Unterhaltsanspruch gegenüber Dritten

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    • Unterhaltsanspruch gegenüber Dritten

      Hallo,

      da meine erste Tochter aus früherer Beziehung stammt, hat sie einen Unterhaltsanspruch gegenüber ihrem leiblichen Vater.
      Dieser ist soweit mir bekannt ist immer noch Student mit Nebenjob und sein Vater überweist uns den Mindestunterhalts von 202 ,- monatlich.

      Bei einer Antragstellung auf ALG II:
      Muss ich einen Nachweis darüber bringen, ob der leibliche Vater meiner Tochter mehr Unterhalt leisten könnte?
      Reicht eine aktuelle Immatrikulationsbescheinigung nicht aus?

      Sollte er sich weigern, mir Auskunft zu erteilen, schreibt ihn dann das Arbeitsamt an?

      Danke und LG!
    • Vielleicht hast du es überlesen, aber wir bekommen vom leiblichen Großvater den Mindestunterhalt von 202 €.
      Es besteht auch ab und an Kontakt zum leiblichen Vater, daher weiß ich, dass er als Student mit Nebenjob nicht leistungsfähig ist und ich froh sein kann, dass der Opa bezahlt.

      Mir geht's nur darum, dass die Agentur diese Umstände nicht kennt.
      Und ich frage mich eben, ob diese von mir verlangt, dass ich, wenn ich einen Antrag auf ALG II stelle, Auskunft über das Einkommen des leiblichen Vaters verlange und wenn ja, wie oft dies eigentlich geschehen muss.
      Weil mir ja klar ist, dass regelmäßig geprüft werden muss, ob der leibliche Vater mehr bezahlen kann.

      Und reicht da meine Aussage "Der Mindestunterhalt wird bezahlt" oder wird da genauer nachgehakt?
    • Sosojaja;428 schrieb:

      daher weiß ich, dass er als Student mit Nebenjob nicht leistungsfähig ist und ich froh sein kann, dass der Opa bezahlt.

      Mir geht's nur darum, dass die Agentur diese Umstände nicht kennt.


      Die Agentur weiß sehr wohl um den Umstand der Ersatzhaftung, denn so nennt man den Eintritt der Eltern in die Unterhaltsverpflichtungen der Kinder. Ggf. würde die Agentur sogar selber auf den Trichter kommen, den Großvater darauf hinzuweisen.
    • Ja, das ist mir auch klar ;)

      Ich meinte damit, die Agentur weiß ja nicht, dass der leibliche Vater immer noch Student ist und nicht zahlen kann.
      Muss ich also im Falle von ALG II- Bezug meinerseits in regelmäßigen Abständen Nachweise liefern, also heißt vom Kindsvater Einkommensnachweise und Immatrikulationsbescheinigungen verlangen usw. oder reicht der ARGE die Tatsache, dass der Mindestunterhalt geleistet wird?
    • Sosojaja;434 schrieb:

      Muss ich also im Falle von ALG II- Bezug meinerseits in regelmäßigen Abständen Nachweise liefern, also heißt vom Kindsvater Einkommensnachweise und Immatrikulationsbescheinigungen verlangen usw. oder reicht der ARGE die Tatsache, dass der Mindestunterhalt geleistet wird?



      Ich glaube nicht, dass diese Tatsache ewig reichen wird. Ggf. wird die Arge dich nach einiger Zeit auffordern, die Aktualität der mangelnden Leistungsfähigkeit des Kindsvaters nachzuweisen oder die Arge wird diesen Nachweis ggf. selber beim Kindsvater anfordern.
    • Hallo,

      wenn dir ARGE den Unterhaltsanspruch nicht selbst in die Hand nimmt, wirst du von seitens der ARGE mindestens aller 2 Jahre aufgefordert, den Unterhalt neu berechnen zu lassen.

      Dies geschieht natürlich in erster Linie beim Kindsvater. Die Berechnung muss dann, wenn es die ARGE nicht macht (scheint unterschiedlich zu sein), beim Jugendamt gemacht werden lassen.

      Bekommst du die nötigen Unterlagen vom Kindsvater nicht, regelt das das Jugendamt.

      Es reicht meines Erachtens nicht, wenn du sagst ich bekomme so und so viel (egal von wem) ohne eine Berechnung und dazugehörige Bescheinigungen.

      Es könnte aber möglich sein, dass sich die ARGE sogar "freut", wenn vom Jugendamt berechnet wird, der KV kann nicht zahlen, und du trotzdem die 200 EUro Äppelstücke bekommst. Denn das ist mehr als Unterhaltsvorschuss und entlastet somit dein ALGII.

      Grüße
      Fenya
    • Beim Alg2-Antrag mußt du auch das Zusatzblatt Unterhalt (Anlage UH) einreichen und alle notwendigen Unterlagen einreichen. Die Arge prüft dann, ob die Unterhaltszahlungen ausreichend sind oder nicht.
      Wenn du Berechnungen oder ähnliches vom Jugendamt hast, dann reiche das zusammen mit der Anlage UH ein. Vielleicht reicht es der Arge dann und macht keine weiteren Prüfungen.
    • Sosojaja;464 schrieb:

      Danke Fenya für deine ausführliche Antwort!

      Ich denke und hoffe jetzt mal, dass ich nur max. 2 Jahre ALG II beziehen werde und dass der ARGE die bisherigen Nachweise reichen.
      Wenn nicht, werde ich dann mal zum Jugendamt gehen, damit die den Kindsvater anschreiben. Das wäre mir lieber.


      Ich gehe nicht davon aus, dass es reicht. Aber du kannst das ja erstmal so lassen und wartest, was die ARGE sagt bzw. verlangt.

      Was dir lieber ist, interessiert leider nicht.

      Bei mir war Anfangs das Jugendamt zuständig und ich bin aller 2 Jahre (glaube ich) von der ARGE aufgefordert worden, den Unterhalt beim Jugendamt neu berechnen zu lassen.

      Jetzt ist es allerdings seit Oktober so, dass die ARGE mir den Unterhaltsanspruch vollends aus der Hand genommen hat und förmlich ansich gerissen hat.

      Ergo, ich habe während der Bezugsdauer ALGII keinerlei Unterhaltsansprüche für mein Kind beim KV mehr durchzusetzen.

      Hat Vorteile und auch Nachteile.

      Grüße
      Fenya

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