26 Jahre, wohnhaft bei den Eltern. Haushalts- oder Bedarfsgemeinschaft?

  • Hallo =)


    Entschuldigt bitte, dass ich hier einfach so mit meinen dummen Fragen hinein platze. Bei der ARGE erhalte ich leider keinerlei Auskünfte, da bei telefonischen Kontaktversuchen regelmäßig nach einigen Freizeichen eine Stimme "Es tut uns sehr leid, aber derzeit sind alle Leitungen belegt" ertönt, und die für mich zuständige Sachbearbeiterin mich aus der ARGE regelrecht rausschmeisst, sobald sie mich vor ihrem Büro erspäht....


    Mein ALG-I lief ende April aus, weswegen ich nun leider ALG-II beantragen musste. Anträge erhielt ich, allerdings vermute ich, dass ich die falschen bekommen habe. Ich bin 26 Jahre alt, wohnhaft bei meinen Eltern (Rentner/Hausfrau) und habe wohl die Antragsformulare für eine Bedarfsgemeinschaft hier.


    Wieso ich denke, dass diese Anträge falsch sind? Hauptsächlich, wegen dem Teil des Antrages indem ich angeben soll, mit was für Personen ich in einer Bedarfsgemeinschaft lebe. "... mit Ihren Eltern oder einem Elternteil (nur ankreuzen wenn Sie unter 25 Jahre alt sind)."


    Ich weiß jedenfalls durch dies nicht, was ich in dem Antrag ankreuzen sollte, und empfinde den Teil mit der Haushaltsgemeinschaft als passender. Dafür habe ich allerdings nicht sämtliche Antragsformulare..


    Sollte ich aber doch in eine Bedarfsgemeinschaft gehören habe ich aber ein weiteres Problem. Ich wohne zwar bei meinen Eltern, aber das einzige was hier geteilt wird, das ist der Wohnraum. Aktuell verweigern meine Eltern mir (aufgrund unseres eigentlich doch sehr schlechten Familienverhältnisses) die ganzen Dinge, die die ARGE nun für ihren Antrag belegt haben möchte (Kontoauszüge, Belege der Versicherungen usw. usf.). Was kann man im Falle das ich doch in einer Bedarfsgemeinschaft leben sollte da tun? Ich würde nur sehr ungerne ohne einen Cent in der Tasche hier dahin vegetieren und mich irgendwann vom Balkon stürtzen, weil die ARGE Daten von mir verlangt, an die ich nicht ran komme... *g*


    Außerdem haben meine Eltern schon so genügend finanzielle Probleme (weswegen wir hier auch eher nach dem WG-Prinzip leben, damit ich ihnen nicht auf der Tasche liege!), da will ich ihnen nun nicht ein weiteres verschaffen.


    Wäre schön wenn mir ggf. jemand hier weiterhelfen könnte :)


    Ah.. vor kurzem war ich bei einem Arbeitsvermittler und unterhielt mich mit einer anderen ALG-2-Empfängerin über die Antragsstellung. Sie selber ist ebenfalls 26 Jahre alt gewesen, lebte genau wie ich bei ihren Eltern, musste der ARGE aber nicht "das Vermögen" der Eltern offenlegen. Sie meinte ihr Vater hätte irgendein Schreiben aufgesetzt was sie dort vorlag.


    Sollte ich in einer Bedarfsgemeinschaft stecken wäre es toll zu erfahren was für ein Schreiben das gewesen sein könnte, oder was in solch ein Schreiben hinein gehört. Zuhause beiße ich was die Offenlegung des Vermögens meiner Eltern betrifft nämlich auf Granit.


    lg
    Fox

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  • Du bildest mit Deinen Eltern eine Haushaltsgemeinschaft. Bzgl. des von Dir angesprochenen Schreibens, such mal nach "Widerlegung der Unterhaltsvermutung"!

    Grüsse,

    Mandy

    [SIZE=1]Ich beantworte ab sofort KEINE PN mehr, weshalb Threads geschlossen und/ oder bearbeitet bzw. entfernt wurden oder man eine Verwarnung erhielt. Wenn dies der Fall ist, dann hat das seinen Grund -> [SIZE=2]Forumsregeln [/SIZE] ->LESEN!!!!!)![SIZE=2]. [/SIZE][/SIZE]

  • Quote

    Außerdem haben meine Eltern schon so genügend finanzielle Probleme (weswegen wir hier auch eher nach dem WG-Prinzip leben, damit ich ihnen nicht auf der Tasche liege!), da will ich ihnen nun nicht ein weiteres verschaffen.



    Eine sehr löbliche Einstellung. Wenn du durch eigene Erwerbstätigkeit dieses erreichen könntest.

    Im Falle der Hilfsbedürftigkeit allerdings bildest du mit deinen Eltern eine Haushaltsgemeinschaft. Hier wird die Leistungsfähigkeit der Eltern berücksichtigt. Ob du deswegen irgendwann vom Balkon stürzt oder auf Granit beißt weiß ich natürlich auch nicht.

    Das SG Würzburg hielt nicht viel von dem Granit beißen und nachdem auch ein Hausbesuch abgelehnt wurde kam dann das Bay.LSG: L 10 B 332/05 AS ER am 02.08.2005 zu der Auffassung daß Zweifel an der Bedürftigkeit gegen den Leistungsberechtigten auszulegen sind.

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