ALG II Bescheid wirklich richtig?

  • Hallo zusammen,

    das das alte Forum nicht mehr existiert, das Thema aber noch aktuell ist, hänge ich den Thread nochmal hier an, ich hoffe das ist ok.

    Autor Nachricht
    goodhope
    Verfasst am: 25.11.2008, 14:33 Titel: ALG II Bescheid wirklich richtig?
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    Hallo zusammen,
    da ich nicht mehr wirklich weiter weiß, habe ich mich dazu entschlossen, hier im Forum um Rat zu bitten.
    Ich habe bis 01.11.08 ALG I bekommen. Das waren insgesamt ca. 1050.-/Monat. Nun bekomme ich ab Dezember dann nur ca. €315.- ausgezahlt.
    Ich bin vergangenes Jahr zu meiner Freundin und ihrem Kind gezogen, daher wohne ich nun in einer Bedarfsgemeinschaft,
    und genau das ist wohl das Problem bzw. die Ursache für die geringe Auszahlung.
    Das Kind erhält monatlich ca. 200.- Unterhalt, ca. 150.- Kindergeld und 40.- von Großeltern für den Kindergaten, also insgesamt rund 400.-.
    Ich habe kein weiteres Einkommen und meine Freundin ist Studentin.
    Unsere Kaltmiete liegt bei 230.-, die Nebenkosten bei 40.- und die Heizkosten bei 50.-.
    Inkl. Telefon, Strom, Gas etc. liegen die monatlichen Kosten für die Wohnung bei 440.-. Da wir noch nicht so lange
    gemeinsam in einer Wohnung leben, haben wir getrennte Kassen und alles wird eben geteilt.
    Ich bezahle an sie also 220.- Euro für Miete usw.
    Vom Amt bekomme ich wie gesagt ca. 315.-. Die setzen sich zusammen aus ca. 100.- für die unterkunft und ca. 215.- als regelleistung.
    Bei dieser einwöchigen Maßnahme von Arbeitsamt aus, sagte man mir ich bekäme die Kaltmiete zzgl. Nebenkosten und Heizung
    bezahlt. Dann noch das Geld zur Grundsicherung, also die 354.- glaube ich und dann noch einen Zuschlag von 160.- da ich zuvor
    ALG I erhalten habe. Das ist also ein ganz schöner Unterschied für mich zu den nun gezahlten 315.-
    Mir bleiben wenn ich Miete usw. abgegeben habe also noch knapp 90.- übrig. Davon gehen dann 80.-/Monat ab für Lebensmittel und
    nochmal ca. 80.- für Versicherungen und ca. 20.- für mein handy. Ohne irgendwelche Klamotten oder sonstige Anschaffungen
    zu berücksichtigen, fehlen mir jeden monat mindestens 120.-.
    Mir ist klar, dass es hier sicher Fälle gibt die hilfebedürftiger sind, was mir auch sehr leid tut, ich hoffe trotzdem ich werde
    nicht gleich gesteinigt wenn ich Frage, ob in meinem Bescheid ein Fehler vorliegen kann und ich widersprechen muss,
    oder ob das so korrekt ist.

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    Turtle1972
    Moderator
    Verfasst am: 25.11.2008, 14:39 Titel:

    Die Miete ist zu dritteln, also 1/3 dein Mietanteil und 2/3 muss die Studentin für sich und das Kind tragen.
    Warum aber der Regelsatz nicht in voller Höhe ist und warum du keinen Zuschlag nach Ende ALG 1 bekommst, ist komisch.
    Kannst du mal die Berechnung des ALG 2 Bescheides abschreiben? Und ab wann genau ist es bewilligt?
    Turtle

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    goodhope
    Verfasst am: 25.11.2008, 14:56 Titel:

    Quote from "Turtle1972"

    Die Miete ist zu dritteln, also 1/3 dein Mietanteil und 2/3 muss die Studentin für sich und das Kind tragen.
    Warum aber der Regelsatz nicht in voller Höhe ist und warum du keinen Zuschlag nach Ende ALG 1 bekommst, ist komisch.
    Kannst du mal die Berechnung des ALG 2 Bescheides abschreiben? Und ab wann genau ist es bewilligt?
    Turtle


    Hi Turtle,
    ehrlich gesagt verstehe ich den Bescheid nicht so ganz, daher weiß ich nicht genau was du für Angaben daraus benötigst.
    Das sind insgesamt 12 Seiten glaube ich. Da ich die ersten Tage im November noch ALGI erhalten habe und dies anscheinend abgezogen wird, erhalte ich vom 03.11.-30.11. nur eine Auszahlung von 2.- Euro.

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    jette
    Moderator
    Verfasst am: 25.11.2008, 20:36 Titel:

    Am Bescheid hängen Berechnungsbögen. Nehme da mal den Berechnungsbogen, der ab Dezember gilt.
    Daraus schreibst du die Zahlen ab, die bei dem Bedarf stehen (sollte einmal die Regelleistung sein und einmal Kosten der Unterkunft) und die Zahlen, die beim Einkommen stehen.

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    goodhope
    Verfasst am: 26.11.2008, 10:45 Titel:

    Hi Jette,
    anbei dann die Angaben:
    Regelleistung für erwerbsfähige Hilfebedürftige: 316.-
    Regelleistung für (Sozialgeld) für nicht erwerbsfähige: 211.-
    Anerkannte monatliche Kosten für Unterkunft: 204.- (2x102.- 1x für mich und 1x für die kleine meiner Freundin)
    Gesamtbedarf: 731.-
    Dann das Einkommen von der Kleinen:
    Kindergeld: 154.-
    Unterhalt v. ihrem Vater: 250.-
    Reicht dir das so?

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    Struppi
    Verfasst am: 26.11.2008, 16:06 Titel:


    Hallo,
    m.E. darf das KG nicht "ganz" angerechnet werden, sondern nur bis der Bedarf der Kleinen - Regelleistung und Mietanteil - unter Berücksichtigung des Unterhaltes gedeckt ist. Der Rest sollte der Mutter (soweit sie KG-Berechtigte ist) zustehen. Falls sie allerdings - ob als als Studentin oder nicht - selbst bereits über ausreichendes Einkommen verfügt, müsste sie u.U. außer für ihre Tochter auch für dich aufkommen.
    Gibt es nicht irgendwo in deinem Bescheid einen Hinweis auf § 24 SGB II (Befristeter Zuschlag nach Bezug von Arbeitslosengeld)?

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    Turtle1972
    Moderator
    Verfasst am: 26.11.2008, 16:42 Titel:

    Ja, der Bescheid scheint fehlerhaft zu sein. Das Kind deckt mit Unterhalt und Kindergeld seinen Bedarf selbst und gehört daher nicht zur Bedarfsgemeinschaft. Und das Kindergeld steht definitiv der Mutter zu, der junge Mann hier ist doch noch nichtmal der Vater.
    Und auch der fehlende Zuschlag ist fragwürdig.
    Du solltest schnellstens einen Termin mit der Leistung machen und das klären. Und wenn die nicht einlenken, gehst du vor Ort gleich zur Niederschrift in Widerspruch gegen den Bescheid.
    Turtle

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  • Bei der Leistungsabteilung war ich unmittelbar nach Erhalt des Bescheides. Man sagte mir dort, dass man nach dem Zuschlag geschaut hätte und es gibt keinen, die Software hat irgendwie eine Null ausgespuckt.

    Es wäre natürlich prima wenn der Bescheid wirklich falsch wäre. Kommt den sowas oft vor?

    An wen kann ich mich jetzt wenden, an das Amt ja sicher nicht?! Oder muss ich mir da gleich einen Anwalt suchen, müßte dann mal prüfen was die Rechtschutzversicherung dazu sagt.

  • Du brauchst doch einfach nur einen Widerspruch einlegen. Schreib halt rein, dass dir deiner Meinung nach ein Zuschuss nach § 24 SGB II zusteht, weil dein ALG 1 wesentlich höher war als dein jetziges ALG 2 und dass es nicht rechtens ist, dass das Kind deiner Freundin mit in der Bedarfsgemeinschaft ist, weil es sein Einkommen selbst deckt und dich ja so von seinem Unterhalt mit ernähren muss, was nicht sein darf. Und dass das übersteigende Kindergeld des Kindes halt nicht dir zuzuordnen ist, weil nämlich die Mutter Kindergeldberechtigte ist.

    Einen Anwalt kannst du auch später noch einschalten, wenn die Widerspruchsbearbeitung zu lange dauert oder es zu einer Ablehnung des Widerspruches kommt.

    Turtle

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Das mit den 40 Euro von den Großeltern ist aber auch nicht ganz ohne, denn das wird als Einkommen angerechnet.


    Könntet Ihr nicht schon einmal dafür einen anderen Weg finden? Da muss sich doch was machen lassen:confused:


    Einen Widerspruch würde ich aber auch schreiben, der Vorteil ist nämlich, das jeder Widerspruch eine Etage höher wandert. D. h. vom gemeinen Sachbearbeiter zum Abteilungsleiter usw. und die müssen den Anspruch selbständig nochmal neu berechnen!


    Einen Versuch ist es allemal wert! Viel Glück!

  • @Turtle


    Da hab ich doch gleich mal eine Frage an Dich!:)


    Wie lang beträgt die Widerspruchszeit eigentlich? Also ich meine die Zeit vom Widerspruch bis zum neuen Bescheid :rolleyes:

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  • Ich hab erstmal eine Antwort für dich:

    Quote

    Das mit den 40 Euro von den Großeltern ist aber auch nicht ganz ohne, denn das wird als Einkommen angerechnet.


    Könntet Ihr nicht schon einmal dafür einen anderen Weg finden? Da muss sich doch was machen lassen:confused:



    "Was machen lassen."? Wenn das der versteckte Hinweis war, etwas zu mauscheln, bist du hier im falschen Forum. Dessenungeachtet, dass das Kind nicht hilfebedürftig ist und deshalb es scheißegal ist, ob es von den Großeltern 40 Euro im Monat erhält oder 150.

    Quote

    der Vorteil ist nämlich, das jeder Widerspruch eine Etage höher wandert



    Widersprüche werden von der Widerspruchsstelle bearbeitet und nicht von einem "Abteilungsleiter". Wobei es Abteilungsleiterin einer Behörde nicht gibt!

    Quote

    Wie lang beträgt die Widerspruchszeit eigentlich?


    Einen Monat ab Bekanntwerden. Das steht aber auch unter jedem Bescheid drunter!

    Turtle

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.

  • Hää?

    Wenn du meinst, wielange die Behörde Zeit hat einen Widerspruch zu bearbeiten, dann schreibe das auch so!

    Da gibt es keine festen Zeiten. In meiner ARGE gibt es noch sehr viele Widersprüche, die sogar älter als 1 Jahr sind. Ab 3 Monate ohne Reaktion kannst du Untätigkeitsklage einreichen.

    Turtle

    Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.