Krankengeld ausgesteuert - kein ALG 1, kein ALG 2

  • hallo an alle wissenden...
    nach 40 jahren arbeit bin ich seit längerer zeit arbeitsunfähig geworden,seit juli bin ich aus der kk ausgesteuert -das arbeitsamt sagt sie sind nicht für mich zuständig da ich ja eine stelle habe -gottseidank -ausser ich würde ein weisungs-und direktionrecht meines arbeitgeber bringen-dass er aber mir nicht ausstellt-.die arge sagt auch sie sind nicht zuständig -weil ich ca 1500 darüber liege ,d.h. für mich ich bin nicht krankenversichert ..wobei die krankenkasse behauptet das kann nicht sein ,zuständig ist das arbeitsamt..und jetzt...
    wer von euch kann mir weiter helfen..


    sorry für die dauernde kleinschreibung aber mein computer spinnt heute..

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  • Hi,


    da hat man dir bei der Arbeitsagentur leider Unsinn erzählt.


    Du gehst mit dem Aussteuerungsbescheid der KK zur Arbeitsagentur und beantragst Arbeitslosengeld gem. § 125 SGB III.


    Du stellst dich im Rahmen des von der AA zu erstellenden Arztgutachten dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Eine Kündigung deines noch bestehendes Arbeitsverhältnisses ist nicht erforderlich.


    Nahtlosigkeitsregelung


    Unter Nahtlosigkeitsregelung versteht man den Anspruch auf Arbeitslosengeld eines nicht nur vorübergehend Leistungsgeminderten, der keine versicherungspflichtige Beschäftigung mehr ausüben kann - somit nicht "verfügbar" ist -, bei dem aber auch verminderte Erwerbsfähigkeit (noch) nicht festgestellt wurde. Die Nahtlosigkeitsregelung überbrückt also eine Phase bis zur Klärung der Zuständigkeit zwischen Agentur für Arbeit und gesetzlicher Rentenversicherung.


    § 125 Abs. 1 SGB III gibt einem Arbeitslosen, der nach den Feststellungen der Agentur für Arbeit wegen Minderung seiner Leistungsfähigkeit mehr als 6 Monate nicht mehr in der Lage ist/voraussichtlich nicht mehr in der Lage sein wird, 15 Stunden wöchentlich unter arbeitsmarktüblichen Bedingungen zu arbeiten, einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. etc. pp.


    Der ganze Text ist hier:[URL="http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_88968/SharedDocs/de/Inhalt/Zielgruppen/01__sozialmedizin__forschung/01__sozialmedizin/glossar__sozmed/Functions/Glossar,lv2=81220,lv3=87234.html"]Nahtlosigkeitsregelung
    [/URL]
    § 125 SGB III

    Für die Richtigkeit und Vollständigkeit meiner Angaben kann ich keine Gewähr übernehmen.


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  • Quote from mara10;130900

    und dieses weisungs-u.direktionsrecht auf welches das arbeitsamt so pocht...
    mein arbeitgeber weigert sich ja
    lb mara10


    Hi,


    die fachlichen Hinweise zu § 125 SGB III der Arbeitsagentur sagen hier folgendes :


    Arbeitslosigkeit Rz (125.5)


    § 125 fingiert die Arbeitslosigkeit, wenn der Arbeitslose für mehr als sechs Monate in seiner Leistungsfähigkeit so gemindert ist, dass er keine marktübliche versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung ausüben kann.


    Arbeitslosigkeit kann auch vorliegen, wenn das Beschäftigungsverhältnis faktisch beendet ist, das Arbeitsverhältnis aber fortbesteht. Mit der Arbeitslosmeldung dokumentiert der Arbeitslose, dass er das Direktionsrecht des Arbeitgebers nicht mehr anerkennt.


    Bestätigungen des Arbeitgebers sind nicht zu verlangen.


    Zum Nachlese:FH § 125 SGB III

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  • Hi,


    du solltest darauf achten, dass dir deine erstmalige Vorsprache bei der Arbeitsagentur als Antragstellung im ALG Antrag eingetragen wird.


    Es wird grundsätzlich erst ab Antragstellung gezahlt.


    Vergesse aber nicht auf die Antragstellung gem. § 125 SGB III hinzuweisen.


    Aussteuerungsbescheid der KK nicht vergessen.


    Lese dir auch die im folgenden Link beschriebenen Infos sorgfältig durch.


    Antrag


    http://"http://www.arbeitsagentur.de/nn_256838/Navigation/zentral/Buerger/Arbeitslos/Alg/Antrag/Antrag-Nav.html"

    Für die Richtigkeit und Vollständigkeit meiner Angaben kann ich keine Gewähr übernehmen.


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  • das Arbeitsamt besteht weiterhin auf den Verzicht des Weisungs -u. Direktionrecht !!Jetzt sagen sie der Paragraph würde bei mir nicht greifen -weil ich ja eine Wiedereingliederung demnächts beginne,ich eine Stelle habe,-..mein Arzt gibt mir eine Bestätigung für 15 Std. im Monat -Arbeitsfähig für leichte Tätigkeiten.
    Ich empfinde das alles als Hinhaltetaktik ,entweder kann ich mich dort nicht durchsetzen oder ich kapiere es nicht.jetzt lebe seit über 2 Mon. ohne Krankenversicherung ,was an sich schon ein Wahnsinn ist -u.ohne Geld.Gibt es bei den Arbeitsämtern kostenlose rechtliche Beratung -fällt mir gerade so ein??
    LB Mara

  • Hallo Mara,


    vielleicht bekommst du ja einen Beratungsschein vom Amtsgericht und kannst dir einen Anwalt nehmen?


    Was ist denn eigentlich dieses Weisungs- und Direktionsrecht? Wozu will die BfA das und warum will dein Arbeitgeber dir das nicht geben?

  • Quote from mara10;132310

    das Arbeitsamt besteht weiterhin auf den Verzicht des Weisungs -u. Direktionrecht !!


    Hast du das alles eigentlich schriftlich oder lässt du dir das nur erzählen?

    Meine hier eingestellten Beiträge stellen nur meine persönliche Meinung und KEINE Rechtsberatung dar. Ich erhebe nicht den Anspruch allwissend zu sein und lasse mich gerne korrigieren. Wer mich nicht mag, darf mich gerne ignorieren, persönliche Angriffe bitte ich zu unterlassen. Vielen Dank.

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  • Vielleicht ändern sie ihre Meinung, wenn du dir das alles mal schriftlich geben läßt, wenn du Ihnen mit dem Anwalt drohst, wenn du Ihnen die entsprechenden Passagen der von Lopo hier zitierten Durchführungsanweisung vorlegst und auf das Gesetz verweist, wenn du verlangst mit dem Teamleiter zu sprechen, ...


    Und einen Antrag auf ALG zu stellen kann dir auch niemand verwehren. Und dann müssen sie dir eine schriftliche Ablehnung mit schriftlicher Begründung geben und dann hast du etwas in der Hand, kannst dagegen Widerspruch einlegen, Klage einreichen oder eine Einstweilige Anordnung veranlassen, ...
    Du darfst dich nicht länger mündlich abspeisen lassen, denn sonst hast du all diese Möglichkeiten nicht!


    Bis dahin kannst du ja auch noch Leistungen bei der ARGE und beim Sozialamt beantragen. Denn wenn du sonst jetzt kein Geld hast, müssen auch sie erstmal in Vorleistung gehen, solange bis das geklärt ist.

  • den Antrag hatte ich gleich nach der Aussteuerung der KK gestellt. Dieser liegt
    dem AA vor seit Juli.Lt. AA ist es aber nicht so wie Lopo es schreibt:mad:
    morgen gehe ich nochmal zum AA,vielleicht liegt es ja auch daran -ich mache demnächst die betriebliche Wiedereingliederung,hab ich denen auch so erzählt.Jedenfalls bin ich total down ,nicht krankenvers. und,und..
    LB mara

  • Quote from lopo;130881

    Hi,

    da hat man dir bei der Arbeitsagentur leider Unsinn erzählt.

    Du gehst mit dem Aussteuerungsbescheid der KK zur Arbeitsagentur und beantragst Arbeitslosengeld gem. § 125 SGB III.



    Dass mit dem "Unsinn erzählen" habe ich auch erlebt. Nicht ich persönlich, sondern ein Verwandter, der jetzt auch in Kürze "ausgesteuert" wird. Er rief bei der Arbeitsagentur unter einer 01805-Nr. an und erklärte, dass er NICHT arbeitslos sei, aber aufgrund seiner langen Erkrankung kein Krankengeld mehr erhalte und in Kürze ausgesteuert werde. Ich hatte ihm bereits empfohlen auf § 125 SGB III hinzuweisen.

    Das Telefon war auf Lautsprecher geschaltet und ich habe gedacht ich traue meinen Ohren nicht, als die "nette" Dame kurz und knapp sagte:
    "§ 125 kenn ich nicht. Sie müssen zur ARGE nach XY".
    Abgesehen davon, dass der Hinweis auf die ARGE falsch war, hatte sie ihn auch noch an die falsche, also nicht für seinen Wohnort zuständige ARGE verwiesen. Das war echt ein Armutszeugnis und da soll man noch Vertrauen in die Mitarbeiter haben ??

    Ich bin nun mit ihm zur Arbeitsagentur gefahren habe nochmals optimistisch den § 125 SGB III und den Begriff "Nahtlosigkeit" erwähnt.

    Daraufhin wurde ihm anstandslos ein entsprechender Antrag ausgehändigt.

    Wollen wir nur hoffen, dass er auch in der kommenden Zeit mit Mitarbeitern zu tun hat, die wissen wo es lang geht.

  • Leider hat mein Arbeitgeber schon das Weisungs-u.Direktionsrecht ausgefüllt was nachträglich für mich nicht gut war.So bin ich aus dem Wiedereingliederung beim Arbeitgeber rausgefallen.Mir hat das AA gesagt der besagte Parag.würde bei mir nicht greifen :mad:Blöd diese Abhängigkeit von Sachbearbeitern die sich selbst nicht auskennen.