Wohnungsauflösung

  • Hallo.
    Habe ein kleines Problem.
    Montag ist meine Mutter so arg gestürzt, das sie ins Krankenhaus musste.Knochenbruch mit dem Resultat das ihr neues Hüftgelenk ersetzt werden musste.
    Der Arzt hat schon angedeutet, das sie nicht mehr nachhause kann ,sondern in ein Pflegeheim muss.
    Da ich nur eine Minirente beziehe und ich die Kosten nicht übernehmen kann, möchte ich hier die Frage stellen,ob die Auflösung der Wohnung vom Sozialamt übernommen wird.
    Es gibt keine Rücklagen und ich weis nicht wie ich die Wohnungsauflösung Finanzieren soll.Ich glaube auch das die Miete noch 3 Monate bezahlt werden muss,weis aber dann auch nicht von was.
    Denn ich glaube nicht das die Miete und das Pflegeheim vom Sozialamt übernommen werden.
    robixxl

  • Besuchen Sie auch unsere Ratgeber zu Hartz 4:

    Hartz 4 Rechner
    Berechen Sie Ihren Anspruch. Ist Ihr Hartz 4 Bescheid korrekt.

    Hartz 4 Antrag
    Wir helfen Ihnen bei Ausfüllen Ihres Hartz 4 Antrages.

    Hartz 4 Regelsatz
    Wie viel Hartz 4 steht Ihnen zu? Ist Ihr Bescheid richtig. Informieren Sie sich.

  • Wäre zunächst die Frage zu klären, welches Einkommen und Vermögen deine Mutter hat. Bezieht sie Grundsicherung? (weil du im Unterforum Grundsicherung schreibst)

    Du als Sohn/Tochter bist im übrigen nicht verpflichtet, für die Kosten aufzukommen. Oder stehst du im Mietvertrag drin?

  • Wohnungsauflösung


    Hallo.
    Ich beziehe mich auf die Antwort von heute.
    Ich bin die Tochter, lebe aber nicht mit im Haushalt meiner Mutter.
    Im Mietvertrag steht nur sie.
    Vermögen ist keins da,und meine Mutter bezieht Grundsicherung.
    Sie hat eine sehr kleine Rente.
    Ich habe ebenfalls nur eine Rente wegen Erwerbsminderungund bekomme Unterhalt von meinem Ex Mann,wegen meiner Erkrankung.
    Ich weis nur,das die Miete noch 3 Monate bezahlt werden muss, wenn meine Mutter in ein Pflegeheim kommt.Meine Frage lautet ja,ob das Sozialamt die Mieten noch bezahlt. (was im Augenblick der Fall ist)
    Und ob auch eine Wohnungsauflösung übernommen wird.

    Mfg Robixxl

  • Wie euer örtliches Sozialamt das handhabt, kann ich dir leider nicht vorhersagen. Es gibt dazu im SGB XII keine eindeutige Regelung. Ich würde die Übernahme der Miete sowie der Kosten der Wohnungsauflösung beantragen.

    Fakt ist: einem nackten Mann (bzw. Frau) kann man nicht in die Tasche greifen. :cool: Wenn das Sozialamt ablehnt und ihr keinen Nachmieter findet, der vor Ablauf der Kündigungsfrist einen Mietvertrag unterschreibt, bleibt zur Not der Vermieter auf den Kosten sitzen. Wobei ja sicher noch eine Kaution hinterlegt ist, die der Vermieter mit seinen Forderungen verrechnen kann. ;)

  • Mietzahlung


    Zuerst wäre zu klären ob ein ausserordentliches Kündigungsrecht in dem Fall besteht, das deine Mutter in ein Pflegeheim gehen muss.


    Sollte dies nicht der Fall sein muss der Soz.hilfeträger die Miete weiterzahlen bis ordentlich gekündigt werden kann.


    Die Kosten der Wohnungauflösung dürften sich im Rahmen halten. Viele Unternehmen bieten Wohnungsauflösungen kostenfrei an, auch z.B. einige Diakonien oder die Caritas oder städt. Stellen. Einfach mal erkundigen.


    Gruss zossi

  • Besuchen Sie auch unsere Ratgeber zu Hartz 4:

    Hartz 4 Rechner
    Berechen Sie Ihren Anspruch. Ist Ihr Hartz 4 Bescheid korrekt.

    Hartz 4 Antrag
    Wir helfen Ihnen bei Ausfüllen Ihres Hartz 4 Antrages.

    Hartz 4 Regelsatz
    Wie viel Hartz 4 steht Ihnen zu? Ist Ihr Bescheid richtig. Informieren Sie sich.

  • Wohnungskündigung


    Gem. § 543 BGB ist eine fristlose Kündigung aus wichtigem Grund auch für den Mieter möglich.


    Ob dies auch in dem Fall gilt das deine Mutter ins Pflegeheim gehen muss kann dir am besten der örtliche Mieterverein sagen.



    Gruss zossi

  • Ein ganz unrechtlicher Vorschlag:

    Sprecht doch erstmal mit dem Vermieter, vll lässt der sich ja auf einen sofortigen Aufhebungsvertrag ein.
    Auch wenn es gerüchterweise nur bösartige und menschenfressende Vermieter gibt, ab und an soll einer schonmal ein bisschen Herz gezeigt haben.

    Zossi: M.M.n. greift hier der §543 BGB nicht.
    Gründe die zum normalen Lebensrisiko des Mieters gehören (Tod, Geburt, Arbeitsort wechselt) , fallen zu Lasten des Mieters, da der Grund zur ausserordentlichen Kündigung vom Vermieter ausgehen muss.

    Dazu gibt es auch einige Urteile, z.B.
    OLG Düsseldorf, 06.06.2000 - 24 U 186/99

  • Auf die Art und Weise bin ich vor 15 Jahren zu meiner heutigen Wohnung gekommen.
    Vormieterin wollte wegen neuem Arbeitsplatz am anderen Ende der Republik vorzeitig aus dem Vertrag heraus, Vermieter hat es ihr freigestellt, wenn sie die Nachmietersuche im Vorfeld übernimmt - Anzeigen schalten, Anrufe entgegennehmen, Besichtigungstermine vereinbaren und wahrnehmen; sie sollte die Vorauswahl übernehmen, er die letzte Entscheidung treffen.
    Irgendwie scheint das geklappt zu haben, 15 Jahre ohne Beanstandung von jeder Seite. ;)

  • Quote from Zossi;115622

    Nun zumindestens das LG Hannover und das AG Calw sieht es offenbar so das ein Sonderkündigungsrecht im Pflegefall besteht.

    Gruss zossi



    Sind das Urteile die den Mieter von den 3 Monaten Kündigungsfrist befreien oder Urteile die z.B. Zeitmietverträge oder Kündigungsausschlüsse aufheben?

    Beim schnell drübergoogeln habe ich die Entscheidungen nicht gefunden. :o

  • Besuchen Sie auch unsere Ratgeber zu Hartz 4:

    Hartz 4 Rechner
    Berechen Sie Ihren Anspruch. Ist Ihr Hartz 4 Bescheid korrekt.

    Hartz 4 Antrag
    Wir helfen Ihnen bei Ausfüllen Ihres Hartz 4 Antrages.

    Hartz 4 Regelsatz
    Wie viel Hartz 4 steht Ihnen zu? Ist Ihr Bescheid richtig. Informieren Sie sich.

  • Es wird ja in Folge des Sturzes nun zur Pflegeheimbedürftigkeit kommen, welche aufgrund der geringen Einkünfte ebenfalls durch das Sozialamt zu finanzieren ist. Stichwort Hilfe zur Pflege in Einrichtungen.

    Im Rahmen dieser Leistung finanziert dann der Sozialhilfeträger ja bereits die (neuen) Kosten der Unterkunft für deine Mutter. Und die Übernahme der Wohnungsräumung bzw. 3 Monatsmieten stellte eine Doppelübernahme von Kosten der Unterkunft dar, die m. E. nicht gerechtfertigt wäre.

    Infolge dessen würde ja der Sozialhilfeträger zum "Ausfallbürgen" gemacht, es ist jedoch nicht seine Aufgabe den Bürger schuldenfrei zu halten. Insoweit gehört es zum unternehmerischen Risiko des Vermieters ggf. auf den Kosten sitzen zu bleiben (bei deiner Mutter wäre ja auch nichts mehr zu holen).

    Alles in allem sehe ich keine Raum für eine weitere Übernahme der Kosten für die Wohnung, es gibt jedoch auch Meinungen, dass diese bei der Berechnung der Heimpflegekosten als besondere Belastungen, solange sie anfallen, zu berücksichtigen sind.