| Hartz IV Neuregelungen zum 1. April 2006 << :: >> Es gibt keine neueren Themen in diesem Forum. |
| Autor |
Nachricht |
Solanus
Anmeldedatum: 24.11.2005 Beiträge: 187
|
Verfasst am: 19.05.2006, 10:20 Titel: |
|
|
[quote="gold"]...ICH HABE DEN GENERATIONENVERTRAG NICHT UNTERSCHRIEBEN...[/quote]
Die Frage ist doch, hat dieser Generationsvertrag überhaupt noch Bestand? Soweit ich mich erinnere sollten die aktuell arbeitenden Jungen für die Alten sorgen. Wie soll, dass denn heute noch funktionieren, wenn die Jungen schon kaum noch genug zum Leben haben? Und die Jungen immer weniger werden. Irgendwo im Stern oder Spiegel habe ich mal (vor ca. 6-8 Wochen) einen Artikel über die Demographie im Osten gelesen. Da war die Rede davon, dass bei anhalten der derzeitigen Entwicklung in ca. 10-15 Jahren ganze Landstriche im Osten "entvölkert" sind. Sprich, die heute noch lebenden Alten sind gestorben und Nachwuchs gibt es nicht mehr, weil heute schon der Anteil der Frauen im "gebährfähigen" Alter unter 1% liegt. Wie soll ad der Generationsvertrag noch funktionieren.
Ach übrigens die unter 20% Rentenbeitrag haben wir nur, weil die Regierung in einem der Wahlversprechen mal gesagt hat, den Beitrag unter 20 % zu halten. Notwendig wären wesentlich mehr, siehe Gelder aus der Öko-Steuer, die die Rentenkassen auffüllen. Genauso ist es mit der angekündigten Anhebung auf 19,9%. Es ist nur Lug und Betrug und Augenwischerei, als ob das eine 10tel Prozent den Kohl Fett macht. Bei 1000EUR Brutto sind dies gerade mal 1 EUR im Monat. Es ist also nur Effekthascherei.
[quote="gold"]das große problem ist es halt das keine arbeit da ist
es fehlt einfach an jobs auch wenn stellen für hochqualifiezierte frei sind was macht der hauptschulabschluss damit
wenn nicht mehr arbeit kommt wird es sich nicht ändern
auch noch so viele sanktionen ändern ja nichts daran das es nicht genügend arbeit gibt, kürzungen sind nicht das gelbe vom ei.[/quote]
Exakt so ist es! Keine der derzeitige Sanktionen hat auch nur einen einzigen Arbeitsplatz geschaffen. Die Leute werden drangsaliert, geknebelt und krankgemacht, aber Arbeitsplätze, die dringend notwendig wären bringt dieses System nicht. Stellt die Wirtschaft keine Arbeitsplätze zur Verfügung, heute stand übrigens in meiner Tageszeitung, das Land Schleswig-Holstein muß in den nächsten jahren weiter 5000 Arbeitsplätze abbauen, wird die Arbeitslosenquote auch nicht sinken, die Verelendung wird weiter zunehmen. Sanktionen machen nur Druck auf die die am wenigsten haben und am wenigsten ändern können.
[quote="gold"]natürlich kann man auch sagen wir verabschieden uns vom sozialsystem nur noch geld für die die arbeiten jeder zahlt alles selbst
aber dann verschwindet einer der grundlegenden pfeiler der sozialversicherungen die schon vor dem 18jhd gelegt worden sind
nämlich solidarisch sein[/quote]
Darauf läuft es hinaus!
[quote="gold"]...ich halte dies übrigens für ein märchen
gehirnwäsche der arge mitarbeiter oder so....[/quote]
Gehirnwäsche ist da nicht im Spiel. Es ist einfach so, der Arge-Mitarbeiter bekommt von seinem Vorgesetzten die Richtlinie, wie er zu arbeiten hat. Er bekommt seine Vorschriften und muß diese Umsetzen. Würde er ständig in einem Gewissenskonflikt stehen, könnte er nicht effektiv arbeiten. Also gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder passt er sich dem System an und vertritt die Interessen seines Arbeitgebers oder er steht über kurz oder lang auf der anderen Seite des Schreibtisches. Ich denke auch, die meisten Unfreundlichkeiten der Mitarbeiter kommen aus genau diesem Konflikt. Sie wollen ehrliche gute Arbeit leisten, müssen Dinge umsetzen, die teilweise hirnrissig sind, werden vom Antragsteller deswegen "angemacht" und sind stehen im Endeffekt zwischen den Fronten, bekommen von allen Seiten Feuer. Müssen ausbaden, was die Regierung versaut hat.
[quote="gold"]...und die stellen im dienstleistungs und sozialsektor muss man ausbauen
menschen in fabriken lohnt nicht, maschinen sind billiger....[/quote]
Ich habe eine Zeitlang als Techniker für Industrieroboter gearbeitet. Da haben wir ein System für den größten Zahnbürstenhersteller programmiert, da ging es um zehntel Sekunden bei der Herstellung von elektrischen Zahnbürsten, sprich der Borstenköpfe. So eine Maschine hat am Tag 1 Millionen Köpfe hergestellt, das 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Ich kann es nicht sagen, wieviele Arbeitsplätze dadurch weggefallen sind, es war aber nicht nur einer. Und so ist es in vielen Bereichen der Produktion. Die Menschen sind in der Produktion überwiegend überflüssig geworden. Es gibt Bereiche, wo sie gebraucht werden, aber der größte Teil der Produktion läuft vollautomatisch durch Roboter. D. h. der Mensch wird eigentlich für Service an der Machine oder am Menschen gebraucht und genau dies kann sich heute kaum einer Leisten, weil das Geld dafür fehlt.
Ein Beispiel: Ich habe kein Interesse an Gartenarbeit. Liegt mir nicht (bin ich deshalb Faul?), würde also gern die Arbeiten jemanden übertragen der dies gerne und mit Liebe macht, kann ich aber nicht, weil ich kein Geld dafür habe. Ergebniss: Ich bin gefrustet, weil ich die Arbeiten selbst machen muß und ein Gärtner ist gefrustet, weil er keine Aufträge bekommt.
Also ist doch das derzeitieg System faul und nicht die Menschen in diesem System, egal ob arbeitslos oder in Arbeit und gefrustet über die Arbeit. |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
petra40114
Anmeldedatum: 30.07.2006 Beiträge: 2 Wohnort: Offenbach
|
Verfasst am: 30.07.2006, 08:53 Titel: |
|
|
| Das jetzige System ist überholt, die einzige Chance für die Zukunft bietet uns ein bedingungsloses Grundeinkommen. |
|
| Nach oben |
|
 |
saildrive
Anmeldedatum: 01.08.2006 Beiträge: 31
|
Verfasst am: 02.08.2006, 00:55 Titel: |
|
|
[quote="petra40114"]Das jetzige System ist überholt, die einzige Chance für die Zukunft bietet uns ein bedingungsloses Grundeinkommen.[/quote]
Interessant an der Diskussion finde ich ja, daß sich die Befürworter und Gegner quer durch alle traditionell-politischen Linien finden. Bei näherer Betrachtung finden sich dann doch ziemlich weitreichende Unterschiede. Wenn also heute zwei Leute von Grundsicherung oder Grundeinkommen sprechen, dann meinen sie mit Sicherheit verschiedene Dinge. Selbst wenn wir uns von dem Begriff Grundsicherung lösen (hier wird gerne auf Bedarfsgerechte Grundsicherung abgehoben, die sich vom Konzept her kaum von unseren bisherigen Sozialhilfe- oder neuerdings Hartz-4-Konzepten unterscheidet) und auf den Begriff "Bedingungsloses Grundeinkommen beschränken, sind sowohl bei der Ausgestaltung der Leistung als auch - und das wirklich insbesondere - bei der Finanzierung die unterschiedlichsten Vorstellungen en vogue. Hinzu kommt, daß bei manchen Protagonisten auch noch flankierende Maßnahmen folgen sollen.
Einen m.E. sehr guten Einstieg bietet die allseits beliebte Wikipedia: [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Grundeinkommen[/url] - ich hoffe, man "darf" hier Links posten (wenn nicht, isses mir auch egal :-) ).
Eine der bekannteren Protagonistinnen neben dem dm-Boß Götz Werner ist Katja Kipping, trotz ihren jungen Jahren immerhin stellvertretende Parteivorsitzende der Linkspartei.PDS (derzeit viertgrößte Partei in Deutschland), die allerdings bislang die Parteiführung nicht mehrheitlich von der Idee überzeugen konnte und auch in der Bundestagsfraktion der Linkspartei.PDS ne Abfuhr bekam. Hier mal ein paar Links von ihr und dem Netzwerk Grundeinkommen. Letzteres ist sicherlich eher dem linken Spektrum aus Linkspartei und WASG zuzurechnen, operiert aber unabhängig von Parteien und bietet in zunehmenden Maße auch Nicht-Parteimitgliedern eine Plattform.
[url]http://www.katja-kipping.de/grusi1.htm[/url] - auf der Website steht auch noch ein Termin von ihr am "14.09., Abends, Debatte zum Grundeinkommen"
Mitunter interessantere Termine finden sich unter [url]http://www.grundeinkommen.info/index.php?id=67[/url] - da kann man dann auch wirtschaftsliberalen Positionen wie denen von Dr. Straubhaar oder Götz Werner lauschen.
Interessanterweise wehren sich gerade viele Ideologen aus den Gewerkschaften gegen ein Bedingungsloses Grundeinkommen, wenn auch teilweise auf einem sehr flachen Niveau, wie dieses Papier des Abgeordneten Troost unter den Fittichen des Gespann Bischoff / Radke unter [url]http://www.netzwerk-linke-alternativen.de/19+M5df514241d0.html[/url]
Etwas umfassender ist da schon die Kritik von Joachim Tesch unter [url]http://www.netzwerk-linke-alternativen.de/19+M524667b436f.html[/url], auch wenn er letztlich ebenso konkrete Zahlen vermissen läßt. Und auch hier wieder der ebenso pauschale wie unbelegte Vorwurf, die Befürworter würden über keinen ökonomischen Sachverstand verfügen (was man zumindest von einem Dr. Straubhaar kaum behaupten kann). Das kommt ihm wohl auch dünn genug vor, so das er zum Schluß noch auf das alte, marxistische Argument ausweicht, daß mit dem BGE keine "Überwindung des Kapitalismus" verbunden wäre. Womit er vermutlich durch aus Recht hat - und ich kein Problem. :-)
In einem Punkt liegt er übrigens definitiv falsch: Die Befürworter des BGE zumindest innerhalb der Linkspartei fordern auf alle Fälle eine weitere Verkürzung der Arbeitszeit. Das dies seine Forderung auch ist, kann man nur dem Kontext entnehmen, aber natürlich hat er mit dieser Forderung nur dann recht, wenn man akzeptiert, daß wir heute mehr produzieren als wir verbrauchen (siehe jahrezehntelangen Exportüberschuß der BRD) und das wir weniger Leute brauchen als früher, um das alles zu produzieren (sieht man an der Differenz von 4,5 Mio. offiziellen Arbeitslosen (die zusätzlichen, inoffiziellen tauchen ja in keiner Statistik auf) zu den gut 0,5 Mio. freien Arbeitsplätzen setzt. Dieses Maß an Überproduktion und an Überschuß an Arbeitskraft ist aber genau die Argumentation, an der das BGE ansetzt. So stellt der geübte Wirtschaftspolitiker unter uns schnell fest, daß Tesch sich also teilweise selbst widerspricht.
Da ist mir eine Kritik wie die von Albrecht Müller unter [url]http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?idcatart=3299&lang=1&client=1[/url] lieber, der zwar auch nicht auf ein diffamierendes "Schnapsidee" verzichten will, aber wenigstens mal konkrete Fragen stellt, zu denen man durchaus verschiedene Antworten finden kann. Im übrigen sind es ja insbesondere die Befürworter des BGE, die ganz offen sagen, daß hier nicht nur Überzeugungsarbeit, sondern auch detaillierte Rechnungen und Abwägungen nötig sind. Nicht umsonst lehnen die Linken eine Umstzsteuer von 40..50% ab, wie sie offenbar Götz Werner fordert. Die wäre nicht nur unsozial, sondern auch im Zusammenhang mit unserern europäischen Nachbarn ein einsamer Gang, der sich im Alltag schnell rächen würde. Sie greifen stattdessen den Vorschlag auf, die Vermögenssteuer wieder einzuführen (deren Abschaffung eine der wirklich völlig unsinnigen Entscheidung der Schröder-Regierung war) und insbesondere endlich die Tobin-Steuer einzuführen und auf diese Weise die internationalen "Mafia" der Finanzhaie anzuzapfen ( [url]http://www.taz.de/pt/2006/07/18/a0077.1/text[/url] ), was nach allem, was bislang über das internationale Spekulationsgeschäft bekannt ist, eine offenbar unglaublich lukrative Quelle wäre. Man muß sich dazu nur mal vor Augen führen, daß die beiden Manager, die von London aus die internationalen Fonds der Deutschen Bank steuern, mehr als der Chef der Bank Ackermann verdienen (bzw. bekommen).
Wieviel Geld selbst die Arbeitsagentur übrig hat, wird hier übrigens auch erwähnt: [url]http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=5&idart=1996[/url] (alles Geld, daß die Arbeitnehmer gezahlt haben und den Arbeitslosen über gesetzestechnische Tricks vorenthalten wird) dabei sind das sowieso noch alles peanuts gegenüber den zweistelligen Renditen, die die Konzerne einfahren - häufig genug brutto für netto, wenn sie international agieren. |
|
| Nach oben |
|
 |
saildrive
Anmeldedatum: 01.08.2006 Beiträge: 31
|
Verfasst am: 02.08.2006, 11:25 Titel: Die Rente ist sicher! (?) |
|
|
[quote="Solanus"][quote="gold"]...ICH HABE DEN GENERATIONENVERTRAG NICHT UNTERSCHRIEBEN...[/quote]
Die Frage ist doch, hat dieser Generationsvertrag überhaupt noch Bestand? Soweit ich mich erinnere sollten die aktuell arbeitenden Jungen für die Alten sorgen. Wie soll, dass denn heute noch funktionieren, wenn die Jungen schon kaum noch genug zum Leben haben? Und die Jungen immer weniger werden. Irgendwo im Stern oder Spiegel habe ich mal (vor ca. 6-8 Wochen) einen Artikel über die Demographie im Osten gelesen. Da war die Rede davon, dass bei anhalten der derzeitigen Entwicklung in ca. 10-15 Jahren ganze Landstriche im Osten "entvölkert" sind. Sprich, die heute noch lebenden Alten sind gestorben und Nachwuchs gibt es nicht mehr, weil heute schon der Anteil der Frauen im "gebährfähigen" Alter unter 1% liegt. Wie soll ad der Generationsvertrag noch funktionieren.
Ach übrigens die unter 20% Rentenbeitrag haben wir nur, weil die Regierung in einem der Wahlversprechen mal gesagt hat, den Beitrag unter 20 % zu halten. Notwendig wären wesentlich mehr, siehe Gelder aus der Öko-Steuer, die die Rentenkassen auffüllen. Genauso ist es mit der angekündigten Anhebung auf 19,9%. Es ist nur Lug und Betrug und Augenwischerei, als ob das eine 10tel Prozent den Kohl Fett macht. Bei 1000EUR Brutto sind dies gerade mal 1 EUR im Monat. Es ist also nur Effekthascherei.[/quote]
Ja und ja. :-)
Der "Generationenvertrag" ( [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Generationenvertrag[/url] ), also im Klartext die Rentenversicherung kann funktionieren. Auch heute noch. Dazu die demographischen Daten als Argumentationsgrundlage zu verwenden, ist kompliziert, machbar, aber aus dem Stegreif müßte ich jetzt passen, schaut es Euch am besten selbst beim statistischen Bundesamt unter [url]http://www.destatis.de/[/url] an.
Im Kern geht es um das Verhältnis der Rentenempfänger zu den Rentenzahlern, dürfte klar sein. Hier gibt es so ganz grob ein Maximum in ca. 15 Jahren, das zu überwinden ist und danach sinkt diese Quote wieder. Zu diesem Zeitpunkt gehen die Babyboomer in Rente (nachdem sie heute schon zunehmend nur noch hochdotierte oder gar keine Jobs bekommen). Danach kommt der Pillenknick und auf einmal sind nur noch ganz wenige Leute zu neu zu verrenten. Wirklich wichtig erscheint mir an dieser Prognose des statistischen Bundesamt erstens die Tatsache, daß wir heute bereits sehr nah dran sind an diesem zu erwartenden Maximum. Anders formuliert: Der Großteil des Anstiegs ist geschafft, der Gipfel scheint erreichbar. Soweit also die gute Nachricht: Ja, der Generationenvertrag funktioniert weiter.
Und zweitens ist eine wichtige Erkenntnis, daß auf viele Jahrzehnte abzusehen ist, daß niemals der Fall eintreten wird, daß ein Arbeitnehmer mehrere Rentner mitversorgen muß. Das Maximum liegt je nach Rechnungsweise irgendwo zwischen 40% und 70%, also generell immer unter 1:1. Sicher kann nicht jeder von uns allein eine weiter Person mitversorgen, aber viele können es und tun es bereits - nämlich bei Kindern, Behinderten oder alten Leuten, die mangels berufsbedingter Erwerbstätigkeit nie in die RV eingezahlt haben und entsprechend wenig erhalten. Fakt ist, bereits heute gibt es viele Familien, in denen eine Person mehrere Personen ernährt.
Warum wird also ständig das Märchen verbreitet, daß die Rentenversicherung nicht mehr funktionieren kann und zwar insbesondere von denen, die dafür gewählt werden, die Dinge am Laufen zu halten? Warum also wird behauptet, der Generationenvertrag funktioniert nicht mehr?
Ich denke, das hat ideologischen Gründe. "Die Nebenkosten müssen runter" ist so eine Ideologie. Also werden Leistungen sprich Renten gekürzt, um wie von Solanus sehr richtig festgestellt, keinesfalls über die magischen 20% zu kommen. Und auch hier mein "Ja", der Beitrag muß über 20% ansteigen, [u]aber[/u] der Beitrag muß auch von allen bezahlt werden. Laß mal 4 Mio. mehr Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen und schon spült das ne Menge in die Rentenkassen und unserer Renten steigen wieder. Ist der erste Punkt.
Der nächste Punkt ist, daß auch wirklich alle einzahlen, also keine ebenso rein ideologisch begründete Beitragsbemessungsgrenze und Renteneinzahlungspflicht für alle, also insbesondere auch für die gut verdienenden.
Gängige Ideologie ist hingegen, sich umgekehrt ganz von der Rentenversicherung abzuwenden und sein Heil in der kapitalgedeckten Lebensversicherung zu suchen. Das ist natürlich eine individuelle Lösung, die volkwirtschaftlich keinen cm stand halten würde, wenn wir in Zukunft tatsächlich ein Versorgungsproblem bekommen (was wir wie oben ausgeführt, nicht bekommen). Dann würden einfach die Preise nach oben gehen und nix wärs mit dem Ruhestand in der Villa am See. Man könnte lediglich ins Ausland auswandern - also alle Rentner nach Südspanien? Naja.
Ergo sind wir bei der Diskussion kapitalgedeckte Lebensversicherung versus Rentenversicherung angelangt, ohne das die erstere eine Antwort böte, die nicht auch die Rentenversicherung bietet. Und damit kommen wir wieder auf die Frage zurück, warum dann trotzdem ständig suggeriert wird, daß die Rentenversicherung nicht mehr ausreicht und private Vorsorgen betrieben werden muß?
Jeder von uns wird sich an Norbert Blüms Ausspruch "Die Rente ist sicher" (hier bitte schwäbischen Akzent einfügen) erinnern. Hatte ich lange Zeit auch als Hoffnungsruf eines verzweifelten Politikers verstanden, war aber ganz anders gemeint. Er hatte dies erst vor wenigen Monaten nochmal bei Beckmann ausgeführt und obwohl ich mit seiner Partei nu wirklich nichts am Hut habe, gebe ich ihm 100% recht: [b]Die Rentenversicherung (also der "Generationenvertrag") ist tatsächlich die einzige Form der Altersvorsorge, die bereits Kriege, Inflationen und Wirtschaftskrisen überstanden hat. Die kapitalgedeckte Lebensversicherung hingegen war immer krisenanfällig.[/b] Und ist das Geld erstmal weg, dann kommt es auch nicht wieder. Schon vor wenigen Jahren haben mehrere große amerikanische Pensionsfonds ihre Auszahlungen korrigieren müssen und manche sind schlicht bankrott gegangen. Könnte einer Rentenversicherung strukturell nicht passieren. Blüm meinte also eigenlich: Die Rente[u]nversicherung[/u] ist sicher. Und das ist sie tatsächlich.
Wer aber profitiert dann von der kapitalgedeckten Lebensversicherungen oder anders gefragt, was bringt sie dann volkswirtschaftlich gesehen? Als Antwort bleibt nur, daß es sich schlicht um ein großes, nein, ein sehr großes Geschäft mit den Ängsten und Hoffnungen einer Mittelschicht in der amerikanischen, aber zunehmend auch in der deutschen Bevölkerung handelt, das von unseren Politikern, dumm oder korrupt wie sie sind (ich tendiere mehr zu "dumm"), öffentlich propagiert und zur ideologischen Grundlage ihrer eigenen, wirtschaftspolitischen Untätigkeit gemacht wird. Welche Ausmaße dieses Geschäft angenommen hat, ist kaum vorstellbar. Die den Pensionsfonds zur Verfügung stehenden Gelder sind so immens, daß man tatsächlich in der Lage ist, sich im großen Stil in die europäische Wasserversorgung und in den Wohnungsmarkt einzukaufen, obwohl hier nur Renditen von 5% zu erwarten sind (die aber dann über Jahrzehnte garantiert).
Für die Fondsmanager und die von ihnen mit der Abwicklung solcher Aquisitionen beauftragten Anwaltskanzleien spielt das alles keine Rolle. Sie bekommen einen festen Anteil vom Umsatz und da sind selbst Anteile von 0,25% noch geeignet, jeden Dagobert Duck blaß werden zu lassen. Und sorry, aber irgendwer muß diess Geld aufbringen - siehe dazu auch die steuerpolitische Nebenbaustelle "Cross -Border-Leasing" bei [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Cross-Border-Leasing#Renditen_und_Kosten[/url] und [url]www.tiwag.org[/url])
Es gibt Kalkulationen, was die Verwaltung eines Pensionsfond und was die Verwaltung einer Rentenversicherung kostet. Diese Zahlen divergieren bei den Pensionsfonds naturgemäß stärker, liegen aber durch die Bank im Bereich von 20%. Wobei man sagen kann, daß die Verwaltungskosten mit dem variablen Anteil steigen. Bei der RV hingegen geht man derzeit von 4..7 % aus.
Anders formuliert: Volkswirtschaftlich gesehen ist die RV sicherer und billiger.
Um nochmal auf das Thema Geburtenrückgang im Kontext Generationenvertrag zurück zu kommen, sei auf einen interessanten Beitrag in Telepolis verwiesen: "Die Milchmädchenrechnung" von Jörg Räwel [url]http://www.telepolis.de/r4/artikel/22/22723/1.html[/url]
Hier wird insbesondere auch aufgezeigt, welche politischen Instrumente zur Verfügung stehen, um die derzeitige Schieflage speziell in den umlagefinanzierten Versicherungen (RV, AV, KV) zu beheben. Man möchte es der Merkel zu allabendlichen Gutenachtlektüre empfehlen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Solanus
Anmeldedatum: 24.11.2005 Beiträge: 187
|
Verfasst am: 02.08.2006, 23:19 Titel: |
|
|
[URL]http://www.katja-kipping.de/grusi1.htm[/URL]
Gibt im Absatz 3.2 schon die Antwort der Finanzierbarkeit des bedingungslosem Grundeinkommens.
[quote]Allein im Jahr 2000 wurden in der BRD 680 Milliarden Euro Transferleistungen ausgezahlt.[/quote]
680 Milliarden Euro durch 82 Millionen Einwohner Deutschlands auf 12 Monate aufgeteilt ergibt 691,05 EUR je Bezieher, sprich jeder Bundesbürger kann rund 691 EUR zum Leben erhalten, ohne das ein Cent mehr ausgegeben werden muß, wie jetzt schon ausgegeben wird.
Jeder Bundesbürger hat 691 EUR Grundeinkommen zur Verfügung, ohne das Kontrollen, Bespitzelungen, Zwangsmaßnahmen etc. notwendig werden. Die bisherigen Bearbeiter der im Jahre 2000 ausgezahlten 680 Milliarden Transferleistung können für sinnvolleren und notwendigere Arbeiten eingesetzt werden. Nur ein kleiner Teil ist für die Abwicklung der Zahlungsvorgänge notwendig.
Eine Kette der Einsparungen durch die unvermeidliche Reduzierung der Bürokratie und Kontrolle wird dadurch in Gang gesetzt.
Soweit zur Finanzierbarkeit...
Das Geld wird jetzt auch schon an die Bundesbürger ausgezahlt, dabei wird eine Unmenge an finanziellen Mitteln mit der Verwaltung und Kontrolle vergeudet. Schmarotzer und Betrüger gibt es trotz aller Kontrollen und Sanktionen, ehrliche und wirklich Bedürftige werden kriminalisiert und öffentlich erniedrigt.
Jetzt muß der anständige Bundesbürger um sein, von der Verfassung gewährtes Recht, kämpfen. Mit genügender krimineller Energie ist es immer noch ein leichtes sich Leistungen zu erschleichen, die einem rein rechtlich nicht zustehen und keine Gesetze, Verordnungen, Ausführungsbestimmungen und Richtlinien konnten bisher und können in der Zukunft dies verhindern.
Wozu also der ganze Aufwand mit Gesetzen, Verordnungen und Sanktionen?
Wozu also Kindergeld, ALG I, ALG II, Sozialgeld, Wohngeld, BaFöG, Meister-BaFöG, Wohneigentumsförderung, Arbeitnehmersparzulage und wie die "guten" Gelder (Kann jemand alle Transferleistungen vollständig hier im Forum benennen?) alle heißen mögen.
Die wenigsten Bundesbürger kennen alle Gesetze, alle Fördermöglichkeiten, alle Sozialleistungen etc. gezahlt wird aber trotzdem. Nur mit dem Unterschied, wer die Namen kennt kann die Leistung beantragen. Wer nicht, hat halt Pech gehabt und meistens sind die wirklich Bedürftigen auf Grund fehlender Bildung die "Pech habenden".
Wozu also das ganze bisherige System der antragsgebundenen Transferleistungen? |
|
| Nach oben |
|
 |
freigeist
Anmeldedatum: 23.07.2006 Beiträge: 3
|
|
| Nach oben |
|
 |
Solanus
Anmeldedatum: 24.11.2005 Beiträge: 187
|
Verfasst am: 09.08.2006, 14:48 Titel: |
|
|
[quote="freigeist"]Zur Finanzierung des BGE wurde an Universität Ulm das Transfergrenzen-Modell entwickelt, welches die Finanzierung über die Einkommensteuer vorsieht.
http://www.carookee.de/forum/Bedingungsloses-Grundeinkommen/depot/28556/558265[/quote]
...aber genau da halte ich das Problem mit der Umsetzung.
Es werden wieder Einzelne geschröpft um dies zu finanzieren. Genau dies werden die "Geschröpften" massiv bekämpfen, weil in Deutschland Besitzstände bis aufs Messer verteitigt werden.
Die Frage ist doch wozu dieser Aufwand mit Umverteilung. Warum nicht einfach eine Finanzierung über den Konsum. Wer viel konsumiert stärkt die Gesellschaft gleich in zweifacher Hinsicht. Einmal entstehen dadurch die Gelder für die Finanzierung und zweitens werden dringend benötigte Arbeitsplätze geschaffen. Warum nicht einfach das, was sowieso ausgegeben wird, gerecht verteilen? Nicht Anträge ausfüllen und die wirklich bedürftigen ausgrenzen, sondern einfach ALLEN ein menschenwürdiges Dasein gewähren.
Der Mensch ist geschaffen zum Konsum, die überwiegende Mehrheit möchte sich einen hohen Lebensstandard "gönnen", sprich viel konsumieren.
Im Moment ist es aber leider so, das die Leute das Geld zur Bank tragen und bunkern, weil sie meinen es zur Erhaltung des Lebensstandards im Alter zu benötigen. Mal abgesehen, das mit dem Alter die Ansprüche generell sinken und die Menschen weniger benötigen, weil sie an gewachsenen Strukturen und Lebensgewohnheiten festhalten und sich wenig Neues anschaffen.
Die Politik fördert bisher massiv das Sparen und Bunkern, statt den Konsum, die Ergebnisse dieser Fehlentwicklung erleben wir tagtäglich.
Die Politik redet den Menschen ein, "Ihr müßt vorsorgen!" "Ihr müßt für die Rente sparen!" etc. Fördert allerdings damit nur die Umverteilung von arm zu reich.
Weil, nicht die Armen, die ja sparen sollen, wirtschaften mit dem Geld, sondern das Kapital (die Reichen) wirtschaftet mit dem anvertrautem Kapital und erwirtschaftet maximale Profite und gibt dem Anleger nur Krumen ab.
Beispiel Bank:
Ein Ratenkredit kostet im günstigsten Fall 8% Zinsen, meistens wesentlich (im zweistelligen Bereich 12 - 16%) mehr.
Der Anleger bekommt allerdings im günstigsten Fall 5% meistens weniger.
Die Kredite werden mit dem angelegtem Kapital finanziert, nur die Differenz zwischen dem Kreditzins und dem Anlagezins kassiert der Kreditgeber und nicht der Anleger, also das Kapital.
Das heist doch der Sparer sorgt für die Rente vor und legt Geld an, welches ihm in der aktuellen Geldbörse fehlt. Also nimmt er einen Konsumkredit (Auto-, Wohnungseinrichtungs- oder Hauskauf) auf um seine Wünsche zu finanzieren. Er legt also Geld (für die Rente) an bekommt im günstigsten Fall 5 % und nimmt gleichzeitig einen Kredit für 10% und mehr Zinsen auf. Wer verliert also hier?
Beispiel Kapitallebensversicherung:
(Des Deutschen beliebteste und vom Staat geförderte Rentenvorsorge)
Eine Versicherungsaktiengesellschaft bietet die Versicherung, der Sparer zahlt ein und bekommt im Ablauf eventuell, mit biel Glück 5%, derzeit werden die Erwartungen nach Unten korrigiert.
Die Versicherung finanziert mit dem Kapital Banken und Inmobilien und kassiert dafür Zinsen im teilweise zweistelligen Bereich. Den Gewinn bekommt aber nicht der Versicherungsnehmer und damit Kapitalgeber sondern der Aktienbesitzer, der zwar auch Kapital eingebracht hat, aber im Verhältniss zum Versicherungsnehmer wesentlich weniger.
Bei Finanzierung über den Konsum gebe es keine Neiddebatten, keine Abgaben Einzelner für die Gemeinschaft, [b]alle[/b] tragen zur Finanzierung bei, die Last ist also gerechter verteilt. Und was ganz Wichtig ist, es lohnt sich nicht und ist auch nicht mehr so absolut Notwendig für das Alter zu sparen. Man kann konsumieren und braucht nicht Angst um die Existenz haben.
Und genau da liegen m. E. die Probleme in der Umsetzung. Das Kapital ist nicht daran interessiert, weil der Gewinn nicht mehr maximiert werden kann und die Menschen sind von den Medien so beeinflusst, dass nur noch wenige für neue interessante Ideen eintreten. Die meisten sind mit der Existenzsicherung beschäftigt und haben keine Luft oder keine Kraft mehr um Anderes zu machen.
Die die Alles haben und sich alles leisten können sind satt und zufrieden und haben kein Interesse an Änderung weil sie ihren Besitzstand verlieren würden. Die die jeden Cent umdrehen müssen sind mit der Existenzsicherung beschäftigt und haben noch den Rest, der ihnen bleibt zu verlieren.
Erst wenn die Mehrheit nichts mehr hat, wird sich etwas ändern, weil die Mehrheit dann nichts mehr zu verlieren hat. Bis jetzt haben die Menschen, gewollt von der Politik (dem Kapital), noch etwas zu verlieren, auch wenn es wenig ist. Und verlieren, auch wenn es nur wenig ist, will niemand, dies liegt in der Natur des Menschen. |
|
| Nach oben |
|
 |
saildrive
Anmeldedatum: 01.08.2006 Beiträge: 31
|
Verfasst am: 10.08.2006, 00:57 Titel: |
|
|
[quote="Solanus"]...aber genau da halte ich das Problem mit der Umsetzung.
Es werden wieder Einzelne geschröpft um dies zu finanzieren. Genau dies werden die "Geschröpften" massiv bekämpfen, weil in Deutschland Besitzstände bis aufs Messer verteitigt werden.[/quote]
Das Problem gibt es immer und überall. Auch in USA ist man ständig hinterher, Steuerschlupflöscher zu schließen. Allerdings arbeiten dort entsprechend qualifizierte Finanzbeamte und keine "Nebenerwerbs-" ARGE-Berater.
[quote="Solanus"]Die Frage ist doch wozu dieser Aufwand mit Umverteilung. Warum nicht einfach eine Finanzierung über den Konsum. Wer viel konsumiert stärkt die Gesellschaft gleich in zweifacher Hinsicht. Einmal entstehen dadurch die Gelder für die Finanzierung und zweitens werden dringend benötigte Arbeitsplätze geschaffen.[/quote]
Das wurde auch schon gerechnet. Ich glaube, Götz Werner ist von der Variante überzeugt. Das ist auch verständlich, weil einen Unternehmer kümmert die Umsatzsteuer nicht. Es gibt bei diesem Modell verschiedene Annahmen, aber grundsätzlich müßte sich die Umsatzsteuer in Größenordnungen um die 50% bewegen. Damit wird es unrealistisch, weil so ein starkes Gefälle zwischen benachbarten (EU-) Ländern schafft sich seinen Ausgleich notfalls illegal. Siehe Tank-Tourismus in manchen grenznahen Gebieten!
Ansonsten ist Umsatzsteuer auch unsozial, weil es Verbrauch belastet und die niedrigen Einkommen in Relation zu ihren Einkommen relativ hohe Umsatzsteueranteile enthält. |
|
| Nach oben |
|
 |
Solanus
Anmeldedatum: 24.11.2005 Beiträge: 187
|
Verfasst am: 10.08.2006, 08:09 Titel: |
|
|
[quote="saildrive"]Das wurde auch schon gerechnet. Ich glaube, Götz Werner ist von der Variante überzeugt. Das ist auch verständlich, weil einen Unternehmer kümmert die Umsatzsteuer nicht. [/quote]
Ein Unternehmer ist in der Variante genau derjenige, der die Steuer abführen muß. Er hat also keinen Vorteil mehr dabei. Vorsteuerabzug fällt, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, gänzlich weg. Wenn nicht der Unternehmer, der als letztes das Produkt verkauft, wer soll sonst die Steuer an den Staat abführen.
[quote]Es gibt bei diesem Modell verschiedene Annahmen, aber grundsätzlich müßte sich die Umsatzsteuer in Größenordnungen um die 50% bewegen. Damit wird es unrealistisch, weil so ein starkes Gefälle zwischen benachbarten (EU-) Ländern schafft sich seinen Ausgleich notfalls illegal. Siehe Tank-Tourismus in manchen grenznahen Gebieten![/quote]
Bei den aktuell verkauften Waren ist ja schon im allgemeinen ca. 50% an Steuern eingerechnet. Man darf nicht vergessen, aktuell wird nur die Umsatzsteuer ausgezeichnet. Die enthaltene Öko-Steuer, Sekt-Steuer, Gewerbesteuer etc. (Es gibt Hunderte von Steuern in Deutschland, wer hier im Forum kann sie alle benennen?) die Lohnnebenkosten der Beschäftigten, die Einkommenssteuer der Beschäftigten, etc. sind im Moment auch in den Waren enthalten und betragen ca. 50% des realen Preises. Und genau diese nicht ausgezeichneten Steurern fallen weg und werden duch die einheitlich und einzige Steuer, die Umsatzsteuer ersetzt. Die Ware an sich, würde sich nach den Berechnungen nicht oder nur unwesentlich verteuern, häufig sogar günstiger werden.
Denk nur mal an den Spritpreis. Bei 1,40 EUR für den Liter Benzin, sind tatsächlich nur ca. 50 Cent Benzinpreis. der Rest sind Steuern und Abgaben.
[quote]Ansonsten ist Umsatzsteuer auch unsozial, weil es Verbrauch belastet und die niedrigen Einkommen in Relation zu ihren Einkommen relativ hohe Umsatzsteueranteile enthält.[/quote]
Wie kann Umstatzsteuer unsozial sein, wenn der der verbraucht darauf Steuern zahlt. Einer der wenig verbraucht zahlt wenig Steuern, einer der viel Verbraucht zahlt viel Steuern. Was ist da unsozial? Die Steuerlast ist somit für alle gleich. Es gibt nur eine Steuer und die ist für alle gleich hoch.
Der Knackpunkt ist doch der, man braucht nichts an dem Steuersystem ändern, man braucht nur die jetzt schon gezahlten Sozialleistungen von jeglichem Antrag freistellen und einfach nur an ALLE auszahlen, jedem den gleichen Anteil ohne Wenn und Aber. Allein die Einsparung durch den Abbau der Bürokratie sind immens. Die Gelder sind aktuell ja da, sie werden ja real ausgezahlt, tagtäglich.
Leistung würde sich dann allerdings endlich wieder lohnen, nicht nur für das Kapital, sondern für ALLE. Leiste ich etwas, kann ich mir etwas leisten, bin ich faul, habe ich nicht viel zum Leben. Ich verhungere nicht und bin abgesichert, habe mir aber nur das Notwendigste. |
|
| Nach oben |
|
 |
Solanus
Anmeldedatum: 24.11.2005 Beiträge: 187
|
Verfasst am: 10.08.2006, 11:36 Titel: |
|
|
...muß mich korrigieren...
Die Vorsteuer fällt nicht weg. Ist ja logisch. Jeder in der Kette der Händler hat die Vorsteuer gezahlt und verrechnet sie mit der Umsatzsteuer.
Trotzdem hat der Unternehmer nur bedingt einen Vorteil. Ein Klempner kann schlecht Lebensmittel oder einen TV als Betriebsausgabe geltend machen....
... |
|
| Nach oben |
|
 |
saildrive
Anmeldedatum: 01.08.2006 Beiträge: 31
|
Verfasst am: 10.08.2006, 14:37 Titel: |
|
|
[quote="Solanus"]...muß mich korrigieren...
Die Vorsteuer fällt nicht weg. Ist ja logisch. Jeder in der Kette der Händler hat die Vorsteuer gezahlt und verrechnet sie mit der Umsatzsteuer.
Trotzdem hat der Unternehmer nur bedingt einen Vorteil. Ein Klempner kann schlecht Lebensmittel oder einen TV als Betriebsausgabe geltend machen....
...[/quote]
Sagen wir mal so: Das Unternehmen hat durch diese Lösung keine Mehrbelastung gegenüber dem Status Quo.
Dem Vorschlag der Finanzierung über eine hohe Umsatzsteuer stehen ja andere Finanzierungsmodelle gegenüber. Eines wurde bereits genannt, hinzu kommen Kapitaltransfersteuern u.ä.. Anders gesagt: Wer die Finanzierung über die Umsatzsteuer will, will gleichzeitig andere Finanzierungsmodelle vermeiden, die teilweise speziell die großen Unternehmen belasten.
Das Nachfolgende hat jetzt nichts mit Umsatzsteuer zu tun, sondern mit Versteuerung von Gewinnen, zeigt aber die effektiv unterschiedliche Behandlung von Steuerzahlern in Deutschland.
Der Löwenanteil an Gewerbesteuer (die ja am Gewinn orientiert ist) ist immer von kleinen Unternehmen gekommen. Die großen Konzerne zahlen dagegen schon seit Jahren keine Gewerbesteuer mehr, weil sie sich z.B. über internationale Verflechtungen oder Aufkäufe arm rechnen. Das funktioniert z.B. so, daß eine AVON Deutschland Jahr für Jahr Lizenzgebühren für die Rezepturen ihrer Produkte an eine andere AVON-Tochter in Honolulu oder so zahlt. Und wie's der Teufel will: Jedes Jahr "schaffen" sie es, genau soviel Überschuß zu erwirtschaften, daß die kurzfristig neu vereinbarten Lizenzgebühren bezahlt werden können und somit bleibt leider-leider kein zu versteuernder Gewinn übrig.
Mittlerweile versucht natürlich auch der Klempner, solche Konstruktionen zu nutzen, wird dabei aber häufig genug von dubiosen Anbietern übers Ohr gehauen. Schiffsanteile sind da recht beliebt. Und auf eigene Faust seine internationalen Dependancen zu gründen, ist für jemand, der eigentlich noch einem anständigen Handwerk nachgeht, schwerlich zu leisten. |
|
| Nach oben |
|
 |
saildrive
Anmeldedatum: 01.08.2006 Beiträge: 31
|
Verfasst am: 10.08.2006, 15:33 Titel: |
|
|
[quote="Solanus"]Bei den aktuell verkauften Waren ist ja schon im allgemeinen ca. 50% an Steuern eingerechnet. Man darf nicht vergessen, aktuell wird nur die Umsatzsteuer ausgezeichnet. Die enthaltene Öko-Steuer, Sekt-Steuer, Gewerbesteuer etc. (Es gibt Hunderte von Steuern in Deutschland, wer hier im Forum kann sie alle benennen?) die Lohnnebenkosten der Beschäftigten, die Einkommenssteuer der Beschäftigten, etc. sind im Moment auch in den Waren enthalten und betragen ca. 50% des realen Preises. Und genau diese nicht ausgezeichneten Steurern fallen weg und werden duch die einheitlich und einzige Steuer, die Umsatzsteuer ersetzt. Die Ware an sich, würde sich nach den Berechnungen nicht oder nur unwesentlich verteuern, häufig sogar günstiger werden.[/quote]
An diesen Versprechungen läßt mich immer stutzen, daß auch die Wirtschaft kein Perpetuum Mobile ist: Alles bleibt gleich teuer oder wird sogar billiger, aber es kommt mehr dabei heraus? Woher kommt dann das Geld?
Wir reden hier von der Aufgabe, mehr Einnahmen für den Steuertopf zu schaffen. Alle Steuern, egal wie sie heißen, kommen in einen Topf (anders als Abgaben, aber das hat nicht mal jeder Abgeordnete begriffen). Wenn Du alle Steuern entfallen läßt und die Umsatzsteuer erhöhst, ist das erstmal ein Nullsummenspiel, solange keine zusätzlichen Ausgaben durch die Erfordernis der Finanzierung eines BGE entsteht. Tatsächlich müssen aber die Ausgaben zur Finanzierung eines BGE (aber auch sonstiger Sozialtransferleistungen) erhöht werden, also muß man auch mehr Einnahmen schaffen. Die fiktive Summe aus sonstigen bisherigen Steuern auf ein Produkt ist also auf alle Fälle niedriger als eine diese ersetzende Umsatzsteuer.
Dieser Verzicht auf sonstige Steuern hat aber noch einen anderen Nachteil, der sich eigentlich bereits aus seinem Namen ("steuern", "lenken") ergibt. Hinter den diversen Steuern stecken Regulative, auf die man dadurch verzichten würde. Man will den Energieverbrauch reduzieren, also erhebt man eine Mineralölsteuer. Man hat ein Flächenverbrauchsproblem, also erhebt man zur Reduzierung eine Kfz-Steuer. Man will Umweltverpestende Kfz abschaffen, also besteuert man Dreckschleudern höher.
Die einzigen, die sich dabei freuen, sind die Firmen, die für den Export wirtschaften und keine Umsatzsteuer zahlen, aber die Vorteile aus der verbilligten Vorlieferung haben. Wenn wir ein Problem mit zu geringen Exporten und zu hoher Inlandsnachfrage hätten, wie die meisten Schwellenländer, wäre das eine Überlegung wert. Bei einem chronischen "Exportweltmeister" ist das dagegen deplaziert.
[quote][quote]Ansonsten ist Umsatzsteuer auch unsozial, weil es Verbrauch belastet und die niedrigen Einkommen in Relation zu ihren Einkommen relativ hohe Umsatzsteueranteile enthält.[/quote]
Wie kann Umstatzsteuer unsozial sein, wenn der der verbraucht darauf Steuern zahlt. Einer der wenig verbraucht zahlt wenig Steuern, einer der viel Verbraucht zahlt viel Steuern. Was ist da unsozial? Die Steuerlast ist somit für alle gleich. Es gibt nur eine Steuer und die ist für alle gleich hoch.[/quote]
In Maßen würde das stimmen, aber die Einkommensunterschiede in unserem Land eskalieren immer mehr und da funktioniert das dann nicht mehr. Der Konsum in unserem Land hat ja über weite Bereiche bereits die Sätttigungsgrenze erreicht. Anders gesagt: Es gibt eine wachsende Zahl von Menschen, die nicht mehr wissen, was sie mit dem Geld anfangen sollen und das Geld "parken" statt es in den Konsum zu stecken.
Geparktes Geld ist volkswirtschaftlich gesehen, totes Kapital. Daran ändern auch Renditen von bis zu 20% nichts. Man kann es in immer neuen Fonds, Anlagen oder auch Immobilien weiter ansammeln, um mit künstlichen Lasten das Finanzamt davon fernzuhalten, aber es ist unnütz und führt z.B. zu hohen Leerständen und hohen Mieten im Immobilienbereich. Nachdem das alles kein Konsum, als Endverbrauch ist, fällt hier auch keine Umsatzsteuer an. Der Großteil des Budget eines solchen reichen Bürgers trägt also nicht zur Umsatzsteuer bei. Natürlich ist der Konsum eines reichen höher als der eines armen Bürgers, aber gemessen an seinem Budget sind es peanuts.
Geld, daß ich dagegen einem armen Bürger gebe, wandert in der Regel sofort wieder in den Konsum, treibt also die Wirtschaft an, ist also lebendes Kapital. Man hat das sehr schön in der Nachkriegszeit gesehen, als (abgesehen von ein paar aus der Nazi-Zeit hinübergeretteten Bonzen) jeder in der BRD arm war. Die Nachfrage nach Konsumgütern war enorm und angesichts der ansonsten guten Rahmenbedingungen wuchs die Wirtschaft, von Sättigung des Konsums keine Spur. Entsprechend wurde zwar schnell immer besser verdient, aber gleichzeitig wurde das Geld auch wieder in Konsumgüter gesteckt. Von internationalen Rentenfonds keine Spur und kapitalintensive Investitionen wie Hausbau wurden über Genossenschaften statt Immobilienfonds realisiert.
Nachdem Konsum = Endverbrauch ist, fällt hier auch Umsatzsteuer an. Nachdem aber eine Erhöhung der Umsatzsteuer die Endverbraucherpreise anhebt (irgendwoher muß das zusätzliche Geld für den Steuertopf kommen), bekommt der arme Bürger weniger Ware für sein Geld. Der reiche Bürger hat dagegen keine Einschränkung in seinem Konsum, sondern lediglich etwas weniger Überschuß. Gemessen an seinem Vermögen und Einkommen trägt also der arme Bürger dann sehr viel stärker zum Umsatzsteueraufkommen bei. Das meine ich mit unsozial. |
|
| Nach oben |
|
 |
saildrive
Anmeldedatum: 01.08.2006 Beiträge: 31
|
Verfasst am: 30.08.2006, 00:14 Titel: Audio-File: Mißverständnisse beim BGE |
|
|
Für die mehr audiovisuellen Typen hier ein Interview mit Timothy Speed mit einer grundsätzlichen Kritik an der Art und Weise, wie begrenzt die Diskussion ums BGE derzeit auch seitens der Befürworter noch geführt wird: [url]http://www.timothy-speed.com/aufnahme_grundeinkommen.html[/url]
(Man benötigt einen Webbrowser mit Flash-plugin. Sollte bei den meisten neueren Installationen gewährleistet sein).
[i]kurz zum Inhalt, an dem sich sicher so mancher altgediente Klassenkämpfer erstmal stossen wird:[/i]
[b]Philosoph spricht über Missverständnisse beim bedingungslosen Grundeinkommen[/b]
Berlin - Der Gesellschaftsphilosoph und Demokratiereformer Timothy Speed spricht in einem Webradio-Interview von gängigen Missverständnissen in der aktuellen und öffentlichen Diskussion über das Modell des bedingungslosen Grundeinkommens.
Die in letzter Zeit besonders vom DM Chef Götz Werner und Katja Kipping (Linkspartei) öffentlich beworbene Idee einer bedingungslosen Grundsicherung für alle, werde in den Medien häufig verzerrt dargestellt, erläutert Speed. Dazu komme, dass es auch den Befürwortern des Grundeinkommens oft nicht gelinge, den für das Grundeinkommen erforderlichen kulturellen Wandel in Wirtschaft und Politik zu vermitteln, ohne den das Grundeinkommen aber nur schwer umzusetzen sei. Stattdessen bleibe man in der Diskussion zu gerne bei Rechenbeispielen hängen und tue zu oft so, als handle es sich um eine reine Subvention.
Timothy Speed, Autor des Buches "Aufbruch zur inneren Freiheit", richtet einen dringenden Appell an Kritiker und Befürworter des Modells, die Diskussion konstruktiv und in der erforderlichen Komplexität zu diskutieren. Es handle sich beim Grundeinkommen, so Speed, viel mehr um einen Kulturwandel innerhalb der Wirtschaft, der nicht nur unsere Vorstellung von Arbeit grundsätzlich verändern wird, sondern zu anderen Konzepten von Wirtschaft und der Beteiligung der Bevölkerung an der Wertschöpfung führen könnte. Während die Wirtschaft diesen Wandel teilweise bereits begriffen hat, tut sich die Politik vielfach schwer, sich von veralteten Vorstellungen einer Arbeitergesellschaft zu lösen.
Das ganze Gespräch können Sie als Audiodatei (Flash) hier aufrufen: [url]http://www.timothy-speed.com/aufnahme_grundeinkommen.html[/url]
[size=18][color=red][b]Kontaktlink by Mod/Admin Goldfield entfernt[/b][/color][/size] |
|
| Nach oben |
|
 |
Kaefer
Anmeldedatum: 31.08.2006 Beiträge: 46
|
Verfasst am: 08.09.2006, 12:08 Titel: |
|
|
@SB67
ich erinnere mich gerade an den SB im AA als mein Freund mal arbeitslos wurde....
ein Herr mit rotem Pulli, der erst einmal gar nicht den Namen vom KUNDEN kennt, jemand völlig anderen erwartet hat - warum auch immer -
ein Herr der total hilflos auf seinem PC herumtippt, weil er keine rechte Ahnung hat, wer bei Aufstockern eigentlich so wirklich zuständig ist - AA oder Jobcenter ?
Ein Herr der hilfesuchend einige Kollegen in unserem Beisein anruft, die alle ebenfalls keinen Schimmer haben,
ein Herr der uns keinerlei Tipps oder Hinweise in Punkto Weiterbildung & co geben kann ( Stellenangebote mal ganz zu schweigen )
Ein Herr der scheinbar dort wie so manch andere in AA und ARGE auf ihren
A8 - A10 oder BAT VI - BAT V Sesseln hocken, weit über das DREI -VIERFACHE eines ALG2 Bedarfssatzes kassieren - ebenfalls vom STEUERzahler - und leider ihren Job so mies machen, dass sie in jeder Firma der Privatwirtschaft bald achtkantig fliegen würden.
DORT kann ihnen so etwas ja nicht passieren, gell :wink:
So wie es einige Hartz4 Empfänger gibt, die ihren Pflichten nicht nackommen, so gibt es auf der anderen Seite auch genug Leute auf der anderen Seite, die ihren Pflichten als Arbeitsvermittler nicht nachkommen oder nur mangelhaft.
Ich denke daher, sie sollten den Ball etwas flacher halten.
Kaefer
*früher auch mal Staatsdiener - gelernte Verwaltungsbeamtin,
seit 7 Jahren auf der anderen Seite durch chron. Krankheit und Rente.
Ohne die Vorbildung und Eigeninitiative, die viele "Laien" einfach nicht haben(können), wäre ich sicherlich im Behördensumpf schon versackt*
Vielleicht schreibe ich auch mal ein Buch über all das was einem so passiert ist in der Zeit - mit noch anderen Geschichten dazu, würde sicherlich ein Meisterwerk entstehen :D |
|
| Nach oben |
|
 |
Tussila
Anmeldedatum: 24.08.2006 Beiträge: 13
|
Verfasst am: 21.09.2006, 15:48 Titel: |
|
|
800 Euro Grundeinkommen?
Aber klar würde ich dafür arbeiten, fände ich einen Job! Ich möchte gern was "Gemeinnütziges" leisten. Im Pflegeheim ums Eck rum bräuchten se jemanden, der am Empfang bleibt, wenn die Pflegerinnen die alten Leutchen betreuen und ich würde auch gern öfter alte Ladies mit dem Rolli spazierenfahren oder zum Eis futtern (dann müßt ich wohl seltener entlaufene Rollidriver abfangen, wenn ich ne Runde mit Hundini einleg). Für Altenpflegehilfe bin ich aber körperlich nicht mehr geeignet und da nähme ich auch jemandem den Job weg, der schlicht eingespart würde. Warum nicht für 800 Euro in die Tasten dreschen und Büroarbeit machen? Grundsicherung aus eigener Kraft?! Gerne! Aber wieviel muss ich dafür leisten - ist ja nicht so, als hätte ich für mein mickriges Gehalt nicht wirklich schuften müssen (Arthrose in beiden Schultergelenken kommt net vom Himmel geflogen).
Warum nicht der Gesellschaft wenigstens 30 Std. die Woche etwas abnehmen , dass Berufstätige zeitlich kaum oder gar nicht leisten können?
Nö, Generationenvertrag habsch net unterschrieben, finde aber dass Kinder und Alte jeden angehen, besonders den, der keinen eigenen Anhang hat, um den er sich kümmern müsste. Doch für solche Jobs muss man halt geeignet sein und nervlich durchhalten, es fehlte noch, dass das als Strafarbeit "verordnet" wird.
Längst habe ich das mulmige Gefühl, dass es hierzulande kräftig knallen wird und hoffe nur, dass ichs nicht mehr erlebe.
Gruß
Tussila |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen
|
|
Unser Forum ist umgezogen:
Forum sozialhilfe24.de
Liebe Forum-Nutzer
wir sind mit unserem Forum umgezogen. Es präsentiert sich im neuen Design an neuer Stelle, und zwar hier: Forum sozialhilfe24.de
Neben dem Forum wurden auch sämtliche Seiten unser Domain sozialhilfe24.de umgestaltet und inhaltlich überarbeitet. Die angebotenen Informationen befinden sich auf dem neusten Stand.
Das bisherige Forum wird als Archiv weiter online bleiben. Ihr habt dort die Möglichkeit, nach Fragen und Antworten zu suchen / recherchieren. Neue Beiträge können allerdings nur noch im neuen Forum verfasst werden.
Unser Forum wurde von beinahe 20.000 registrierte Benutzern gestaltet; über 133.000 Beiträge wurden verfasst. Damit sind war das beliebteste und größte Forum zum Thema Hartz IV, ALG II, BAföG, Sozialhilfe im Netz.
Wir wünschen uns und allen unseren Usern auch weiterhin ein gute Fortsetzung des bisher erreichten an neuer Stelle.

50899 Angriffe abgewehrt
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group Deutsche Übersetzung von phpBB2.de
|