Schwerbehinderung was trifft zu

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    • Schwerbehinderung was trifft zu

      Hallo Leute,
      so nun endlich ist das Schreiben da,
      Auf Grund meiner COPD mit Lungenemphysem Stufe3 wurde mir eine Schwerbehinderung von 50% mit Merkzeichen G befürwortet Ausweis lag schon bei auch der Antrag für die Kostenlose Beförderung im Nahverkehr.

      Meine Frage ist.

      Habe ich Anspruch auf zusätzliche Leistungen
      Wenn ja würde mir ein kleiner Betrag weiter helfen,Fusspflege,Einkaufshilfe,bestimmte Hygieneartikel u.s.w.

      DANKE
    • Geli09;101605 schrieb:

      Habe ich Anspruch auf zusätzliche Leistungen

      Erst mal nicht. Du könntest natürlich versuchen, über die neue Härtefallregelung weiterzukommen: BMAS - Bundesarbeitsministerium erstellt Katalog zur Härtefallregelung
      die dann greift, wenn Hilfebedürftige einen
      "unabweisbaren, laufenden, nicht nur einmaligen, besonderen Bedarf haben."

      (Zitat aus dem o.g. Link)

      Aus meiner persönlichen Erfahrung (ich habe mittlerweile 70%, Merkzeichen "G"):
      Die kostenlose Beförderung mit den Öffentlichen spart schon ne ganze Menge Geld; ebenfalls die Tatsache, dass man, wenn überhaupt, nur sehr eingeschränkt am z.B. kulturellen Leben teilnehmen kann. Für beides ist in der Regelleistung eine bestimmte Summe vorgesehen, die "Leute wie wir" dann eben anderweitig (z.B. Fußpflege) ausgeben.

      - Fußpflege fällt nur ca. alle 6 Wochen an
      - Einkaufen: mit den Öffentlichen hin, mit Taxi zurück (in Berlin z.B. gibt es den sog. Kurzstreckentarif f. Taxen). Manche Läden haben auch einen Lieferservice.
      - Einkaufshilfe: Ich habe einen Freund, der alle 2 Wochen für mich zum Aldi fährt (Auto, Großeinkauf). Zwischendurch kaufen meine Kinder ein (und andere Freunde). Es gibt auch die Möglichkeit, z.B. ältere Schüler (Aushang an Schule, im Sekretariat nachfragen) zu rekrutieren, sich sich gern ein paar Euro verdienen (damit bin ich ebenfalls schon gut gefahren).
    • Klar Mehrbedarf wird es nicht geben aber mir hat jemand gesagt das es 17% der Regelleistung unter bestimmten Umständen auf Grund einer Behinderung gäbe ist das richtig oder Fehlinfo?
      Ich wohne nicht in einer Weltstadt sondern eine kleines Stadt bei der viele Orte eingemeindet wurden.
      Einkaufssevice gibt es nicht,Taxi nur über Uhr und zu teuer.
      Bei uns ist alles Teuerer auch die Miete da die Schweiz gleich nebenan ist quasi nur über die Rheinrücke.
      Klar auf ein Dorf ziehen da geht es noch kann ich aber nicht da bin ich nur auf den Bus angewiesen und habe niemand der mich ständig versorgt oder Unterstützt zumal ich außer einen Sohn niemand hier habe.
      Beim letzten Gespräch mit der SB erwähnte ich den Behindertenantrag sie wusste das ich schon mehrere Jahre Erwerbsunfähigkeitsrente bekomme sagte nur ich solle ihr es Sofort melden wenn ich den Bescheid habe..wozu wenn es eh nix bringt?
      Mal abwarten ich habe es kopiert und der SB geschickt.
    • Es kommt in erster Linie darauf an, ob du Leistungen nach SGB XII (Sozialhilfe) beziehst, oder Leistungen nach SGB II (ALG II).

      Wenn du Leistungen nach SGB XII (Sozialhilfe) und volle Erwerbsminderungsrente erhälst, steht dir aufgrund der Schwerbehinderung mit Merkzeichen "G" ein Mehrbedarf von 17% zu:
      SGB XII § 30 Mehrbedarf
      Zitat daraus:
      SGB XII § 30 Mehrbedarf (1) Für Personen, die
      1. ...
      2. die Altersgrenze nach § 41 Abs. 2 noch nicht erreicht haben und voll erwerbsgemindert nach dem Sechsten Buch sind,
      und durch einen Bescheid der nach § 69 Abs. 4 des Neunten Buches zuständigen Behörde oder einen Ausweis nach § 69 Abs. 5 des Neunten Buches die Feststellung des Merkzeichens G nachweisen, wird ein Mehrbedarf von 17 vom Hundert des maßgebenden Regelsatzes anerkannt, soweit nicht im Einzelfall ein abweichender Bedarf besteht.
      Wenn du Leistungen nach SGB II (ALG II) erhälst, reichen Schwerbehinderung und Merkzeichen "G" allein nicht aus.
    • maria1956;102046 schrieb:

      Es kommt in erster Linie darauf an, ob du Leistungen nach SGB XII (Sozialhilfe) beziehst, oder Leistungen nach SGB II (ALG II).

      Wenn du Leistungen nach SGB XII (Sozialhilfe) und volle Erwerbsminderungsrente erhälst, steht dir aufgrund der Schwerbehinderung mit Merkzeichen "G" ein Mehrbedarf von 17% zu:
      SGB XII § 30 Mehrbedarf
      Zitat daraus:
      Wenn du Leistungen nach SGB II (ALG II) erhälst, reichen Schwerbehinderung und Merkzeichen "G" allein nicht aus.


      Also wenn ich das richtig verstehe gibt es zwischen Sozilahilfe und ALG II Unterschiede aber warum? schon komisch.

      Ich bekomme so eine Arbeitsmarktrente bin zwar 3-6 Stunden arbeitsfähig
      diese Arbeit gibt es auf bei meiner Chronischen Krankheit nicht( darf nur im Sitzen leichte Arbeit machen und das mit Pausen,keine reizenden Dämpfe wegen der Luftnot)Ich bin jetzt 57 wird nicht lange dauern kommt bestimmt meine ARGE auf die Idee mich in eine Art Frührente zu drängen damit sie mich los sind.
      Jetzt bekomme ich ergänzend ALGII
      Mal sehen was die SB sagt und wozu sie den Bescheid braucht.
    • Geli09;102089 schrieb:

      Also wenn ich das richtig verstehe gibt es zwischen Sozilahilfe und ALG II Unterschiede aber warum? schon komisch.


      Ganz vereinfacht gesagt, die Leistungen nach SGB XII beziehen, sind nicht (mehr) erwerbsfähig.
      § 19 Leistungsberechtigte

      (1) .....

      (2) Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist nach den besonderen Voraussetzungen des Vierten Kapitels dieses Buches Personen zu leisten, die die Altersgrenze nach § 41 Abs. 2 erreicht haben oder das 18. Lebensjahr vollendet haben und dauerhaft voll erwerbsgemindert sind, sofern sie ihren notwendigen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräften und Mitteln, insbesondere aus ihrem Einkommen und Vermögen, beschaffen können......

      Während Leistungsbezieher nach dem SGB II erwerbsfähig sind.
      § 7 Berechtigte

      (1) Leistungen nach diesem Buch erhalten Personen, die 1.das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze nach § 7a noch nicht erreicht haben,2.erwerbsfähig sind,3.hilfebedürftig sind und4.ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben (erwerbsfähige Hilfebedürftige).
    • Naja jetzt geht mir ein Licht auf weshalb die gute SB den Bescheid braucht weil ich ja Arbeiten kann und als Schwerbehinderte 57 Jährige Frau mit meiner Krankheit sofort einen Job vermittelt bekommen kann...also nur für die Akten.

      Hmmm, den Text versteh ich schon nur nicht was die Fähigkeit zu arbeiten oder nicht mit der Behinderung im Eigentlichen zu tun hat.

      Wie kommen die auf dieses Unterschied?
      Unterm Strich ist es so ich werde bis zu meiner eigentlichen Rente nichtmehr arbeiten können 1.weil meine Krankheit nie besser eher schlechter wird 2.weil es keine Arbeit für mich gibt.
      Die Begrenzung von 3 jahren sagte mir der Dr.der RV bei der letzten Untersuchung sei eigentlich albern da es wie schon erwähnt nie besser werden wird.
      Tja was solls wenigsten habe ich die Fahrmöglichkeit bis 50 Km das hilft auch weiter.
    • Geli09;102089 schrieb:


      Ich bekomme so eine Arbeitsmarktrente bin zwar 3-6 Stunden arbeitsfähig
      diese Arbeit gibt es auf bei meiner Chronischen Krankheit nicht( darf nur im Sitzen leichte Arbeit machen und das mit Pausen,keine reizenden Dämpfe wegen der Luftnot)


      Eine teilweise Erwerbsminderung liegt vor, wenn der Antragsteller auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt - unabhängig vom erlernten Beruf - nur noch drei bis unter sechs Stunden täglich tätig sein kann (§ 43 SGB VI) Allerdings kann auch in diesem Fall eine Rente wegen voller Erwerbsminderung als sogenannte "Arbeitsmarktrente" gewährt werden, wenn der (Teilzeit-)Arbeitsmarkt als verschlossen gilt. Das ist dann der Fall, wenn der Versicherte keinen seinem Leistungsvermögen entsprechenden (Teilzeit-)Arbeitsplatz innehat oder ihm kein solcher angeboten werden kann. Da solche Arbeitsplätze selten konkret benannt werden können, sind Arbeitsmarktrenten bei einem drei- bis unter sechsstündigen Leistungsvermögen eher die Regel als die Ausnahme.

      gefunden habe ich das hier

      Geli09;102089 schrieb:


      Die Begrenzung von 3 jahren sagte mir der Dr.der RV bei der letzten Untersuchung sei eigentlich albern da es wie schon erwähnt nie besser werden wird.


      Da kann man nur hoffen, dass die lage auf dem Arbeitsmarkt sich hinsichtlich eines entsprechenden Arbeitsplatzes nicht groß ändern wird:rolleyes:
      dann sollte auch einer Verlängerung nach den drei Jahren nichts mehr im wege stehen.;)
    • dms;102669 schrieb:

      Eine teilweise Erwerbsminderung liegt vor, wenn der Antragsteller auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt - unabhängig vom erlernten Beruf - nur noch drei bis unter sechs Stunden täglich tätig sein kann (§ 43 SGB VI) Allerdings kann auch in diesem Fall eine Rente wegen voller Erwerbsminderung als sogenannte "Arbeitsmarktrente" gewährt werden, wenn der (Teilzeit-)Arbeitsmarkt als verschlossen gilt. Das ist dann der Fall, wenn der Versicherte keinen seinem Leistungsvermögen entsprechenden (Teilzeit-)Arbeitsplatz innehat oder ihm kein solcher angeboten werden kann. Da solche Arbeitsplätze selten konkret benannt werden können, sind Arbeitsmarktrenten bei einem drei- bis unter sechsstündigen Leistungsvermögen eher die Regel als die Ausnahme.

      gefunden habe ich das hier



      Da kann man nur hoffen, dass die lage auf dem Arbeitsmarkt sich hinsichtlich eines entsprechenden Arbeitsplatzes nicht groß ändern wird:rolleyes:
      dann sollte auch einer Verlängerung nach den drei Jahren nichts mehr im wege stehen.;)


      Was es mit der Arbeitsmarktrente auf sich hat weis ich, doch das ist nicht das Problem.

      Sondern eher die Tatsache das man als Betroffener einer solchen schweren Chronischen Krankheit welche die 4 ist die zum Tode führt keinerlei Unterstützung bekommt.

      Als ich die Rente bewilligt bekommen habe hatte ich Stufe 1 von 4 jetzt habe ich 3. also hat sich die Krankheit verschlimmert wenn ich den Dr richtig verstanden habe will er das nächste mal dafür sorgen das ich aus dem "Arbeitszwang" rauskomme,er sagte es ist einfach Blödsinn jemand arbeiten lassen zu wollen in einem Job den es nie gibt.
      Eigentlich könnte ich schon wieder einen Verschlechterungsantrag beim Versorgungsamt stellen weil noch Schlafabnoe mit Nachtsbeatmung dazu gekommen ist,sowie ein anderes Problem was mich immer mehr am weggehen hindert.

      Wird schon werden oder auch nicht.

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