Erwerbsminderung - Grundsicherung - Kindergeld

  • Hallo,


    ich hätte da mal eine Frage.
    Ich erhalte eine Rente wegen voller Erwerbsminderung die bis zum Juni 2013 befristet ist in Höhe von €318,16 nach allen Abzüger €286,02. Dazu kommt eine Grundsicherung in Höhe von €327,98. Dazu besitze ich noch einen Schwerbehindertenausweis von 70% ohne Merkzeichen.


    Vor einigen Monaten hatte dann das Sozialamt mir mitgeteilt das ich einen Anspruch auf Kindergeld habe. Da die Familienkasse der Meinung war das dies nicht stimmt wurde der Antrag abgelehnt. Daraufhin hat das Sozialamt gesagt ich solle Gerichtlich gegen diese Ablehnung vorgehen, gesagt getan und heute hab ich ein Schreiben von der Familienkasse bekommen mit dem Bewilligungsbescheid. Mir werden jetzt ab dem Monat März 2009 ingesammt €3296 nachgezahlt. Meine Sachbearbeiterin vom Sozialamt war aber damals schon der Meinung das das Kindergeld mit auf die Grundsicherung angerechnet wird. Durch ein bisschen recherche im Internet bin ich aber der Meinung das dies nicht mehr mit als Einkommen angerechnet werden darf.


    Folgendes Urteil habe ich heute gefunden.


    Hoffe jemand kann mir einen Rat dazu geben.



    Gruß,
    Salt

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  • In dem Schreiben der Familienkasse steht:


  • Wohnst Du noch zu Hause, oder hast Du eine eigene Wohnung?


    Wovon leben Deine Eltern?


    Und was mich noch irritiert:
    Wenn Du eine befristete Rente hast, dürftest Du gar keine Grundsicherungsleistung erhalten, sondern lediglich Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem 3. Kapitel SGB XII...

    Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)


    Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: [URL=http://www.sozialhilfe24.de/forum/thread/231-nutzung-des-forums-hinweise/]

  • Hab meine eigene Wohnung. Meine Mutter ist an Krebs erkrankt und mein Vater Tod. Meine Mutter erhält selbst Sozialleistungen.


    Aus meiner Sicht wird sich das mit der Rente auch nicht mehr ändern da ich einfach keinem Vollzeit Job nachgehen kann.


    Hab das nochmal überprüft, im Bescheid steht Leistungen nach dem SGB XII, dürfte dann wohl die Hilfe zum Lebensubnterhalt sein.

  • Ok, dann hat das Sozialamt, wie auch die Kindergeldkasse Recht.


    Im Falle des Leistungsbezuges nach dem 3. Kapitel SGB XII ist Dein Kindergeld auf alle Fälle anrechenbares Einkommen.


    Solltest Du irgendwann mal eine unbefristete Rente erhalten und Grundsicherungsleistungen nach dem 4. Kapitel SGB XII beziehen, ist auch dann das Kindergeld anrechenbares Einkommen, da Du einen eigenen Haushalt führst.

    Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)


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  • Quote from gfr;137226

    Ok, dann hat das Sozialamt, wie auch die Kindergeldkasse Recht.


    Im Falle des Leistungsbezuges nach dem 3. Kapitel SGB XII ist Dein Kindergeld auf alle Fälle anrechenbares Einkommen.


    Solltest Du irgendwann mal eine unbefristete Rente erhalten und Grundsicherungsleistungen nach dem 4. Kapitel SGB XII beziehen, ist auch dann das Kindergeld anrechenbares Einkommen, da Du einen eigenen Haushalt führst.


    Hallo!
    Kurze Nachfrage,


    wie sähe es denn aus, wenn die Mutter/Eltern nicht Sozialleistungen erhalten, das "Kind" aber dennoch einen eigenen Haushalt führt. Soweit ich weiss, ist Kindergeld doch an sich Einkommen der Eltern, nicht des Kindes, oder?
    Würde im Fall einer dauerhaften, vollen Erwerbsminderung das Kindergeld des erwachsenen Kindes dann dennoch auf die Grundsicherung angerechnet werden?


    Gruss,
    little

  • Ja, da Du das Kindergeld an das im eigenen Haushalt lebende Kind weitergeben musst, bzw. das Kind einen Abzweigungsantrag an die Kindergeldkasse stellen muss.


    Lebt das Kind bei Dir, wird das KG nicht angerechnet, weil Du damit ja auch einen Teil des Lebensunterhalt des Kindes sicherstellen musst.

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  • Hab heute €2560 von der Familienkasse überwiesen bekommen.
    So hatte ich es auch aus dem Brief entnommen:


    Quote

    Der Anspruch gilt Ihnen gegnüber für den Zeitraum von Juni 2010 bis September 2010 in Höhe von €736 nach § 75 Abs. 2 EStG in Verbindung mit § 107 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB X) als erfüllt.

    Die Sozialhilfeverwaltung der Stadt xxx hat in dieser Höhe einen Erstattungsanspruch nach § 74 Abs. 2 EStGin Verbindung mit §§ 103, 104 SGB X geltend gemacht, da für den gleichen Zeitraum Sozialleistungen ohne Anrechnung von Kindergeld gewährt wurden.


    Verstehe das so dass das Sozialamt in höhe von €736 einen Erstattungsanspruch hat und die restlichen €2560 für mich übrig bleiben, aus welchem Grund sollten sie mir die sonst überweisen?


    Hoffe mir kann nochmal jemand helfen, kann leider erst Mittwoch mit dem Sozialamt telefonieren und fragen für wen das Geld jetzt gedacht ist.

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  • Hhmm, beziehst Du erst ab Juni Leistungen nach SGB XII?


    Und falls ja, was war vorher?

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  • Hat sich erledigt, nach einem Telefonat mit dem Sozialamt wurde mir mitgeteilt das es ein Fehler der Familienkasse war und ich den Restbetrag selbst eben an das Sozialamt überweisen solle.


    Danke für deine hilfe :)