Hilfe! Ich stehe vor der Aussteuerung und laut AfA habe ich keinen Anspruch auf ALG I

  • Guten Morgen zusammen,


    ich bin 43 Jahre alt und seit nun fast 18 Monaten aufgrund eines Schlaganfalls arbeitsunfähig (aber in einen umgekündigten Arbeitsverhältnis, fast 25 Jahre bin ich nun bei der Firma angestellt). Mein Krankengeldbezug endet am 30.05. (Aussteuerung).


    Nach langem hin und her habe ich am 16.05. eine stufenweise Wiedereingliederung in "meinem Betrieb" begonnen. Ich wollte eigentlich schon Anfang April anfangen, allerdings musste im Rahmen des Betrieblichen Wiedereingliederungsmanagements noch einiges geklärt werden und auch einige medizinische Untersuchungen waren noch aus Sicht des Betriebsarztes nötig, so dass ich nach Absprache zwischen meinem behandelnden Arzt, dem Betriebsarzt und mir erst vorgestern starten konnte und während der vor mir liegenden drei Wochen erst einmal 3 Stunden pro Tag arbeiten werde, das ganze bei einer 5-Tage-Woche. Die Leistung soll dann individuell langsam gesteigert werden, bis ich hoffentlich meine volle Leistungsfähigkeit erreiche.


    Nun mein Problem: angesichts der bevorstehenden Aussteuerung durch meine Krankenkasse hatte ich mich bereits vor einigen Wochen beim telefonischen Service der Arbeitsagentur erkundigt, wie es weitergehen könnte. Dort sagte man mir, ich müsse mich arbeitslos melden, um während der beruflichen stufenweise Wiedereingliederung ALG I erhalten zu können. Am 05.05. wurde ich bei der AfA erstmalig vorstellig, dort händigte mir eine Sachbearbeiterin, die eigentlich nur Daten (persönliche Daten, Lebenslauf etc.) aufgenommen hat, zunächst die entsprechenden Antragsunterlagen aus und gab mir einen Termin für den 17.05. bei einer Beraterin. Gestern war es dann also soweit....

    Groß war der Schreck, als die Betreuerin/Beraterin mir sagte, dass ich KEINEN Anspruch auf ALG I während der Phase der stufenweise beruflichen bzw. betrieblichen Wiedereingliederung habe, allenfalls könne ich Hartz IV beim Jobcenter beantragen. Hartz IV auch nur dann, wenn der Amtsarzt nach einer mir bevorstehenden medizinischen Untersuchung zu dem Schluss kommt, ich könne in absehbarer Zeit einer Erwerbstätigkeit von mindestens 3 Stunden/Tag nachkommen. Ansonsten müsse ich die Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen (also wenn der Mediziner zu dem Schluss kommt, dass ich in absehbarer Zeit nicht wieder arbeitsfähig sein werde, also auch keine 3 Stunden täglich schaffe).


    Irritierend fand ich insbesondere die Aussage, wenn die betriebliche Wiedereingliederung eine tägliche Arbeitszeit von weniger als 3 Stunden täglich betragen würde, hätte ich Anspruch auf ALG I gehabt.


    Ich blicke da nicht mehr durch und denke daran, mir arbeitsrechtlichen Beistand (bei einem Fachanwalt) zu holen. Haltet ihr das für eine gute Idee oder hat die Beraterin der Arbeitsagentur Recht?


    Danke im Voraus für eure hilfreichen Antworten!

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  • Hallo,
    ich habe eben Deinen Artikel gelesen und - ja, siehe meinen Bericht über "Aussteuerung und was nun?"
    Morgen habe ich einen Termin beim Arbeitsamt und bin gespannt, ob es mir so ergehen wird wie Dir. Werde Dir berichten.
    Da ich keinen Rat mehr wusste, bin ich zu diesem Verband VdK gegangen und habe Auskunft eingeholt, da ich das Geld für einen Anwalt nicht habe.
    Sollte es morgen Probleme geben, werde ich diesem Verban beitreten und mich durch den Verband anwaltlich beraten lassen.
    Aber trotzdem finde ich den Gedankenaustausch in disem Forum super und werde auch weiterhin darüber berichten bzw. FRAGEN.
    Drücke Dir die Daumen!!!

  • Hallo Smartingo,

    UND? Wie ist es dir bei der AfA ergangen? Ich bin gespannt auf deinen Bericht.

    Ebenso würde ich mich freuen, wenn die Experten hier im Forum mir helfen könnten. Ich weiß, dass das Thema "Aussteuerung - und wie geht es weiter?" in verschiedenen Formen hier schon diskutiert wurde. Aber eben darum gehe es ja meines Erachtens. Jeder Fall ist anders, und die Dame bei der AfA sagte mir, mein Fall käme sehr selten vor (sie machte mir auch nicht einen super-sicheren Eindruck, musste mehrmals rumtelefonieren).

    Deshalb habe ich so meine (hoffentlich berechtigten!) Zweifel, ob ihre Info richtig war.

    Danke im Voraus!

  • Die Beraterin hat Recht: Sobald du mind. 3 Std. am Tag arbeitest, bist du nicht mehr alo und hast damit keinen Alg I-Anspruch. Dann wäre nur noch aufstockendes Alg II möglich.

    "Nehmt die Menschen wie sie sind. Andere gibt es nicht." (K. Adenauer)

  • Danke schön! Da frage ich mich, wo die Gerechtigkeit bleibt:
    25 Jahre in die Kasse einzahlen, aber im Notfall keinen Anspruch auf ALG I. Bingo!

    Ich möchte es zumindest verstehen können, um es zu akzeptieren: ich bin ja so oder so nicht arbeitslos, sondern stehe in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis. Worauf stützt sich die Entscheidung der Beraterin (WO steht das in dieser Form?).

    Ich werde stufenweise wieder eingegliedert, bin also noch nicht arbeitsfähig, sondern nach wie vor arbeitsunfähig. Wieso rechnet die Agentur für Arbeit die Arbeitsstunden bei mir an? Ich bin ja immer noch vollständig arbeitsunfähig – ganz unabhängig davon, wie viele Stunden ich während der Wiedereingliederung arbeite. Sonst würde mir der Arbeitgeber ja auch für die 3 Stunden Gehalt zahlen.

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  • Das ist alles so im Gesetz geregelt. Ab 15 Std. Beschäftigung in der Woche gilt man nicht mehr als alo (§ 119 SGB III). Und ein bestehender Arbeitsvertrag hat keinen Einfluss auf den Status. Entscheidend ist, wieviel Stunden eine Beschäftigung tatsächlich ausgeübt wird.

    Und vollständig arbeitsunfähig bist du eben nicht: Dann könntest du nämlich keine 3 Stunden am Tag arbeiten.

    "Nehmt die Menschen wie sie sind. Andere gibt es nicht." (K. Adenauer)

  • Lieber Musiker,

    vielen Dank für deine Antwort, aber bei allem Respekt:

    Entweder ist man arbeitsunfähig oder arbeitsfähig (gesund geschrieben). Es gibt keine teilweise oder verminderte Arbeitsunfähigkeit (s. Arbeitsunfähigkeitsrichtlinien des Bundesministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung)

    Ich bin arbeitsunfähig und es wird versucht, meine Leistungsfähigkeit stufenweise zu steigern, um mir in hoffentlich absehbarer Zeit eine Rückkehr in das Arbeitsleben zu ermöglichen.

    Im Rahmen einer stufenweisen Wiedereingliederung bin ich unentgeltlich für meinen Arbeitgeber tätig. Dieser Umstand stellt (soweit ich in einer anderen Quelle gelesen habe) kein die Arbeitslosigkeit ausschließendes leistungsrechtliches Beschäftigungsverhältnis dar.

  • Quote from Asturias;171799

    Entweder ist man arbeitsunfähig oder arbeitsfähig (gesund geschrieben). Es gibt keine teilweise oder verminderte Arbeitsunfähigkeit.



    Oh doch. Warum gibt es sonst den Unterschied zwischen Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung und voller Erwerbsminderung ?

    "Nehmt die Menschen wie sie sind. Andere gibt es nicht." (K. Adenauer)

  • Na, weil man im ersten Fall eben noch 3 bis unter 6 Stunden täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein kann und im zweiten Fall eben noch nicht einmal die 3 Stunden täglich schafft.

    Aber ich glaube wir mischen hier Äpfel mit Birnen. Was ist denn mit dem Urteil des BSG aus 2007 zum Thema ALG I während stufenweise Wiedereingliederung?

    Was ist mit der Tatsache, dass eine stufenweise Wiedereingliederung kein Arbeitsverhältnis darstellt?? Mein Arbeitsverhältnis ruht zur Zeit, so hat man mir mein Arbeitgeber erklärt.

    Das AfA kann einen doch nicht einfach so nach Hause schicken mit der Begründung "Pech gehabt!" Ich habe doch sicherlich das Recht, mir das schriftlich und auch detailiert erläutern zu lassen, wie die Entscheidung zustande kommt.

  • Quote from Asturias;171802


    Das AfA kann einen doch nicht einfach so nach Hause schicken mit der Begründung "Pech gehabt!" Ich habe doch sicherlich das Recht, mir das schriftlich und auch detailiert erläutern zu lassen, wie die Entscheidung zustande kommt.



    Das hast du Recht. Bestehe darauf, dass man den Antrag entgegennimmt und dann muss ein schriftlicher Bescheid mit Begündung erfolgen, gegen den man Rechtsbehelf einlegen kann..

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  • Sorry, dass ich erst jetzt dazu komme zu antworten.
    Also, ich war beim Arbeitsamt und die haben meinen Antrag entgegengenommen und zum Thema ALGI oder II oder Hartz IV hat er mir nix gesagt. Alles weitere klärt der Amtsarzt, der inzwischen bei jedem solcher Fälle eingeschaltet wird. Ich habe noch ein Merkzettel über das hier gesprochene Thema 3 Std. usw. erhalten.
    Nach der Frage, ob ich nach der Aussteuerung mich weiter krank schreiben lassen soll oder ob mir dann irgend eine Zahlung eingestellt wird, wurde mir gesagt, NEIN, ich könne mich ruhig arbeitslos schreiben lassen, soll es nur hier nicht einreichen, sonst kommt es zu der 6 Wochen Regelung und dem Problem mit der EDV hier!?
    Das ist alles nicht wahr! Jetzt muss ich ca. 3 Wochen warten bis sich der Amtsarzt meldet und dann sehen wir weiter. Ach ja, das AL-Geld bekomme ich im Nachhinein, sprich, ich muss jetzt auch sehen, wie ich den Monat nach der Aussteuerung auskomme???
    Meine nächsten Stepps sind jetzt
    - nächste Woche Rentenamt wegen Rentenanstrag
    - Beratung bei der ZVG deswgen
    - warten auf dem Amtsarzt vom Arbeitsamt.
    Schönes Wochenende

  • Hallo smartingo,

    das hört sich ja auch alles sehr irritierend für mich an. auch nicht wirklich klare ansage, oder?

    ich habe in der zwischenzeit über die rentenversicherung die info erhalten, ich solle dort einen antrag zur teilhabe am arbeitsleben stellen. der antrag gibt die möglichkeit, zum beispiel eine rehamaßnahme zu beantragen. aber auch andere leistungen wie zum beispiel übergangsgeld oder qualifizierungsmaßnahmen können über dieses formular "g100/g130" beantragt werden.

    Mir steht nämlich laut aussage der rentenversicherung übergangsgeld für die dauer meiner stufenweise wiedereingliederung zu. Klar, ist ja auch logisch dass die den versuch der rückkehr in das arbeitsleben unterstützen.

    Das wäre auf jeden fall toll, wenn das klappt. Übergangsgeld habe ich letztes Jahr während meiner vierwöchigen stationären Reha auch von der Rentenversicherung erhalten. Es war zwar etwas weniger als das Krankengeld, aber trotzdem OK.

    Wenn alles klappt, könnte ich diesen ganzen scheiß mit dem amtsarzt usw. bei der agentur für arbeit umgehen. was soll das? um dann letzten endes womöglich wirklich nur hartz iv beantragen zu können und womöglih noch nicht mal zu bekommen, weil mein mann erwerbstätig ist. so ein schwachsinn.

    ich frage mich wirklich, wo die gerechtigkeit bleibt. ich habe 25 jahre am stück eingezahlt. ich finde, das ist schon was. und ich finde auch, dass die gesellschaft solche leute unterstützen sollte. zumal das hoffentlich nur für wenige wochen/monate sein wird.

    wenn ich wieder voll im arbeitsleben integriert wird, darf ich schön weiter in die kasse einzahlen.

    na ja. lange rede kurzer sinn: bist du den weg über die rentenversicherung auch schon gegangen? versuche es einfach mal. fragen kostet nichts!

  • Bitte halte dich an die Regeln des Forums und nutze konsequent in deinen Beiträge Groß- und Kleinschreibung!


    Turtle

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • A) Geht dich das gar nichts an.


    und


    B) Brauchst du dir darüber keine Sorgen zu machen.


    DU bist HIER aufgefordert, dich an die Regeln zu halten und niemand anders! Wenn du jetzt auch noch gegen die Regel, dass moderative Anweisungen zu befolgen sind, diskutieren möchtest, d. h. schon wieder gegen eine Regel VERSTÖSST, dann kannst du bitte das Forum gleich verlassen!


    Wären dann schon 3 Regelverstöße, die du mittlerweile angesammelt hast. Normalerweise gehörst du gesperrt.


    Das nächste Mal mache ich es mir so einfach wie mit anderen Beiträgen: dann lösch ich ihn einfach wegen Regelverletzung und schicke dir eine Abmahnung. Dann hättest du den ganzen Beitrag nochmal neu schreiben können.


    Turtle

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

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  • Danke für Dein Verständnis, dass ich als Schlaganfallpatient ggf. nicht so fit bin wie ein Gesunder Teilnehmer und mir vielleicht das eine oder andere Mal ein Fehler unterläuft. Soziales Verhalten und Verständnis für Behinderte Mitmenschen sieht anders aus. Da ich deinen Ton reichlich unverschämt finde, kannst du mir viellicht helfen, mich hier zu löschen und auch bitte meine Beiträge? Vielen Dank!

  • Dein Nick wird auf Deinen Wunsch hin gelöscht. Die Beiträge jedoch nicht (siehe NUB)!

    Grüsse,

    Mandy

    [SIZE=1]Ich beantworte ab sofort KEINE PN mehr, weshalb Threads geschlossen und/ oder bearbeitet bzw. entfernt wurden oder man eine Verwarnung erhielt. Wenn dies der Fall ist, dann hat das seinen Grund -> [SIZE=2]Forumsregeln [/SIZE] ->LESEN!!!!!)![SIZE=2]. [/SIZE][/SIZE]

  • Hallo,
    hab erst heute diese Diskusion gefunden.
    Entscheidener Fehler ist: Nach der Aussteuerung aus dem Ausland muß erst das Fomela E 301 vom letzten Arbeitgeber ausgefühlt werden. Dann damit zum ADEM. Dort erhält man in der kürze die Unterlagen U1. Mit den gehst Du zum Deutschen Arbeitsamt und stelltst Dein Antag auf ALG 1.
    Bei weitern Fragen nur kurz melden, hättest ja auch kurz vorher mit einer Gewerkschaft reden können!!!
    Gruss
    Jürgen