Wann hat der Arbeitnehmer einen Anspruch gegen seinen Arbeitgeber?

Der Arbeitgeber haftet dem Arbeitnehmer bei der schuldhaften Verletzung von Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten, wenn dadurch dem Arbeitnehmer ein Schaden entsteht.

Vorsatz

Im Arbeitsvertrag kann diese Haftung auf Vorsatz beschränkt werden. Der Arbeitgeber muss dann im Streitfall beweisen, dass kein vorsätzliches Handeln vorgelegen hat. In Ausnahmefällen haftet der Arbeitgeber auch dann, wenn er nicht schuldhaft gehandelt hat, etwa, wenn der Arbeitnehmer mit seinem Privatfahrzeug eine Dienstfahrt im Auftrag des Arbeitgebers unternimmt und der Schaden auf einer mit der Tätigkeit verbundenen typischen Gefahrenlage beruht. Hier kann der Arbeitnehmer im Schadensfall Freistellung von seinem Arbeitgeber verlangen. Eine solche Haftung kann im Arbeitsvertrag ausgeschlossen sein, wenn der Arbeitgeber für die Nutzung des Privatfahrzeugs zu Dienstzwecken dem Arbeitnehmer eine Vergütung gewährt, die über die Kilometerpauschale hinausgeht.

Fahrlässigkeit

Handelt der Arbeitnehmer bei dem Unfall erhöht fahrlässig, so muss er sich ein Mitverschulden anrechnen lassen. Handelt er grob fahrlässig, so haftet er sogar allein.