Werdende oder stillende Mütter muss der Arbeitgeber so beschäftigen, dass diese vor Gefahren für Leben und Gesundheit ausreichend geschützt werden. Der Schutz der Schwangeren muss bezüglich der Gefahren am Arbeitsplatz aber auch im Hinblick auf die Arbeitszeit gewährleistet werden. Im Zweifel ist die Aufsichtsbehörde einzuschalten.

Arbeitsverbote

Es ist grundsätzlich verboten, dass Schwangere gefährliche Arbeiten verrichten. Daneben sind in der Verordnung zum Schutz der Mütter am Arbeitsplatz weitere Maßnahmen zum Schutz werdender und stillender Mütter bereithält. Der Arbeitsplatz muss gesundheitsgerecht gestaltet sein. Auch bei sitzenden Tätigkeiten müssen Zwangshaltungen, also einseitige Körperhaltungen, vermieden werden. Auch Zeitdruck oder monotone Tätigkeiten müssen vermieden und ausreichend Pausen zur Verfügung gestellt werden.

Schwere körperliche Arbeiten darf die Schwangere nicht ausführen. Sie darf auch nicht schädlichen Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen ausgesetzt werden. Gleiches gilt für Hitze, Kälte, Nässe, Lärm oder Erschütterungen.

Arbeitsschutz für Schwangere

Ein besonderer Arbeitsschutz für Schwangere besteht gem. § 8 MuSchG auch hinsichtlich der Arbeitszeit. Schwangere und Stillende dürfen keine Mehrarbeit leisten, nicht nachts, also zwischen 20.00 und 6.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen arbeiten. Eine Schwangere darf maximal 8,5 Stunden am Tag oder 90 Stunden pro Doppelwoche arbeiten. Bei minderjährigen Schwangeren darf die tägliche Arbeitszeit maximal 8 Stunden täglich oder 80 Stunden in der Doppelwoche betragen. Fahrzeiten zur Arbeit und Pausen zählen nicht zur Arbeitszeit.

Des weiteren existieren Sonderregelungen für bestimmte Branchen, etwa in Gaststätten oder Krankenhäusern.