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  • Quote from ignoros;174553

    Zumindest kommt es einem so vor.

    Nehmen wir als Beispiel einmal den §24 SGB II( Härtefallparagraph): In dem steht geschrieben, daß ein Bedürftiger, dessen Bezug von ALG endet und in den Bezug von ALG II rutscht, für längstens 2 Jahre einen Zuschuß bekommt( die Berechnung dieses Zuschusses laß ich jetzt mal außen vor). Der Grund für das Ende des Bezuges ist im Gesetz wohlgemerkt nicht definiert!



    Du solltest Dir vllt. mal die neue Fassung des SGB II zulegen - den § 24 in der von Dir genannten Version gibt es nicht mehr:cool:

    Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)


    Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: [URL=http://www.sozialhilfe24.de/forum/thread/231-nutzung-des-forums-hinweise/]

  • Quote from gfr;174555

    Du solltest Dir vllt. mal die neue Fassung des SGB II zulegen - den § 24 in der von Dir genannten Version gibt es nicht mehr:cool:


    Als es aktuell war, war der noch so da. Liegt also schon was zurück, aber frustriert mich immer noch.

  • Quote from ignoros;174553

    Genauso verhält es sich, wenn ein befristeter Vertrag ausläuft, und sich der Arbeitnehmer eigenverantwortlich darum kümmert, weiterhin in Beschäftigung zu bleiben, dieses zwar durch einen Vertrag bei einem anderen Unternehmen, und durch eine besondere Art der Gehaltszahlung ( jetzt Mitte des Monats für den laufenden Monat, danach zum 20. des Folgemonats) plötzlich einen Monat ohne Gehalt dasteht. Hilfe? Nirgendwo zu erwarten: Das Arbeitsamt sagt:" Für was zahlen, Sie haben doch Arbeit", die ARGE sagt:" Schauen Sie, daß sie diese 8 Wochen zwischen den Gehaltseingängen selbst überbrücken."




    Und was diesen Punkt hier angeht, der ja auch der Grund für Dein Posting ist, hast Du in dem entsprechenden Threat die Antwort bekommen!!!

    Du hast in diesem Monat Anspruch auf Leistungen und zwar als Zuschuss und nicht als Darlehen.
    Warum Du das nicht verstehst, erschließt sich mir nicht wirklich.

    Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)


    Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: [URL=http://www.sozialhilfe24.de/forum/thread/231-nutzung-des-forums-hinweise/]

  • Der Punkt ist nicht, daß ich es nicht verstehe, der Punkt ist, dass es scheinbar die ARGE nicht verstehen will... und das regt mich auf....


    Wie gesagt: ich war heute dort, und das war genau die Auskunft, die der mir ins Gesicht gedrückt hat.


    Außerdem geht es ja hier mehr oder weniger in diesem Bereich des Forums um Frustabbau, oder? Und ich mußte das einfach mal loswerden...


    Edit: anders formuliert: Hier gehts um gute oder schlechte Erfahrungen, und das ist eben das, was ich hier geschildert habe( unabhängig von irgendwelchen zukünftigen Situationsänderungen)

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  • Quote from ignoros;174563

    ich war heute dort, und das war genau die Auskunft, die der mir ins Gesicht gedrückt hat.



    Ich schließe daraus, dass Du Dein Anliegen mündlich vorgetragen hast. Möglicherweise hast Du den Hergang ungenau geschildert und/oder der JC-Mitarbeiter hat Dich missverstanden.

    Sofern Du zwischen dem Verlust eines Arbeitsplatzes und dem Antritt der neuen Stelle tatsächlich einen ganzen Monat ohne Einkommen dastehst und sonst Ausschlussgründe nicht vorliegen, hast Du in eben diesem Monat einen Leistungsanspruch. Und das ist in jedem Jobcenter dieser Republik so.

  • Ich glaube, die Diskussion ist müßig. Wenn man schon mit einem seit langem abgeschafften Paragrafen anfängt...


    Und zweimal mit demselben Thema braucht man auch nicht anzufangen.


    Turtle

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.