Regierung streicht Kindern die Schulhilfe

  • Regierung streicht Kindern die Schulhilfe


    Kinder aus sozial schwachen Familien müssen künftig auf das "Schulstarter-Paket" verzichten. Die Regierung gab die Kürzung zu.
    Rund 300.000 Kindern von Eltern mit geringem Einkommen droht der Verlust von Bildungsleistungen des Staates. Bislang bekommen diese Kinder einmal im Jahr 100 Euro für Ausgaben, die ihnen im Zusammenhang mit der Schule entstehen. In der jetzt von der Bundesregierung beschlossenen Hartz-IV-Reform ist dieser Betrag nicht mehr vorgesehen. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales WELT ONLINE.
    Nach den Plänen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sollen künftig nur noch Kinder von Hartz-IV-Empfängern ein Schulmittelbedarfspaket erhalten. Bislang stand diese Hilfe auch jenen Eltern zu, deren Einkommen nur knapp über den Hartz-IV-Sätzen liegt und die deshalb einen Kinderzuschlag bekommen. Zu verdanken hatten sie dies der SPD, die zur Zeit der großen Koalition darauf gedrängt hatte, den Kreis der Hilfebedürftigen auf diese Kinder und Jugendlichen auszuweiten. Vom Wegfall dieses Zuschusses sind heute 300.000 Schülerinnen und Schüler betroffen.
    Die Hartz-IV-Reform sieht nun vor, dass Kinder von Hartz-IV-Empfängern mit 250 Euro pro Jahr unterstützt werden. Hinzu kommen Ausgaben für das Mittagessen in der Schule und für Nachhilfeunterricht. Das sogenannte „Bildungs- und Teilhabepaket“ setzt sich wie folgt zusammen: 120 Euro für „Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben“. Weitere 100 Euro gibt es wie bisher als Schulbedarfspaket, und 30 Euro werden für die Kosten einer Klassenfahrt gezahlt.
    „Unterm Strich bekommen die Kinder von Hartz-IV-Empfängern also 150 Euro mehr und nicht 250 Euro, wie Frau von der Leyen glauben machen will“, sagt der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann. „Die Ministerin zeigt Kindern keinen Weg aus der Armut heraus.“ Der Wegfall des Schulpakets für Kinder von Geringverdienern sei sozialpolitisch durch nichts zu rechtfertigen. Hier werde eine Gruppe bestraft, die große Anstrengungen für ihre gesellschaftliche Teilhabe unternehme.
    Auch das von Wolfgang Schäuble (CDU) geführte Finanzministerium kommt zu dem Schluss, dass Geringverdiener mit Kinderzuschlag eine aufstiegsorientierte Gruppe sei. In einer WELT ONLINE vorliegenden Stellungnahme an die Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Petra Merkel (CDU), schreibt Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter: „Der Kinderzuschlag fördert daher gezielt Familien, die aktiv einen Ausweg aus Einkommensarmut suchen und aus dem Grundsicherungssystem des Arbeitslosengeldes II herauskommen wollen.“ Auch das Meinungsforschungsinstitut Forsa kommt zu dem Schluss, Kinderzuschlagsberechtigte hätten einen „ausgeprägten Wunsch“ nach einer Erwerbstätigkeit.

    Hartz-IV-Reform: Regierung streicht Kindern die Schulhilfe - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE

    Grüsse,

    Mandy

    [SIZE=1]Ich beantworte ab sofort KEINE PN mehr, weshalb Threads geschlossen und/ oder bearbeitet bzw. entfernt wurden oder man eine Verwarnung erhielt. Wenn dies der Fall ist, dann hat das seinen Grund -> [SIZE=2]Forumsregeln [/SIZE] ->LESEN!!!!!)![SIZE=2]. [/SIZE][/SIZE]

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  • Na dann Hallelujah, dann werden Kinder wo die Eltern gerade so über der Einkommensgrenze liegen und deswegen Kinderzuschlag bekommen, meiner Meinung nach wieder benachteiligt.


    Für diese Kinder gibt es kein gefördertes Mittagessen, keinen Hortplatz bezahlt, kein Klassenfahrtzuschuß usw.


    Nach Abzug aller Kosten bei Kinderzuschlagempfänger, haben die weniger in der Tasche als ein Alg2 Empfänger.


    Traurig...


    LG

  • Eben grade in der Diskussion des Bundestages, gab die Koalition widersprüchlich Aussagen zur Streichung des Schulstarterpakets.

    Von der Leyen hat der Aussage des Kölner Stadtanzeigers widersprochen.

    Hat das jemand eben auch gesehen und die Aussagen dazu verstanden? :o

  • Bild-Zeitung-Niveau!


    Das sogenannte Schulstarterpaket gibt es weiter, nur jetzt gesplittet.
    70 € zum Schuljahresbeginn, 30 € im Februar.


    Im Referenten-Entwurf zu finden unter § 28(3) neu.

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  • Selber suchen. ;)
    Na ja, es betrifft mich nicht, ich brauche es nicht.


    Mich hat nur wieder einmal diese platte Beschimpfung und das Gejammer geärgert, was unreflektiert übernommen wird - und alle schreien mit.

  • hier z. B. :

    Harald Thome - Download


    Du hast den Referentenentwurf vom 26.9. Anschauen musst du dir den vom 20.9...

    Turtle

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Dank Dir Turtle :o

    Kann es sein, dass dieser Absatz auf Seite 135 die Hysterie ausgelöst hat?