Angepinnt Lange Geschichte: Mobbing im 1-€-Job. Wie sollte ich damit umgehen?

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  • Lange Geschichte: Mobbing im 1-€-Job. Wie sollte ich damit umgehen?

    Hallo an alle Hilfesuchenden und helfenden Hände da draußen,

    ich bin froh, dass ich dieses Forum hier gefunden habe und hoffe, dass man mir hier weiterhelfen kann.

    Es geht um folgendes:

    Momentan bin ich leider Arbeitsuchend gemeldet und bekomme, aufgrund meines geringen Verdienst in meiner letzten Tätigkeit, ALG2. Ich werde diesen Monat 25 Jahre alt, bin also derzeit noch in der U25-Abteilung.
    Ich habe in meiner Jugend leider nicht verstanden, wie wichtig eine vernünftige Schul- und Berufsausbildung ist und leider erst mit 20 angefangen mein Leben in den Griff zu bekommen. Seitdem habe ich auch immer viel getan um meine berufliche Zukunft zu sichern bzw. zu verbessern. Ich bin damals ohne Abschluss von der Schule gegangen und besuche mittlerweile das Abendgymnasium um dort mein Abitur nachzuholen. Momentan habe ich die Fachoberschulreife mit Qualifikation und befinde mich in dem 3. Semester, also der 12. Klasse. "Nebenbei" habe ich ein Fernstudium im Bereich Mediendesign/Medienwirtschaft begonnen, welches ich auch selbst zahle um meine berufliche Zukunft zu verbessern, da ich damals (verständlicherweise) keinen Ausbildungsplatz bekommen habe. Dieses Studium ist ohne Abitur möglich. Mittlerweile befinde ich mich im 7 Semester und bin voraussichtlich -wie auch ursprünglich geplant- in einem Jahr fertig. Soviel erst einmal zu meiner Vorgeschichte. Ob sie von Bedeutung ist, weiß ich nicht aber ich möchte natürlich auch keine Informationen verschweigen.

    Nun mache ich seit 2 Wochen einen "1-€-Job". Ursprünglich war ich für die Spülküche eines Gebrauchtwarenhandels vorgesehen, konnte dort allerdings schon am ersten Tag dafür sorgen, dass ich in den Verkauf gelange. Nachdem ich -auch am ersten Tag- ein kurzes Einführungsgespräch mit dem Chef (Geschäftsstellenleiter) führen dürfte und ich ihm in diesem anbot, auch Werbeflyer oder Plakate zu erstellen, da ich im Digital- und Printdesign schon einige Erfahrung sammeln durfte, setzte er mich kurzerhand als "Marketing und Design"... ja wie soll man sagen... ich nenne es jetzt mal "Leiterin" ein. Da es bisher keine solche Abteilung gab, bin und leite ich eben diese neue "Abteilung", bin für sämtliche Marketing und Designideen, -angebote und -umsetzungen zuständig und habe ausdrücklich gesagt bekommen, dass ich zwar momentan noch als 1-€-Kraft angestellt bin, allerdings Verantwortung trage und auch tragen soll und mich bei den "anderen 1-€-Jobbern" durchsetzen soll, da ich u.a. auch für die Gestaltung des Ladens zuständig bin und die "Jungs aus dem Lager" mir dabei helfen müssen.

    Gesagt getan. Ich muss dazu sagen, ich war froh morgens wieder aufstehen zu "müssen" und einen geregelten Tagesablauf zu haben und habe mich umso mehr gefreut, dass ich nun eine so tolle Tätigkeit ausüben darf, auch wenn ich dafür nur 1,20 € bekomme.

    Ich habe mich also ins Zeug gelegt und alles in meiner Macht stehende getan um meine Aufgaben bestmöglich oder sogar besser zu erfüllen. Da der Geschäftsstellenleiter 2 Tage nach meinem Start für 14 Tage in den Urlaub gefahren ist, war "das hohe Tier", der Geschäftsleiter der Mutterfirma, währenddessen mein Ansprechpartner. Er war 2x wöchentlich vor Ort und wir hatten jeweils auch ein Meeting in dem wir alles besprachen und so konnte ich mit ihm einiges absprechen und auch schon umsetzen. Auch er sagte, dass ich mich durchsetzen solle und "bitte bitte" Eigeninitiviative zeigen solle, am besten so viel, dass möglichst viele Ideen und am besten auch Ergebnisse vorliegen, sobald der Geschäftsstellenleiter wieder aus dem Urlaub zurück ist.

    Dies setzte ich auch Erfolgreich um und der Geschäftsführer war bisher von all meinen Ideen und Umsetzungen, sowie von mir und meiner Arbeitsweise, angetan und lobte mich sehr.

    Nun hatte ich heute morgen einen Termin bei der Jobagentur bei meiner Fallmanagerin (U25) mit welcher ich so meine Probleme habe. Im Moment gibt es sogar noch einen Rechtsstreit vor dem Sozialgericht und eine Beschwerde über sie liegt der zuständigen Teamleiterin, sowie der Geschäftsleitung auch vor. In dieser habe ich auch inständig um einen Fallmanagerwechsel gebeten.

    Nun aber zum eigentlichen Problem: Bei der Jobagentur angekommen, empfingen mich meine Fallmanagerin, sowie Ihre Teamleitung (meines Wissens "dicke" Freunde) und baten zum Gespräch. Aus oben genannten Gründen bat ich meinen "Betreuer" des 1-€-Jobs aber mit zu kommen, da ich solche Gespräche nicht mehr ohne Zeugen führen möchte und mir dies auch von meinem Anwalt nahe gelegt wurde. Dieser verspätete sich allerdings leider erheblich weswegen ich darum bat, das Gespräch zu verschieben. Die Antwort darauf war, dass dieses Gespräch nicht verschoben werden kann, da sonst ein "Nicht Erscheinen" eingetragen werden müsse und so beugte ich mich wohl oder übel und begann das Gespräch ohne meinen "Betreuer". Dieser erschien allerdings knappe 10 min. später. Das dieses kein "Gott sei Dank" wert ist, wird man weiter unten feststellen können.

    In diesem Gespräch wurden mir viele, unhaltbare, Dinge vorgeworfen, die in diesem Fall aber nicht Thema sein sollten, auch wenn diese mich teilweise sehr betroffen gemacht haben, aber gut...

    Das eigentliche Problem lag darin, dass ich gefragt wurde, welche Tätigkeit ich denn momentan in dem oben beschriebenen Laden ausüben würde. Ich antwortete wahrheitsgemäß mit "Prinzipiell das Marketing und Design...". Ich wurde ausgelacht und mir wurde unterstellt, dass dies nicht stimmen würde. Auch mein "Betreuer" stimmte dem nicht zu und unterstellte mir, dass es "etwas hoch gegriffen wäre" und ich doch nur simple Schreibarbeit erledigen würde. Dies stimmt aber keinesfalls. Wie oben erwähnt sagten mir sowohl Geschäftstellenleiter, als auch der Geschäftsführer, dass ich ausdrücklich für das Design und Marketing zuständig wäre und "nebenbei" die Gestaltung des Ladens, was ja irgendwie mit zu dem äußeren Erscheinungsbild eines Unternehmens gehört, übernehmen solle. Dies tat ich auch.

    Im gesamten Gespräch wurde mir immer und immer wieder unterstellt, dass ich Lügen würde und die Realität nicht ganz begreifen würde. Ich hätte keine Kompetenzen, keine Erfahrungen und kein Wissen (alleine diese Punkte machen mich gerade wieder ziemlich wütend) und ich sollte mich darauf beschränken im Lager Erfahrungen zu sammeln und mich auch weiterhin als Aushilfskraft bewerben, weil nur darin meine Zukunft läge. Sehr traurig, so etwas von Fallmanagern und "Betreuern" zu hören, die einem doch eigentlich helfen sollten und nicht auch noch auf einem "rumtrampeln" sollten. Zu guter Letzt sagte mein Betreuer, dass er sich erkundigt hätte und im "gesamten Betrieb" niemand gut auf mich zu sprechen wäre. Ich wäre unhöflich, unsympathisch, frech, dreißt, würde "den Chef raushängen lassen" und vieles mehr...

    Ich war entsetzt! Bisher verstand ich mich eigentlich mit allen sehr gut und habe mit den Mitarbeitern mit denen ich direkt zusammen gearbeitet habe einen sehr guten und netten Kontakt aufgebaut. Da ich, aufgrund eines Todesfalls, jedoch gestern kurzfristig für einen Kollegen die Lagerleitung übernehmen musste und dies den "Jungs" wahrscheinlich nicht passte, ging ich davon aus, dass eben genau diese Aussagen lediglich aus dem Lager stammten und fragte nach. Mein "Betreuer" erwiederte jedoch, dass dies eben nicht nur aus dem Lager käme.

    Alles in allem kam also bei dem Gespräch heraus: Ich sei faul, unmotiviert, arrogant, unfähig, verlogen, unhöflich, frech, dreißt und unsympathisch und hätte maximal als Aushilfskraft im Lager und ähnliches eine berufliche Zukunft. Im genannten Betrieb würde ich aufgrund der oben genannten Gründe sowieso nicht übernommen werden und ich sollte mich ja nicht wieder in meine "realitätsfremde Welt" flüchten.

    PUH!

    Natürlich versuchte ich bei sämtlichen Unterstellungen zu erwiedern und gab konkrete Antworten und Argumente preis, allerdings war es, wie man sich sicher vorstellen kann, nicht gerade einfach als "billige 1-€-Jobberin" vor 3 Beamten zu sitzen, die einen gemeinsam in Grund und Boden reden.

    Nachdem das Gespräch beendet war fuhr ich also zur Arbeit und sprach als erstes meine direkten Kollegen an.
    Ich bin kein Mensch der hinter dem Rücken redet oder etwas unausgesprochen lässt und empfand dies auch als richtig. Vielleicht ließe sich ja dadurch alles klären, dachte ich.

    Meine beiden direkten Kollegen waren total erstaunt, als ich Ihnen von dem vorangegangenen Gespräch erzählte und wunderten sich. Keiner von beiden wurde auf mich von besagtem "Betreuer" angesprochen. Der Geschäftsleiter erkundigte sich über mich und bekam ein positives Feedback. Das wusste ich jedoch schon.

    Nun ging ich in den Verkauf und erkundigte mich dort. Ich konnte leider nicht alle darauf ansprechen aber zumindest weiß ich, dass auch dort niemand wirklich etwas gegen mich hat (so zumindest die Aussage.......) und die Damen vorne jedoch mitbekommen haben, dass die anderen 1-€-Jobber sich wohl tierisch darüber aufgeregt hätten, dass ich eben diese Position bekleide und mir "etwas heraus nehmen würde". Was genau gemeint ist, kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Ich gehe jedoch davon aus, dass es einfache Dinge sind, die zu meiner Arbeit gehören, wie eben das Schaufenster eigenständig dekorieren, Flyer erstellen, Poster drucken und aufhängen und die Jungs hin und wieder bitten mir ein Möbelstück von A nach B zu tragen. Dann kam der Knaller.

    Ich habe gestern einen bisher ungenutzten Raum eingerichtet. Dieser befindet sich direkt angrenzend zu der Büroabteilung und so ergab es sich, dass ich diesen relativ kleinen Raum, der auch mal ein Büro war, eben zu diesem machte und einige Möbel aus der Abteilung (welche aufgrund der vielen Artikel förmlich überlief) in diesen Raum stellte um dort eine kleine Ausstellung zu machen. Kunden sollten sich "Ihr" Büro anschauen. Hübsch eingerichtet und dekoriert und nicht wild durcheinander gestellt wie bisher.

    Meine lieben Kolleginnen und Kollegen aus dem Lager bzw. der Spülküche dachten aber wohl, dass ich mir kurzerhand mein eigenes Büro einrichten würde und klebten auf sämtliche Möbel Aufkleber und Preisschilder, wobei dies nicht in dieser Weise vorgesehen war. Die Preisschilder wollte ich heute in einem extra Design ausdrucken.
    Aber wie es in einem "Kindergarten" so ist, wird erstmal gestichelt und hinter dem Rücken geplant, wie man mich am besten für meine "Dreißtigkeit" bestrafen könnte.

    Das witzige ist, dass ich sogar ein OK vom Geschäftsleiter für genau diesen Raum als eigenes Büro hätte. Allerdings haben wir uns darauf geeinigt, dass wir warten, bis der Geschäftsstellenleiter aus dem Urlaub zurück ist um das ganze noch einmal mit ihm abzusprechen, damit er sich nicht überrumpelt fühlt. Prinzipiell hätte ich mir diese extra Arbeit also gar nicht machen müssen und nur bis nächste woche warten müssen, bis ich mir (sehr wahrscheinlich) mein eigenes Büro dort einrichten dürfte und dann wäre das gleiche Spielchen auch abgelaufen, diesmal sogar ohne Gerüchte in die Welt zu setzen. Aber das nur nebenbei.

    Jaaaa... Nun habe ich folgendes Problem: Mein "Betreuer" sagte mir im Prinzip, dass ich keine Entscheidungen treffen dürfe und keine Verantwortung tragen würde. Ich hätte dies nur falsch verstanden (In 4 Meetings und unzähligen Gesprächen, die sinngemäß lauteten "Machen Sie! Sie haben die Verantwortung und die Befugnis! Wir wollen was sehen!"). Meine Fallmanagerin und deren Teamleitung stempeln mich als Lügnerin ab, was durch den "Betreuer" ja n nur bestätigt wird. Die anderen 1-€-Kräfte sind neidisch, sauer oder was auch immer und versuchen mich auflaufen zu lassen und ich stehe in der Mitte und weiß nicht so Recht woran ich nun bin.

    Heute hatte ich eigentlich eine Tour durch Universitäten und Schulen geplant um dort Kooperationen rauszuschlagen. Diese Route musste ich erstmal absagen und versuchte mich an die Arbeit zu machen, die ich machen "durfte".
    Wenn ich aber bis nächste Woche meine Todo-Liste nicht abgearbeitet kriege, werden Geschäftsleiter und Geschäftsstellenleiter wahrscheinlich auch nicht gerade erfreut sein und mich nicht mehr für so kompetent und fleißig halten wie bisher.

    Auf wen sollte ich "hören" und was würdet ihr tun?
    Und was ist, wenn aufgrund solcher Spielereien eine Kündigung ins Haus flattern würde oder das Mobbing zu stark wird? Bekomme ich dann eine Sperre? Darf ich mich dagegen wehren? Könnte ich gegen die jeweiligen Mitarbeiter in irgendeiner Weise vorgehen, wenn deren Betreuer und "Chef" genannter auch gegen mich ist?

    Ich bin ziemlich verzweifelt.
    Ich reiße mir, Entschuldigung für die Wortwahl, den Arsch auf um dort die bestmöglichste Arbeit zu leisten, bin zu allen freundlich und hilfsbereit, gehe mehr als nur vorsichtig mit dem Budget um und hoffe so sehr auf eine möglichst baldige Übernahme aber das könnte mir alles versauen oder meinen Willen, das ganze dort als Festangestellte in die Hand zu nehmen, gänzlich brechen, denn wie soll man vernünftige Arbeit abliefern, wenn es einen solchen Stress gibt?

    Nun die Frage, die mir schon den ganzen Tag im Kopf rum schwirrt:
    Sollte ich den Geschäftsleiter anrufen und ihm die Situation schildern?
    Er könnte für Klarheit sorgen.

    Allerdings könnte es so oder so für mich ausgehen.
    Vielleicht wirkt dies ja auch sehr unselbstständig und hilflos und macht absolut keinen guten Eindruck.
    Vielleicht schreckt er davor zurück einer einzigen Person zu helfen, anstatt die Gemeinschaft der großen Gruppe hinten zu behalten.
    Vielleicht wäre dies der/ein Grund, warum ich mir eine baldige Übernahme abschminken könnte und ich vielleicht sogar in die ursprüngliche Position in der Spülküche zurück verfrachtet werde.

    Fragen über Fragen und Sätze über Sätze.
    Entschuldigt bitte vielmals für diesen ellenlangen Roman.
    Ich muss zugeben, ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und bin jetzt schon ein Stück weit ruhiger und erleichterter, nachdem ich mir den Frust von der Seele schreiben konnte.

    Alles Liebe und vielen Dank vorab.
    Betty
  • Du bist diesem Laden im Rahmen einer AGH zugewiesen. Die Tätigkeit, die du dort ausführen sollst wurde in der Zuweisung mit "Beschäftigung in einer Spülküche" angegeben.

    Und diese Beschäftigung hast du auszüben. Nicht mehr und nicht weniger.

    Wäre ich der Vermittler und würde das mitbekommen, würde ich die Trägereigenschaften desselben anzweifeln und notfalls alle Arbeitsgelegenheiten bei diesem Träger beenden.

    Dass du bei den Maßnahmen, die du in deinem Roman beschreibst, Ärger mit deinen Kollegen bekommen hast, verwundert mich nicht. Mich würde es auch ärgern, wenn jemand, der zum "Spülen" gekommen ist, jetzt meint, sie wäre die stellvertretende Leiterin des Ladens.

    Turtle
  • raus_aus_hartzIV;118214 schrieb:


    Nun die Frage, die mir schon den ganzen Tag im Kopf rum schwirrt:
    Sollte ich den Geschäftsleiter anrufen und ihm die Situation schildern?
    Er könnte für Klarheit sorgen.


    Warum solltest du das tun wollen? Was ändert sich dadurch für dich? Das sind deine persönlichen Probleme. Entweder du machst dein Ding dort weiter (um dann zu sehen, was sich im Endeffekt ergibt) oder du pochst auf deinen Vertrag als Spülhilfe.
  • Hallo Turtle,

    Danke erstmal für Deine schnelle Antwort.

    Ich kann ja auch verstehen, dass es den anderen nicht passt, dass ich diese Leiter schneller hinauf klettern darf aber sollte ich dafür bestraft werden? Ist es meine Schuld, dass mir diese Stelle zugewiesen wurde und ist es verwerflich, dass ich die Gelegenheit beim Schopfe packe? Wer würde das nicht tun?

    Mich würde es auch ärgern, wenn jemand, der zum "Spülen" gekommen ist, jetzt meint, sie wäre die stellvertretende Leiterin des Ladens.


    Ich meine ja nicht, dass ich stellvertretende Leiterin bin, ganz im Gegenteil.
    Ich mache einfach nur meine Arbeit und versuche mich nach Möglichkeit aus dem Lager ganz rauszuhalten, weil es mir viel zu blöd ist jemanden "rumzuschupsen" der im Prinzip in der gleichen Situation ist wie ich. Dass mein Kollege, der mir eben auch etwas zu sagen hat, nun sagt, dass ich den gestrigen Dienstag seine Lagerleitung übernehmen soll ist unschön aber gehört in dem Fall dann leider auch mit zu meinen Aufgaben. Ich war aber nichts desto trotz weder unhöflich, noch frech oder sonst irgend etwas. Im Gegenteil! Mit mir wurde in einer Art und Weise geredet, wie man sie sonst nur -ich sags mal ganz böse- von versoffenen Asis auf der Parkbank kennt und ich dachte mir "sei ruhig, lass dich nicht reizen. Sag einfach, was Du zu sagen hast und geh danach zurück an Deinen Platz!"
    Ich habe mich also sogar der Anweisung wiedersetzt und mich eben nicht "knallhart durchgesetzt".

    Du bist diesem Laden im Rahmen einer AGH zugewiesen. Die Tätigkeit, die du dort ausführen sollst wurde in der Zuweisung mit "Beschäftigung in einer Spülküche" angegeben.

    Und diese Beschäftigung hast du auszüben. Nicht mehr und nicht weniger.


    Im ersten Anschreiben stand der Name des Ladens und "Lager, Logistik, Transport" als Tätigkeitsbeschreibung. Im Vertrag, welchen ich am 1. Arbeitstag unterschrieben habe stand allerdings schon "Marketing & Design".
    Aber selbst wenn nicht: Die Kräfte werden dort so eingeteilt, wie sie gebraucht werden. Sollte ich mich dem widersetzen wäre ich schön blöd.
    1. habe ich das zutun, was mir dort gesagt wird und
    2. habe ich in diesem Fall die besseren Karten übernommen zu werden, weil ich eben genau das gut kann und in diesem Bereich Erfahrungen sammeln durfte bzw. es noch studiere. Und Sinn und Zweck ist es ja, aus der Arbeitslosigkeit so schnell wie möglich heraus zu kommen, nicht wahr?
  • Grubenpony;118221 schrieb:

    Warum solltest du das tun wollen? Was ändert sich dadurch für dich? Das sind deine persönlichen Probleme. Entweder du machst dein Ding dort weiter (um dann zu sehen, was sich im Endeffekt ergibt) oder du pochst auf deinen Vertrag als Spülhilfe.


    Weil 2 meiner Kollegen es mir geraten haben und um einfach Klarheit zu bekommen. Im Moment stehe ich zwischen den Stühlen und weiß nicht "Mache ich nun die Arbeit, die ich diese Woche erledigen sollte oder mache ich nun etwas völlig anderes und kassiere dafür wahrscheinlich nächste Woche erstmal einen Einlauf..."

    Es ist wirklich eine blöde Situation, da ich nicht weiß:
    Geschäftsführer oder Betreuer/1-€-Team.
  • raus_aus_hartzIV;118225 schrieb:

    Weil 2 meiner Kollegen es mir geraten haben und um einfach Klarheit zu bekommen. Im Moment stehe ich zwischen den Stühlen und weiß nicht "Mache ich nun die Arbeit, die ich diese Woche erledigen sollte oder mache ich nun etwas völlig anderes und kassiere dafür wahrscheinlich nächste Woche erstmal einen Einlauf..."


    Ich habe keine Vorstellung davon, welchen Nutzen du oder jemand anderes aus dieser Vorgehensweise ziehen sollte. Das kann nur ein Schuß nach hinten werden.
  • Eine AGH läuft so: Ein Verein o. ä. beantragt beim Amt, das sie z. B. eine Spülhilfe brauchen und begründet, wieso das nötig ist und wieso in öffentlichem Interesse usw. Weiterhin gibt der Verein an, was das kostet.

    Die ARGE bewilligt das, wenn sie findet, dass es in Ordnung ist. Und ZAHLT dafür. Wenn also die ARGE eine Maßnahme für eine SPÜLHILFE bewilligt hat und der Träger dich MASSNAHMEWIDRIG einsetzt, dann kann der Geschäftsführer sich auf den Kopf stellen und mit den Ohren wackeln: notfalls bekommt er keine Kohle mehr für deine Maßnahme, wenn er meint, dich in Marketing und Design einsetzen zu müssen, obwohl dafür keine Maßnahme bewilligt wurde.

    Und zum Rest des Romans: Sorry, dein Verhalten klingt äußerst anmaßend. Und das würde mir als "Kollege" auch nicht gefallen. Dabei bleibe ich.

    Turtle
  • Du solltest auf Turtle hören und nur die Arbeit ausüben, die in Deiner Zuweisung steht. Trägt man Dir etwas anderes auf, bitte darum es schriftlich zu bekommen.

    Dir ist anscheinend nicht klar, wie übel Du Dich da in die Scheiße setzen kannst. Stell Dir nur vor, es kommt aufgrund eines Deiner Werbeflyer zu einem Gerichtsverfahren mit der Konkurrenz oder einer der "Jungs", die für Dich Möbelstücke von A nach B tragen, hat dabei einen Arbeitsunfall.

    Du kannst Dich darauf verlassen, kein Geschäftsführer und kein Geschäftsstellenleiter wird sich dann "erinnern" können Dir irgendetwas erlaubt oder Dich mit irgendwas beauftragt zu haben.

    Wo Deine berufliche Zukunft liegt, weiß ich nicht. (Bei dem Ehrgeiz und der Initiative, die Du zeigst wohl eher nicht in der Spülküche.) Aber Deine berufliche Gegenwart ist da, wo die Arge Dich mittels Zuweisung hingeschickt hat.

    Und das in keine Gemeinheit der Arge, das dient zum Schutz der 1€-Jobber. Denn im Normalfall sieht es ja wohl eher so aus, dass der Lagerarbeiter plötzlich gefährliche Abfälle entsorgen darf und die Spülkraft für die Putzfrau einspringt.

    Und was Dein Verhältnis zu Deinen Kollegen angeht. Das ist seine Sache, die selbst dann sehr viel Fingerspitzengefühl erfordern würde, wenn Du für diese Stelle regulär eingestellt worden wärst. Wenn jemand von außen kommt und allen sagt (oder sagen) soll, wo es lang geht, führt das fast immer zu emotionalen Verwerfungen. (V.a. wenn der Betreffende deutlich jünger ist.)

    Stell Dir nur mal vor zu Schulzeiten wäre in Deiner Clique plötzlich Eine aufgetaucht, jünger als die anderen, aber mit ganz großem Maul und hätte versucht Euch allen zu sagen wo es lang geht. Wäre ihr nicht gut bekommen, oder? (Und zwar v.a. dann, wenn sie tatsächlich was los gehabt hätte.)

    Nocheinmal: Wenn man Die Arbeiten gibt, die nicht in Deiner Zuweisung stehen, bitte um schriftliche Anweisungen. Wenn Du die bekommen solltest, geh damit zur Arge. Ich wette, dann bist Du ganz schnell raus aus diesem Job. Fakt ist nämlich: Die Arge und damit der Steuerzahler zahlt der Firma augenblicklich eine Fachkraft. Und die sollen sich die Herrschaften gefälligst einstellen !
  • Turtle1972;118256 schrieb:

    Eine AGH läuft so: Ein Verein o. ä. beantragt beim Amt, das sie z. B. eine Spülhilfe brauchen und begründet, wieso das nötig ist und wieso in öffentlichem Interesse usw. Weiterhin gibt der Verein an, was das kostet.

    Die ARGE bewilligt das, wenn sie findet, dass es in Ordnung ist. Und ZAHLT dafür. Wenn also die ARGE eine Maßnahme für eine SPÜLHILFE bewilligt hat und der Träger dich MASSNAHMEWIDRIG einsetzt, dann kann der Geschäftsführer sich auf den Kopf stellen und mit den Ohren wackeln: notfalls bekommt er keine Kohle mehr für deine Maßnahme, wenn er meint, dich in Marketing und Design einsetzen zu müssen, obwohl dafür keine Maßnahme bewilligt wurde.


    Sehr interessant. Das war mir gar nicht bewusst. Danke!

    Und zum Rest des Romans: Sorry, dein Verhalten klingt äußerst anmaßend. Und das würde mir als "Kollege" auch nicht gefallen. Dabei bleibe ich.


    Darf ich fragen, was Du als anmaßend betittelst? (ernsthafte Frage!)
    anmaßend ist meines Wissens gleichzusetzen mit den Wörtern Arrogant und Überheblich und genau das bin ich ja eigentlich nicht. Klar, wie gesagt, Neid und "Hass" sind irgendwo verständlich aber nochmal die Frage: Ist es verwerflich, die Möglichkeit zu nutzen, die einem geboten wird und würde nicht jeder andere ebenso handeln?

    Mammut68: Vielen Dank für die ausführliche und interessante Antwort. Ich werde nachher mit dem Geschäftsführer sprechen und ihm die gestrige Situation schildern und gleichzeitig um eine "rechtliche" Klärung der Sache bitten. Also um eine schriftliche Arbeitsanweisung. Egal was dabei raus kommt ist es wohl das Beste was ich machen kann.

    Ich werfe dabei aber einfach mal eine weitere Frage in den Raum:
    Angenommen der 1-€-Job wird ihm gestrichen bzw. mir wird dieser gekündigt. Darf er mich als Praktikantin einstellen oder Anfangs vielleicht mit einem Dumpinglohn, aber dafür als Fachkraft? Gibt es irgendwelche Vorschriften an die er sich zu halten hat, z.B. einen Mindestlohn? Bin diesbezüglich wirklich ziemlich unerfahren.

    Vielen Dank nochmal.

    Liebe Grüße
    Betty
  • Es gibt immer noch den Passus im Strafgesetzbuch, dass Lochnwucher eine Straftat ist. Soviel zum "Lohndumping" ohne Konsequenzen.

    Darf ich fragen, was Du als anmaßend betittelst? (ernsthafte Frage!)


    Gerne.

    Momentan habe ich die Fachoberschulreife mit Qualifikation und befinde mich in dem 3. Semester, also der 12. Klasse.


    Klingt mehr als komisch, wo du doch dann Bafög bekommen müsstest, wenn du angeblich schon so weit bist beim Abi. Besonders komisch klingt es, wenn man liest, dass du ohne Schulabschluss die Schule verlassen hast. Da fragt man sich doch, wie man zwischenzeitlich angeblich den Fachhochschulabschluss sich erworben haben will. Oder wird man heute mit Abschluss 7. Klasse zum Abi zugelassen?

    Nebenbei" habe ich ein Fernstudium im Bereich Mediendesign/Medienwirtschaft begonnen, welches ich auch selbst zahle um meine berufliche Zukunft zu verbessern, da ich damals (verständlicherweise) keinen Ausbildungsplatz bekommen habe. Dieses Studium ist ohne Abitur möglich. Mittlerweile befinde ich mich im 7 Semester und bin voraussichtlich -wie auch ursprünglich geplant- in einem Jahr fertig.


    Aha. Auch bei dem "Studium" waren also die Zugangsvoraussetzungen: "Abgang 7. Klasse"?!

    Ursprünglich war ich für die Spülküche eines Gebrauchtwarenhandels vorgesehen, konnte dort allerdings schon am ersten Tag dafür sorgen, dass ich in den Verkauf gelange.


    Du konntest also dafür "sorgen", dass du maßnahmewidrig eingesetzt wirst. Allein das ist schon anmaßend. Es liegt nicht in deinem Einflussbereich, zu veranlassen, dass du maßnahmewidrig eingesetzt wirst. Die anderen Leute dort machen auch die Arbeit, für die sie bewilligt wurden.

    auch Werbeflyer oder Plakate zu erstellen, da ich im Digital- und Printdesign schon einige Erfahrung sammeln durfte


    Beim Daddeln am Computer? Printdesign macht man am Mac, alles andere ist unprofessionell. Erzähle doch mal, mit welchen Programmen du dich auskennst. Wird sicherlich interessant.

    Nachdem ich -auch am ersten Tag- ein kurzes Einführungsgespräch mit dem Chef (Geschäftsstellenleiter) führen dürfte und ich ihm in diesem anbot, auch Werbeflyer oder Plakate zu erstellen, da ich im Digital- und Printdesign schon einige Erfahrung sammeln durfte, setzte er mich kurzerhand als "Marketing und Design"... ja wie soll man sagen... ich nenne es jetzt mal "Leiterin" ein.


    Einbildung scheint bei dir wirklich dem Grundbegriff "Bildung" zu entsprechen. Am ersten Tag... Leiterin... lächerlich.

    dass ich zwar momentan noch als 1-€-Kraft angestellt bin, allerdings Verantwortung trage und auch tragen soll und mich bei den "anderen 1-€-Jobbern" durchsetzen soll, da ich u.a. auch für die Gestaltung des Ladens zuständig bin und die "Jungs aus dem Lager" mir dabei helfen müssen.


    Das so ein Verhalten, sich ab dem ersten Tag als Chefin aufzuspielen, für Unruhe sorgt: das verwundert dich? Wobei mich das nicht verwundert, dass es dich nicht verwundert, ich glaube, du lebst irgendwo in deiner eigenen (Einbildungs)Welt.

    Nun hatte ich heute morgen einen Termin bei der Jobagentur bei meiner Fallmanagerin (U25) mit welcher ich so meine Probleme habe. Im Moment gibt es sogar noch einen Rechtsstreit vor dem Sozialgericht und eine Beschwerde über sie liegt der zuständigen Teamleiterin, sowie der Geschäftsleitung auch vor. In dieser habe ich auch inständig um einen Fallmanagerwechsel gebeten.


    Jo, den witzlosen Thread kennen wir hier ja zur Genüge. Wie wenn du ein Anrecht auf einen anderen FM hättest. Aber das und das hier bestätigt doch, dass du dir irgendwo was einbildest. Offensichtlich hast du mit allem Probleme, was dich aus deiner Traumwelt in die Realität holt.

    Ich wurde ausgelacht und mir wurde unterstellt, dass dies nicht stimmen würde. Auch mein "Betreuer" stimmte dem nicht zu und unterstellte mir, dass es "etwas hoch gegriffen wäre" und ich doch nur simple Schreibarbeit erledigen würde. Dies stimmt aber keinesfalls. Wie oben erwähnt sagten mir sowohl Geschäftstellenleiter, als auch der Geschäftsführer, dass ich ausdrücklich für das Design und Marketing zuständig wäre und "nebenbei" die Gestaltung des Ladens, was ja irgendwie mit zu dem äußeren Erscheinungsbild eines Unternehmens gehört, übernehmen solle. Dies tat ich auch.


    Du merkst offensichtlich gar nicht, wie sehr du in einer Scheinwelt lebst.

    Im gesamten Gespräch wurde mir immer und immer wieder unterstellt, dass ich Lügen würde und die Realität nicht ganz begreifen würde. Ich hätte keine Kompetenzen, keine Erfahrungen und kein Wissen (alleine diese Punkte machen mich gerade wieder ziemlich wütend) und ich sollte mich darauf beschränken im Lager Erfahrungen zu sammeln und mich auch weiterhin als Aushilfskraft bewerben, weil nur darin meine Zukunft läge. Sehr traurig, so etwas von Fallmanagern und "Betreuern" zu hören, die einem doch eigentlich helfen sollten und nicht auch noch auf einem "rumtrampeln" sollten. Zu guter Letzt sagte mein Betreuer, dass er sich erkundigt hätte und im "gesamten Betrieb" niemand gut auf mich zu sprechen wäre. Ich wäre unhöflich, unsympathisch, frech, dreißt, würde "den Chef raushängen lassen" und vieles mehr...


    Welche Kompetenzen und Erfahrungen hast du denn? Was hast du für einen Beruf gelernt? Wann hast du ihn gelernt? Wann ausgeübt? Natürlich musst du dich auf ALLE zumutbaren Jobs bewerben, dachtest du, ALG 2 ist deine private Traumerfüllungsfinanzierung?! Und dass man nicht gut auf dich zu sprechen ist, weil du meinst, was Besseres zu sein als die Kollegen: das liest man aus jedem deiner Sätze heraus. Und sowas gibt nunmal böses Blut. Im Übrigen solltest du mal nachschlagen, wie man "dreißt" korrekt schreibt. Wer deutsche Rechtschreibung und Grammatik nicht beherrscht, sollte nicht rumtönen, er könne Flyer und Co. erstellen. Würde ich einen Flyer in der Hand halten, der mit Rechtschreibfehlern behaftet ist, würde ich keinen Fuß in das Geschäft setzen, von dem dieser Flyer kommt.

    Alles in allem kam also bei dem Gespräch heraus: Ich sei faul, unmotiviert, arrogant, unfähig, verlogen, unhöflich, frech, dreißt und unsympathisch und hätte maximal als Aushilfskraft im Lager und ähnliches eine berufliche Zukunft. Im genannten Betrieb würde ich aufgrund der oben genannten Gründe sowieso nicht übernommen werden und ich sollte mich ja nicht wieder in meine "realitätsfremde Welt" flüchten.


    Genau das hätte ich dir auch gesagt. Und das allein nur aus der Erkenntnis, was du in diesem Thread von dir gibst und in dem anderen.

    Nun ging ich in den Verkauf und erkundigte mich dort. Ich konnte leider nicht alle darauf ansprechen aber zumindest weiß ich, dass auch dort niemand wirklich etwas gegen mich hat (so zumindest die Aussage.......) und die Damen vorne jedoch mitbekommen haben, dass die anderen 1-€-Jobber sich wohl tierisch darüber aufgeregt hätten, dass ich eben diese Position bekleide und mir "etwas heraus nehmen würde". Was genau gemeint ist, kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Ich gehe jedoch davon aus, dass es einfache Dinge sind, die zu meiner Arbeit gehören, wie eben das Schaufenster eigenständig dekorieren, Flyer erstellen, Poster drucken und aufhängen und die Jungs hin und wieder bitten mir ein Möbelstück von A nach B zu tragen.


    Du weißt nicht, was damit gemeint ist, wenn gesagt wird, dass sich jemand "etwas heraus nimmt". Das zeigt ganz offensichtlich deine gestörte Realitätswahrnehmung.

    Ich habe gestern einen bisher ungenutzten Raum eingerichtet.


    Nach dem Elfmeter im Amt so unsensibel zu sein und wieder die Chefin rauszukehren und Anweisungen an Menschen zu geben, denen gegenüber du als SPÜLHILFE nicht anweisungsberechtigt bist, zeigt doch, dass du nicht einen Funken Realitätssinn hast.

    Das witzige ist, dass ich sogar ein OK vom Geschäftsleiter für genau diesen Raum als eigenes Büro hätte.


    Auch hier dürfte die Einbildung wieder die tatsächlichen Gegebenheiten übertreffen.

    Meine Fallmanagerin und deren Teamleitung stempeln mich als Lügnerin ab, was durch den "Betreuer" ja n nur bestätigt wird. Die anderen 1-€-Kräfte sind neidisch, sauer oder was auch immer und versuchen mich auflaufen zu lassen und ich stehe in der Mitte und weiß nicht so Recht woran ich nun bin.


    Geh zum Psychologen und lass dir helfen, in der Realität anzukommen.

    Und was ist, wenn aufgrund solcher Spielereien eine Kündigung ins Haus flattern würde oder das Mobbing zu stark wird? Bekomme ich dann eine Sperre? Darf ich mich dagegen wehren? Könnte ich gegen die jeweiligen Mitarbeiter in irgendeiner Weise vorgehen, wenn deren Betreuer und "Chef" genannter auch gegen mich ist?


    Natürlich käme es dann zu einer Sanktion. Natürlich könntest du dagegen in Widerspruch und Klage gehen. Natürlich kannst du gegen die Mitarbeiter vorgehen, veranlasse, dass sie alle gekündigt werden, du bist ja da. Das reicht doch... Wozu braucht man schon die anderen?! Schätzungsweise dürfen wir uns in ca. einem Jahr darauf freuen, dass du neben deiner Fallmanagerin, den Beschäftigten des Vereins dann auch noch die Bundeskanzlerin absetzen lassen willst. Oder den neuen Präsidenten. Das schaffst du schon! Bestimmt! Ist doch dein gutes Recht...

    Heute hatte ich eigentlich eine Tour durch Universitäten und Schulen geplant um dort Kooperationen rauszuschlagen. Diese Route musste ich erstmal absagen und versuchte mich an die Arbeit zu machen, die ich machen "durfte".


    Spülen?! Tour durch Universitäten... mir wird schlecht...

    Ich bin ziemlich verzweifelt.
    Ich reiße mir, Entschuldigung für die Wortwahl, den Arsch auf um dort die bestmöglichste Arbeit zu leisten, bin zu allen freundlich und hilfsbereit, gehe mehr als nur vorsichtig mit dem Budget um und hoffe so sehr auf eine möglichst baldige Übernahme aber das könnte mir alles versauen oder meinen Willen, das ganze dort als Festangestellte in die Hand zu nehmen, gänzlich brechen, denn wie soll man vernünftige Arbeit abliefern, wenn es einen solchen Stress gibt?


    Was erwartest du? Grad mal ein paar Tage da, Chefallüren und nicht teamfähig, realitätsfern und anmaßend, aber alle sollen lieb Kind mit dir spielen? Mädel, du hast ein Problem. Aber ein ganz gewaltiges.

    Nun die Frage, die mir schon den ganzen Tag im Kopf rum schwirrt:
    Sollte ich den Geschäftsleiter anrufen und ihm die Situation schildern?
    Er könnte für Klarheit sorgen.


    Mach das. Der wird sich sicherlich freuen.

    Allerdings könnte es so oder so für mich ausgehen.


    Woran das wohl liegen könnte?

    Vielleicht schreckt er davor zurück einer einzigen Person zu helfen, anstatt die Gemeinschaft der großen Gruppe hinten zu behalten.
    Vielleicht wäre dies der/ein Grund, warum ich mir eine baldige Übernahme abschminken könnte und ich vielleicht sogar in die ursprüngliche Position in der Spülküche zurück verfrachtet werde.



    Wo du auch hingehörst. Denn dafür gibt es das Geld des Steuerzahlers.

    Ich muss zugeben, ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und bin jetzt schon ein Stück weit ruhiger und erleichterter, nachdem ich mir den Frust von der Seele schreiben konnte.



    Antwort:

    Geh schleunigst in fachkundige Behandlung! Irgendjemand muss dich aus deiner Traumwelt rausholen.

    Turtle
  • Hallo :)

    Kann zu den 1 Euro-Vorschriften und so nix sagen, wünsche Dir aber, dass es sich alles zum guten bewandert. Talentierte und engagierte Arbeitnehmer sollte man fördern ;) und wenn ich so einen langweiligen Bürokratenjob hätte, wäre ich neidisch auf Leute, die etwas kreativer agieren können.
  • Hexepebbles;118351 schrieb:

    @ Gesa:

    Wie kommst Du darauf, dass ein "Bürokratenjob" so langweilig ist?

    Lies Dir den Thread bitte mal genau durch. So Leutz gibt's jeden Tag hier. Da muss man echt kreativ sein um die wieder aus dem Büro zu kriegen :D


    Also ich habe mal einen gemacht beim und fand ihn langweilig - mehr nicht ;) Ich finde die Geschichte aber insgesamt gut. Da soll jemand in die Spülküche und macht dann den Werbegrafiker oder sowas. Das kann doch nur heissen: ohne Teller waschen zum Millionär :)
  • Erstmal vielen lieben Dank für das nette Feedback von Gesa. :-)

    Nun zu Turtle:

    Es ist traurig, dass man hier um Rat bittet und jemand, der scheinbar alle über einen Kamm schert, sich dermaßen zu Wort meldet. Ich ging davon aus, dass es hier ein wenig gesitteter zugeht.
    Aber kommen wir zur Antwort meinerseits. Ich konnte die Sache mit dem Geschäftsführer klären und ich muss Dir, Turtle, leider mitteilen, dass er es genauso sieht wie ich.

    Zitat:
    Momentan habe ich die Fachoberschulreife mit Qualifikation und befinde mich in dem 3. Semester, also der 12. Klasse.
    Klingt mehr als komisch, wo du doch dann Bafög bekommen müsstest, wenn du angeblich schon so weit bist beim Abi. Besonders komisch klingt es, wenn man liest, dass du ohne Schulabschluss die Schule verlassen hast. Da fragt man sich doch, wie man zwischenzeitlich angeblich den Fachhochschulabschluss sich erworben haben will. Oder wird man heute mit Abschluss 7. Klasse zum Abi zugelassen?
    Darauf antworte ich sehr gerne, denn wenn Du Aufmerksam mitgelesen hättest, hättest Du festgestellt, dass ich nicht die FachHOCHschulreife habe, sondern die FachOBERschulreife mit Qualifikation, diese entspricht dem Abschluss nach der Klasse 10 an einem Gymnasium und man hat somit die Berechtigung (Qualifikation...) zum Besuch der Klasse 11. Mittlerweile bin ich wie gesagt in der 12. Klasse. Wie das zu schaffen ist, wenn man ohne Abschluss von der Schule gegangen ist? Ganz einfach. Man geht wieder zur Schule und holt erst den Hauptschulabschluss nach, dann die Fachoberschulreife, dann die Qualifikation (was man auch in einem Durchgang tun kann, wenn die Noten gut genug sind und, Du wirst es kaum glauben, das waren sie bei mir!) und danach fängt man mit dem Abitur an. In meinem Fall an einer Abendschule, d.h. Einer berufsbegleitenden Schule und das wiederum heißt, dass es erst ab dem 4. Semester Bafög gibt. Wenn alles ohne überspringen oder zu guter Noten gemacht wird, schafft man dies in 6 Jahren. Eine lange Zeit, die sich -meiner Meinung- jedoch lohnt. In meinem Fall konnte ich es um 1 Jahr verkürzen. Soviel dazu.


    Zitat:
    Nebenbei" habe ich ein Fernstudium im Bereich Mediendesign/Medienwirtschaft begonnen, welches ich auch selbst zahle um meine berufliche Zukunft zu verbessern, da ich damals (verständlicherweise) keinen Ausbildungsplatz bekommen habe. Dieses Studium ist ohne Abitur möglich. Mittlerweile befinde ich mich im 7 Semester und bin voraussichtlich -wie auch ursprünglich geplant- in einem Jahr fertig.
    Aha. Auch bei dem "Studium" waren also die Zugangsvoraussetzungen: "Abgang 7. Klasse"?!
    Die Erklärung dazu gibt es im Prinzip schon oben. Sofern man berufliche Erfahrungen und eine Qualifikation -in Form eines Schulabschlusses und einer Prüfung zur Eignung- hat, kann man dieses Studium an der Hamburger Akademie für Fernstudien beginnen. Erkundige Dich, bevor Du große Reden schwingst.

    Zitat:
    Ursprünglich war ich für die Spülküche eines Gebrauchtwarenhandels vorgesehen, konnte dort allerdings schon am ersten Tag dafür sorgen, dass ich in den Verkauf gelange.
    Du konntest also dafür "sorgen", dass du maßnahmewidrig eingesetzt wirst. Allein das ist schon anmaßend. Es liegt nicht in deinem Einflussbereich, zu veranlassen, dass du maßnahmewidrig eingesetzt wirst. Die anderen Leute dort machen auch die Arbeit, für die sie bewilligt wurden.
    So... kurz zur Erklärung: Ich kam an und hatte ein Gespräch mit dem Chef. Er sagte mir, dass es „völlige Verschwendung“ [Zitat] wäre, mich in die Spülküche zu stecken. Ich sähe vernünftig aus, könne mich artikulieren und habe Erfahrungen im Umgang mit Kunden. So kam es zu der sofortigen Änderung meiner Tätigkeit, bis wir das Gespräch weiter führten und er im gleichen Verfahren feststellte, dass ich noch viel besser im Marketing und Design eingesetzt werden könnte.


    Zitat:
    auch Werbeflyer oder Plakate zu erstellen, da ich im Digital- und Printdesign schon einige Erfahrung sammeln durfte
    Beim Daddeln am Computer? Printdesign macht man am Mac, alles andere ist unprofessionell. Erzähle doch mal, mit welchen Programmen du dich auskennst. Wird sicherlich interessant.


    Oh, nun hast Du mich wirklich zum lachen gebracht. Dankeschön! :-)
    Ich habe unter anderem bei einem großen, privaten Fernsehsender gearbeitet und in verschiedenen namenhaften Werbeagenturen gearbeitet. Aufgrund des Schulbesuchs und des Fernstudiums konnte ich allerdings leider keine 48 Stunden/Woche mehr arbeiten und habe mir einen Teilzeitjob (30 Std./Woche) gesucht. Diese Firma ging leider Pleite und deswegen bin ich nun in der beschriebenen Situation. Ich studiere Mediendesign und Medienwirtschaft (2 Studiengänge, die ich allerdings auch schon erwähnte...) und habe momentan einen Notendurchschnitt von 1,0, was hoffentlich auch so bleiben wird und kann Dir sagen, dass ich nicht nur mit Photoshop, Illustrator, InDesign, Flash, Premiere und After Effects von Adobe umgehen kann. Und eine kleine Information für Dich: Die Zeiten, in denen nur noch mit Macs gearbeitet werden konnte, sind schon lange vorbei. Mittlerweile sind Werbeagenturen zum Großteil mit Windows-PCs ausgestattet. Allerdings habe ich sowohl mit dem einen, als auch mit dem anderen Erfahrung. Du solltest Dich informieren, bevor Du solche Behauptungen aufstellst und wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich lieber geschlossen halten!

    Zitat:
    Nachdem ich -auch am ersten Tag- ein kurzes Einführungsgespräch mit dem Chef (Geschäftsstellenleiter) führen dürfte und ich ihm in diesem anbot, auch Werbeflyer oder Plakate zu erstellen, da ich im Digital- und Printdesign schon einige Erfahrung sammeln durfte, setzte er mich kurzerhand als "Marketing und Design"... ja wie soll man sagen... ich nenne es jetzt mal "Leiterin" ein.
    Einbildung scheint bei dir wirklich dem Grundbegriff "Bildung" zu entsprechen. Am ersten Tag... Leiterin... lächerlich.
    s.o. Und der nächste Satz in meinem Beitrag ist nicht zu verachten und sollte in diesem Zusammenhang nicht weg gelassen werden. Denn nicht nur, dass ich „Leiterin“ extra in Anführungsstrichen gesetzt habe, nein, ich habe auch erklärt, dass ich quasi die Abteilung BIN und dadurch am Telefon und Co. Mit den Druckereien, etc. als Leiterin sprechen SOLL.

    Zitat:
    dass ich zwar momentan noch als 1-€-Kraft angestellt bin, allerdings Verantwortung trage und auch tragen soll und mich bei den "anderen 1-€-Jobbern" durchsetzen soll, da ich u.a. auch für die Gestaltung des Ladens zuständig bin und die "Jungs aus dem Lager" mir dabei helfen müssen.
    Das so ein Verhalten, sich ab dem ersten Tag als Chefin aufzuspielen, für Unruhe sorgt: das verwundert dich? Wobei mich das nicht verwundert, dass es dich nicht verwundert, ich glaube, du lebst irgendwo in deiner eigenen (Einbildungs)Welt.
    Steht hier irgendwo, dass ich mich als Chefin aufspiele? Im Gegenteil. Das ist Deine Interpretation. Ich erwähnte bereits, dass ich mich gerade bei solchen Dingen nach Möglichkeit raushalte und eben nur für meinen Kollegen eingesprungen bin, dies allerdings natürlich auch nicht am 1. Tag und selbst in diesem Moment, habe ich mich nicht als Chefin aufgespielt und habe immer gefragt, ob Mitarbeiter X bitte Tätigkeit Y ausführen würde und dass ich dies quasi weiterleiten solle (eben als Vertretung).

    Zitat:
    Im gesamten Gespräch wurde mir immer und immer wieder unterstellt, dass ich Lügen würde und die Realität nicht ganz begreifen würde. Ich hätte keine Kompetenzen, keine Erfahrungen und kein Wissen (alleine diese Punkte machen mich gerade wieder ziemlich wütend) und ich sollte mich darauf beschränken im Lager Erfahrungen zu sammeln und mich auch weiterhin als Aushilfskraft bewerben, weil nur darin meine Zukunft läge. Sehr traurig, so etwas von Fallmanagern und "Betreuern" zu hören, die einem doch eigentlich helfen sollten und nicht auch noch auf einem "rumtrampeln" sollten. Zu guter Letzt sagte mein Betreuer, dass er sich erkundigt hätte und im "gesamten Betrieb" niemand gut auf mich zu sprechen wäre. Ich wäre unhöflich, unsympathisch, frech, dreißt, würde "den Chef raushängen lassen" und vieles mehr...
    Welche Kompetenzen und Erfahrungen hast du denn? Was hast du für einen Beruf gelernt? Wann hast du ihn gelernt? Wann ausgeübt?
    s.o.

    Natürlich musst du dich auf ALLE zumutbaren Jobs bewerben, dachtest du, ALG 2 ist deine private Traumerfüllungsfinanzierung?!
    Mit Sicherheit nicht. Wie -Du wahrscheinlich nicht, aber andere- mit Sicherheit auch erkennen können, MÖCHTE ich arbeiten und so schnell wie möglich raus aus Hartz4! Ich bewerbe mich nicht einmal nur auf Berufe in meinem Bereich, sondern eben auch als Helferin aber dass DAS meine berufliche Zukunft sein soll, ist eine Unverschämtheit. Es wäre ein Übergang, bis ich wieder in meinem Bereich arbeiten kann. Ich verbitte mir die Unterstellung ein Sozialschmarotzer zu sein!

    Im Übrigen solltest du mal nachschlagen, wie man "dreißt" korrekt schreibt. Wer deutsche Rechtschreibung und Grammatik nicht beherrscht, sollte nicht rumtönen, er könne Flyer und Co. erstellen. Würde ich einen Flyer in der Hand halten, der mit Rechtschreibfehlern behaftet ist, würde ich keinen Fuß in das Geschäft setzen, von dem dieser Flyer kommt.
    Ohje, ich habe im Internet einen Text verfasst, welcher einen Rechtschreibfehler enthielt. Das ist natürlich tödlich und lässt sämtliche Erfahrungen und Kompetenzen schwinden. Natürlich hast Du noch nie einen Rechtschreib- oder Grammatikfehler gemacht. Sowas passiert einem vernünftigen Menschen nicht. Meine beste Freundin ist Deutschlehrerin, sie sagte mir auch, dass ihr dies natürlich noch niiiiiiiiiie passiert sei [Ende der Ironie]

    Jetzt mal im Ernst: Du meinst, dass jemand der einen (!) Rechtschreibfehler macht nicht dazu befähigt ist den Beruf der Mediengestalterin bzw. Design und Marketing"leiterin" (komm, reg Dich schon auf!) auszuüben? Und Du meinst Ernsthaft, dass ich mir einen solchen Fehler auf Flyern oder ähnlichem erlauben würde? Nun Frage ich mich, wer realitätsfremd ist...

    Und nur nebenbei:
    „...Und diese Beschäftigung hast du auszüben. Nicht mehr und nicht weniger...“
    „Klingt mehr als komisch, wo du doch dann Bafög bekommen müsstest, wenn du angeblich schon so weit bist beim Abi. Besonders komisch klingt es, wenn man liest, dass du ohne Schulabschluss die Schule verlassen hast. Da fragt man sich doch, wie man zwischenzeitlich angeblich den Fachhochschulabschluss sich erworben haben will. Oder wird man heute mit Abschluss 7. Klasse zum Abi zugelassen?“
    Rechtschreib- und Grammatikfehler und noch dazu sehr unaufmerksam. Ohje, ich glaube, Deine berufliche Zukunft hat nun ein Ende. Du hast schließlich Fehler gemacht!

    Zitat:
    Alles in allem kam also bei dem Gespräch heraus: Ich sei faul, unmotiviert, arrogant, unfähig, verlogen, unhöflich, frech, dreißt und unsympathisch und hätte maximal als Aushilfskraft im Lager und ähnliches eine berufliche Zukunft. Im genannten Betrieb würde ich aufgrund der oben genannten Gründe sowieso nicht übernommen werden und ich sollte mich ja nicht wieder in meine "realitätsfremde Welt" flüchten.
    Genau das hätte ich dir auch gesagt. Und das allein nur aus der Erkenntnis, was du in diesem Thread von dir gibst und in dem anderen.
    Vielen Dank. Etwas anderes hätte ich nun auch nicht erwartet. Interessant, dass Du nur durch diesen Thread alles über mich weißt und meinst zu wissen.

    Zitat:
    Ich habe gestern einen bisher ungenutzten Raum eingerichtet.
    Nach dem Elfmeter im Amt so unsensibel zu sein und wieder die Chefin rauszukehren und Anweisungen an Menschen zu geben, denen gegenüber du als SPÜLHILFE nicht anweisungsberechtigt bist, zeigt doch, dass du nicht einen Funken Realitätssinn hast.
    Erklär mir den Zusammenhang oder hast DU wieder nicht aufgepasst?
    Ich richtete diesen Raum ALLEINE und VOR dem Gespräch und dem ganzen Stress ein ohne irgendjemanden um Hilfe zu bitten und habe sowohl Kartons, als auch Schränke und Tische alleine getragen um niemanden von seiner eigentlichen Arbeit abzuhalten. Aber ich bin ja unsensibel und lasse den Chef raushängen...Natürlich...

    Zitat:
    Das witzige ist, dass ich sogar ein OK vom Geschäftsleiter für genau diesen Raum als eigenes Büro hätte.
    Auch hier dürfte die Einbildung wieder die tatsächlichen Gegebenheiten übertreffen.
    Achso? Also hat mein Chef nicht gesagt „Sie können dieses Büro *Finger zeig* gerne haben, wenn Sie es möchten“? Wahnsinn... Sag mal, bist Du zufällig hier als 1-€-Kraft beschäftigt? Es wirkt langsam so...

    Zitat:
    Meine Fallmanagerin und deren Teamleitung stempeln mich als Lügnerin ab, was durch den "Betreuer" ja n nur bestätigt wird. Die anderen 1-€-Kräfte sind neidisch, sauer oder was auch immer und versuchen mich auflaufen zu lassen und ich stehe in der Mitte und weiß nicht so Recht woran ich nun bin.
    Geh zum Psychologen und lass dir helfen, in der Realität anzukommen.
    Achje... Danke aber ich glaube, die Hilfe haben andere nötiger. Nur weil ich meine Zukunft sichern möchte, das tue, was mein Chef mir sagt und Engagement zeige, bin ich glaube ich keineswegs Realitätsfremd.

    Zitat:
    Und was ist, wenn aufgrund solcher Spielereien eine Kündigung ins Haus flattern würde oder das Mobbing zu stark wird? Bekomme ich dann eine Sperre? Darf ich mich dagegen wehren? Könnte ich gegen die jeweiligen Mitarbeiter in irgendeiner Weise vorgehen, wenn deren Betreuer und "Chef" genannter auch gegen mich ist?
    Natürlich käme es dann zu einer Sanktion. Natürlich könntest du dagegen in Widerspruch und Klage gehen. Natürlich kannst du gegen die Mitarbeiter vorgehen, veranlasse, dass sie alle gekündigt werden, du bist ja da. Das reicht doch... Wozu braucht man schon die anderen?! Schätzungsweise dürfen wir uns in ca. einem Jahr darauf freuen, dass du neben deiner Fallmanagerin, den Beschäftigten des Vereins dann auch noch die Bundeskanzlerin absetzen lassen willst. Oder den neuen Präsidenten. Das schaffst du schon! Bestimmt! Ist doch dein gutes Recht...
    Genau! Super Idee! Du hilfst einem wo Du nur kannst. Vielen Dank dafür! Es war zwar nicht einmal im Ansatz eine Antwort auf meine Fragen aber Du eröffnest einem hier völlig neue Möglichkeiten...

    Zitat:
    Heute hatte ich eigentlich eine Tour durch Universitäten und Schulen geplant um dort Kooperationen rauszuschlagen. Diese Route musste ich erstmal absagen und versuchte mich an die Arbeit zu machen, die ich machen "durfte".
    Spülen?! Tour durch Universitäten... mir wird schlecht...
    Was soll ich sagen... War natürlich nicht mit dem Chef abgesprochen und mein Auftrag. Wollte ich einfach so machen, weil ich mich hier als Chefin aufspielen will. Eigentlich wäre ich natürlich auch nicht zu Universitäten gefahren, sondern schnell nachhause um mich in meine eigene Welt zu verziehen...;-)

    Zitat:
    Nun die Frage, die mir schon den ganzen Tag im Kopf rum schwirrt:
    Sollte ich den Geschäftsleiter anrufen und ihm die Situation schildern?
    Er könnte für Klarheit sorgen.
    Mach das. Der wird sich sicherlich freuen.
    Gut, dass ich es getan habe und nicht auf Leute wie Dich höre! Mein Chef sieht es genau wie ich und unterstützt mich diesbezüglich. Aber ich bin ja realitätsfern, ich bilde es mir sicher nur ein...

    Zitat:
    Ich muss zugeben, ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und bin jetzt schon ein Stück weit ruhiger und erleichterter, nachdem ich mir den Frust von der Seele schreiben konnte.
    Antwort:

    Geh schleunigst in fachkundige Behandlung! Irgendjemand muss dich aus deiner Traumwelt rausholen.

    Turtle
    Natürlich Schnuckelchen. Du hast Recht. Werde ich tun... ;-)

    Liebe Grüße
    Betty

    P.s.: Vielen Dank für die anderen vernünftigen Antworten und Entschuldigung für diese sinnlose Diskussion.

    P.p.s.: Diesen Beitrag habe ich in meiner PAUSE verfasst. Nicht dass es heißt, ich würde nicht genügend arbeiten oder gar Steuergelder verplempern...
  • Und Du meinst Ernsthaft, dass ich mir einen solchen Fehler auf Flyern oder ähnlichem erlauben würde?


    Wenn man im Satz vorher behauptet, gerade mal einen Rechtschreibfehler zu machen und dann noch nichtmal weiß, wie man "ernsthaft" schreibt....:D

    Ich könnte natürlich auch die Rechtschreibung und Interpunktion deiner sonstigen Beiträge korrigieren, aber dazu fehlt mir die Zeit. Ich hatte mir das "dreist" herausgezogen, weil ich es witzig fand, dass eine dreiste Person wie du noch nichtmal weiß, wie das Wörtchen geschrieben wird. Soviel im Übrigen zur 1,0 als Notendurchschnitt, deinem (insoweit es einen gibt) Deutschleher sollte man wohl das Gehalt kürzen.

    Mein Chef sieht es genau wie ich und unterstützt mich diesbezüglich.


    Wie schön. Wenn ihm da mal nicht der GELDGEBER (die ARGE) einen Strich durch die Rechnung macht. Der, der zahlt, bestimmt die Regeln. Falls dir das noch niemand gesagt hat.

    Wenn an deiner Story überhaupt ein Ton der Wahrheit entspricht. Was ich stark bezweifle.

    Turtle
  • Hallo Betty,

    Deinen ersten Beitrag habe ich für mich unter jung, ehrgeizig und sozial nicht ganz reif eingeordnet. Langsam frage ich mich aber, ob Du nicht tatsächlich massive Probleme mit der Realität hast.

    Kurz: Das Leben ist keine Telenovela und kein Groschenroman und dem entsprechend ist das, was Du und Deine „Chefs“ da veranstalten nicht die erste Folge von „Vom der Spülstein-Cinderella zum Marketing-Star“, sondern ein klarer Verstoß gegen die Rechtsgrundlage, auf der Dein 1€-Job basiert, und gegen die Zuweisung, die Du von der Arge erhalten hast.

    Welche rechtlichen Konsequenzen, dass für Dich oder den Geschäftsführer haben kann, fragst Du am besten einen der SB hier.
    (@Turtle oder @Gerald: Mal bitte beantworten, wäre echt neugierig.)


    Aber ich könnte mir vorstellen, dass auch auf Dich mehr als eine Sanktion zukommt, wenn man Dir nachweist, dass Du Dich zu Arbeiten gedrängt hast, die nicht auf Deiner Zuweisung stehen.

    Im Grunde kannst Du mehr als froh sein, dass man Dich bei der Arge bis jetzt nicht ernst genommen hat. (Und ich frage mich, ob das nicht heißt, dass man vielleicht gar nicht Bescheid wissen will.) Spätestens wenn aber jemand auf die Idee kommt sich offiziell und schriftlich zu beschweren, wird es aber mit dem Ignorieren vorbei sein.

    Und nein, dass ist nicht ungerecht, gemein oder unzweckmäßig. Fakt ist: Dein „Chef“ missbraucht Steuergelder, um sich eine Arbeitskraft zahlen zu lassen, die er sich eigentlich auf dem 1. Arbeitsmarkt suchen müsste. Damit verhindert er das Entstehen eines regulären Arbeitsplatzes und er missbraucht Gelder, die er von der Arge bekommt, um Dich auf 1€-Basis als Spülkraft zu beschäftigen. (Mit anderen Worten er macht ein ganz prima Geschäft auf Kosten des Steuerzahlers)

    Und für Dich ist das ganze auch keine „Möglichkeit“ Dich zu beweisen oder so ähnlich. Dein „Chef“ hat offenbar kein Geld, um sich regulär eine Marketingkraft einzustellen, das heißt er wird auch Dich nicht einstellen und wenn Du Dich noch so bewährst. Er wird Dir auch kein Zeugnis ausstellen. Denn damit liefert er ja einen Beweis gegen sich selbst.
    Mit anderem Wort: Nächst dem Steuerzahler bist Du die Gelackmeierte.

    Grüße

    M.

    PS: Geh bloß nicht auf die Tour zu den Universitäten. Du kannst Reisekosten nur unter Hand zurückbekommen. Und bist nicht versichert.
  • Die Rechtsfolgen habe ich bereits benannt: Wenn alles so ist, dass sie wirklich maßnahmewidrig eingesetzt wird (und sich eben nicht nur einbildet, dass sie zu Besserem als Spülen berufen ist und es deshalb Ärger gibt, weil sie Dinge tut, die sie gar nicht tun soll), dann würde das für den Maßnahmeträger bedeuten, dass man die Maßnahme beendet, ggf. das als Sach- und Personalkosten gezahlte Geld zurückfordert, schlimmstenfalls hätte es für diesen die Konsquenz, nie wieder eine Maßnahme genehmigt zu bekommen. Für den Teilnehmer hätte es in dem Fall keine Konsequenzen, ihm kann man nicht vorhalten, damit einverstanden gewesen zu sein, dem Direktionsrecht des Maßnahmeträgers zu folgen. Bildet sich die Dame das alles aber nur ein und verweigert im Prinzip durch ihr Verhalten die Tätigkeit, die sie eigentlich ausführen soll, dann bedeutet das für sie, dass sie nach Kündigung der Maßnahme wegen Arbeitsverweigerung eine entsprechende Sanktion erhält.

    Turtle

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