Die gesetzliche Unfallversicherung greift nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch auf dem Weg zum und vom Arbeitsplatz, bei einem Wegeunfall.

Der Weg zur Arbeit beginnt hinter der Tür, das das Haus, in dem der Arbeitnehmer wohnt, von der Straße trennt, nicht schon an der Etagen- oder Wohnungstür, also erst mit dem Verlassen des Wohnungsgebäudes, nicht der Wohnung.

Ein Wegeunfall ist nur gegeben, wenn der Arbeitnehmer den direkten Weg zum Arbeitsort wählt. Nimmt er einen Umweg oder unterbricht er die Fahrt, so verliert er grds. auch seinen Versicherungsschutz. Erst wenn er auf den eigentlichen Arbeitsweg zurückkehrt und die Unterbrechung nicht länger als zwei Stunden gedauert hat, setzt der Versicherungsschutz wieder ein.

Umwege, die deshalb gemacht werden, um eine Fahrgemeinschaft zu bilden oder um Kinder in die Schule, den Kindergarten oder eine andere Obhut zu bringen, führen nicht dazu, dass der Versicherungsschutz erlischt.

Ebenso führen Unterbrechungen von unerheblicher Kürze, etwa das Anhalten zum Tanken, nicht zum Wegfall des Versicherungsschutzes.