Bürgergeld: 150 Euro vom Jobcenter Extrageld sichern – 3 Jahre lang

Wer im Bürgergeld Bezug steht und mit Hilfe des Jobcenters daran etwas ändern möchte, also auf Dauer in den Arbeitsmarkt integriert werden möchte, der kann sich das vom Jobcenter bezahlen lassen: mit 150 Euro Extra Geld Monat für Monat. Wie das funktioniert, erklären wir in nachfolgendem Artikel. Es gibt bestimmte Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen. Die wichtigste davon ist eine Absprache mit dem Jobcenter. Das Geld gibt es für Ausbildung, die zu einer Berufsausbildung führen. Aber die 150 Euro sind nicht alles, mehr Geld ist drin.

150 Euro Extra Geld vom Jobcenter – Monat für Monat!

Die 150 Euro pro Monat sollen einen Anreiz für erwerbsfähige Bürgergeld Bezieher darstellen. Sie erhalten monatlich 150 Euro zusätzlich zum normalen Regelsatz und auch zur Miete vom Jobcenter ausgezahlt – quasi als Belohnung für ihre Bemühungen um einen Berufsabschluss. Darum geht es. Ein Berufsabschluss soll helfen, den Bürgergeld Bezieher dauerhaft in Arbeit zu bringen. Dass Bewerber mit Berufsausbildung bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben also ungelernte Kräfte, liegt auf der Hand und ist statistisch belegt. Weiterbildung soll sich auszahlen und lohnen  Wichtig: es muss eine berufsabschlussbezogene Weiterbildung sein, nicht lediglich eine relativ kurze Qualifizierung. Am Ende der Ausbildung muss ein Berufsabschluss als Ziel stehen .

Festgehalten wird das Ziel in dem Kooperationsplan, der zwischen Integrationsfachkraft des Jobcenters und Leistungsbezieher abgeschlossen wird. Darin werden alle Schritte festgehalten, die zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt beitragen sollen. Dass nunmehr eine Ausbildung durch das Jobcenter finanziert werden kann, hat der Bürgergeld-Gesetzgeber dadurch ermöglicht, dass er den Vermittlungsvorrang abgeschafft hat. Denn das Bürgergeld Gesetz möchte eine nachhaltige Vermittlung in Arbeit erreichen. Sehr hilfreich ist dabei eine Berufsausbildung.

Weiterbildungsgeld in § 16 Abs. 3 SGB II geregelt

Bei den 150 Euro zusätzlich zum Bürgergeld Regelsatz handelt es sich gesetzestechnisch um das  Weiterbildungsgeld. Es ist in 16 Abs. 3 SGB II niedergelegt. Es wird für abschlussorientierte Weiterbildungen gezahlt, also für solche, die zu einem anerkannten Berufsabschluss führen. Ab dem 1. Juli 23 wird es gezahlt und zwar auch für Ausbildungen, die bereits vorher begonnen wurden.

Do zu den 150 Euro gibt es noch mehr Geld; und zwar, wenn Prüfungen erfolgreich abgelegt werden. Für die Abschlussprüfung, aber auch für Zwischenprüfungen gibt es eine Extra-Prämie. Die bisher bestehende Rechtslage ist fortgeschrieben worden.

Wie muss man vorgehen, um die 150 Euro extra zu erhalten?

Dreh- und Angelpunkt für die 150 Euro Ausbildungsprämie pro Monat ist das Jobcenter. Man vereinbart somit einen Termin mit dem Sachbearbeiter und bespricht die eigenen Wünsche und Ziele, was die berufliche Perspektive betrifft. Eine Ausbildung muss als gangbarer Weg festgelegt werden, eine dauerhafte Integration ins Berufsleben erreichen zu können.  

Hat das Jobcenter hierzu das OK gegeben, kann man sich eine passende  Ausbildungsstelle suchen, entweder allein oder mit Hilfe des Jobcenters.  

Hat man eine geeignete Ausbildungsstelle gefunden, wurde der Ausbildungsvertrag unterzeichnet, so wird das Weiterbildungsgeld ausgezahlt. Aber Achtung:  Die Auszahlung der 150 geschieht erst im Nachhinein, also im Folgemonat für den vorausgegangenen Monat. Das ist ein Unterschied zur Auszahlung des Bürgergeld Regelsatzes: dieser wird immer monatlich voraus gezahlt bzw. überwiesen.

Zusammenfassung zu 150 Euro extra  für berufliche Weiterbildung

  • Leistungsbeziehern im Bürgergeld steht eine Anspruch auf 150 Euro zusätzliches Geld zu, wenn sie eine Ausbildung absolvieren.
  • Die Ausbildung muss zu einem Berufsabschluss führen.
  • Die 150 Euro werden monatlich vom Jobcenter für komplette Dauer der Ausbildung gezahlt. Bei einer dreijährigen Ausbildung sind das 36 Monate je 150 Euro.

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