Wohngeld über Grundsicherung

  • Hallo, ich bin neu hier im Forum und möchste erstmal meine Situation schildern, bevor ich zu meiner Frage kommen.


    Ich bin Single/alleinstehend, 23 Jahre alt und jetzt schon knapp 3 Jahre psychisch krank geschrieben durch eine schwere Depression, habe zuletzt 1,5 Jahre Hartz4 bezogen (12/08-04/2010) und bekomme seit 1. Mai eine Rente von meiner privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, in Höhe von 664 Euro.


    Meine Frage: kann ich trotz meiner BU-Rente noch Leistungen in Form von Wohngeld beantragen?
    Was würde mehr Sinn machen, Wohngeld über die Wohngeldstelle bei der Stadtverwaltung beantragen oder sollte ich dies bei dem Sozialamt für Grundsicherung beantragen?


    Wie ist dass denn mit der KV, PV, RV....
    Laut meines letzten Harz 4 Bescheides, bin ich nict mehr über die Arge Sozialversichert und müsste dies, durch meine jetzt eigene BU-Rente selber tragen. Ist aber bei den geringen Einnahmen absolut unmöglich.


    Im Grunde komme ich mit den 664 Euro Rente nicht über die Runden.
    Meine laufenden Kosten verschlingen schon ca. 650 Euro.
    Da habe ich aber noch nichts zu Essen gekauft oder sonstige Ausgaben, die halt mal so anfallen, wie (Reparaturksoten u.ä.).


    Ich habe auch schon versucht, mir einen Teilzeitjob oder 400 Euro Job zu suchen, damit ich vom Staat weg komme.



    Ich würde mich über jeden Tip sehr freuen, vieleicht hat ja jemand hier im Forum schon ähnliches durch.


    Gruß Felix

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  • Wie hoch war denn dein ALG 2 vorher? Doch offensichtlich unter 664 Euro, sonst hätte man es doch nicht eingestellt?! Wie hast du denn 1,5 Jahre mit dem Geld gelebt, wenn du jetzt nicht klar kommst?


    Turtle

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Also ich habe den normalen Satz bekommen, 359 Euro + 275 für Miete.
    Ehrlich gesagt, musste ich immer noch aus meinem Ersparten drauf legen, da ich mit den 359 im Monat nicht hin kam.


    Im Grunde würde man hin kommen, aber man müsste wirklich nichts weiter besitzen und sich aus der Gesellschaft zurück ziehen. Wenn man ein Auto brauch und noch paar Versicherungen hat die man halt so haben sollte u da und dort noch was anfällt, dann braucht man schnell mal 100-200 euro mehr, als die 359 Euro und das muss ich wirklich sagen, ich lebe relativ sparsam.


    Noch mal kurz was zu meiner Vorgeschichte, von Nov. 2007-Nov. 2008 hab ich gar nichts bekommen außer Kindergeld und habe erst Dez. 2008 Harz 4 durch bekommen. Hab die letzten 2,5 Jahre fast mein ganzes Erspartes verbraucht. Das Problem war auch, dass ich 2 Jahre gerichtlich um meine private BU kämpfen musste und jetzt, wo ich sie durch bekommen habe, habe ich zum Schluss weniger in der Tasche, als mit Harz 4.
    Das hat folgende Gründe, da laut meinem Wissen ich mich jetzt selbst kranken-u. pflegeversichern muss. Meine private BU- Vers. übernimmt da gar nichts.


    Nun wollte ich mal wissen, was es denn da für Möglichkeiten gibt. Auf dem Wohngeldamt in der Stadtverwaltung habe ich mich grad erkundigt, da würde ich ca. 60 Euro Wohngeldzuschuss bekommen, was meiner Ansicht ein Witz ist.


    Im Grunde würde mir ja schon ein 400 Euro job reichen, aber selbst da müsste ich mich selbst kranken-u. pflegevers. und ich hab schon fast alles probiert an einen Teilzeitjob oder Minijob bzw. Midijob zu gelangen in meiner näheren Umgebung aber bis jetzt hat halt nichts geklappt.


    Ich versteh das halt einfach nicht, wenn ich weiter immer noch aus meinem Ersparten drauf lege, binn ich bald abgebrandt und kann irgendwann meinen Rechnungen nicht mehr nach kommen. Ich hab halt Angst irgendwann mal so tief in der sozialen Schleife zu sitzen, dass ich gar nicht mehr raus komme. das nächste wäre dann halt irgendwann Privatinsolvenz aber darauf habe ich überhaupt keine Lust.


    Ich weiß auch nicht, ob man das als Vergleich heran ziehen kann, eine Bekannte von mir hatte selbst Wohngeld u sogar Zuschuss fürs Auto/Kfz-Vers. bekommen, hatte aber eine Vollzeitbeschäftigung von um die 800 euro netto. Ich dachte dann halt immer, sobald man eigenes Einkommen oder Bezüge hat, was auch eine Rente sein kann und unter der der Armuts bzw. Pfändungsgrenze liegt (Single aktuell 989 Euro), dann hat man immer noch Ansprüche auf Sozialleistungen. Weiß jetzt nicht genau ob ich da total falsch liege.


    Ich weiß ja nicht wie das mansche machen, fürs Leben monatl. braucht man doch aber als Single locker 700-800 Euro. Und wenn man wie jetzt bei mir noch selbst für Kranken-u. Pflegevers. zahlen mussm da kann doch was nicht stimmen??


    Gruß Felix

  • Ich weiss jetzt nicht ob zwischen BU- oder EU-Rente ein Unterschied besteht.


    Jedenfalls wird bei mir die Krankenversicherung vom Grundsicherungsamt übernommen.


    Ich würde mich da mal erkundigen.

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  • Zwischen BU und EU-Rente ist ein Unterschied. Über Grusi läuft da nix, da muss man ERWERBSunfähig sein und nicht nur BERUFSunfähig.

    Turtle

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Ins Sozialamt mit seine Leistungen nach dem SGB XII kommst mit mit "nur" Berufsunfähigkeit garnicht rein. Dieser Strang ist somit erledigt.

    Für dich besteht jedoch weiterhin Anspruch auf Arbeitslosengeld II, hier speziell als Zuschuss zu den Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen. Zur Erklärung: der normale ALG II Empfänger ist über das ALG II pflichtversichert; du wärst jedoch lediglich durch die nunmehr von dir selbst zu entrichtenden Beiträge zur freiwilligen KV/PV hilfebedürftig nach dem SGB II - somit hast du eine Anspruch auf den Zuschuss zu diesen Beiträgen im Rahmen des ALG II (bist über diese Form der Leistungsgewährung jedoch dann halt nicht von der ARGE aus pflichtversichert).

    vereinfachte Berechnung:

    359 € Regelsatz
    + 275 € Miete
    - 664 € BU Rente

    Dein Einkommen überschreitet deinen Bedarf an ALG II um 30 €. Somit grundsätzlich Einstellung der Leistungen.

    ABER: du musst dich nunmehr freiwillig kranken- und pflegeversichern, so dass sich diese Berechnung ändert

    359 € Regelsatz
    + 275 € Miete
    + 200 € freiwillig KV/PV Beiträge (als Beispiel)
    - 664 € BU Rente

    Dein Einkommen unterschreitet deinen Bedarf an ALG II um 170 €, jedoch nur wegen der KV/PV Beiträge. Somit erhälts du von der ARGE 170 € als Zuschuss zu den Versicherungsbeiträgen nach § 26 Abs. 2 Nr. 2 Halbsatz 2 SGB II.

    Wohngeld hat sich für dich ganz erledigt, da Transferleistungsempfänger (soweit du deinen beschriebenen ALG II Anspruch geltend machst) ausgeschlossen sind.

    Also ab zur ARGE und Druck machen!!!