Amtsärztliche Untersuchung - Leiden wird nicht ernst genommen

  • Hallo,


    bin recht neu hier.


    Ich hatte heute einen Termin beim Amtsarzt der Arge.
    Ich habe seit über einem Jahr ein Rückenleiden, wodurch ich jeden Tag Schmerzen habe im unteren Rückenbereich. Das ganze ist nach einem Bandscheibenvorfall passiert.


    Heute war ich beim der Amtsärztlichen Untersuchung, wurde vom Arzt untersucht.
    Allerdings hat der mich gar nicht ernst genommen.
    Hat mich kurz angeschaut und untersucht, meinte aber, wäre ja alles nicht so schlimm, ich wäre voll erwerbsfähig mit "leichten Einschränkungen".
    Was völliger Blödsinn ist, manchmal kann ich vor Schmerzen nicht mal gehen.


    Als Alternative zur vollen Erwerbsfähigkeit gäbe es nur den Antrag auf Rente, was ich aber nicht will.
    Ich will einfach wieder Gesund werden und danach ganz normal wieder arbeiten.
    Seine Meinung dazu war, das jeder voll erwerbsfähig ist, solange er nen Kugelschreiber zusammen bauen kann!?!
    Auf die Frage, wie ich denn in meinem Zustand 40 Std/Woche arbeiten soll, meinte er, das wäre nur zu meinem Vorteil, weil wenn ich weniger arbeite, würde ich weniger verdienen!?!


    Zu guter letzt wollte er ne Urin-probe, was ich aber nicht eingesehen habe.
    Was zum Teufel hat denn bitte mein Leiden mit meinem Urin zu tun?
    Ich leide ja nicht an Blasenschwäche oder sonst was.
    Nach genauen Nachfragen hat er dann gemeint, ich wäre "wohl" nicht dazu verpflichtet.
    Habs dann einfach verweigert!


    Wie soll ich mich denn jetzt verhalten?
    Ich hab kein Bock 1-2 Tage zu arbeiten und mich wieder ne Woche Krankschreiben zu lassen und das auf Kosten meiner Gesundheit.
    Ich will einfach wieder genesen und anschließend wieder voll arbeiten.


    Hat jemand eine Idee, wie ich weiter fortfahren soll?
    Vielen Dank für die Tipps im voraus.


    Gruß Anthony

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  • Hab leider die Edit-Funktion nicht gefunden :-(


    Als Ergänzung wollte ich sagen, das mein Hausarzt, der alle meine befunde hat, von der Kernspin bis hin zu den Befunden meines Orthopäden, mich arbeitsunfähig geschrieben hat, solange mein Rückenleiden vorhanden ist.


    Also denke mir da nicht irgendwas aus bzw sauge mir da nichts aus den Fingern.


    Gruß Anthony

  • Quote

    Zu guter letzt wollte er ne Urin-probe, was ich aber nicht eingesehen habe.
    Was zum Teufel hat denn bitte mein Leiden mit meinem Urin zu tun?
    Ich leide ja nicht an Blasenschwäche oder sonst was.



    Bist du der Arzt oder er?

    Was du nicht "einsiehst" ist uninteressant. Mit einer Urinprobe diagnostiziert man nicht nur Blasenschwäche.

    Du hast offensichtlich kein Interesse daran deine Arbeitsfähigkeit genauer untersuchen zu lassen.

    Rückenbeschwerden sind eine Volkskrankheit. Da kommts schon darauf an festzustellen wie sie sich tatsächlich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken.


  • Du hast offensichtlich keine Ahnung, was du da von dir gibst!
    1. Kannst du ja wohl kaum beurteilen, ob ich denn interesse habe, meine Abreitsunfähigkeit genauer untersuchen zu lassen oder nicht!
    Warum war ich denn beim Amtsarzt??
    Warum renn ich denn seit über einem Jahr von Therapie zu Therapie, von Akupunktur zur nächsten Schmerzmitteltherapie etc etc?? Erst fragen, dann denken, dann posten!


    2. Ich habe den Arzt ja gefragt, wozu er die Urin-Probe denn braucht und was das mit meinem Leiden zu tun hätte. Das konnte oder wollte er mich nicht beantworten. In einem hast du recht, ich bin kein Arzt, aber ich hab soviel Verstand, das ich weiß, das zu der Untersuchung eines Bandscheibenvorfalls bzw das anschließende Rückenleiden keine Urin-Probe benötigt wird. Warum ist sie denn sonst "wohl" freiwillig? ;-)


    Also komm mal von deinem Aggro-Trip runter, hol tiiief luft und entspann dich.
    Wenn du mir nicht helfen kannst/willst, dann lass es einfach.


    Gruß Anthony

  • im Urin kann aber viel festgestellt werden,
    für dich mag es unwichtig ist , aber für den Arzt kann es sehr aufschlussreich sein..

    so etwas verweigern ist immer schlecht, es spielt doch keine Rolle, so einpaar Tropfen dem Arzt zu überlassen.

    Er wird deín Verhalten entsprechend würdigen.

    Loni

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  • Quote from Anthony;86638


    Ich habe seit über einem Jahr ein Rückenleiden, wodurch ich jeden Tag Schmerzen habe im unteren Rückenbereich. Das ganze ist nach einem Bandscheibenvorfall passiert.


    Und was ist nach dem Bandscheibenvorfall unternommen worden? OP, Schmerztherapie, Rückenschule etc ..?

    Meine hier eingestellten Beiträge stellen nur meine persönliche Meinung und KEINE Rechtsberatung dar. Ich erhebe nicht den Anspruch allwissend zu sein und lasse mich gerne korrigieren. Wer mich nicht mag, darf mich gerne ignorieren, persönliche Angriffe bitte ich zu unterlassen. Vielen Dank.

  • Unabhängig vom Amtarzt des JobCenters kannst Du beim Versorgungsamt einen Antrag auf Feststellung eines Grades der Behinderung stellen.

    Da reichst Du Deine Atteste ein und gibst Einverständniserklärungen, dass die Deine Patientenakte bei Deinen Ärzten anfordern können.

    Da entscheidet dann nen anderer Amtsarzt, der etwas weniger Nähe zum JobCenter hat.

    Ich habe eine 30%ig Schwerbehinderung und Gleichstellung hauptsächlich wegen seelischer Einschränkungen. Dazu ne Masse an Attesten und Gutachten unter anderem von bekannten Kliniken.

    In meinem letzten Profiling wurde auch ne Bewertung meiner Arbeitsfähigket durch nen Amtsarzt empfohlen. Wäre da mal sehr gespannt drauf...

  • und was hat jetzt das Versorgungsamt mit der Feststellung der Erwerbsfähigkeit im Rahmen SGBII zu tun?


    wenn er pinkeln muss steckt vielleicht ja auch ne ganz andere Fragestellung dahinter....mal daran gedacht?

  • Die Frage war ja, was er tun kann, wenn der Arzt vom JobCenter Ihn nicht ernst nimmt...

    Insofern sich nen GdB besorgen, falls das möglich ist. Dann kann Ihn sicherlich niemand zu ner Arbeit verdonnern, die nicht mit dem Rücken vereinbar ist...

  • Quote from Marthino;86931

    Die Frage war ja, was er tun kann, wenn der Arzt vom JobCenter Ihn nicht ernst nimmt...

    Insofern sich nen GdB besorgen, falls das möglich ist. Dann kann Ihn sicherlich niemand zu ner Arbeit verdonnern, die nicht mit dem Rücken vereinbar ist...




    es gibt genügend die 50 % wegen eines Rückenleidens haben und vollschichtig arbeitsfähig sind und so einfach ist der GdB auch nicht zu bekommen.

    Loni

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  • Quote from Marthino;86931

    Die Frage war ja, was er tun kann, wenn der Arzt vom JobCenter Ihn nicht ernst nimmt...



    Vielleicht hat der Arzt ihn aber ernster genommen wie er sich dachte und wollte mit der Urinprobe nach Entzündungswerten gucken?

    Warum man sich dagegen sperrt verstehe ich auch nicht. LKW-Fahrer müssen das jetzt alle 5 Jahre über sich ergehen lassen, wenn sie weiter fahren wollen.

  • Quote from Loni;86955

    es gibt genügend die 50 % wegen eines Rückenleidens haben und vollschichtig arbeitsfähig sind


    Die Arbeitsfähigkeit hängt ganz von der Art des 'Leidens' ab und hat mit dessen Schwere oder mit dem GdB überhaupt nichts zu tun. Vergleiche sind da völlig fehl am Platz.
    Es gibt sehr schwere 'Leiden', die aber relativ schmerzfrei sind bzw. mit Schmerztherapie (z.B. Akupunktur) gut erträglich sind und sogar Vollzeitarbeit ermöglichen. Andererseits gibt es weniger schwere 'Leiden', die aber sehr schmerzbehaftet sind und auch mit der besten Schmerztherapie keine Arbeit erlauben. Wobei der Schmerz subjektiv und auch nicht objektiv feststellbar ist. Ein Rollifahrer kann u.U. besser arbeiten als einer, der nicht im Rolli sitzt.
    Es gibt auch Fälle, wo durch OPs der Schmerz immer weiter reduziert werden kann, gleichzeitig (als Folge der OPs) der GdB, aber auch die Arbeitsfähigkeit steigen. Alles ist möglich.


    Was im vorliegenden Fall zu tun ist, hat Grubenpony bereits gut umschrieben.
    Wenn der Erkrankte möchte, dass seine Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt werden soll, unterzieht er sich einer Therapie (was im Übrigen vom Orthopäden auch vorgeschlagen wird) - zuerst konservativ (Krankengymnastik, Rückenschule, Schmerztherapie, Reha). Dann, wenn das nicht zum gewünschten Erfolg führt, operativ - wenn möglich.


    Wenn das alles nicht nutzt, bleibt nur die Feststellung der Erwerbminderung und der Gang in die Rente. Das Feststellungsverfahren obliegt der Rentenversicherung (die vorher in der Regel zuerst die Reha anbietet).


    Urinproben werden bei Rückenproblematiken nicht genommen; selbst ein Hinweis im Urin auf eine Entzündung sagt nichts darüber aus, wo die Entzündung sitzt. Das kann, wenn überhaupt, nur ein Facharzt feststellen. Einzig die Blutuntersuchung kann (nicht muss) beim Auffinden der Ursache für die Rückenschmerzen hilfreich sein.


    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass auch MRT und andere bildgebende Vefahren nur begrenzt diagnosetauglich sind. Bei mir hat sich das ganze Ausmaß der Wirbelsäulenproblematik z.B. erst während der OP gezeigt - da tauchten plötzlich Umstände auf, die selbst beim MRT nicht zu sehen waren.


    Auch wenn "ich habe Rücken" mittlerweile eine Volkskrankheit ist und es natürlich die Grauzone derer gibt, die meinen, "Rücken" sei eine prima Ausrede für Arbeitsfaulheit - man sollte niemanden als Arbeitsverweigerer abstempeln, der diffuse Rückenbeschwerden hat. Es kann immer eine ernstzunehmende Erkrankung dahinterstehen, selbst wenn Röntgen und MRT nicht viel hergeben.
    (War übrigens gerade Thema bei ich glaube "Quarks Co.: nach jahrelanger Odyssee durch Spezialistenpraxen und Krankenhäuser wurde bei einer Frau, die als Simulantin abgestempelt wurde, ein Gendefekt festgestellt, der letztlich zu einer Rückenerkrankung führte, die selten vorkommt und wenig bekannt ist.)


    Also gilt: erst Therapie (ein längeres Rückenleiden bedeutet nicht 'Füße hochlegen und abwarten') und im Misserfolgsfall Rente. Da hatte der Amtsarzt völlig Recht. Was genau zu tun ist, bestimmt der konsultierte Facharzt, dessen Urteil sich der Amtsarzt i.d.R. anschließt.


    Wurde denn bereits eine Reha beantragt/gemacht? Nach Abschluss einer Reha entlässt der Reha-Arzt als "arbeitsfähig" oder "nicht arbeitsfähig".


    Leider hat der TE Grubenponys Fragen nach Therapien etc. nicht beantwortet.

  • Nunja, wenn mir nen Sachbearbeiter mit so ner Begründung eine Tätigkeit aufbürden würde, die offensichtlich nicht mit meiner Behinderung vereinbar wäre, hätte er danach sofort eine Anzeige wegen Körperverletzung, eine private Schmerzensgeldklage und nen Dienstaufsichtsverfahren am Hals.

    Aber Du hast sicherlich Recht: Es ist nicht einfach nen GdB zu bekommen. In der Regel muss man die letzten fünf Jahre die Behandlungen nachweisen - zudem muss die Einschränkung dauerhaft und entsprechend schwerwiegend sein.

    Umso schwieriger ist es allerdings auch, da drüber hinweg zu gehen, selbst wenn man in der Kaffeerunde im JobCenter rumsitzt und nichts besseres zu tun hat, als kranke Hilfeempfänger zu malträtieren.

  • Quote from Marthino;87128


    Aber Du hast sicherlich Recht: Es ist nicht einfach nen GdB zu bekommen. In der Regel muss man die letzten fünf Jahre die Behandlungen nachweisen - zudem muss die Einschränkung dauerhaft und entsprechend schwerwiegend sein.


    Stimmt. Mein Mann brauchte für einen GdB von immerhin 30 zwei Bandscheibenvorfälle (der letzte war doppelt) mit jeweiliger OP (bei der letzten wurden 2 Lendenwirbel versteift), über ein Jahr Arbeitsunfähigkeit sowie natürlich die entsprechenden Reha-Maßnahmen und Therapien. Dennoch darf er weiterhin auf dem Bau arbeiten, was er auch tut.


    Quote


    Umso schwieriger ist es allerdings auch, da drüber hinweg zu gehen, selbst wenn man in der Kaffeerunde im JobCenter rumsitzt und nichts besseres zu tun hat, als kranke Hilfeempfänger zu malträtieren.


    In diesem Fall konnte ich nichts lesen, über was man hätte hinwegsehen können. :rolleyes:

    Meine hier eingestellten Beiträge stellen nur meine persönliche Meinung und KEINE Rechtsberatung dar. Ich erhebe nicht den Anspruch allwissend zu sein und lasse mich gerne korrigieren. Wer mich nicht mag, darf mich gerne ignorieren, persönliche Angriffe bitte ich zu unterlassen. Vielen Dank.

  • arbeiten mit rückenschmerzen


    meine frau sollte auch mit rückenleiden am band stehen.sie wurde sofort krank geschrieben.selbst der facharzt meinte die spinnen.deshalb habe ich sie auch nie zur arbeit gelassen.selbst eine std kann sie nicht sitzen.sollte sie sich irgend wo vorstellen .dann nimmt sie all ihre befunde mit .sie ist 52.

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