Aufstand der Hartz-IV-Klickguerilla

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    über die Hartz-IV-Klickguerilla, deutsche Dauererregungen und mediale Hyperventilation.
    Skandal! Herzlos! Mauschelei! Zynismus! Verletzung der Menschenwürde! Die Empörungsmaschinerie über die Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze um fünf Euro läuft auf Hochtouren. Dabei geht es – im Unterschied zu Ländern, in denen wirklich gespart wird, wie etwa Großbritannien – nicht um Kürzungen, die auch in Deutschland durchaus möglich gewesen wären, sondern um eine angeblich zu geringe Aufstockung.



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    Dazu muss man wissen: Vor 20 Jahren waren Verteidigungs- und Sozialhaushalt fast gleich groß. Im Haushaltsjahr 2010 indes entfallen auf die Verteidigung nur noch 31,1 Milliarden Euro, aufs Ressort Arbeit und Soziales aber schon 146,8 Milliarden Euro (Steigerung gegenüber dem Vorjahr: 14,8 Prozent, Tendenz steigend). Nun ist Deutschland Mitglied der Nato. Deren Kriterien sehen vor, dass jedes Land mindestens zwei Prozent seines Bruttoinlandsproduktes (BIP) für die Verteidigung ausgibt. Dieses Ziel verpasst Deutschland seit langem, das Land würde heute nicht mehr in die Nato aufgenommen.



    Kontrapunkt: Aufstand der Hartz-IV-Klickguerilla - Meinung - Tagesspiegel

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    Dazu muss man wissen: Vor 20 Jahren waren Verteidigungs- und Sozialhaushalt fast gleich groß. Im Haushaltsjahr 2010 indes entfallen auf die Verteidigung nur noch 31,1 Milliarden Euro, aufs Ressort Arbeit und Soziales aber schon 146,8 Milliarden Euro (Steigerung gegenüber dem Vorjahr: 14,8 Prozent, Tendenz steigend).

    (Zitat aus: Kontrapunkt: Aufstand der Hartz-IV-Klickguerilla - Meinung - Tagesspiegel )


    Es ist ja immer die Frage, auf welchen Zahlen derartige Rechnungen basieren. ;)
    In den Kommentaren zum Artikel findet sich folgende, aufschlussreiche Information:


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    -oder ist es ein Taschenspielertrick, daß er dabei unterschlägt, daß seinen Zahlen von 1990 nur die Sozialhilfe zu Grunde liegt und nicht auch das Arbeitslosengeld wie heute ?
    Wenn man die Sozialquote, also den Anteil aller Sozialausgaben am BSP zu Grunde legt, dann war die Quote 1980 30,6 Prozent, 1990 27,8 Prozent, 2000 31,9 Prozent und 2007 29,9 Prozent.
    Der Sozialhaushalt ist also in den letzten Jahrzehnten stabil geblieben, trotz schwierigerer sozialer Lage. Die Sozialleistungen wurden in den letzten Jahrzehnten faktisch gesenkt und nicht erhöht.

  • Daß die mathematisch ermittelte Sozialquote nicht wesentlich gestiegen ist, das ist nur ein schwacher Trost.

    Denn inzwischen hat sich ja der Bundeshaushalt vermehrfacht. Das Beispiel Bundeswehr/Sozialgeld zeigt, wie sich die Verhältnisse dramatisch verschoben haben. Man muß es auch in Relation zu dem Steueraufkommen sehen.

    Im Augenblick wird das gesamte Steueraufkommen absorbiert durch Soziales und Pump.
    Die zukunftsorientierten Ausgaben zu Forschung, etc. werden nur noch über weiteren Pump finanziert.

    Und man muß die Sozialaufwendungen auch sehen in Relation zu den anderen Ländern. Denn Sozialkosten fallen nicht wie Manna vom Himmel sondern werden im internationalen Wettbewerb durch Verteuerung von Produkten und Dienstleistungen erkauft.

    Deutschland ist nach Frankreich Vizeweltmeister beim Ausgeben von Sozialgeldern.

    Vergleich: Vize-Weltmeister bei Sozialausgaben - Wirtschafts-News - FOCUS Online