Urlaub nicht bei der Agentur angemeldet - Strafe?

  • Hallo!


    Kurz zu meiner Situation. Ich bin alleinerziehende Mutter in Elternzeit. Bin in einem festen Arbeitsverhältnis. Bin also nicht als Arbeitssuchend gemeldet. Da der Vater vom Kind uns verlassen hat beziehe ich momentan Hartz 4, bis ich nach der 3-jährigen Elternzeit wieder meine Arbeitsstelle antreten kann (leider nicht früher möglich).


    Nun wurde ich im August von meinem Bruder eingeladen mit ihm (ohne meinen Sohn - der war solange bei seinem Vater) nach Spanien zu fahren. Das war alles ne Spontanentscheidung. Mittwoch entschieden, Donnerstag gebuch, Freitag gefahren. Donnerstags hat er mir das komplette Geld für die Reise bar gegeben. Ich sollte es dem Veranstalter überweisen. Hab es auf mein Konto einbezahlt und direkt weiterüberwiesen. Bissl mehr als 1000 Euro waren das. Das alles war Mitte August. Nun muss ich einen Folgeantrag H4 machen. Bis Ende November ist mein erster Antrag gültig.


    Nun sehen die jedoch, dass auf meinem Konto ein sehr hoher Betrag einbezahlt wurde und auch an ein Reisebüro überwiesen wurde. Dumm sind die ja nicht. Die wissen das das Geld für einen Urlaub war. Bekomm ich dann Ärger, weil ichs nicht angegeben habe? Muss ja die Kontoauszüge der letzten 3 Monate einreichen. Wenn das nämlich der Fall sein sollte, kann ich ja noch 2 Wochen warten. Dann ist die Reise knapp etwas mehr als 3 Monate her und die Geldumbucherei ist nicht mehr auf den Kontoauszügen ersichtlich. Was meint ihr das sinnvoller ist? Hab ja nix böses getan...aber auf Ärger kann ich durchaus verzichten. Die kann mich sowieso von Grund auf nicht ausstehen - also meine zuständige Sachbearbeiterin :(


    Frage 2: Der Papa vom Ex überweist monatlich 200 Euro Unterhalt. 199 € sind nur vereinbart und hab ich auch nur angegeben. Er hat halt aufgerundet und ich sollte den Euro in die Spardose vom Kleinen sozusagen als Taschengeld werfen. Hab ich logischerweise auch gemacht. Aber hab Angst, dass die mich als "Betrügerin" hinstellen, weil ich den Euro monatlich unterschlagen hab (wie gesagt...des is ne ganz doofe Kuh! Netmal 30 und sitzt da drinnen mit der Nase nach oben, als wäre man Abschaum weil man in H4 gerutscht ist...auch wenns nur kurzzeitig ist :()


    Frage 3: Hatte ne große Asbachflasche im Wohnzimmer in die ich über Jahre immer mein Kleingeld geworfen hab! Das hab ich jetzt mal auf die Bank, weil mein Girokonto überzogen war und ich die Zinsen nicht zahlen wollte. Waren 500 Euro. Krieg ich da Ärger??


    Wie ihr schon merkt...bin total unsicher! Hatte nie was böses im Sinn aber manchmal wohl ohne groß zu denken gehandelt :(


    LG

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  • Hallo,


    da hast du ja heikle Sachen gemacht. Zur Frage 1: Wenn du es in der Zeit wo du keine Kontoauszüge abzugeben hattest getan hast werden da wohl keine Schwierigkeiten auf dich zu kommen zumindest hatte ich bisher keinerlei Probleme damit gehabt. Frage 2: Beziehst du den Unterhalt erst seit kurzem? Da bin ich mir selbst nicht sicher du dürftest normalerweise ja 100Euro zuverdienen ohne das was abzugeben ist ich denke da kommt nichts aber lege mich nicht fest. Zur Frage 3: Da könntest du je nach Auslegungssache Probleme bekommen denn du hast Bargeld gehabt dass du nicht angegeben hast. Drücke dir die Daumen dass du keine Schwierigkeiten bekommst.


    Gruß

  • Ich würde doch mal vorsichtig vorschlagen alles anzugeben wie es tatsächlich war und nicht nach Tipps zu suchen die Sachen zu vertuschen ;).
    Also sowohl die 1000 € Einkommen die anzugeben gewesen wären wie auch die nicht mitgeteilte Ortsabwesenheit (wobei ich hier nicht weiß, ob das Auswirkungen hätte) und den tatsächlichen Unterhalt.


    Als Mutter will man seinem Kind doch bestimmt ein gutes Vorbld sein und zu einem ehrlichen Menschen erziehen und nicht mit Sozialbetrug glänzen.


    Außerdem sollte man sich nicht über die Hochnäsigkeit anderer Menschen beschweren wenn man dann gleichzeitig versucht alle Vorurteile über Alg II-Empfänger zu bestätigen (Nichtmitteilung von Einkommen, Betrug, Vertuschung,...). Auch der Eintrag vor mir ist ja wieder ein schönes Beispiel :D.

  • Quote from Mamawue;135583

    wie gesagt...des is ne ganz doofe Kuh! Netmal 30 und sitzt da drinnen mit der Nase nach oben, als wäre man Abschaum weil man in H4 gerutscht ist...auch wenns nur kurzzeitig ist :()

    Wie ihr schon merkt...bin total unsicher! Hatte nie was böses im Sinn aber manchmal wohl ohne groß zu denken gehandelt :(

    LG



    Na dann gehen wir mal zu deinen Gunsten davon aus, dass diese Beleidigung deiner Sachbearbeiterin gegenüber auch mal wieder eine Handlung war, die du ohne "groß zu denken" von dir gegeben hast..... :rolleyes:

    Versuch dir mal anzugewöhnen, erst über dein eigenes Verhalten nachzudenken, bevor du andere Menschen beleidigst. Wäre ja schon mal ein Anfang.

  • Quote from melb;136179


    Frage 2: Beziehst du den Unterhalt erst seit kurzem? Da bin ich mir selbst nicht sicher du dürftest normalerweise ja 100Euro zuverdienen ohne das was abzugeben ist ich denke da kommt nichts aber lege mich nicht fest.


    Gruß


    Völlig egal, da es sich hier nicht um Einkommen aus Erwerbstätigkeit handelt. Somit fällt der Freibetrag von 100,- € weg und der Unterhalt wird voll angerechnet.

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  • *lol* übertreiben kann man auch ^^


    Groß reden - und selbst Hartz 4 empfangen. Andere runter machen ist leicht, gell ;)


    Wegen dem Euro pro Monat bin ich ne Betrügerin? Ok...dann steh ich dazu. Ich nehm DIE Schuld auf mich. War trotzdem nicht bewusst...und ich denke das ist zu verzeihen. Die, die sich tatsächlich wegen den Euro grad "aufführen" sollten vermutlich selbst erstmal vor ihrer Tür kehren *Kopfschüttel*


    Zur Spardose: Ich war mir nicht mal bewusst, dass man das hätte angeben müssen (jaja...ich weiß - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht). Zudem habe ich mich informiert...man darf einen gewissen, angesparten Betrag haben. Also ich hab deswegen nicht mehr Geld bekommen, als wenn ich es angegeben hätte!!! Habe also in keinster Weise Geld unberechtig erhalten! Das find ich das wichtigste!!!


    Und was Urlaub angeht...ich bin in Elternzeit und NICHT arbeitssuchend. Also muss ich auch nicht für evtl. Arbeitsvermittlungen jederzeit bereit stehen. Ich bekomm überhaupt keine Jobvorschläge. Also hat es keinen Nachteil, dass ich weg war. Ich glaube nicht mal, dass ich gesetzlich dazu verpflichtet gewesen wäre das zu melden!


    Ich finde teilweise die "Angriffe" ziemlich daneben. Da wird man wie der größte Sozialschmarotzer behandelt und hat sein Leben lang gearbeitet und einbezahlt! Man man man...bin ich froh, dass ich bald wieder arbeiten kann und das Thema erledigt ist!

  • Quote from Gnarf;136185

    Ich würde doch mal vorsichtig vorschlagen alles anzugeben wie es tatsächlich war und nicht nach Tipps zu suchen die Sachen zu vertuschen ;).
    Also sowohl die 1000 € Einkommen die anzugeben gewesen wären wie auch die nicht mitgeteilte Ortsabwesenheit (wobei ich hier nicht weiß, ob das Auswirkungen hätte) und den tatsächlichen Unterhalt.


    Als Mutter will man seinem Kind doch bestimmt ein gutes Vorbld sein und zu einem ehrlichen Menschen erziehen und nicht mit Sozialbetrug glänzen.


    Außerdem sollte man sich nicht über die Hochnäsigkeit anderer Menschen beschweren wenn man dann gleichzeitig versucht alle Vorurteile über Alg II-Empfänger zu bestätigen (Nichtmitteilung von Einkommen, Betrug, Vertuschung,...). Auch der Eintrag vor mir ist ja wieder ein schönes Beispiel :D.


    Den Unterhalt werd ich natürlich so angeben. Das werd ich bestimmt nicht für mich behalten...!!! Das hatte ich auch nicht vor!


    Genauso wenig wollte ich die 500 Euro verschweigen. Ich wollte nur wissen, ob es denn sehr schlimm ist...


    Das einzigste was ich wissen wollte, ob es sinnvoller wäre vom Urlaub nix zu sagen!


    *lol* Also was meine Qualitäten als Mutter angeht, kannst du sehr beruhigt sein. Mein Sohn bekommt hier sehr wohl Erhlichkeit vorgelebt...und auch vorallem - was mir sehr wichtig ist - dass arbeiten etwas selbstverständliches ist. Er bekommt nur das Beste von mir mit auf den Weg. Das ist mir wichtig. Also das Thema anzuschneiden ist wohl ziemlich daneben...


    Zum letzten Absatz muss ich wohl nix weiter sagen. Hab ja schonmal erklärt, dass ich niemanden betrügen wollte - sondern wissen wollte, ob Strafen auf mich zukommen. Es war Unwissenheit...und kein geplanter Betrug. Das macht rein rechtlich auch schon einen sehr großen Unterschied! Hätte ich Geld bewusst unterschlagen wollen, dann hätte ich da bestimmt drauf geachtet - und nicht einfach alles über mein Konto laufen lassen. Das sollte das doch schon beweisen...;) Nicht immer nur gleich los feuern, sondern auch mal drüber nachdenken! Nicht alle Welt ist böse!

  • Quote from Mamawue;136357



    Groß reden - und selbst Hartz 4 empfangen. Andere runter machen ist leicht, gell ;)



    weiß ich nicht, ich empfange kein Hartz 4 und habe es nie.

    Bei welcher Summe fängt bei Dir denn Betrug an? Abgesehen davon, daß es wohl mehr als ein EUR ist, da das ja wohl schon länger als ein Monat läuft.

    Quote

    Zur Spardose: Ich war mir nicht mal bewusst, dass man das hätte angeben müssen (jaja...ich weiß - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht). Zudem habe ich mich informiert...man darf einen gewissen, angesparten Betrag haben. Also ich hab deswegen nicht mehr Geld bekommen, als wenn ich es angegeben hätte!!! Habe also in keinster Weise Geld unberechtig erhalten! Das find ich das wichtigste!!!



    Klar war Dir das nicht bewußt, es wird im Antrag ja auch gar nirgends nach Bargeld gefragt (kopfschüttel)

    Quote

    Ich finde teilweise die "Angriffe" ziemlich daneben. Da wird man wie der größte Sozialschmarotzer behandelt und hat sein Leben lang gearbeitet und einbezahlt! Man man man...bin ich froh, dass ich bald wieder arbeiten kann und das Thema erledigt ist!



    Und ich finde Betrug daneben. Und von Versehen kann bei Dir keine Rede sein, Du wußtest, daß Du alles korrekt angeben mußt. Es gibt das Merkblatt, es wird im Antrag alles abgefragt und an jedem Bescheid hängen nochmal die Hinweise.

  • Quote from Mamawue;135583

    Muss ja die Kontoauszüge der letzten 3 Monate einreichen.


    Vielleicht werden es auch wie bei vielen anderen die Kontoauszüge vom ganzen Bezugszeitraum verlangt, dann hat sich die Diskussion eh erledigt.

    Das Vergleichen ist das Ende des Glücks
    und der Anfang der Unzufriedenheit.

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  • Ganz davon abgesehen reiche ich immer schon freiwillig die Kontoauszüge der letzten sechs Monate ein. Vorher nehmen ich einen Textmarkierer und hebe meine Geldeingänge (Verdienst) hervor. Ich habe nichts zu verbergen. Was mich immer ein wenig wundert ist die Tatsache das diese Fragen gestellt werden wenn ein Weiterbewilligungsantrag gestellt werden muß. Ich denke einmal, das Dir die 1000,00 Euro für den Urlaub angerechnet werden. Und bei den 500,00 Euros aus der Flaschenpost dürfte es nicht anders sein. Du hast Dich jetzt denke ich einmal unglaubwürdig gemacht und da wirst Du noch so viel erklären. Und es spielt keine Rolle ob Du im Moment im Erziehungsurlaub bist. Du bekommst jetzt staatliche Leistungen und hast Dich wie andere auch an die Spielregeln zu halten.

  • Quote from Mamawue;136357

    Ich finde teilweise die "Angriffe" ziemlich daneben. Da wird man wie der größte Sozialschmarotzer behandelt und hat sein Leben lang gearbeitet und einbezahlt! Man man man...bin ich froh, dass ich bald wieder arbeiten kann und das Thema erledigt ist!


    Bei dieser Aussage komme ich auch immer ins Schmunzeln. Wenn ein vielleicht 25 jähriger damit kommt das er ein Leben lang gearbeitet hat und jetzt das zurück holt was er eingezahlt hat.:rolleyes:

  • Hallo Mamawue,


    Versetze dich mal in die Lage deiner SB:


    Dein Bruder hat zufällig 1000€ zu Hause?
    Oder er geht zur Bank hebt 1000€ ab gibt sie dir,du zahlst sie auf deinem Konto ein,und machst eine Überweisung.?


    500€ aus Flasche zu Hause,kann man die nicht einfach so ausgeben?


    Ich als SB würde mir Gedanken machen ob mich hier Jemand ärgern will,
    oder ob ich hier einen so umständlichen (naiven) Menschen vor mir habe.


    Quote

    Also hat es keinen Nachteil, dass ich weg war. Ich glaube nicht mal, dass ich gesetzlich dazu verpflichtet gewesen wäre das zu melden!


    Das weis ich auch nicht,aber glauben alleine kann schon Schwierigkeiten
    bedeuten.


    lg
    edy

    Eine freundliche Begrüßung und Verabschiedung , bei jedem Beitrag, ist immer angebracht.

  • Quote from Mamawue;136357




    Und was Urlaub angeht...ich bin in Elternzeit und NICHT arbeitssuchend. Also muss ich auch nicht für evtl. Arbeitsvermittlungen jederzeit bereit stehen. Ich bekomm überhaupt keine Jobvorschläge. Also hat es keinen Nachteil, dass ich weg war. Ich glaube nicht mal, dass ich gesetzlich dazu verpflichtet gewesen wäre das zu melden!



    Das ist falsch, dann könnte ja jeder, der eine Langfristige-AU, o vgl., hat auch einfach mal so ortsabwesend sein, ohne dies zu melden, funktioniert so nicht!