Zwangsumzu bei unangemesserner Wohnung auch für über 60jährige?Hallo Forum, immer wi

  • Hallo Forum,


    immer wieder hört man, daß ältere ALG II Empfänger, die in einer zu großen Wohnung leben,
    nicht "zwangsumsiedeln" müssen.


    Besonders, wenn sie schon über 25 Jahre darin leben,
    über 60 Jahre sind,
    bei Umzug das soziale Umfeld verlieren würden.


    Wenn Kostensenkung gefordert wird können diese im Falle doch in der Wohnung bleiben, und die ARGE zahlt nur die angemessenen
    Beträge für eine Person.


    Die monatliche Differenz könnten evtl. aus dem Schonvermögen oder Vielleicht Verwandschaft bestritten werden.


    Ist da irgend etwas dran, daß langjährige ältere Mieter diese Möglichkeit haben.


    Kann irgendjemand dazu etwas klares sagen. Finde hierzu nichts konkretes.


    Gruß Lesezeichen

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  • Kein ALG2 Empfänger muss einer Kostsenkungsaufforderung nachkommen.


    MAn hat verschiedene Möglichkeiten:


    1. Man handelt mit dem Vermieter einen niedrigeren Mietzins aus


    2. Man vermietet unter, dass geht auch einen nahen Verwandten.


    3. Man zahlt den unangemessenen Teil aus seinem Regelsaz/Schonvermögen.
    Allerdings sollte man dabei auf die Höhe des Eigenanteils achten.
    Da éntweder Mietschulden auflaufen könnten, oder aber sich die Arge wundern könnte wie man z.B. 200€ als Alleinstehender aus dem Regelsatz draufzahlt.

  • U.U. zahlt die ArGe auch erhöhte Wohnungskosten. Ob und in welcher Höhe, ist in den jeweiligen "örtlichen Richtlinien" geregelt.
    In Berlin z.B. können in besonderen Fällen die allg. Richtwerte um bis zu 10% überschritten werden (das gilt nur für bestehenden Wohnraum, nicht für Neuanmietungen), u.a. bei über 60-jährigen Hilfeempfängern.
    Ebenfalls für Berlin gilt:

    Quote

    (2) Maßnahmen zur Senkung der Wohnungskosten werden ggf. nicht verlangt werden können bei
    a) ...
    b) über 60 Jahre alten Hilfeempfangenden nach längerer Wohndauer, wenn zukünftige vorrangige Ansprüche (z.B. Rentenansprüche) eine weitere Hilfebedürftigkeit unwahrscheinlich sein lassen
    c) ...
    sofern die Miete den Richtwert nicht so erheblich überschreitet, dass ein Verzicht auf kostensenkende Maßnahmen unter Berücksichtigung der besonderen Situation der Betroffenen ungerechtfertigt wäre. Gegebenenfalls sind die bezirklichen Sozialdienste einzuschalten.

    Zitat aus: http://www.harald-thome.de/med…U-Berlin---10.02.2009.pdf
    In Berlin ist es also möglich, dass die Wohnung u.U. etwas teurer sein darf (und trotzdem komplett bezahlt wird) und zweitens u.U. überhaupt keine Kostensenkungsaufforderung ergeht. Hängt von den persönlichen Umständen ab.


    Vielleicht ist dein Wohnort hier dabei: Harald Thome - Örtliche Richtlinien