geringfügige Tätigkeit- was passiert nach Meldung

  • Hallo Leute,


    ihr könnt mir gratulieren. Zumindestens habe ich jetzt was auf geringfügiger Basis gefunden. Also das heisst , ich werde erst mal bis zu 400 Euro eingesetzt werden.


    Ich werd auch nächste Woche zum Job center gehen und erst mal den Arbeitsvertrag einreichen. Da ich unterschiedlich eingesetzt werde. kann ich aber erst Ende April, Anfang Mai eine Verdienstbescheinigung abgeben können.


    Wenn ich jetzt eine SV-pflichtige Tätigkeit gemeldet habe wurde mir erst mal die Zahlung des ganzen folgenden ALG II Geldes gestrichen bis ich die Verdienstbescheinigung eingereicht habe. Das war ja auch in Ordnung, weil man eine Überzahlung vermeiden wollte.


    Wie wird es hier gehandhabt. So werde ich jetzt z.B. erst mal stundenmäßig so beschäftigt das ich nicht mehr als 100 Euro verdiene. So das ich ja eigentlich auf mein ganzes ALG II angewiesen bin. Muss ich damit hier auch rechnen das man mir meine Zahlungen erst dann freigibt wenn ich die Verdienstbescheinigung zum Job Center gebraucht habe?


    Angela

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  • Wenn dir dein AG bescheinigt, dass du vorerst max. 100 € im Monat verdienst, dann brauchst du keine Angst haben, dass die Zahlungen gestoppt werden.

  • Das wird und kann er aber nicht.


    Im Arbeitsvvertrag steht nur drin das ich unter 15 Stunden wöchentlich und je nach Erfordernis eingesetzt werde. Also es ist auch nicht vorhersehbar in welchem Umfang ich eingesetzt werde.


    Angela


    Angela

  • Quote from Angela1968;100175


    Im Arbeitsvvertrag steht nur drin das ich unter 15 Stunden wöchentlich und je nach Erfordernis eingesetzt werde.


    Dann besteht die Wahrscheinlichkeit, dass man dir vorläufig 15 Stunden zu dem vereinbarten Stundenlohn als Einkommen anrechnet bis du die erste Abrechnung einreichst.

    Meine hier eingestellten Beiträge stellen nur meine persönliche Meinung und KEINE Rechtsberatung dar. Ich erhebe nicht den Anspruch allwissend zu sein und lasse mich gerne korrigieren. Wer mich nicht mag, darf mich gerne ignorieren, persönliche Angriffe bitte ich zu unterlassen. Vielen Dank.

  • Quote from Grubenpony;100190

    Dann besteht die Wahrscheinlichkeit, dass man dir vorläufig 15 Stunden zu dem vereinbarten Stundenlohn als Einkommen anrechnet bis du die erste Abrechnung einreichst.


    Wofür, man kann es nicht oft genug betonen, keinerlei Rechtsgrundlage gibt!

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  • Quote from Clownfisch;100204

    Wofür, man kann es nicht oft genug betonen, keinerlei Rechtsgrundlage gibt!


    Mist, hätte ich mal gewettet, dass das kommt. :D

    Meine hier eingestellten Beiträge stellen nur meine persönliche Meinung und KEINE Rechtsberatung dar. Ich erhebe nicht den Anspruch allwissend zu sein und lasse mich gerne korrigieren. Wer mich nicht mag, darf mich gerne ignorieren, persönliche Angriffe bitte ich zu unterlassen. Vielen Dank.

  • Quote from Grubenpony;100208

    Mist, hätte ich mal gewettet, dass das kommt. :D


    Wenigstens eine hier im Forum, die meine Äußerungen (zumindest meistens) als Gewinn ansieht! :D

  • Hallo Grubenpony,


    vielen Dank für Deine gute Nachricht. Denn damit könnte ich leben.


    Da würde ich ja erst mal zwar vom Job Center 160 Euro weniger bekommen, aber dafür kommen ja vom AG die 100 Euro. Die 160 Euro würde ich ja dann nachgezahlt bekommen.


    Ich hatte gleich befürchtet das ich erst mal gar nichts bekomme.


    Angela

  • Also, zunächst mal muss die Änderung in den Verhältnissen unverzüglich mitgeteilt werden, das entspricht den Mitwirkungs- und Mitteilungspflichten.


    Bezüglich der Anrechung bzw. Auszahlung der nächsten ALG II-Leistungen, da gibt es versch. Möglichkeiten.


    - Mit deinem SB sprechen und erstmal kein Gehalt anrechnen lassen. Einen Vermerk unterzeichnen, dass dir bewusst ist, dass du nach Anrechnung des Einkommens eine Erstattung zahlen musst.


    - Erstmal einen Schätzwert anrechnen lassen (zb den Maximalbetrag von 400 Euro), um eine Überzahlung zu vermeiden. Nach Vorlage der Gehaltsbescheinigung erfolgt Neuberechnung. Hast du weniger verdient, wird der Rest ALG II ausgezahlt. Solltest du 400 Euro verdient haben, würde ja alles passen.


    - Zahlsperre vereinbaren (sofern du entsprechende Rücklagen hast, um das für den 1 Monat zu überbrücken)

    [SIZE=1]Vernünftige Menschen suchen Lösungen.
    Die anderen den Schuldigen.[/SIZE]

  • Melden ja, aber der gesamte Rest ist völlig unnötig. Es ist alles einwandfrei im Gesetz geregelt - wenn dann Gehalt geflossen ist, dann ist das zu melden und dann wird das angerechnet. Alles andere macht ARGE, weil, zugegeben, das im Gesetz vorgegebene Verfahren "etwas" :rolleyes: umständlich und aufwändig ist.


    Aber ARGE kann selbstverständlich nicht hinkommen und sagen - och, das ist uns alles viel zu kompliziert, wir klöppeln uns jetzt unsere eigene Regelung, die mit dem Gesetz zwar nix zu tun hat, uns aber das Leben erleichtert.

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  • HalloFrau des Basisten
    Du hast geschrieben:

    Quote

    Also, zunächst mal muss die Änderung in den Verhältnissen unverzüglich mitgeteilt werden, das entspricht den Mitwirkungs- und Mitteilungspflichten.

    Darauf brauchst Du mich nicht hinzuweisen. Meine SB hat darüber schon eine Vorabmail bekommen und auch diese bestätigt. In dieser Mail habe ich ihr auch schon geschrieben das ich nächste Woche den Arbeitsvertrag zum Job Center bringe. Also da bin ich, denke ich mal, abgesichert.


    Und ide Abrechnung meines Lohnes kann ich ja eh erst zum Ende April, Anfang Mai bringen wegen der unterschiedlichen Einsatzzeiten.


    Wie gesagt, mir ging es ja nur darum das nicht die gesamte Zahlung engestellt wird. Wenn erst mal angerechnet wird ist das ja nicht so schlimm. Da ich da Geld ja dann später auch noch erhalte.


    Aber trotzdem auch Dir vielen Dank für Deinen Rat.


    Angela

  • Hallo Angela,


    war auch nicht böse gemeint mit dem Hinweis zu den Mitteilungspflichten. Aber viele vergessen das leider und teilen es erst mit den ersten Gehaltsnachweisen ein und das kann dann u.U. zu einem Verfahren wg Ordnungswidrigkeit führen.


    Ich würde zur Sicherheit mit deinem SB Kontakt aufnehmen. Ist ja nicht gesagt, dass er die "Lösung" mit der Anrechnung von 400 Euro wählt. Ich kenne durchaus auch Kollegen, die bei Arbeitsaufnahme - egal mit welcher Stundenzahl - sofort erstmal eine Zahlsperre setzen würden. Daher lieber einmal mehr anrufen oder mailen und rückversichern, als sich am nächsten 1. zu ärgern ;)


    Glückwunsch zu der gefundenen Stelle!

    [SIZE=1]Vernünftige Menschen suchen Lösungen.
    Die anderen den Schuldigen.[/SIZE]

  • bei Angela


    bei Angela ist es glaube ich so, daß ihre SB
    ganz genau weiß, wie sehr sie sich um Arbeit
    bemüht und was sie schon alles dafür gemacht hat.
    Sie hat die Änderung auch sofort angegeben.
    Ich könnte mir vorstellen, daß man fiktiv
    160 abzieht bis eine Lohnabrechnung vorliegt
    und bei ihr bestimmt nicht gleich die ganze Leistung sperrt.

  • Du hast doch alles richtig gemacht Änderungsmitteilung dann wird der Arbeitsvertrag eingereicht und dann die Abrechnung. Dann kann doch erst eine Berechnung erfolgen. Meine Freundin und ich wir hatten fast (300€) das gleiche Problem obwohl absehbar war das wir mit den paar EUROs nicht rausfallen bekamen wir erst gar kein Geld, dann nach persönlicher Vorsprache habe ich mich mit der SB auf die Anrechnung der 300€ geeinigt . Ich will damit eigentlich nur sagen versuche persönlich mit den Leuten zu sprechen . Ich habe die Erfahrung gemacht mit der Zettelwirtschaft beim Amt geht sehr viel schief. Wir müssen jetzt jeden Monat den Lohnstreifen einreichen weil sich der Lohn monatlich ändert .
    Viel Glück im Job.


  • Und noch einmal - dafür gibt es absolut keine Rechtsgrundlage - also eindeutig rechtswidrig!

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  • Quote from Clownfisch;100238

    Und noch einmal - dafür gibt es absolut keine Rechtsgrundlage - also eindeutig rechtswidrig!


    SGB III § 331 Vorläufige Zahlungseinstellung


    (1) Die Agentur für Arbeit kann die Zahlung einer laufenden Leistung ohne Erteilung eines Bescheides vorläufig einstellen, wenn es Kenntnis von Tatsachen erhält, die kraft Gesetzes zum Ruhen oder zum Wegfall des Anspruchs führen und wenn der Bescheid, aus dem sich der Anspruch ergibt, deshalb mit Wirkung für die Vergangenheit aufzuheben ist. Soweit die Kenntnis nicht auf Angaben desjenigen beruht, der die laufende Leistung erhält, sind ihm unverzüglich die vorläufige Einstellung der Leistung sowie die dafür maßgeblichen Gründe mitzuteilen, und es ist ihm Gelegenheit zu geben, sich zu äußern.



    (2) Die Agentur für Arbeit hat eine vorläufig eingestellte laufende Leistung unverzüglich nachzuzahlen, soweit der Bescheid, aus dem sich der Anspruch ergibt, zwei Monate nach der vorläufigen Einstellung der Zahlung nicht mit Wirkung für die Vergangenheit aufgehoben ist.

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  • Quote from mainzerin;100235

    Ich könnte mir vorstellen, daß man fiktiv
    160 abzieht bis eine Lohnabrechnung vorliegt
    und bei ihr bestimmt nicht gleich die ganze Leistung sperrt.


    eben ... vorstellen kann man sich das ... aber zur Sicherheit beim SB nachfragen, denn nur der kann das mit Gewissheit und im Fall von Angela 100% bestätigen, da es eben versch. Möglichkeiten gibt :)

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  • Quote from DieFrauDesBassisten;100240

    SGB III § 331 Vorläufige Zahlungseinstellung


    (1) Die Agentur für Arbeit kann die Zahlung einer laufenden Leistung ohne Erteilung eines Bescheides vorläufig einstellen, wenn es Kenntnis von Tatsachen erhält, die kraft Gesetzes zum Ruhen oder zum Wegfall des Anspruchs führen und wenn der Bescheid, aus dem sich der Anspruch ergibt, deshalb mit Wirkung für die Vergangenheit aufzuheben ist. Soweit die Kenntnis nicht auf Angaben desjenigen beruht, der die laufende Leistung erhält, sind ihm unverzüglich die vorläufige Einstellung der Leistung sowie die dafür maßgeblichen Gründe mitzuteilen, und es ist ihm Gelegenheit zu geben, sich zu äußern..


    Interessannt - die Kenntnis davon, dass irgendwann einmal Geld in unbekannter Höhe fließen kann, führt also dazu, dass Leistungen eingestellt werden können?? Also gilt nicht mehr das Zuflussprinzip, sondern das Vermutungsprinzip oder Verdachtsprinzip.
    Im Übrigen, da steht die "kraft Gesetzes zum Ruhen oder zum Wegfall des Anspruchs führen". Wo bitte steht denn im Gesetz, dass ein künftig zufließendes Einkommen zum Ruhen oder zur Einstellung führen? Das nämlich ist genau die Frage, und nicht, ob überhaupt eingestellt werden darf. Es fehlt hier an den zwingend notwendigen Voraussetzungen damit diese Rechtsfolge eintreten kann. § 331 SGB III jedenfalls ist nicht die Rechtsgrundlage, die eine Einstellung rechtfertigt, wenn die Aufnahme einer Tätigkeit gemeldet wird.


    Und von der zwingend nötigen Anhörung hab ich hier auch nichts gehört.


    Also wenn schon Gesetze anführen, dann aber bitte richtig.

  • Dann probiers doch mal aus und streit dich mit der ARGE. Außer deiner MEINUNG, dass es keine Rechtsgrundlage für die Anrechnung geschätzen Einkommens (gibt es sehr wohl über die ALG 2-VO) bzw. die vorläufige Einstellung (wurde korrekt hier benannt) gäbe, habe ich von dir noch nichts gelesen. Woher willst du wissen, dass deine MEINUNG RICHTIG ist?!


    Turtle

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

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